RE: Helfer ohne Hilfe | 12.12.2017 | 18:23

Auch wieder ein Artikel bei dem in erster Linie um die Bezüge und Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte geht und erst in zweiter Linie um die tatsächlichen Bedürfnisse der zu Pflegenden. Und das sind nicht nur alte Menschen, wie man den Anschein erweckt. Es ist auch in Wirklichkeit egal, denn die Kernfrage ist wer die Idealvorstellungen finanzieren soll. Schon jetzt reichen die gezahlten Pflegegelder weder für eine 8-, noch für eine 12- und erst recht nicht für eine 24 h Pflege in den eigenen Wänden. Es geht nicht darum, dass jemand kommt um morgens und abends die zu Pflegende zu waschen, anzukleiden und beim Essen zu helfen. Sondern um 24 Bereitschaft. Und die kostet: 3 x 8h plus Samstag- und Sonntags- und Urlaubsersatz. Da ist man schnell bei 9000 Euro pro Monat. Mit Pflegegeldern die weit unter 2000 Euro liegen. DARAUF sollten Journalisten einmal eine Antwort geben. Wir persönlich geben diese Antwort: wir sind gezwungen auszuwandern um Pflege zuhause für unser Kind leistbar darzustellen. Selbst um den Preis dass man uns im EU-Ausland die Pflegegelder komplett streicht. Die Versicherungsprämien dürfen wir weiterhin berappen. Wahrscheinlich weil man nicht möchte, dass den Pflegekonzernen die Kunden auf diese Art durch die Lappen gehen. So und nun können wir über die so furchtbar schlechten Bezüge für Pflegekräfte und eine rapide Anhebung der Pflegeversicherungsprämien sprechen.