Krieg im Jemen: Neue Artikel zum Nachlesen 25

Jemen Niederlande für UN-Untersuchung der Kriegsverbrechen im Jemen - Saudische Ränkespiele - USA in Zwickmühle, halten sich bedeckt - Vormarsch der Saudi-Koalition stagniert
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Allgemein

25.9.2015 – Der Freitag

Wer solche Verbündeten hat...

Nach sechs Monaten Luftkrieg ist die Strategie der Angreifer weiter unklar. Werden womöglich innerhalb der Koalition sehr unterschiedliche Ziele verfolgt?

Wie aufgrund der schwierigen Geographie und Bürgerkriegserfahrung der Milizen im Nordwesten des Landes nicht anders zu erwarten war, scheint ein Sieg der Koalitionäre trotz technischer Überlegenheit in weiter Ferne. Über ihre Verluste gibt es keine verlässlichen Angaben, doch sind sie mit Sicherheit höher als erwartet, und der angekündigte Angriff auf Sana’a von mehreren Seiten lässt weiterhin auf sich warten.

Für die Saudis, die auf einen raschen Erfolg gehofft hatten, gleich in mehrfacher Hinsicht ein Problem: Die Kosten des Krieges belasten den ölpreisbedingt ohnehin tiefroten Staatshaushalt, und die Gefahr eines Übergreifens der Kämpfe auf das eigene Staatsgebiet wächst mit jedem Tag. Auch bedeutet die längere Dauer einen enormen Gesichtsverlust für das Königreich und dürfte dazu beitragen, den eigenen Verbündeten die Lust am Feldzug zu verderben. Selbst in der königlichen Familie wachsen die Zweifel am politischen Kurs des Königs oder vielmehr seines Sohnes, Verteidigungsminister Mohammed bin Salman. Es mag sein, dass dieser geradezu jugendliche “Shooting Star” des Hauses Saud tatsächlich an die eigene Propaganda vom schnellen Sieg geglaubt hat - seine Unterstützer in Washington jedoch müssen es besser gewusst haben.

Damit stellt sich weiterhin die Frage, welche Ziele Riad und Washington in diesem Krieg tatsächlich verfolgen, wenn das öffentlich propagierte “Hadi zurück an die Macht, Houthis in die Berge!” doch offensichtlich immer schon unrealistisch war.

Manche Beobachter vermuten eine geplante Teilung des Landes: Wenn der Süden und Osten von den Golf-Alliierten kontrolliert würde, ergäbe sich die Möglichkeit, eine Ölpipeline von Saudi-Arabien (sowie den Emiraten) bis zum Hafen von Mukallah an der jemenitischen Küste zu bauen. Zur Sicherung dieser Region scheinen die “Terrorgruppen” AQAP und IS der Koalition de fakto als Hilfs-Bodentruppen zu dienen.

Die Unterzeichnung des “Atom”abkommens der “P5+1”-Staaten mit dem Iran am 14. Juli änderte die Lage jedoch grundlegend.

Saudi-Arabien hat aufgrund dieses Kurswechsels ab sofort als (Zweck-)Verbündeter Washingtons ausgedient und wird geraderasend schnell vom ‘asset’ zur ‘liability’, also vom strategischen Aktivposten zur peinlichen Belastung, mit der keinE PolitikerIn mehr assoziiert werden will. Medial werden das Königreich und der Wahhabismus zunehmend harsch kritisiert, seit Thomas Friedman sie in der New York Times faktisch zum Abschussfreigegeben hat. Es fehlt eigentlich nur noch ein emotional wirkungsvolles Schlüsselereignis, das zum Katalysator dieser Umschwungs werden und den Ruf der Saudis endgültig ruinieren könnte - gewissermaßen als saudischer “Aylan-Kurdi-Moment”.

Wenn die Behauptung stimmt, dass Russland via Hisbollah die Houthis im Jemen unterstützen wird, erübrigt sich die Frage nach den Erfolgsaussichten der “Koalition”, und ihre Tage dürften gezählt sein. Ohnehin scheint es mit ihrer Einigkeit nicht weit her zu sein.

Angesichts dieser Brüche wäre ein baldiger plötzlicher Seitenwechsel oder separater Waffenstillstand seiner “Verbündeten” im Jemen-Krieg für Riad zwar mehr als unangenehm, aber keine wirkliche Überraschung mehr. Den Saudis gehen die Optionen aus; sie müssen sich zwischen einer schlechten (Waffenstillstand) und einer noch schlechteren (zermürbender langer Krieg) Möglichkeit entscheiden und sich mittelfristig auf ein deutliches Zurückstutzen ihrer Rolle im Mittleren Osten einstellen. Die Folgen dieser Schmach für das Königreich werden gravierend sein. Ohne weitreichende innenpolitische Reformen könnten sie das Land zerreißen, und es ist unsicher, ob das Haus Saud dieser Aufgabe gewachsen ist – von Smukster

https://www.freitag.de/autoren/smukster/wer-solche-verbuendeten-hat

25.9.2015 – Huffington Post

Yemen - The Unknown Humanitarian Crisis – by David Jones

http://www.huffingtonpost.co.uk/david-jones-mp/yemen-crisis_b_8194800.html

Kommentar: Der Verfasser ist Parlamentsabgeordneter der Konservativen Partei. Der Artikel schildert die humanitäre Lage, was dort steht, ist aus anderen Artikeln bekannt. Was ist bemerkenswert: Ja, er schildert die humanitäre Katastrophe ungeschminkt. Nein, diese Krise ist nicht „unknown“, darüber wurde genug berichtet. Es sind der Verfasser und Seinesgleichen, die sechs Monate gezielt weggeschaut haben – weil ja die besten Verbündeten am Werk waren und man selbst Waffen zur Befeuerung der Katastrophe geliefert hat. Und: Es ist schon ein Kunststück, einen solchen Artikel zu schreiben, ohne das Wort „Saudi-Arabien“ auch nur zu erwähnen. Und was soll man davon halten: “The United Kingdom has a long and proud history of supporting development in Yemen and of providing aid to people caught in the conflict”: Waffenlieferungen???

25.9.2015 – Ecologist

The article bay Martha Munday (see Neue Artikel 24) also at this link:

http://www.theecologist.org/News/news_analysis/2985582/yemen_in_dust_blood_and_flames_and_the_world_is_silent_could_it_be_oil.html

25.9.2015 – Der Standard

Krieg im Jemen: Vernichtung oder Befriedung

Hadi stellte in seiner Rede zum Opferfest, die er von Aden aus hielt, den Huthis und ihren Verbündeten die baldige Vernichtung in Aussicht: was immer das koste.

