Internationale Jemenkonferenz in London

Krieg im Jemen: In London fand vom 20.-21. August die "Internationale Konferenz zur Unterstützung des Volkes des Jemen" statt. Erstmals präsentierten sich dabei die Huthis im Westen.
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In London, August 20 to 21 the "International Conference in Support of the People of Yemen" was held. For the first time, the Houthis presented themselves in the West.

(English texts below)

Am 20. und 21. August 2016 fand im Pullman Hotel in London die „International Conference in Support of the People in Yemen“ statt, veranstaltet von der Plattform “Sheba for Democracy and Human Rights”. Der Schwerpunkt der Konferenz lag auf den Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen, die durch den jetzt bereits 17 Monate andauernden Bombenkrieg der Saudis und ihrer Verbündeten, der sog. „Koalition“, verursacht wurden.

Martin Lejeune hat die Veranstaltung in London besucht. Hier im Folgenden sein Bericht (auf Englisch) zum Kongress und den Hintergründen der Lage im Jemen. Er wird ergänzt von einem Beitrag von Stephen Bell für "Socialist Action". Ich danke Martin Lejeune für seinen Beitrag und Stephen Bell für die Zustimmung, seinen Text hier wiederzugeben.

Der Krieg im Jemen

Eine wahre Premiere: Die Huthi-Bewegung tritt vor ein internationales Publikum

VON MARTIN LEJEUNE

Am 20. und 21. August hat die Huthi-Bewegung sich zum ersten Mal vor einem internationalen Publikum präsentiert. Eine von der Plattform "Sheba für Demokratie und Menschenrechte" organisierte Konferenz in London konzentrierte sich auf das, was die Organisatoren beschrieben als Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen im Jemen, verursacht durch die Bombenkampagne der Saudis bzw. der von ihnen angeführten Koalition.

Nach Angaben der Veranstalter haben die saudischen Luftangriffe mehr als 13.000 Menschen getötet. Die jemenitische Organisation "Legal Center für Rechte und Entwicklung", die auch auf der Konferenz vertreten war, gab eine Zahl von 9.755 getöteten Zivilpersonen an, darunter 2.260 Kinder. Die Vereinten Nationen haben lange Zeit eine nicht mehr angepasste viel zu niedrige Zahl verbreitet, zuletzt hat der Koordinator der UN für Humanitäre Hilfe im Jemen, Jamie McGoldrick, die Zahl der getöteten Zivilisten mit mindestens 10.000, eher noch mehr, angegeben. Der UNICEF-Bericht vom August 2015 zählte (als “bestätigt”) 398 zwischen März und Anfang August 2015 getötete Kinder, eine niedrig angesetzte Zahl, die sich seitdem weit erhöht hat.

Fast zur gleichen Zeit wie die Konferenz tötete im Jemen ein saudischer Luftangriff zehn Kinder in einer Schule, die der Sprecher der saudischen „Koalition“, General Ahmed al-Assiri, als Ausbildungsstätte für Kindersoldaten bezeichnete. UNICEF, dessen Vertreter den Schauplatz besuchten, erklärte jedoch, dass es sich um eine Koranschule für Kinder gehandelt habe, wobei nichts darauf hinweise, dass dort irgendeine Art von militärischer Ausbildung stattgefunden habe. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon verurteilte den Angriff.

Am 19. August entschied die medizinische Hilfsorganisation MSF (Ärzte ohne Grenzen), alle verbliebenen Mitarbeiter aus den fünf nördlichsten Provinzen des Jemen zu evakuieren, nachdem saudische Luftangriffe ein Krankenhaus mit Entbindungsstation in Abs (Provinz Hajjah) zerstört hatten, wobei 19 Menschen ums Leben gekommen waren.

Hintergrund

Der von den Saudis angeführte Luftkrieg im Jemen hat angeblich zum Ziel, den jemenitischen Präsidenten Abd Rabbuh Mansur Hadi wieder einzusetzen, der von den Huthis aus dem Amt gedrängt wurde und dessen Amtszeit mittlerweile längst abgelaufen ist. Hadi, ein Militär aus dem Südjemen, diente 17 Jahre als Stellvertreter von Ali Abdullah Saleh, der den Jemen 34 Jahre lang autokratisch (und kleptomanisch) regiert hatte. Als Saleh 2012 als Folge des „Arabischen Frühlings“ durch Massendemonstrationen zum Rücktritt gezwungen wurde, wurde Hadi im Februar 2012 zum Übergangspräsidenten gewählt (als einziger Kandidat; mit 99,8% der Stimmen). Seine zweijährige Amtszeit lief im Februar 2014 ab, danach wurde sie von der „Nationalen Dialogkonferenz“ noch um ein weiteres Jahr verlängert. Unverändert wird Hadi aber als de-facto-Präsident von Saudi-Arabien, den arabischen Staaten, den westlichen Nationen und der UNO und damit von fast allen Ländern anerkannt.

