Dietrich Leder

Schreiber 0 Leser 0
Avatar
RE: Die Partizipationsverweigerer | 10.03.2009 | 15:05

Ich weiß aus Schilderungen sehr genau, wie das abläuft, wenn sich ein graues Mitglied nicht sofort zuordnet, das ist schlimmer als beim Schulsport als letzter gewählt zu werden. Und natürlich funktioniert die Benennung der entsendeberechtigten Organisationen nach dem Interesse derjeweiligen Regierungspartei, die das jeweilige Gesetz (oder beim ZDF den Staatsvertrag) erlässt, so hat Koch ja in Hessen die Vertriebenenverbände reaktiviert, und in NRW versucht Rüttgers vielleicht bald ähnliches. Aber diese Vertreter müssen sich erst einmal dem nun deutlich gewordenenn Zwang beugen. Dass sie das an anderen Orten nicht taten, sollte den vier unabhängigen Mitgliedern des ZDF-Verwaltungsrates Mut geben, sich von Koch und Stoiber zu emanzipieren. Das würde reichen. Und dann sehen wir weiter. Wie absurd das politische Spiel ist, zeigen ja die anderen Posten im ZDF. Hans Janke durfte nicht Fernsehdirektor werden, weil er als links galt, also wurde es der Innenpolitiker Bellut. Vor Jahrzehnten verlor das ZDF aus demselben Grund seinen besten Unterhaltungsmann Gerlach, der möbelte dann Sat1 auf, das in den 1990er-Jahre gegen das ZDF punktete.

RE: Die Partizipationsverweigerer | 10.03.2009 | 11:13

Wer im ZDF in den letzten Jahren keine Bewegung gesehen hat, der kennt es nicht aus den 1990er-Jahren beispielsweise. Markus Schächter, der ja letztendes auf einem CDU-Ticket Intendant wurde, aber er war eben für Stoiber nicht erste Wahl, und das lässt er ihn jetzt spüren, hat dort für eine spürbare Liberalisierung gesorgt. Dass die sog. "grauen", also nicht-parteigebundenen Mitglieder des Fernsehrates sich mit wenigen Ausnahmen sofort einer der beiden Freundeskreise zuordnen, ist mit det starken Präsenz der Parteivertreter zu erklären. Mit dem eigenen Ministerpräsidenten will sich dann kein Obwalter einer Institution oder Organisation verkrachen. In mancher ARD-Anstalt ist das anders, So amtieren eine Reihe von Intendanten, die auf Wunsch der parteiunabhängigen Vertreter und gegen die der jeweils regierenden Partei gewählt worden sind. Ich gebe zu, dass ich so relational und eben nicht absolut urteile.

RE: Die Partizipationsverweigerer | 10.03.2009 | 11:13

Wer im ZDF in den letzten Jahren keine Bewegung gesehen hat, der kennt es nicht aus den 1990er-Jahren beispielsweise. Markus Schächter, der ja letztendes auf einem CDU-Ticket Intendant wurde, aber er war eben für Stoiber nicht erste Wahl, und das lässt er ihn jetzt spüren, hat dort für eine spürbare Liberalisierung gesorgt. Dass die sog. "grauen", also nicht-parteigebundenen Mitglieder des Fernsehrates sich mit wenigen Ausnahmen sofort einer der beiden Freundeskreise zuordnen, ist mit det starken Präsenz der Parteivertreter zu erklären. Mit dem eigenen Ministerpräsidenten will sich dann kein Obwalter einer Institution oder Organisation verkrachen. In mancher ARD-Anstalt ist das anders, So amtieren eine Reihe von Intendanten, die auf Wunsch der parteiunabhängigen Vertreter und gegen die der jeweils regierenden Partei gewählt worden sind. Ich gebe zu, dass ich so relational und eben nicht absolut urteile.

RE: Die Partizipationsverweigerer | 10.03.2009 | 11:04

Tatsächlich sind durch den jüngsten Rundfunkstaatsvertrag die Möglichkeiten eingeschränkt worden, doch sind ARD und ZDF in diese von den Verlegern emotionalisierte Diskussion ohne jede große Idee und Vorstellung hineingegangen, stattdessen hat man sich defensiv auf absurde Fragen eingelassen und beispielsweise auf Optionen im Unterhaltungsbereich (Spiele etc.) gepocht, die eben keine öffentlich-rechtliche Idee für das Internet bestanden.