Mit den Huthis soll laut den Saudis der iranische Einfluss gebrochen werden. Aber das ändert nichts daran, dass der Konflikt ein innerjemenitischer war und ist: In der marginalisierten Peripherie des schwachen Staates Jemen geriet eine Gruppe mit einer eigenen religiösen Identität – zaiditische Schiiten -, die noch dazu bis 1962 regiert hatten, immer mehr unter politischen, wirtschaftlichen und durch den Wahhabismusexport aus Saudi-Arabien kulturellen Druck und radikalisierte sich unter dem Clanchef al-Huthi. Dessen engeren Kreis kann man vielleicht eliminieren: Aber die Zaiditen muss man versöhnen, wenn der Jemen befriedet werden soll. Leichter ist das nicht geworden.

http://derstandard.at/2000022753462/Krieg-im-Jemen-Vernichtung-oder-Befriedung

Kommentar: Es ist zwar vollkommen richtig, dass man die Zaiditen im Jemen, die immerhin 35 bis 40 % der Bevölkerung ausmachen, „versöhnen“ muss. „Versöhnen“ womit? Damit, dass es, wie Frau Harrer selbst schreibt, in der heiligen Stadt der Zaiditen, in Saada, „kaum noch Häuser gibt, die von der saudisch geführten Allianz bombardiert werden könnten“? Den durch „Wahhabismusexport aus Saudi-Arabien“ auf die Zaiditen ausgeübten „kulturellen Druck“ benennt Frau Harrer ganz richtig als eine der entscheidenden Ursachen des ganzen Konflikts. Und wer hat den Saudis bis heute den Wahhabismusexport nicht nur nach dem Jemen, sondern fast weltweit, ermöglicht? Jetzt bitte dem Westen an die Nase fassen. Und was soll die Aussage über „Clanchef“ al Huthi und seinen „engeren Kreis“, den man „vielleicht eliminieren“ könne? Noch ein kleines oder eher nicht so kleines Massaker gefällig? Und hat irgendjemand einmal danach gefragt, wie groß den der Rückhalt dieses „Clanchefs“ bei den Zaiditen tatsächlich ist? Ich nehme ja an, dass es für den Jemen eine „demokratische“ Lösung geben soll. Was macht man, wenn ein nicht unbeträchtlicher Teil der Bevölkerung hinter dem „Clanchef“ steht? „Eliminieren“ zur Förderung der „Demokratie“?

25.9.2015 – International Business Times

Yemen's bloody war: World maintains shameful silence as innocent civilians are bombed

The truth is ugly and raw. Civilian suffering is the high price of every armed conflict - and Yemen is no exception. But I think politicians and other stakeholders do not want to paint the picture in all its painful detail, so they stick to the generalities.

In reality, for many people in Yemen the details of this war are grim. Take 14-year-old Hamada, whose whole right leg was amputated due to injuries he sustained in a mortar strike in his neighbourhood of Inshaat in Aden.

In Yemen, the misery is rampant and abundant. Bombs continue to rain from the sky, reckless fighting rages on the ground, and with them come diseases, hunger, homelessness, terror and death. But the world chooses to be blind to it. It is pathetic and disgusting how human life is so dispensable to the international community.

Yemen's civilians deserve better. Maybe I cannot save all the children from the rubble or work miracles to restore life and limb to people who have lost them. But at least I can make sure their stories get heard – by Rasha Mohammed

http://www.ibtimes.co.uk/yemens-bloody-war-world-maintains-shameful-silence-innocent-civilians-are-bombed-1521073

25.9.2015 – BBC

Yemen conflict: No end in sight, six months on

- Allgemeiner Überblick über den Krieg und die Hintergründe -

In an age of 24/7 news coverage, social media and videos going viral, the war in Yemen must rank as one of the most under-reported in recent times, despite a few brave visits by intrepid journalists and film crews.

The Saudis hoped their massive, precision-guided air power would quickly force the Houthis to sue for peace.

When I interviewed their chief military spokesman in Riyadh during the first week of Operation Firm Resolve, Brig Gen Ahmed al-Asiri presented an upbeat, confidant assessment of the way the war was progressing.

But the Houthi rebels have proved more resilient than the Saudis expected, forcing them and their Sunni Arab Gulf allies to commit thousands of ground troops - and take casualties themselves.

Yemen's war can only end one way - with a political settlement.

The Saudis certainly have both the budget and the firepower to keep prosecuting their campaign until they force the Houthis to sue for peace.

But the price will be paid by ordinary Yemenis and there are already signs of growing international disapproval of the death toll incurred on civilians by the air strikes.

The Houthis, while showing remarkable resilience, have also been unrealistic in their demands. They do not represent a majority of Yemenis and the harsh reality is that impoverished Yemen depends on its big, rich neighbour Saudi Arabia to survive economically.

The Saudis are never going to bankroll a regime (the Houthis) they see as an Iranian proxy so it can only be hoped for Yemen's sake that some compromise is reached as soon as possible – by Frank Gardner

http://www.bbc.com/news/world-middle-east-34335104

25.9.2015 – Huffington Post

Explosions Hurt More Civilians In Yemen Than In Syria This Year

Six months into a Saudi-led airstrike campaign in Yemen, nearly 30,000 people have been killed or injured.

More civilians have been killed or injured by explosive weapons in Yemen this year than in any other country in the world, including Syria or Iraq, according to a devastating report published this week.

Yemen’s war may have dropped out of the headlines, but it rages on as deadly as ever. Friday marked six months since a Saudi-led coalition launched airstrikes to push back the advance of Yemen’s Houthi rebels across the country. Amid an ongoing stalemate, coalition airstrikes have intensified in recent weeks.

The report from the UK-based charity Action on Armed Violence (AOAV) and U.N. humanitarian agency OCHA tracked deaths and injuries from explosive violence in Yemen since the beginning of the year -- including weapons like aircraft bombs, tank shells, mortars and improvised explosive devices.

It recorded 5,239 deaths and injuries from explosive violence as of July 31, of whom 4,486 were civilians. Only Syria, where AOAV reported 4,205 civilian deaths and injuries from explosive violence this year, and Iraq, with 3,327 casualties, came anywhere close to the toll in Yemen.

The high proportion of civilian casualties -- 86 percent -- underlines persistent warnings from humanitarian and human rights groups that ordinary Yemenis are bearing the brunt of the war.