Nationale Dialogkonferenz

Im Anschluss an die Demonstrationen des „Jemenitischen Frühlings“ und Salehs Rücktritt wurde in Sanaa eine Dialogkonferenz in die Wege geleitet, mit dem Ziel, einen Rahmen für eine neue Verfassung zu schaffen und die strukturellen Probleme des Landes zu bewältigen.

Die Konferenz dauerte etwa ein Jahr (2013/14), ihre wichtigsten Förderer waren Saudi-Arabien, die USA und Großbritannien. Sie bestand aus 565 (!) Delegierten, von denen 56% aus dem Süden stammten (der ehemalige Südjemen hat eine Bevölkerung von ca. 9 Millionen, der Jemen insgesamt insgesamt knapp 28 Millionen). 28% der Teilnehmer waren Frauen und 20% „Jugend“, eine Zusammensetzung, die eindeutig nicht diejenigen vertreten sollte, die im Jemen Macht und Einfluss hatten, sondern die die westlichen Geber befriedige sollte. Die Huthis, die wohl die Mehrheit der der Zaiditen in der Bevölkerung repräsentieren (die auf 30 bis 40% der Gesamtbevölkerung geschätzt werden) hatten 35 Vertreter. Die einzige wirkliche Ursache der jemenitischen Probleme und der Schlüssel zu ihrer Lösung – eine starke Föderalisierung und Dezentralisierung – wurde gezielt gegen die Huthis verwendet: Es sollte ein von Sanaa nach Saada reichender übergroßen Bundesstaat geschaffen werden, in dem die Huthis wiederum nur eine Minderheit gewesen wären. Das führte dazu, dass die Huthis für den größten Teil des ehemaligen Nordjemen die Macht mit Gewalt übernahmen. Ihr überwältigender Sieg – praktisch ohne Widerstand – war das Ergebnis der weitverbreiteten Enttäuschung über das frühere Regime, den Dialog und Präsident Hadi, der sich ebenfalls als korrupt erwiesen hatte.

Die Huthis

Im Gegensatz zu der häufig verbreiteten „Weisheit“ spielter sich die Machtübernahme durch die Huthis keineswegs gänzlich entlang religiöser Trennlinien ab: Während die zaiditische Lehre von westlichen Orientalisten als „schiitisch“ bezeichnet wird, würde ein Stammesangehöriger der Huthis keineswegs auf die Idee kommen, dass er „schiitische“ Lehren folgt.

Der Zaidismus ist in vieler Hinsicht eng verwandt mit der sunnitischen Shafa'i-Lehre, der die Mehrheit der Menschen im Jemen gefolgt.

Die wahren Gründe für die „Rebellion“ der Huthis waren die Jahrzehnte der wirtschaftlichen und politischen Marginalisierung, die Aneignung ihrer auqaf-Einnahmen [Wakf, fromme Stiftung] durch die Saleh-Regierung, die Implantation von wahabitischen Trainingslagern in ihren nördlichen Regionen, und die verschiedenen Kriege, die das das Saleh-Regime gegen sie geführt hatte.

Die Zaiditen sind in der Tat von den iranischen Schiiten weiter entfernt als vom sunnitischen Shafaismus. Die weit verbreiteten Missverständnisse über religiöse Verwandtschaften wiederholen sich in der eher formelhaften Behauptung einer militärischen Unterstützung durch den Iran, die jedoch tatsächlich schon wegen der weitgehenden Blockade nur gering ist. Die amerikanische Überwachung der jemenitischen Küste ist total. Hätten die Jemeniten Zugang zu modernen Waffen, hätten sie einige der saudischen-Flugzeuge abgeschossen. Es waren insgesamt nur einige wenige kleinere Boote mit vergleichsweise geringen Mengen an Waffen, die – teilweise nicht einmal mit Von den wenigen Booten, die angeblich Waffenlieferungen aus dem Iran enthielten, war das eine eine Erfindung der Regierung Saleh (wie von Wikileaks aus den Mails des US State Department enthüllt) und das zweite enthielt Waffen, die aus dem Jemen nach Somalia geschmuggelt werden sollten.

