dihorst

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RE: Als es noch nach Macht und Testosteron roch | 05.10.2017 | 15:33

Primitives Altersmobbing und einfältiger Jugendkult. Dass so was in der Redaktion durchging, ist fast schon ein Grund zur Abbestellung. Da möchte man fast auf gleicher Ebene antworten: Ein einfältiger Artikel eines gamma-Männchens, dem es nicht gelang ganz nach oben zu kommen ? - Wenn es nicht so unpolitisch primitiv wäre, was da geschrieben wurde.

Aber nun sachlicher : sich mal auf das Personalsisierungsniveau des Autors zu begeben und die Gegenprobe zu machen: Die junge Riege, die als Erlösung angeboten wird . Hm. Da reichen nur ein paar Namen : Spahn, Söder, Petry, Weidel, Lindner, v.u.z. G. , v.d.Leyen ...Neoloberaler Heilsbringer Macron niht zu vergessen. Die wenigen, auch mit Intelligenz ausgesatteten Leuchttürme werden wohl nie an der Macht zu finden sein: Kipping, Wagenknecht, v. Ackeren.

Die TV-Talkmaster und Talkmasterinnen, die ja wohl noch zu den "Jüngeren" zählen , gehören der Generation an, die ihr markliberales Handwerk gelernt haben : Hauptsache Quote . Mit eigenen Medienunternehmungen haben sie sich zu Millionären auf Kosten der Gebührenzahlenden hochgearbeitet. Und verdienen gut in den "Systemmedien" ( Illner vorige Woche ). Da ist eine "alte" Riege unter sich, die dem Extremismus der Mitte frönen und dadurch ihre Futterkrippe füllen.

Natürlich kann ich mir als Endsiebziger( Jg. 39 ) , der sich mit 65 bewußt aus allem politischen , kirchlichen, gewerkschaftlichen und publizistischen Aktivitäten zurückgezogen hat, die Nazikeule nicht verkneifen: Die größte deutsche Jugendbewegung - Wer die Jugend hat, hat die Zukunft - endete mit 55 Millionen Toten und nicht nur das.

Wem es , wie mir um die Zukunft meiner Kinder und Enkel geht, der sollte schon die wirklichen Probleme im Auge haben. Und die hatte ein Heiner Geißler und hat ein Norbert Blüm durchaus noch im Blick, weil sie noch einen wachen, kritischen Geist hatten. Den zu finden und medial zu pushen - egal ob alt oder jung, Mann oder Frau - mit Testosteron oder ohnen - das wäre Aufgabe von Journalisten heute.

RE: Religiöse Aufrüstung | 26.04.2011 | 13:09

Danke für die freundliche Würdigung meines Betrags.
Die zunehmenden Pauschalisierungs- und Trivialsierungstendenzen ( warum sovile "Alltag" ? ) im Freitag lassen mich doch eher Abschied nehmen. Die Nachdenkseiten bleiben dann als einer der wenigen alternativen Quellen - bei denen man übrigens auch immer seltener Beiträge vom Freitag findet.

RE: Religiöse Aufrüstung | 26.04.2011 | 11:39

Dass nun auch noch der Freitag einer weiteren Privatisierung in unserer Gesellschaft auf der ersten Seite einen bevorzugten Raum einräumt, führt mich dazu, mich von dieser Zeitung zu verabschieden.
Privatisierung der Religion als Institution heißt: Religionsunterricht allein in den Koranschulen oder im Kommunion- oder Konfirmandenunterricht - ohne Kontrollmöglichkeiten des Staates über Inhalt und Ausbildungsstandard der Lehrkräfte. Heißt weiterhin : Einen Markt für "Spiritualität" zu fördern, der überwiegend dem Profit neuer Religions-Firmen dient. Endstation Scientologie oder Moon. Wenn der demokratische Staat nicht mehr alle Interessengruppen - nicht nur die Religionen - durch ein wirksames Körperschaftrecht kontrollieren soll, dann herrscht bald eben nur noch das Privat-Kapital. "Privatisierer aller Länder vereinigt Euch" - nicht mit mir.