The report's figures are just a portion of the total death toll in Yemen. While the report tracked reports of explosive weapons casualties since January, the United Nations gave much higher overall casualty figures provided by Yemeni health facilities. In all, 4,855 people have been reported killed and almost 25,000 injured in Yemen since March, according to the U.N. More than 450 of those were children. The U.N. warns the actual number could be much higher as hospitals are closed or rendered inaccessible by the war, and people who die before making it to the hospital are not reported. – by Charlotte Alfred

http://www.huffingtonpost.com/entry/yemen-war-statistics_5605a0e1e4b0af3706dc4104

24.9.2015 – Washington’s Blog

U.S. and Its Coalition of Mid-East Dictators Kill 13 Times More Yemeni Civilians than Al Qaeda

Armed U.S. Drones Alone Killed Twice As Many As Al Qaeda …

We all know that Al Qaeda are bad guys … but let’s compare that with civilian deaths caused by the U.S. and the “coalition” partners of Saudi Arabia, the Gulf States and various other Mid-East dictatorships .

http://www.washingtonsblog.com/2015/09/u-s-and-its-coalition-of-mid-east-dictators-kill-13-times-more-yemeni-civilians-than-al-qaeda.html = http://www.globalresearch.ca/u-s-and-its-coalition-of-mid-east-dictators-kill-13-times-more-yemeni-civilians-than-al-qaeda/5477895

Humanitäre Lage

25.9.2015 – Deutsches Rotes Kreuz

Gewalt nimmt zu - DRK-Hilfsgüter bei Kämpfen im Jemen zerstört

Die humanitäre Situation im Jemen verschlechtert sich dramatisch. Von den Kämpfen und Luftangriffen der vergangenen Tage sind vor allem Kinder, Frauen und alte Menschen betroffen. Auch Einrichtungen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) wurden zerstört. Das lokale Büro und Warenhaus des Jemenitischen Roten Halbmondes in Taiz, in dem auch ein DRK-Projektbüro untergebracht war, wurden beschossen und brannten völlig aus. Hilfsgüter sowie ein durch das DRK finanzierter Krankenwagen wurden dabei zerstört. Auch humanitäre Helfer werden immer wieder Opfer der Ausschreitungen. „Ich fordere alle Konfliktparteien auf, das Humanitäre Völkerrecht einzuhalten und Gewalt gegen die Zivilbevölkerung und humanitäre Helfer einzustellen“, sagt DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters.

http://www.drk.de/news/meldung/8653-gewalt-nimmt-zu-drk-hilfsgueter-bei-kaempfen-im-jemen-zerstoert.html

Kulturgüter

25.9.2015 – Archaeologik

Der vergessene Jemen

Der Krieg und die Zerstörungen in Jemen treten hinter den Ereignissen in Syrien und Irak zurück.
Eine Presseschau des CEFAS - Centre Français d’Archéologie et de Sciences Sociales (Linkverzeichnis)

http://archaeologik.blogspot.de/2015/09/der-vergessene-jemen.html

5.6.2015 – Vocativ

Saudi-Led Airstrikes Damage Ancient Yemen Sites, 8th Century Marvel

Yemenis say Saudi airstrikes have destroyed thousands years of heritage in targeting Houthi rebels

http://www.vocativ.com/news/199277/saudi-led-airstrikes-damage-ancient-yemen-sites-and-8th-century-engineering-marvel/

Kriegsereignisse

26.9.2015 – Sabanews

Saudi aggression attacks residential zones in Sana'a

The Saudi aggression continued on Saturday evening its brutal bombardment on Shoaoub district of the capital Sana'a. For the third time in two days, the Saudi war jets hit al-Hasaba area and Marib street in the district with a series of air strikes, a security official said. No facilities were reported. He said a security source in Sana'a Yemen News Agency (SABA) that rhe Saudi bombardment also targeted the textile factory, which is the oldest in the Arab region, Noqom, Hafa and Nahdain areas, the official said, adding numerous houses were damaged.

http://www.sabanews.net/en/news405007.htm

25.9.2015 – Sabanews

Saudi aggression strikes Amran

The Saudi aggression launched on Friday a series of air raids on Amran governorate. A local official said the raids struck a popular souk and adjacent houses on Alsokaibat area in Qaflat Ethar district.

http://www.sabanews.net/en/news404999.htm

25.9.2015 – Taghrib News

Saudi commander killed in mine blast near Yemen border

A senior Saudi commander has been killed in a mine blast in the country’s southwestern province of Jizan near the border with war-torn Yemen.

Yemen’s al-Masirah TV reported on Friday that the Saudi colonel and two other military staff, including a high-ranking officer, were slain in the al-Khobe region of the province during clashes with the Yemeni Ansarullah fighters supported by army units that had penetrated into the Saudi territory.

The Saudi media have also confirmed the death of the commander, identified as Hassan Ghashoum Aghili

Yemeni forces have so far killed scores of Saudi military forces in border regions, as Riyadh continues its deadly aggression against the impoverished neighbor.

Earlier in the day, Saudi airborne assaults targeted positions in the southwestern Yemeni city of Ta’izz, leaving 13 people, including three children, dead. Several others were wounded in the aerial strikes.

Saudi warplanes also launched eight airstrikes on the central Yemeni province of Ma'rib. There is still no word on the possible casualties of the raids.

http://taghribnews.com/vdcgq39xtak9zt4.5jra.html

25.9.2015 – The Republic from AP

In Yemen, Saudi airstrikes and fighting in city of Taiz kill 3 children, 10 fighters

Airstrikes by the Saudi-led coalition targeting the country's Shiite rebels as well as fighting on the ground between rebels and pro-government fighters in the southern province of Taiz have killed at least 13 people and wounded dozens, Yemen officials said Friday.

Three children died in the airstrikes in the provincial capital of Taiz, while ground fighting on the city's outskirts killed a total of 10 fighters from the two sides, said security and medical officials who remain neutral in the conflict that has splintered Yemen.

The Houthis on Wednesday raided three international aid convoys traveling to war-torn Taiz with much-needed medicine and food from the Red Sea port of Hodeida, they said.

"It is almost impossible to send aid to Taiz," said Hassan Boucenine of the Geneva-based aid group Doctors Without Borders, also known as Medecins Sans Frontieres or MSF. "Until a couple of weeks ago, you could send some during the day, but not anymore," he added.

As a result, Taiz residents now have "no medicine or vegetables," said human rights activist Abdel-Baset al-Samei – by Ahmed Al-Haj

http://www.therepublic.com/view/story/9fdf9e41d5b14db2bd7829e5e824fcad/ML--Yemen

25.9.2015 – News of Yemen

Pics #Houthi Fighters & #Yemen-i army destroyed #Saudi tanks in #Jizan

Fotos von zerstörten saudischen Penzern, die die Huthis und die mit ihnen verbündeten Teile der jemenitischen Armee beim Vormarsch auf saudisches Gebiet zerstört haben

http://newsofyemen.net/2015/09/pics-houthi-fighters-yemen-i-army-destroyed-saudi-tanks-in-jizan/

24.9.2015 – Washington Institute

Houthi units and former Yemeni Army forces loyal to Ali Abdullah Saleh have responded to the coalition buildup in Marib by scaling up their cross-border raids into the Saudi provinces of Asir, Jizan, and Najran. Since mid-August, platoon-strength Houthi light infantry teams have overrun border forts and conducted deadly ambushes. The heavy Saudi losses have included one Apache gunship, three M1 Abrams tanks, three other tanks, one M2 Bradley infantry fighting vehicle, four tracked armored personnel carriers, plus over two dozen MRAPs, Humvees, and light vehicles. And on August 23, the commander of the Royal Saudi Land Forces 18th Brigade, Maj. Gen. Abdul Rahman al-Shahrani, was killed during a border fight in Jizan. Since then, the raids have escalated into more sustained engagements that have forced the Saudis to call in airstrikes inside their own territory.