Die Konferenz in London

Die Londoner Konferenz befasste sich auch mit den Verlusten des kulturellen Erbes des Jemen. Jemen ist mit Abstand in Arabien das an archäologischen und historischen Stätten reichste Land: es mag arm sein sein, aber es ist die kulturelle Heimat der Araber. Es ist die Heimat einer 3000 Jahre alten prächtigen Zivilisation, mit der Königin von Saba (Sheba) als ihrer bekanntesten Gestalt, an die in den heiligen Büchern erinnert wird, sowohl in der Bibel als auch im Koran. Der große Damm von Marib ist eines der sieben Weltwunder der Antike, und er wird ausführlich im Koran beschrieben: Dieses Wunderwerk menschlichen Strebens und menschlicher Zivilisation, geadelt von Gottes heiligem Buch, wurde von den Saudis bombardiert. Das neue Museum von Dhamar wurde vollständig eingeebnet und mit ihm mehrere tausend archäologische und islamischen Obkjekte, die die Geschichte der Araber schrieben. Das Museum enthielt auch eines der größten Meisterwerke der islamischen Kunst, das Minbar (Kanzel) der Großen Moschee von Dhamar aus dem 10. Jahrhundert (4. Jh. AH). Es existiert nicht mehr.

Die Konferenz beklagte somit vor allem den Verlust von Menschenleben und den Verlust des kulturellen Gedächtnisses des Jemen und in der Tat von ganz Arabien. Leider befasste sich die Konferenz nicht mit den politischen Fragen, die hinter diesem Bombenkrieg stehen (abgesehen davon, dass er verurteilt wurde). Eine politische Lösung wird in Rechnung stellen müssen, dass der Jemen nicht von einer fremden Macht besiegt werden kann. Selbst die Osmanen waren im 16. Jahrhundert, auf dem Höhepunkt ihrer Macht, und wiederum im 19. Jahrhundert, nicht in der Lage, das Land zu halten. Was die aktuelle Politik betrifft, stellen Beobachter fest, dass die Bombardierung die Unterstützung für die Huthis bei bislang indifferenten und sogar ablehnend eingestellten Jemeniten erheblich hat anwachsen lassen.

Dr. Riaz Karim, der Direktor und Mitbegründer der jemenitischen-Wohltätigkeitsorganisation Mona Relief Organisation sagte in einer emotionalen Rede bei der Konferenz in London:

„Unser Schweigen ist Jemens Grabstein. Heute ist Schweigen schlimmer als ein Kriegsverbrechen geworden. Heute ist Schweigen eine Offenbarung unseres Egoismus und unserer Eigensucht geworden. Heute hoffe ich, dass das Schweigen endlich gebrochen wird. Jemen ist nicht der „vergessene Krieg“ unseres Jahrzehnts, es ist die unausgesprochene Schande unserer Generation“.

Unterstützen Sie das Volk des Jemen – Beendet die Waffenlieferungen an Saudi-Arabien

VON STEPHEN BELL

Am 20. und 21. August fand in London die "Internationale Konferenz zur Unterstützung der Menschen im Jemen“ statt. 23 Länder waren auf der Konferenz vertreten, deren Ziel es war, den von den Saudis geführten Krieg zu beleuchten, und Maßnahmen zu fördern, um den Krieg zu einem Ende zu bringen.

Die Konferenz fiel zeitlich zusammen mit einer großen Demonstration in Sanaa am 20. August. Zu dieser Aktion wurde von Ansar Allah (das schließt die Houthi ein) und der Partei des Allgemeinen Volkskongresses aufgerufen. Die Größe der Demonstration war außergewöhnlich genug, wie es auf der Videos im Internet zu sehen ist. Noch außergewöhnlicher ist, dass dies sich in einer Stadt ereignete, die ausgedehnten Bombardements der Saudis unterworfen war. Eine Bombardierung fand während der Demonstration in der Nähe statt, drei Menschen starben. Die Aktion sollte die zuvor bekannt gegebene neue Regierung unterstützen. Sowohl die Demonstration als auch die Einsetzung einer neuen Regierung zeigen die Weigerung der Menschen, eine von den Saudis diktierte Lösung zu akzeptieren.

