Dietrich Klose

Vielfältig interessiert am aktuellen Geschehen, zur Zeit besonders: Ukraine, Russland, Jemen, Rolle der USA, Neoliberalismus, Ausbeutung der 3. Welt
Schreiber 0 Leser 22
Dietrich Klose
RE: Mal wieder Zensur bei der "Zeit" | 26.04.2020 | 19:05

Na, nicht genau hingeschaut: das ging hier gar nicht unbedingt um die "Zeit".

RE: Mal wieder Zensur bei der "Zeit" | 26.04.2020 | 18:50

Der Autor des Anti-Spiegel ist bekannt.

Doch, Widerspruch.

"Spamfilter" gibt es bei e-mail, den Kommentar trägt man aber direkt auf der Seite der "Zeit" ein. Es könnte also nur ein interner Filter sein, der Texte mit bestimmten Reizwörtern rausfiltert. Das würde im Fall dieses Artikels der Angabe widersprechen, dass die Kommentare redaktionell freigeschaltet werden. Und überhaupt: Diesen Filter müsste ja jemand programmiert haben mit der Angabe aller Reizwörter. Das wäre dann halt Zensur per Automatismus (spart Arbeitskräfte). Beispiele für Zensur bei der "Zeit" gibt es wohl genug.

Ein besonders Schönes schrieb mir eine Freitag-Autorin: "Aber Sie hatten ja noch Glück, dass man Ihren Kommentar ganz zensiert hat. Mir ist es schon passiert, dass mein Leserbrief so geschickt gekürzt wurde, dass sich gerade eine gegenteilige Meinung von meiner Meinung ausdrückte. Seitdem schreibe ich keine Leserbriefe mehr, in denen sich Redaktionen das Recht vorbehalten, zu kürzen."

RE: Mal wieder Zensur bei der "Zeit" | 26.04.2020 | 07:26

“Wessen Meinung ist die richtige? Bildet man da arithmetische Mittel? Gibt es besonders privilegierte Meinungen? Wenn ja: Wer und warum?“

Genau das ist doch das Problem aller Mainstreammedien. Bei den wirklich zentralen Themen (Geopolitik; Wirtschafts- und Sozialsystem) sind sie alle völlig identisch, d. h. völlig auf der Linie der regierenden Eliten. Wir im Westen sin die Guten, wir gehören an die Seite der USA, NATO gut, Russland schlecht, China schlecht. D. h. etwa für Europa: Massive Kriegshetze seit etwa 20 Jahren. Kritik, wenn überhaupt, bleibt an der Oberfläche, wird auf Details beschränkt, gerne an einzelnen Personen wie Trump festgemacht. Die USA sind natürlich grundsätzlich die „Guten“. Und das beschränkt sich nicht nur auf sog. Meinungsartikel, sondern „Meinung“ – eben diese und nur diese eine – flutet auch angebliche Nachrichten. Uns mehr noch: Nachrichten werden vor allem danach ausgewählt, ob sie in das erwünschte westliche Narrativ passen. Nirgendwo dürfte obendrein die Dichte an „fake news“ höher sein als ausgerechnet im „Mainstream“.

Es gibt also in der Tat „besonders privilegierte Meinungen“. Es gibt im „Mainstream“ in all diesen Fragen sogar nur eine einzige, die man kurz gefasst die „transatlantische“ nennen kann.

Warum? Das ist eine lange Geschichte. Lesen Sie mal hier nach:

https://www.projectcensored.org/how-mainstream-media-evolved-into-corporate-media-a-project-censored-history/

https://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/171022-Mausfeld_Transkript_Landau_NDS.pdf

https://www.nachdenkseiten.de/?p=53505 Die Graphik in diesem Beitrag sagt alles!

RE: Wo man Libyen-Informationen findet | 24.03.2020 | 13:29

Sehr schade. Ich habe es gerade auf Ihrer Seite gelesen.

Weshalb bestimmte Beiträge aussortiert werden, ist ein wohl gehütetes Geheimnis. Bestimmte Namen filtert der Freitag-Algorithmus automatisch raus, welche wirklich, weiß niemand wirklich. Der Schweizer Friedenforscher DG ist es wohl in Ihrem Fall gewesen.

Eine ideologische Kleingeistigkeit, zu der einem wirklich nichts einfällt. Der Journalist mit demselben Vornamen wie der Mann der Barbie-Puppe gehört auch hierher.

RE: Jemenkrieg-Mosaik 634 - Yemen War Mosaic 634 | 21.03.2020 | 10:21

Jede(r) möge sich raussuchen, was ihn/sie interessiert; die Kürzel sind am Anfang erklärt; und alles zu Corona finden Sie in cp1a.

Wie kann man dort helfen? Spenden an humanitäre Organisationen, denen man vertraut, wenn man den Spendenzweck auf ein bestimmtes Land wie Jemen eingrenzen kann, oder an eine Organisation direkt im Jemen (wie Mona) - und indem man immer wieder aufmerksam macht auf den schmutzigen Krieg, den wir dort mit Waffenlieferungen und politisch unterstützen.