Houthi/Saleh forces have also increased their missile and rocket attacks into the kingdom. On August 26, a Scud fired toward the Jizan power plant was intercepted by a Saudi Patriot missile, and Najran Airport was attacked with BM-27 Uragan rocket fire on September 2. Airports in Asir, Jizan, and Najran provinces have been closed since July due to the rocket threat. The deadliest incident was the aforementioned September 4 missile strike, in which an SS-21 Scarab (a.k.a. OTR-21 Tochka) fired by pro-Saleh forces struck a vehicle park at the Safir FOB, killing forty-five Emiratis, ten Saudis, and five Bahrainis. Pro-Houthi media sources claimed four Apaches were destroyed, along with forty other vehicles.

IMPLICATIONS FOR U.S. SECURITY COOPERATION

The ground operations to roll back Houthi control are progressing more rapidly than many critics of GCC military capacity expected. That said, Houthi resistance is stiffening, and the difficult task of liberating urban centers such as Taizz and Sana is still to come. So far, the campaign has highlighted a range of challenges that the United States could help its GCC allies overcome:

Missile defense tactics. The September 4 attack underlines the severe risk that enemy surface-to-surface missiles pose to both coalition forces in Yemen and Saudi civilians. In addition to supporting GCC theater missile defenses, U.S. military advisors should focus GCC efforts on resilience and preparedness issues such as hardening bases, providing missile defense warnings and drills for troops, and planning emergency medical evacuation for mass casualty scenarios. They should also advise on operational security to prevent valuable targeting data from reaching the enemy via social media posts, as might have been the case at FOB Safir.

Armor survivability. Houthi antitank missile teams are achieving an alarming level of success against the Saudis with 9M133 Kornet, 9M113 Konkurs, and RPG-29 systems. GCC and pro-Hadi forces will encounter similar problems as they penetrate deeper into Houthi-defended areas. The Saudi military needs urgent assistance to improve its armor survivability, including improvised up-armoring through add-on kits and better tactics and training. Israel's solutions to Hezbollah antitank missile teams deserve close attention in this regard.

Stability operations. GCC forces, particularly UAE units, are now undertaking startup projects in Yemen to generate employment, supply hospitals and schools, and restore Aden's power grid. They are also rebuilding the city's eighteen police stations and paying the salaries of some 2,000 police personnel. This is a vital effort that the United States should support across the country, especially since al-Qaeda in the Arabian Peninsula (AQAP) and the self-styled "Islamic State"/ISIS are filling the vacuum in many parts of central Yemen as Houthi forces retreat and pro-Hadi columns move on to new battlefields.

New unit generation. To gear up for the eventual fight in the north, Saudi Arabia, the UAE, Egypt, and Jordan have deployed a team of trainers to Aden with the objective of preparing a 4,800-strong "Salman Decisiveness Brigade" (named in honor of the Saudi monarch). Yet development of this unit is stumbling because southern separatist Yemeni militias are predictably unenthusiastic about deploying alongside tribal forces affiliated with northern factions under Maj. Gen. Ali Mohsen al-Ahmar and the Islah Party. The shortfall in trained Yemeni recruits has forced the coalition to look elsewhere for manpower -- the UAE is now recruiting Somali volunteers, and Sudan is considering the deployment of 6,000 ground troops to go along with the aircraft it has already contributed. Although manpower is important, Washington should advise the GCC partners to be mindful of the unintended consequences of sending southerners into northern tribal areas, or of using troops from the Horn of Africa, since Yemeni locals might react negatively given recent economic migration trends and traditional Red Sea rivalries.

Conflict termination through dialogue. The Houthis may be evicted from southern and eastern areas, and perhaps even from Sana, but Washington needs to begin thinking through its preferred end game to the conflict. The Saudi-led coalition should be dissuaded from pursuing maximalist goals such as subjugating Houthi home areas in Saada, which would be very difficult militarily and could result in protracted conflict with heavy civilian casualties. Washington is understandably keen to offset doubts about U.S. commitment to the GCC by extending all possible support to the Yemen campaign, but a true friend would help the Gulf states recognize the right moment to reopen talks with the Houthis to create opportunities for a negotiated end to the fighting – by Michael Knights and Alexandre Mello

http://www.washingtoninstitute.org/policy-analysis/view/the-escalating-northern-front-in-yemen

Kommentar: Ein entlarvender Artikel, der einerseits zugibt, dass die Huthis in der letzten Zeit recht erfolgreich waren, einschließlich größerer Vorstöße in saudisches Gebiet. Sehr aufschlußreich die Ratschläge an die USA – sie zeigen, wie abgrundtief die USA selbst als Partei in diesen Krieg verwickelt sind. Das wichtigste ist hervorgehoben. Zum Washington Institue siehe Wikipedia Englisch (https://en.wikipedia.org/wiki/Washington_Institute_for_Near_East_Policy) oder Deutsch ( sehr kurz: https://de.wikipedia.org/wiki/Washington_Institute_for_Near_East_Policy). Wenn man die Namen der Mitglieder des Beratergremiums liest, weiß man schon, wohin der Hase läuft. Es geht um die Eigeninteressen der USA im Sinn der geldigen und konservativen Elite und um sonst nichts.

„Präsident“ Hadi

25.9.2015 – Emirates 247

Yemen President visits UAE forces in Aden

Abd Rabbuh Mansur Hadi, President of Yemen, on Friday visited the Command of the UAE forces in Aden, which is a part of the Arab Coalition’s ‘Operation Restoring Hope’ in support of the people of Yemen and their legitimate government.

Hadi and accompanying delegation were received by the commander of forces, senior officers and soldiers.

The President of Yemen congratulated the UAE forces on the occasion of Eid Al Adha, praying to Almighty Allah to preserve and support them to restore legitimacy and justice. He also praised the high operational efficiency they have displayed in this mission, which would be added to the historical stances the UAE Armed Forces demonstrated in support of the legitimacy, and to enhance the region's security.

He also lauded the UAE forces' participation in the Arab Coalition and their sacrifices, stressing that the UAE has translated its permanent support to the justice and truth, saying, “its Armed Forces have the spirit of sacrifice.”