Die Konferenz bekam eine Videobotschaft von Botschafter Abdullah Hajjar zu sehen. Er hatte seine Teilnahme geplant, jedoch hatte ihm das britische Konsulat ein Visum verweigert, ein weiteres Beispiel für die Unterstützung der Saudi-Diktatur durch die britische Regierung. Er erklärte, dass die Delegation in den Friedensgesprächen in Kuwait "... Zugeständnisse in den Verhandlungen gemacht hat, um ein Vakuum zu vermeiden, das von Vorteil fürAl Kaida hätte sein können." Aber die Saudis hätten darauf bestanden, alle gewonnenen Gebiete aufzugeben, alle kontrollierten Städte zu räumen und schwere Waffen abzugeben werden, bevor über eine neue Regierung diskutiert werde. Dieses Ultimatum habe zum Scheitern der Gespräche geführt, und daraufhin sei die neue Regierung aufgestellt worden.

Eine Reihe von jemenitischen Referenten sprachen auf der Konferenz, darunter Ahmed Almoaiad („Sheba für Demokratie und Menschenrechte“), der an den Friedensgesprächen teilgenommen hatte; Kim Sharif („Human Rights for Yemen“), der juristische und politische Unterstützung organisiert hatte; Riaz Karim („Mona Relief“), der durch regelmäßige Hilfskonvois half, die saudische Belagerung durch zu durchbrechen. Es gab Referenten und Beiträge aus dem Irak, Iran, Libanon, Bahrain, Sudan, Kuwait, Ägypten, Malaysia und Indien. Die Friedensbewegung war gut mit Teilnehmern aus Kanada, USA, Frankreich, Deutschland, Schweden, Spanien, Italien, Belgien und den Niederlanden vertreten. Lindsey German und Andrew Murray sprachen für „Stop the War,“ und es gab Referenten von „Campaign Against the Arms Trade“. Zu den prominenten Politikern, die sich an die Konferenz wandten, gehörten Tasmina Sheikh (SNP MP), Pauline McNeill (Labour MSP) und George Galloway. Francie Malloy MP sprach für die Sinn Fein.

Die Konferenz verabschiedete eine Resolution, in der die UNO aufgefordert wird, die neuen politischen Institutionen anzuerkennen und die weiterhin eintritt für ein Ende der Bombardierungen und der Blockade sowie für die Verfolgung der für die Kriegsverbrechen Verantwortlichen. Weitere Aktivitäten werden in Betracht gezogen, einschließlich eines internationalen Aktionstages. Der Erfolg der Konferenz trägt bei zur wachsenden Bewegung zur Beendigung des von den Saudis geführten Krieges.

http://www.socialistaction.net/International/Middle-East/Yemen/Support-the-people-of-Yemen-%E2%80%93-End-arms-sales-to-Saudi-Arabia.html = http://stopwar.org.uk/index.php/news-comment/2158-support-the-people-of-yemen-end-arms-sales-to-saudi-arabia

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The War in Yemen

A true First: The Huthi movement addressing an international audience

BY MARTIN LEJEUNE

On August 20 and 21, the Huthi-movement made itself heard for the first time to an international audience. A conference organized in London (brought together by the platform “Sheba for Democracy and Human Rights”) focused on what the organizers described as human rights violations and war crimes caused by the Saudi Arabian (led coalition) bombing campaign in Yemen.

According to the organizers, the Saudi air strikes have killed more than 13,000 persons. The Yemeni “Legal Center for Rights and Development”, also represented there, gave a count of 9,755 civilians, amongst them 2,260 children. For a long time, the UN had spread a figure which was extremely low and had not been adopted for long. At last, the UN coordinator for Humanitarian help in Yemen, Jamie McGoldrick, specified the total of killed civilians as at least 10.000 or even more. UNICEF’s August 2015 report counted (as “verified”) 398 children killed between March and early August 2015 – a figure which was definitely too low and of course by now is quite outdated.

On the ground, almost at the same time as the conference, a Saudi air strike killed 10 children in a school which the spokesperson for the Saudi coalition, General Ahmed al-Assiri, described as a training facility for child soldiers. UNICEF which visited the site said however that it was a Koranic school for children, with nothing indicating that there was any kind of military training. UN-Secretary General Ban Ki-moon condemned the strike.

