Dietrich Klose

Vielfältig interessiert am aktuellen Geschehen, zur Zeit besonders: Ukraine, Russland, Jemen, Rolle der USA, Neoliberalismus, Ausbeutung der 3. Welt
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Dietrich Klose
RE: Die neue Freitag-Webseite: Bugs, Bugs, Bugs | 18.09.2017 | 06:36

Die alten pages haette man sicher "verbessern" koennen, aber es musste wohl ein neues Design her, um das Marketing zu "befrieden". Das Ganze ist ein typisches Beispiel fuer "function follows design" mit dem Ergebnis: " function killed by design".

von Aussie 42, das trifft den Nagel auf den Kopf.

Wen es noch interessiert: Ich habe noch einen Nachtrag geschrieben: Noch mehr Bugs, und Tricks (draufgekommen durch Try and Error)

RE: Jemenkrieg-Mosaik 335 - Yemen War Mosaic 335 | 19.08.2017 | 21:50

Danke, smukster! Mir Ihrer Befürchtung haben Sie sicher leider recht. Können Sie sich vorstellen, was in unseren Medien los wäre, würde Russland einen Krieg wie im Jemen führen oder auch irgendein anderes Land, das von Russland unterstützt wird so wie die Saudis von den USA?

RE: Der neue Consumer-Freitag | 24.07.2017 | 14:02

Chapeau! Herr Zietz, Sie legen den Finger auf die Wunde!

RE: Feedback, Feedback, Feedback | 23.07.2017 | 22:42

Wie komme ich denn wieder auf die alte Version? Mir graust ja schon davor, wenn ich meinen nächsten Community-Beitrag einstelle

RE: Feedback, Feedback, Feedback | 23.07.2017 | 22:39

Das habe ich vor 2 Minuten hier eingestellt, und hier steht "vor 2 Stunden". Also bitte, Leute!!!

RE: Feedback, Feedback, Feedback | 23.07.2017 | 22:37

Nein danke.

Sieht zwar gut aus, aber es geht ja wohl weniger um Show als um das Lesen von Texten. Und da ist schlicht einfach besser.

Was mich nur den Kopf schütteln lässt: kein Artikel hat ein Datum!!!! Darauf kommt es wohl nicht mehr an, ob das was man liest 8 Wochen alt oder tagesaktuell ist??? Das ist doch ein Witz.

RE: Meryl Streeps Rede gegen Donald Trump | 20.01.2017 | 13:02

Danke für die weiteren Abschnitte. Ja, für mich alles zutreffend und einsichtig - Israel freilich erst ein paar Tage vor Schluss, wohl dann ohne große politische Folgen - die eigenen Krikege kommen freilich auch hier so gut wie nicht vor.

MIT: Gut, das war hier nur am Rande, ivh hätte das Zitat auch um diesen Satz kürzen können. Was hier aber noch dazugekommen ist: Der geheimdienstliche Komplex, der sich (freilich auch schon vor Obama riesig ausgeweitet hat. Und dazu gehören ja auch die vielen privaten Firmen, die in diesem Bereich im staatlichen Auftrag arbeiten.

Hass ist kein politisches Programm: In der Tat nicht, aber er ist ja brandgefährlich und die Quelle von ganz anderen Programmen (Terrorismus etwa).

Die Sache mit dem Krieg im Jemen könnte man jetzt seitenweise erörtern. Erst einmal muss man auch die (noch nicht militärische) Einmischung vor dem Krieg berücksichtigen. Bei den Saudis etwa die jahrzehntelange massive Förderung des Wahabismus, die dann überhaupt erst als Gegenreaktion die Houthi-Bewegung auf den Plan gerufen hat (zunächst noch als eine religiöse Bewegung; die Militarisierung kam später). Die USA haben schon lange vor dem Kriegsbeginn im Jemen Drohnen geworfen, und sie haben das Saleh-Regime in vielerlei Hinsicht unterstützt, auch militärisch.