Hadi added, "The people of Yemen will not forget this historic and wonderful stance of the UAE and its wise leadership, as well as its sacrifices to provide aid and support to the Yemeni legitimacy."

http://www.emirates247.com/news/emirates/yemen-president-visits-uae-forces-in-aden-2015-09-26-1.604644

Kommentar: Wer sich Propaganda im Orwellschen Neusprech antun will, ist bei Hadi richtig.

UNO

Siehe unter Politik von Saudi-Arabien

24.9.2015 – News OK

Dutch want UN human rights chief to report on war-torn Yemen

Dutch diplomats want the U.N. human rights chief to send a mission to report on possible abuses and conflict-related crimes in Yemen, all but challenging Western and other nations to take a stand over a war that has involved blistering Saudi air power and over 2,100 civilian deaths.

The Netherlands submitted a resolution Thursday at the U.N. Human Rights Council in the face of another co-sponsored by Saudi Arabia, which has led a U.S.-backed coalition battling the Shiite rebels known as Houthis in neighboring Yemen. The Saudi-Yemeni resolution wants the office of the High Commissioner for Human Rights, Zeid Raad al-Hussein, to provide "technical assistance" to Yemen's government.

The Dutch resolution sets the stage for back-channel diplomatic wrangling to pass a resolution that may — or may not — authorize creation of a fact-finding mission in Yemen before the three-week council session ends on Oct. 2. The Human Rights Council has no power to compel countries to act, but its actions can shine a spotlight on human rights violations.

The Dutch move puts the United States in a position of having to decide between resolutions by two allies over the crisis in Yemen, a country where U.S. drone strikes have been carried out against al-Qaida over the years. The U.S. ambassador to the council, Keith Harper, had no immediate comment on the resolution.

"We're following the ongoing discussions in Geneva closely," the U.S. ambassador to the U.N., Samantha Power, told reporters this week.

Power added, "Here in New York, we and our partners in the Security Council have urged the parties to comply with international humanitarian law, including by taking all feasible precautions to minimize harm to civilians, and to facilitate the urgent delivery of humanitarian assistance and fuel to all parts of Yemen, including through all of Yemen's ports."

The United States has conducted aerial refueling of Emirati F-16s and Saudi F-15s taking part in the Saudi-led bombing campaign, as well as offered logistical and intelligence support. It has not taken part in airstrikes itself.

The Dutch resolution stressed the need "to ensure the safety and security of mission personnel" in Yemen. The U.N. is trying to lead talks between Yemeni parties that have been repeatedly postponed.

http://newsok.com/dutch-want-un-human-rights-chief-to-report-on-war-torn-yemen/article/feed/894478

Politik der USA

25.9.2015 – PRI

Will US stop arming Saudi attackers in Yemen? Elizabeth Warren responds. Sort of.

A doctoral student at Harvard University is calling on Congress to end US support for Saudi-led airstrikes on Yemen, the country where she was born and where much of her family still lives.

Both the air campaign and the blockade are conducted with logistical and intelligence assistance from the United States and Britain. Al-Adeimi wants to interrupt that assistance.

“The perpetrators of this war are many,” she writes in her petition. “But the only victims are the Yemeni people. The people of Yemen are not at war with the United States, Saudi Arabia, or any other foreign or local agent. – by Stephen Snyder

http://www.pri.org/stories/2015-09-25/will-us-stop-arming-saudi-attackers-yemen-elizabeth-warren-responds-sort

25.9.2015 – The American Conservative

Obama’s War of Choice in Yemen

Micah Zenko excoriates the Obama administration for its enabling role in the war on Yemen:

Weapons sales are supposed to build a relationship between supplier and recipient, which is supposed to provide some leverage for the supplier over how the recipient uses those weapons. Either President Obama is fine with how U.S.-supplied weapons are being used in Yemen, he is refraining from using leverage to stop their use, or there is no leverage to speak of. In which case, all the United States has gained over the past six months is participating in and extending a civil war, which has been an enormous humanitarian disaster.

Zenko also makes the important point that the administration has been involving the U.S. in the war unnecessarily while pretending that it is not a party to the conflict. He warns that this is creating a “troubling precedent” for taking part in wars while denying its responsibility for the conduct of the states that it is actively supporting. Publicly, the administration talks about the war on Yemen as if the U.S. were just a spectator when it is supplying the weapons being used to wage it and helping to fuel the coalition’s planes and to select their targets. While administration officials are often said to be “alarmed” or “concerned” by the tactics of the Saudis and their allies, that hasn’t affected the extent of U.S. support in the slightest. On the contrary, as Zenko reminds us, since the intervention began in March the U.S. has accelerated weapons deliveries to the Saudis and their allies. Worst of all, the U.S. was under no obligation to do any of this, but went along with it to placate our despotic clients at the expense of U.S. interests – by Daniel Larison

http://www.theamericanconservative.com/larison/obamas-war-of-choice-in-yemen/

Obama’s War of Choice: Supporting the Saudi-led Air War in Yemen

Six months ago today, the White House announced U.S. support for the Saudi-led military intervention in Yemen via press release: “President Obama has authorized the provision of logistical and intelligence support to GCC [Gulf Cooperation Council]-led military operations.” As is true for all interventions, U.S. officials offered a buffet of justifications and objectives for backing the GCC side in Yemen’s chaotic civil war. In an earlier piece, I counted seven. Unsurprisingly, these are no longer mentioned by officials. Rather, they call upon all parties in the conflict to halt their fighting, failing to mention that the United States military is one of the parties by providing material support, without which the GCC would not be able sustain airstrikes over Yemen for any period of time. When pushed by reporters about U.S. responsibilities, they reply “we continue to discuss with Saudi authorities….We’re in constant and close communication with them,” or simply deflect, “I would refer you to the Saudis.”

First and foremost, understand that the United States undertook this obligation without any comprehension of what the Saudi-led coalition was attempting to accomplish. Gen. Lloyd Austin, commander of U.S. Central Command (CENTCOM), said in March, “I don’t currently know the specific goals and objectives of the Saudi campaign, and I would have to know that to be able to assess the likelihood of success.” He added that he was simply contacted by the Saudi chief of defense a few hours before operations began. So much for taking the time to think through the consequences of the U.S. political and military commitment.

Nevertheless, since March 25, the United States has been providing in-air refueling, combat-search-and-rescue support (including the rescue of two Saudi pilots whose helicopter crashed in the Gulf of Aden), detailing forty-five intelligence analysts to help advise on target selection, and redoubling weapons exports and contractor support to the GCC countries.

Indeed, Saudi Arabia’s relationship with the United States is primarily as a source of cash for weapons.