On August 19, the medical charity, MSF (Medecins Sans Frontieres), decided to evacuate all its remaining staff from Yemen's five northern provinces, after Saudi air strikes had destroyed a hospital cum maternity ward in Abs (Hajjah province), killing 19 people.

Background

The Saudi led air campaign in Yemen claims to aim at re-instating Yemeni president Abd Rabbuh Mansour Hadi, who had been forced out of office by the Huthis and who's term meanwhile had expired for long. Hadi, a Southern Yemeni military, served 17 years as Deputy to Yemen’s 34 years autocratic (and kleptomaniac) former ruler Ali Abdallah Saleh. When Saleh was forced to resign in 2012, as a result of the “Arab Spring” mass demonstrations, Hadi was elected interim president in February 2012 (as the only candidate carrying 99,80% of the votes) for a two year term. This term expired in February 2014 and was extended by the „National Dialogue Conference“ for another year. Since then, he is recognised as de facto president by Saudi Arabia, the Arab states, Western nations, the UN and thus by almost all states in the world..

National Dialogue Conference

Following the Yemeni Spring demonstrations and Saleh’s resignation, a Dialogue Conference was initiated in Sanaa, aiming at creating a framework for a new constitution and addressing the country’s structural problems.

The conference lasted for app. 1 year (2013/14); its main sponsors were Saudi Arabia, the USA and the UK. It was comprised of 565 (!) delegates, out of which 56% southerners (the former South Yemen has a population of ca. 9 million, out of a total of nearly 28 million). 28% of the participants were women, and 20% “youth”, a composition clearly not intended to represent those who hold power or influence in Yemen, but to please the Western donors. The Huthis who arguably represent the majority of the Zaydi population (which is estimated as between 30 to 40 % of the total population) had 35 representatives. The only real cause of Yemen’s troubles and the key to solving them – a powerful federalisation and decentralisation – was expressly used against the Huthis, creating a super federal state from Sanaa to Saada where the Huthis would again be a minority. This led to the military take over of most of the former North Yemen by the Huthis. Their sweeping victory – practically without resistance – was the result of widespread disillusion with both the former regime, with the so-called „Dialogue“ and President Hadi as well, who also had proved to be corrupt. Knowledgeable observers differ in estimating what percentage of the population is broadly supporting or sympathetic to the Huthi movement (but there is consensus that it is a large part of the people), but agree that Hadi and his government has almost no following left. It is said that even his own tribe is not fully behind him.

The Houthis

Contrary to much of the received wisdom, the Huthi take over was not entirely along religious lines: while the Zaydi doctrine is categorized as Shi‘a by Western orientalists, a Huthi tribesman would not be aware that he is following the “Shi‘a” lines of thought. Zaydism is closely related to the Sunni Shafa‘i doctrine followed by the majority of the people of Yemen.

The true reasons for the Huthis’ “rebellion” were the decades of economic and political marginalisation, the appropriation of their auqaf-revenues [waqf, religious endowment] by the Saleh government, the implantation of Wahhabi training camps in their northern regions, and the several wars waged against them by the Saleh regime.

The Zaydis are indeed farther away from Iranian Shi‘a than from Sunni Shafa‘ism. The widespread misconceptions about religious proximities repeat themselves in the rather formulaic allegation of Iranian military support, which in fact only is marginal because of the severe blockade. The American surveillance of Yemen’s coasts is total. Had the Yemenis access to modern weapons they would have downed some of the Saudi aircraft. Among the few boats allegedly containing weapon shipments from Iran one was concocted by the Saleh government (as revealed by Wikileaks’ US-embassy cables), another shipped Yemeni weapons intended to be smuggled to Somalia.

The London conference

The London conference also addressed the damage done to the cultural heritage of Yemen. Yemen is by far the richest country in Arabia in archaeological and historical sites: it may be poor, but it is the cultural home of the Arabs. It is home to a 3,000 year old splendid civilization, with the Queen of Saba (Sheba) as its most well known figure, commemorated in the holy books, both the Bible and the Koran. The great dam of Marib is one of the Seven Wonders of the World, and described at length in the Koran: This majesty of human endeavour and civilisation, ennobled by God’s holy book, was bombed by the Saudis. The new museum of Dhamar was completely flattened, and with it several thousands of archaeological and Islamic artefacts that wrote the history of the Arabs. The museum also contained one of the greatest masterpieces of Islamic art, the 10th century AD (4th c. AH) minbar (pulpit) from the Great Mosque of Dhamar. It no longer exists.

