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RE: Trauriger Witz | 10.04.2013 | 18:20

Zu jedem Geschäft gehören zwei Vertragspartner: einer, der einem ein unseriöses Geschäft anbietet und ein anderer, der das unseriöse Geschäft abschließt.

Rein kapitalistisch läuft das doch piano.

Und nur weil ein paar Quäker nicht überschauen was sie da anrichten sollte man nicht aufhören die Ereignisse kritisch zu begleiten.

Und wenn ein Dieb mir sagt er sei beklaut worden...

RE: Trauriger Witz | 10.04.2013 | 18:17

psps

"Märkte würden "manipuliert": Märkte sind Ergebnis von Manipulationen.

Also mich störts nicht.

Und wenn hier morgen bei mir ein Männerbeauftragter für die Wahrung der Rechte von Frauenbeautragten auflaufen würde würd es mich auch nicht stören: ein neue Markt: a new market.

Wir haben den Suprakapitalismus so dermaßen inhaliert, dass wir nichteinmal mehr merken, wenn wir uns selbst verarschen.

fein

RE: Trauriger Witz | 10.04.2013 | 18:07

PS

Es gibt nichts zu regulieren mehr.

Das Einzige was man noch versuchen kann ist, die Beschädigungen zu erfassen und so gut es irgend geht, diese abzufedern.

RE: Trauriger Witz | 10.04.2013 | 18:04

"Das gesamte Bankensystem muss unter gesellschaftliche Kontrolle gebracht werden"

_____________________________________________

Das "gesamte Bankensystem" ist bereits Ausdruck gesellschaftlicher Kontrolle - die allerdings unterschiedlich gesteuert werden kann.

Da das Bankensystem dereguliert nicht mehr gesteuert werden soll ist das Bankensystem mit der Bildung derzeit erkennbarer Steuerungsmechanismen nicht vertraut.

Das Bankensystem taumelt und mit ihm alle.

Soll das nicht begriffen werden?

Oder will das niemand begreifen?

Was heißt "gesellschaftliche Kontrolle" genau und welche Konsequenzen sollte sie haben?

Banken stürmen?

Nicht dass ich dagegen nichts einzuwenden hätte: nur, macht sich da überhaupt noch jemand Gedanken darüber, was da eigentlich geschieht?

Früher im DIAMAT-Grundkurs, da sah das alles so klar aus: nur heute in Zeiten zusehends diversifizierter Märkte wirkt der Artikel dann doch etwas klamottig geraten.

RE: Jeder stirbt für sich allein | 07.04.2013 | 01:15

Manning passt eben weder in die "Always Ultra" noch in die Pickelhauben Demikratie, die zwar alle mögliche wollen - bloß vor einem auf der Hut wirken: vor Demokraten in Uniform.

Vlt haben wir es deswegen nichtzuletzt auch mit Söldnerheeren zu tun, die aufeinander losgehetzt werden.

Ich weiß nicht, wer Manning ist, geschweige denn ob er so weit denken konnte in Konsequenz.

Sollte er so weit gedacht haben, umso größeren Respekt vor ihm und seiner Leistung.

Und geschämt hatte ich mich schon angesichts dessen was der Freitag zu dieser Causa außer hochtrabender Besserwisserei bislang zu bieten hatte.

Umso besser, dass das mit diesem Artikel wenigstens etwas Bewußter daherzukommen scheint.

Und: wovor man sich ebenfalls hüten sollte: Wikileaks als Opfer eines wie auch immer gearteten Commonwealth zu betrachten:

Die Beteiligten, die Wikileaks aus sich selbst heraus gekickt haben sind namentlich bekannt und jeder weiß, welche Schmierenkomödie da mit Assange angestellt wird und werden soll und welche er selbst daraus auch fabriziert.

Sorgen wir dafür, dass Manning nicht als Opfer wohlverzogener Vollidioten dastehen wird.

RE: Mütter und Väter | 07.04.2013 | 00:42

Wer mein Vater war?

Ich weiß es nicht.

Einzig ahne ich, dass ich in einem Volk von Unschuldslämmern großgeworden scheine, das sich in der Volkspsychiatrie gut eingerichtet zu haben scheint.

Und zwar so gut, dass ich mich in einem Gebeinhaus empfinde.

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RE: Mütter und Väter | 07.04.2013 | 00:40

Wer mein Vater war?

Ich weiß es nicht.

Einzig ahne ich, dass ich in einem Volk von Unschuldslämmern großgeworden scheine, das es sich in der Volkypsychiatrie gut eingerichtet zu haben scheint.

RE: Letzte Chance für Lyrik | 07.04.2013 | 00:25

"Ich muss die Dinge verstehen von ihrer Vernichtbarkeit her"

So jedenfalls Ernst Meister.

"Wer dichten kann

ist Dichtersmann"

So jedenfalls HC Artmann.

Männer nun eben.

Frauen machen auch Lyrik, wird gesagt.

Feinsinnige wie Mascha Kaléko sie auch geschrieben hatte, wie man sagt.

Feiner noch wirken indes so unlyrisch wirkende Überlegungen wie die von K., die zu Lyrik hinführen können statt sie bedeuten zu wollen.

RE: Überraschungspost | 06.04.2013 | 21:32

So etwas kann man dann erst richtig beklemmend erfahren, sieht man sich an, dass zwischen den "reichen" und den "armen" "Hungerhaken" inzwischen lediglich entweder eine Diätfarm oder aber ein plastisch chirurgisches Klinikum zu stehen scheint.

Dagegen müssen aufgequollene Hungerbäuche, wie man sie heutzutage nicht mehr zu sehen bekommt, weil misfit, geradezu "underclassed" wenn nicht "disclassed" wirken - was sie ja zweifelsohne sind.

Wo Tierfutter besser aufbereitet wirkt wie Menschennahrung kann man darüber vmtl auch nur lächeln.

RE: Jeder stirbt für sich allein | 06.04.2013 | 19:49

Selbst im Freitag Redaktionsteil wurde gemutmaßt Bradley Mannings hielte Wikileaks.org auf.

Größere Verachtung konnte selbst die US-Administration kaum aufbieten.

Ich hatte es damals genauso hingeschrieben: mehrfach.

Einige Beiträge wurden gelöscht, über alle indes war man wohlerzogen hineweggegangen.

Mannings dürfte, sollte das so weitergehen, verrotten in irgendeinem US-Knast bis er verfault ist.

Es wird Zeit dagegen etwas zu unternehmen.