Thus, the flow of weapons and contractor support sustaining the GCC intervention has not merely continued, but the Pentagon has actually sped-up preexisting orders to assure there are sufficient bombs to drop on Yemen. Two weeks into the U.S. involvement, Deputy Secretary of State Antony Blinken proclaimed while in Riyadh that, “Saudi Arabia is sending a strong message to the Houthis and their allies….As part of that effort, we have expedited weapons deliveries, we have increased our intelligence sharing.” In total, the State Department has authorized $8.4 billion in foreign military sales to GCC countries since the start of the air war, $7.8 billion to the Saudis alone.

Here is a list of major arms and logistical support sales to GCC countries since March 25

Most disturbing has been the GCC’s use of CBU-105 Sensor Fuzed Weapons, or cluster munitions, which are manufactured by the Textron Systems Corporation. Those were sold to Saudi Arabia and the United Arab Emirates in recent years, and have been used in numerous attacks that killed civilians.

Earlier this month, Ben Rhodes, deputy national security advisor for strategic communications, conveyed what was an astonishing observation about U.S. support for, and detachment from, what was happening:

With respect to Yemen, we have very deep concerns. We are able, because it’s the nature of our relationship, to again provide certain types of support to the efforts in Yemen, but also, I think, to be frank, when we believe that more care needs to be taken to avoid civilian casualties. And that will be an ongoing position that we take.

And look, we have to hold all of ourselves to the highest possible standard when it relates to preventing civilian deaths, and that will continue to be a part of our dialogue as it relates to Yemen.

What is disturbing about such comments is that the Obama administration is establishing a troubling precedent, whereby it has no obligations for military operations conducted by other countries for which the United States is playing an essential, enabling role. U.S. officials keep “calling on all sides” to end hostilities without recognizing that the United States itself is one of these sides. Though Congress and the media appropriately monitor and evaluate uses of force when conducted by U.S. armed forces, citizens should be equally concerned and vigilant about operations for which U.S. logistical, intelligence, and weapons support are instrumental, such as intelligence, reconnaissance, surveillance, and air refueling to the French forces in Mali, GPS-guidance kits to the Colombian government to help fight insurgents, and drone surveillance for Turkish fighter jets bombing northern Iraq. These types of military operations, with the United States providing a crucial supporting role to partner militaries, will become far more common into the future.

Finally, the United States is not bound by a mutual defense treaty to defend Saudi Arabia. President Obama’s decision six months ago to provide apparently unlimited military support for the air war in Yemen was therefore a war of choice. The air war, which the Saudis bizarrely dubbed “Operation Renewal of Hope” on April 21—a disastrous word choice—is one for which Obama is personally responsible and could stop immediately by turning off America’s overwhelming, expedited, and vital direct support.

Weapons sales are supposed to build a relationship between supplier and recipient, which is supposed to provide some leverage for the supplier over how the recipient uses those weapons. Either President Obama is fine with how U.S.-supplied weapons are being used in Yemen, he is refraining from using leverage to stop their use, or there is no leverage to speak of. In which case, all the United States has gained over the past six months is participating in and extending a civil war, which has been an enormous humanitarian disaster – by Micah Zenko

http://blogs.cfr.org/zenko/2015/09/25/obamas-war-of-choice-supporting-the-saudi-led-air-war-in-yemen/

Kommentar: Chapeau!

24.9.2015 – Sputnik News

US Blocking Russian Proposal to Sanction ISIL via UNSC

The United States is blocking Russia's proposal to include the Islamic State on the UN Security Council's sanctions list as an independent organization, head of the Russian Foreign Ministry's Department for New Challenges and Threats Ilya Rogachev said Thursday

http://sputniknews.com/politics/20150924/1027456504.html

24.9.2015 – Weltnetz TV (Film)

"Frieden ist schlecht fürs Geschäft"

Interview von weltnetz.tv mit Elizabeth Murray (ehemalige Offizierin im National Intelligence Council) und Ray McGovern (ehemaliger CIA-Analyst und Russlandspezialist) über Whistleblower, den Einfluss von Geheimdiensten auf politische Entscheidungen und Drohnenkriege.

https://www.youtube.com/watch?v=SQI0m4Ue5mE

24.9.2015 –Counterpunch

Obamas syrischer Tanz

Das geostrategische Ziel für die Obama-Regierung lautet Regime-Wechsel. Es ging also bei ihrem Plan nie um den Wunsch die Syrer zu befreien. Die zynische Rechnung geht so: Assad zu beseitigen ist wichtiger als irgendwelche langfristigen Interessen für das syrische Volk. Für die kaltherzigen Strategen in der Regierung Obamas war das Geschwätz über einen Volksaufstand nur ein Vorwand, die wahren Absichten zu verschleiern und die Liberalen und sogar einige Linke zu verwirren.

Die Regierung ging mit dem hanebüchenen Märchen hausieren, dass es in Syrien eine ernstzunehmende, von ihnen unterstütze sogenannte moderate Kraft gebe. Gleichzeitig wussten sie, dass die al-Nusra Front und der Islamische Staat im Irak und der Levante (ISIS oder ISIL) zur Hauptkraft im Kampf gegen Assad wurde.

Schon Anfang 2013 wurde klar, dass die al-Assad-Regierung nicht aufgeben würde. Darauf hin wurde die Zerstörung und Auflösung Syriens das Ziel der US-Politik. Welche Auswirkungen diese Entscheidung auf das syrische Volk haben würde, war den US-Planern egal.

Ohne Übertreibung kann man behaupten, dass es bei allen bestehenden Konflikten in Syrien (und es gibt einige) ohne die subversiven Taten der Herrschaftsachse von US/EU/NATO und seiner Verbündeten höchst unwahrscheinlich gewesen wäre, dass der gesellschaftliche Aufstand in Syrien für eine demokratische Bewegung ein dermaßen großes Leid ausgelöst hätte, wie es heute unter der syrischen Bevölkerung herrscht.

Nein, es ist nicht die Schuld des Teufels, dass sich Obama mit solch unglaublichem Zynismus engagiert. Der eine uralte Kultur und so viele Menschenleben geopfert hat. Es war der herrische Imperialismus und die moralische Position des Westens, das Recht zu besitzen, die Regierung eines Landes zu bestimmen und welches Leben einen Wert besitzt.

Der egozentrische Narzist Obama, der mit einem kolonialen, eurozentrischen Weltbild handelt, nimmt jetzt die bekannte Haltung europäischer Imperialisten ein. Nachdem sie unsägliche Verbrechen gegen die Menschheit begangen hatten, simulierten sie jahrelang ihre Unschuld.