The conference was thus mainly deploring the loss of human life and of Yemen’s and indeed Arabia’s cultural memory. The conference did unfortunately not address the political questions behind the bombing campaign (other than condemning it). A political solution will have to realize that Yemen cannot be defeated by a foreign power. Even the Ottomans, in the 16th century, at the height of their power, and again in the 19th century, were unable to hold the country. As for today’s politics, observers note that the bombing has considerably increased support for the Huthis from amongst hitherto indifferent or even hostile Yemenis.

Dr. Riaz Karim, the Director and co-founder of the Yemeni-based charity Mona Relief Organization said in an emotional speech at the London conference:

„Our silence is Yemen's tombstone. Today silence has become more than a war crime. Today silence has become more a manifestation of our egocentriscism and selfishness. Today I am hoping that silence will at last be broken. Yemen is not the forgotten war of our decade, it is the unspoken shame of our generation.”

Support the people of Yemen – End arms sales to Saudi Arabia

BY STEPHEN BELL

On 20 and 21 August the 'International Conference in support of the people in Yemen' was held in London. 23 countries were represented at the conference, the aim of which was to highlight the Saudi led war, and to promote action to bring the war to an end.

The Conference coincided with a huge demonstration in Sana’a on 20 August. This action was called by Ansar Allah (includes Houthis) and the General People’s Congress Party. The size of the demonstration was extraordinary enough, as can be seen on the internet videos. Even more extraordinary is that this took place in a city that has been subject to widespread bombardment by the Saudis. A bombing took place near and during the demonstration, resulting in three deaths. The action was called in support of the new government announced earlier. Both the demonstration and the establishment of a new government show the refusal of the people to accept a Saudi dictated solution.

The Conference watched a video message from Ambassador Abdullah Hajjar. He had planned to attend, but the British consulate had refused him a visa, another instance of British government support for the Saudi dictatorship. He explained that the delegation to the Kuwait peace talks, '…has made concessions in negotiations to avoid a vacuum which could aid Al Qaeda'. But the Saudis had insisted that all territory won be surrendered, all cities controlled be evacuated, and heavy arms be surrendered before a new government is discussed. This ultimatum led to the collapse of the talks, and the new government being set up.

A number of Yemeni speakers addressed conference, including Ahmed Almoaiad (Sheba for Democracy and Human Rights) who has been at the peace talks; Kim Sharif (Human Rights for Yemen) who has been organising legal and political support; Riaz Karim (Mona Relief) who has been helping break the Saudi siege through regular aid convoys. There were speakers and contributions from Iraq, Iran, Lebanon, Bahrain, Sudan, Kuwait, Egypt, Malaysia and India. The peace movement was well represented from Canada, US, France, Germany, Sweden, Spain, Italy, Belgium and Holland. Lindsey German and Andrew Murray spoke from Stop the War, and there were speakers from Campaign Against the Arms Trade. Prominent politicians who addressed the conference included Tasmina Sheikh (SNP MP), Pauline McNeill (Labour MSP), and George Galloway. Francie Malloy MP spoke on behalf of Sinn Fein.

The Conference carried a declaration which called upon the UN to recognise the new political institutions; for an end to the bombings and siege; and for the prosecution of those responsible for war crimes. Further action is being considered, including an international day of action. The success of the conference adds to the growing movement to end the Saudi led war.

http://www.socialistaction.net/International/Middle-East/Yemen/Support-the-people-of-Yemen-%E2%80%93-End-arms-sales-to-Saudi-Arabia.html = http://stopwar.org.uk/index.php/news-comment/2158-support-the-people-of-yemen-end-arms-sales-to-saudi-arabia

Links:

Speech of Dr. Riaz Karim:

https://www.youtube.com/watch?v=Z7veQvPip-U

IRNA Interviewing participants of the congress:

Jan Fermon: http://www.irna.ir/en/News/82198449/

Alison Bodine: http://www8.irna.ir/en/News/82199262/

18:05 09.09.2016
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Dietrich Klose

Vielfältig interessiert am aktuellen Geschehen, zur Zeit besonders: Ukraine, Russland, Jemen, Rolle der USA, Neoliberalismus, Ausbeutung der 3. Welt
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Dietrich Klose

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