Die politische Entwicklung nach der sog. Revolution von 2011 war auch entscheidend durch Einmischung von außen bestimmt (Saudi-Arabien, Golfstaaten, im Hintergrund auch USA), hier war das Haupteigeninteresse, dass es in Saudi-Arabien und am Golf ruhig bleibt. Der ganze Prozess scheiterte ja politisch dann.

Ja, der Krieg brach zunächst ohne Saudis und USA aus. Es war ein Bürgerkrieg. Die Saudis haben dann aus Eigeninteresse militärisch eingegriffen und damit aus dem Bürgerkrieg einen Krieg gemacht. Sie sind mittlerweile für den größten Teil der Zerstörungen und Toten verantwortlich.

Die USA haben von Anfang des Krieges an bis jetzt die Saudis dabei auf vielerlei Weise militärisch und politisch massiv unterstützt:

Logistische Unterstützung im Kommandozentrum

Auftanken der Saudi-Kampfjets in der Luft

Lieferungen von Waffen aller Art, inkl. Kampfflugzeuge und Bomben (während des Kriegs und davor, in Obamas Amtszeit Rekord von 115 Milliarden Dollar)

Politische Unterstützung in der UNO (Sicherheitsrat-Resolutionen; die UNO ist damit auch in ihren Friedensbemühungen festgelegt, alle Friedensbemühungen sind daher gescheitert; Abwürgen aller Initiativen zu einer internationalen Untersuchung der Kriegsverbrechen im Jemen; Anerkennung der jem. Marionettenregierung der Saudis als "legitim", obwohl deren Amtszeit schon vor dem Krieg abgelaufen war: wichtiger Punkt, da die Unterstützung eben dieser Regierung der Vorwand für das saudische Eingreifen ist); Rückendeckung auch für die saudische weitgehende Seeblockade des Nordjemen.

Ohne diese ganze Unterstützung hätte der Krieg nie diese Dimensionen annehmen können. Es war wohl nach dem Iran-Deal Obamas Absicht, die Saudis bei Laune zu halten, indem er ihnen im Jemen freie Hand ließ und sie derart unterstützte. Die USA als Weltmacht sind nun einmal in fast jedem Konflikt weltweit der "unsichtbare" (und oft genug dann auch sichtbare) Elefant, von dessen Verhalten es ganz entscheidend abhängt, wie die Dinge laufen. Das sollte in US-Präsident wissen (ob er nun Obama oder Trump heißt).

RE: Meryl Streeps Rede gegen Donald Trump | 20.01.2017 | 10:43

Leider ist der verlinkte Artikel nur im Abo ganz lesbar. Das, was man zu lesen bekommt, ist ja sehr freundlich mit Obama. Auffällig: Seine Kriege kommen in diesen Teilen des Artikels überhaupt nicht vor – also gerade auch nicht in dem Resumee, was Sie einkopiert haben.

Aber die Bereiche einer Präsidentschaft, wo es wirklich um Leben und Tod geht, sollten doch wohl für eine Bilanz in erster Linie bestimmend sein.

Sie haben ja recht damit, dass ein Präsident wie Obama in die bestehenden Strukturen eingebunden ist und durch sie in seiner Handlungsfreiheit begrenzt ist. Aber damit kann man eine solche Kriegspolitik nicht begründen…

Heute morgen war das neu:

Obamas tödliches Erbe
Am 7. September 2013 hat Aisha alles verloren, was ein Kind verlieren kann. Nachdem eine US-Drohne den Pick-Up von Aishas Familie im ostafghanischen Kunar anvisiert hat, brach das Feuer einer Hellfire-Rakete über sie herein. Vierzehn Menschen, die meisten Frauen und Kinder, wurden getötet. Die damals vierjährige Aisha überlebte, doch sie verlor bei dem Angriff ihre gesamte Familie – und ihr Gesicht. Der Drohnenangriff hatte es zerfetzt, bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Später traf der damalige afghanische Präsident Hamid Karzai Aisha in einem Krankenhaus in Kabul. Ihm kamen die Tränen, als er das erblickte, was einst Aishas Gesicht darstellte.
Afghanistan ist das am meisten von Drohnen bombardierte Land der Welt. Unzählige Menschen wurden bei diesen Angriffen getötet oder verloren ihre Liebsten. Aisha ist nur eine von ihnen. Doch im Gegensatz zu den Geschichten anderer Opfer fand ihre Geschichte den Weg in die Öffentlichkeit. Aisha wurde damit zum entstellten Gesicht des US-amerikanischen Drohnenkrieges. Ein Krieg, der während der Präsidentschaft Barack Obamas seinen bisherigen Höhepunkt erreicht hat.
Quelle: Deutschlandradio Kultur