Aber dies ist Obamas Krieg. Vielleicht entkommt er einer Strafverfolgung. Obwohl er ein Kriegsverbrecher ist. Die Folgen und die moralische Verurteilung danach sind jedoch unausweichlich. Das ist sein Vermächtnis, geschrieben mit Blut. Und keine schmierige Werbung wird es schaffen, dies aus den Geschichtsbüchern zu tilgen – von Ajamu Baraka

https://propagandaschau.wordpress.com/2015/09/24/counterpunch-obamas-syrischer-tanz/#more-15148

English original version:

The Obama Two-Step on Syria

http://www.counterpunch.org/author/ajamu-baraka/

Kommentar: Was für Syrien gilt, gilt ebenso auch für den Jemen. Nur dass die USA hier nicht eine ihnen unpassende Regierung stürzen, sondern eine ihnen genehme wieder ins Amt bomben (lassen) wollen.

14.9.2015 – Telepolis

USA: Der nationale Sicherheitsapparat wurde zur Dauereinrichtung

Gier, Machtmissbrauch und das Milliardengeschäft mit dem Kampf gegen den Terror

Regierungsmacht lässt sich, einmal angehäuft, nur schwer wieder aufgeben, auch Obama erlag rasch der Versuchung. Er verkündete, er wolle "nach vorn blicken, nicht zurück", und sprach sich gegen umfassende neue Untersuchungen des Einsatzes von Folter, der rechtswidrigen Gefangenenüberstellungen, der geheimdienstlichen Ausspähung amerikanischer Bürger im Inland und anderer möglicher strafbarer Handlungen des Regierungsapparats unter George Bush aus. …

Über ein Jahrzehnt nach den Anschlägen vom 11. September stehen Kriegswirtschaft und Kriegslobby in Washington weiterhin in voller Blüte. Der Übergang der Macht von einer politischen Partei auf eine andere scheint nur eine geringe Wirkung gehabt zu haben. Doch das hemmungslose Absahnen im Geschäft mit dem Heimatschutz wird irgendwann zu einem Ende kommen müssen. Angesichts billionenschwerer jährlicher Defizite der Bundesregierung und eines riesigen nationalen Schuldenbergs kann das Land diese Ausgaben für Terrorbekämpfung nicht durchhalten, und die Politiker in Washington werden schließlich "Basta!" sagen.

Präsident Obamas Rede zur nationalen Sicherheit fünf Monate später sprach viele derselben Themen an. "Amerika", so sagte er, sei in seinem Kampf gegen den Terror "an einen Scheideweg gelangt." Er warnte, dass die Nation "Wesen und Umfang dieses Kampfes definieren muss, oder er wird uns definieren. Wir müssen James Madisons Warnung im Gedächtnis behalten, dass keine Nation ihre Freiheit inmitten ständigen Kriegs bewahren kann." Es kann also nicht ewig so weitergehen, dass sich aus dem Krieg gegen den Terror Reichtum schlagen lässt – oder doch?

Nervöse Firmen, die im Militär- und Nachrichtendienstbereich tätig sind und es angesichts der Rhetorik der Regierung Obama mit der Angst bekommen, können beruhigt sein. Im Oktober 2013, fünf Monate nach der Rede Obamas, erhielt General Atomics einen Auftrag im Wert von 377 Millionen Dollar für den Bau von 24 weiteren Reapter-Drohnen für die Luftwaffe.

Der hier veröffentlichte Text ist ein Auszug aus dem heute im Westend Verlag erscheinenden Buch "Krieg um jeden Preis" von James Risen. Der zweifache Pulitzerpreisträger Risen zeigt darin, dass vom sogenannten "Krieg gegen den Terror" mittlerweile so viele Menschen profitieren, dass er kaum noch zu stoppen ist. Private Sicherheitsunternehmen, gierige Kongressabgeordnete und machtbesessene Geheimdienstler treffen auf Behörden, denen zig Milliarden im Krieg gegen den Terror zur Verfügung stehen und die nicht wissen, wohin mit dem Geld – eine gefährliche Konstellation, die zu haarsträubenden Geschichten führt – von James Risen

http://www.heise.de/tp/artikel/45/45963/3.html

Politik von Saudi-Arabien

25.9.2015 – Gegenfrage

Jemen-Krieg: Saudi-Arabien legt UN eigene Untersuchung vor

Saudi-Arabien möchte einer niederländischen Untersuchung zum Krieg im Jemen zuvorkommen, in der mögliche Menschenrechtsverletzungen aufgedeckt werden, und hat dem UN-Menschenrechtsrat eine eigene Untersuchung vorgelegt.

Die niederländischen Diplomaten fordern die Entsendung von UN-Mitarbeitern in die Krisenregion im Jemen, um mögliche Verstöße gegen internationales Recht festzustellen.

http://www.gegenfrage.com/jemen-krieg-saudi-arabien-legt-un-eigene-untersuchung-vor/

25.9.2015 – Al Alalam

Saudis Investigate on Their Own War Crime in Yemen

http://en.alalam.ir/news/1742439

Kommentar: Dieser Link nur wegen der Schlagzeile, der Artikel enthält nichts Neues gegenüber den anderen. Genau darauf würde es hinauslaufen, würde die von den Saudis eingebrachte Gegenresolution angenommen. Den USA wäre wohl genau das am liebsten. Die Saudis haben ja jahrzehntelang im eigenen Land bewiesen, wie sie es mit den Menschenrechten halten.

25.9.2015 – Common Dreams

Will Saudi Arabia Stop UN From Investigating Its War Atrocities in Yemen?

As Saudi government launches diplomatic blitz against human rights probe, Obama administration remains silent

The Saudi Arabian government is unleashing a vigorous diplomatic campaign to block a United Nations proposal for a human rights investigation into the country's six-month-oldmilitary assault on Yemen—waged with the backing of international powers including the United States.

President Barack Obama has so far remained silent on the resolution, which was submitted by the Netherlands Thursday and calls for the UN Human Rights Council to launch a probe into abuses committed by all parties.

The Dutch proposal requires the UN High Commissioner to "dispatch a mission, with assistance from relevant experts, to monitor and report on the human rights situation in Yemen." In addition, the resolution calls for players to grant access to humanitarian aid, in a clear reference to the Saudi-led and U.S.-backed naval blockade that is choking off food and medical aid.

However, the Saudi government and some of its key allies appear determined to prevent such a probe.

"Saudi diplomats have robustly lobbied Asian, African and European states through their capitals or missions in Geneva," Nick Cumming-Bruce reports in the New York Times.

"Gulf countries Bahrain, Qatar, and the United Arab Emirates have argued for shelving plans for an independent inquiry into rights abuses in Yemen," writes Foreign Policy journalist Colum Lynch, citing notes obtained from a September 17 intergovernmental meeting. "They maintained that a commission of inquiry established by the Saudi-backed Hadi government should be given a chance to demonstrate whether it has the capacity to do the job."

What's more, Saudi Arabia submitted a competing resolution on Monday excluding any reference to an independent investigation and focusing solely on abuses committed by "Houthi militias against the government."