Und hier noch zwei andere Abgesänge auf Obama:

US-Präsident Barack Obama, führende Militärs und Geheimdienstler und die meisten Senatoren und Abgeordneten des Repräsentantenhauses sind zweifellos Kriegsverbrecher.

Obama ist der erste Präsident, unter dem die USA während seiner achtjährigen Amtszeit ständig Krieg geführt haben. Allein im Jahr 2016 ließ er in sieben Staaten insgesamt 26.171 Bomben auf Hochzeitsgesellschaften, Begräbnisse, Fußball spielende Kinder, Krankenhäuser, Schulen, Zivilisten in Wohnhäusern, auf Straßen und Märkten und Bauern bei der Feldarbeit abwerfen – im Irak, in Syrien, in Afghanistan, in Libyen, im Jemen, in Somalia und in Pakistan [s. unter http://blogs.cfr.org/zenko/2017/01/05/bombs-dropped-in-2016/ ].

Was hat die Obama-Regierung mit ihren illegalen Militärinterventionen in sieben Ländern, die keine Bedrohung für die USA darstellten und denen auch nie der Krieg erklärt wurde, in acht Jahren erreicht? Die US-Überfälle haben nur neue Terroristen geschaffen. Keiner der Kriege wurde gewonnen, aber der gesamte Mittlere Osten wurde verwüstet und ins Chaos gestürzt. Der Hass auf die USA ist in der gesamten Welt auf ein Rekordhoch angestiegen. Die USA werden jetzt von den meisten Menschen verachtet.

https://linkezeitung.de/2017/01/19/obama-ein-kriegsverbrecher-der-frauen-und-kinder-abschlachten-liess/

und

Obama’s Bombing Legacy

President Obama has joked he still doesn’t know why he won the Nobel Peace Prize in 2009, but his record of waging war was no joke to thousands at the receiving end of U.S. bombs, says Nicolas J S Davies.

By Nicolas J S Davies

The reality is that Obama has increased U.S. military spending beyond the post-World War II record set by President George W. Bush. Now that Obama has signed the military budget for FY2017, the final record is that Obama has spent an average of $653.6 billion per year, outstripping Bush by an average of $18.7 billion per year (in 2016 dollars).

Obama’s failure was the result of his deference to generals, admirals, the CIA and hawkish advisers like Secretary of State Hillary Clinton and Ambassador to the United Nations Samantha Power, and of his blind faith in U.S. military power. But war was never a legitimate or effective response to terrorism.

The misuse of military force has only spread violence and chaos across the Muslim world and spawned an explosive mix of political disintegration, rule by militias and warlords, a dizzying proliferation of armed groups with different interests and loyalties and, ultimately, more blowback for the West.

Saudi Arabia, Pakistan, Turkey, Israel, Qatar and other “allies” have been only too eager to exploit and redirect our aggression against their own enemies: Iran; Syria; Libya; and different ethnic groups, minorities and political movements in what was, for centuries, a diverse, tolerant region of the world.

The U.S. has become a blind giant stumbling through a thick forest of shadows and unseen dangers, striking out with its devastating war machine at the instigation of self-serving allies and the same dark forces in its own “intelligence” bureaucracy who have stirred up trouble, staged coups and unleashed war in country after country for seventy years.

The only consistent beneficiary in all this death, destruction and chaos is the “military industrial complex” that President Eisenhower warned us against in his farewell address in 1961.

https://consortiumnews.com/2017/01/18/obamas-bombing-legacy/