Despite its role in the war, the U.S. has yet to weigh in on the debate.

"The United States, which has provided extensive support to the Saudi-led coalition, has been surprisingly discreet on whether a U.N. mission should be dispatched to investigate crimes in Yemen," said Philippe Bolopion, the U.N. and crisis advocacy director for Human Rights Watch. "This stands in sharp contrast to U.S. support for international inquiries and missions in Syria, North Korea, Libya, Sri Lanka, and Eritrea."

The Obama administration's muteness is in keeping with its larger silence about the Saudi-led military campaign, which the U.S. is arming, politically backing, and directly participating in through logistics and intelligence support – by Sarah Lazare

http://www.commondreams.org/news/2015/09/25/will-saudi-arabia-stop-un-investigating-its-war-atrocities-yemen

25.9.2015 – The American Conservative (bezieht sich auf den darauffolgenden Artikel der NYT)

The U.S. Should Back an Investigation of War Crimes in Yemen

It isn’t surprising that the Saudis don’t want the inquiry to go forward. The official line from Riyadh and from the Saudis’ allies is that they have done nothing wrong, and they maintain that they aren’t culpable for the deaths of the civilians that they’ve killed. An independent inquiry would confirm that these are the self-serving lies that observers in Yemen already know them to be. If the Saudis and their allies were telling the truth about their conduct, they should welcome an inquiry into abuses by all sides of the conflict. After all, an inquiry into crimes by all sides would find that the Houthis have also used indiscriminate attacks and committed war crimes in the course of the fighting. However, because the Saudi-led coalition is responsible for most of the civilian deaths in the war and has inflicted the greatest harm on Yemeni civilians through its air campaign and blockade, they are eager to prevent an inquiry that would substantiate the many horrible things that these governments have done to the people of Yemen.

Meanwhile, a group of states aligned with the Saudis is backing a resolution of their own that would entrust the investigation to the exiled Yemeni government backed by the Saudis. Obviously, any inquiry conducted by the deposed president’s government would end up exonerating the coalition and ignoring their crimes. According to the report, this competing resolution isn’t being taken seriously by the Human Rights Council, and it is perceived as a bargaining chip “to gain concessions on any international role in abuse investigations.” The very least that the U.S. could do in this situation is to back the Dutch resolution and demand a thorough investigation into the crimes committed by all parties. Given that the U.S. has uncritically backed the Saudis and their allies for the last six months, that seems unlikely to happen. If an investigation confirms that the Saudi-led coalition has committed war crimes in Yemen, the U.S. would share some responsibility because of its backing of the campaign – von Daniel Larison

http://www.theamericanconservative.com/larison/the-u-s-should-back-an-investigation-of-war-crimes-in-yemen/

24.9.2015 – New York Times

Saudis Seek to Fend Off U.N. Inquiry on Yemen

As Saudi Arabia and its Arab allies pressed their military offensive against Houthi rebels in Yemen, Saudi diplomats were waging their own battle to fend off calls in the United Nations Human Rights Council for an international inquiry into abuses by all parties to the Yemeni conflict.

Those calls came in a council resolution submitted Thursday by the Netherlands, with support from a group of mainly Western countries, that requests the United Nations high commissioner for human rights send a mission to Yemen.

The Dutch resolution draws on deepening international alarm over the civilian toll inflicted by both sides in the conflict and the effect of a blockade imposed by the Saudi-led coalition that has delayed delivery of humanitarian aid

The Dutch resolution submitted Thursday, without explicitly naming the Saudi coalition, voiced deep concern over reports of violations of international law by all parties, urged them to give access for humanitarian aid and, in a pointed reference to the role of the blockade, called for allowing commercial imports to Yemeni ports.

The resolution also expressed deep concern over continuing bloodshed and “in particular the recent escalation in violence nearing Sana.”

Saudi Arabia and its coalition partners have waged a vigorous diplomatic campaign to squelch calls for an international inquiry. Saudi diplomats have robustly lobbied Asian, African and European states through their capitals or missions in Geneva, human rights organizations say.

The Arab group aligned with Saudi Arabia submitted its own resolution on Monday. This also expressed deep concern for abuses but focused narrowly on those resulting from the use of force by “Houthi militias against the government.”

The Arab group recommended an “effective investigation” of all human rights abuses but said it should be conducted by the government of President Abdu Rabbu Mansour Hadi, who has been in exile in Saudi Arabia. It invited participation by the human rights office but only in providing technical assistance.

“It’s all about Saudi Arabia protecting itself from any scrutiny by the international community for its bombing campaign,” said Jeremie Smith, director of the Geneva office of the Cairo Institute for Human Rights.

The Saudi coalition’s conduct, however, is troubling for its Western allies. American officials have said they are pressing the Saudis to investigate violations, but the Obama administration has avoided any direct, public criticism of the Saudi government, one of its closest regional allies.

“Their draft is not credible,” a diplomat said of the Arab group’s resolution. From this perspective, the Arab group’s draft appeared to be a bargaining position to gain concessions on any international role in abuse investigations – by Nick Cumming-Bruce

http://www.nytimes.com/2015/09/25/world/middleeast/saudis-seek-to-fend-off-un-inquiry-on-yemen.html?_r=0 dazu auch https://www.washingtonpost.com/world/middle_east/dutch-want-un-human-rights-chief-to-report-on-war-torn-yemen/2015/09/24/3b2e5d36-62fa-11e5-8475-781cc9851652_story.html

Siehe auch https://www.amnesty.org/en/latest/news/2015/09/yemen-un-inquiry-needed-as-civilian-lives-devastated-six-months-after-saudi-arabia-led-coalition-began-airstrikes/ : Amnesty International fordert eine Untersuchung durch die UN

24.9.2015 – Zeit Online

Saudi-Arabien kann die Pilger nicht schützen

Hunderte muslimische Wallfahrer sterben durch eine Massenpanik nahe Mekka. Das Unglück ist keine Ausnahme. Und viele sehen das saudische Königshaus als Teil des Problems.

Mehr als 700 Menschen wurden zerquetscht und zertreten und über 800 weitere verletzt, als die Menge vor der Dschamarat-Brücke bei Minā plötzlich außer Kontrolle geriet.

Fast alle Unglücke im vergangenen Vierteljahrhundert ereigneten sich während des Steinigungsrituals an der Dschamarat-Brücke, die inzwischen durch einen wesentlich breiteren, fünfstöckigen Übergang ersetzt wurde, damit sich die Pilgermassen besser verteilen.

Vor allem seit dem Amtsantritt des im Januar verstorbenen Königs Abdullah vor zehn Jahren baute Saudi-Arabien auch die übrige Infrastruktur mit Milliardensummen aus, um die Wallfahrt für die Millionen Gäste reibungsloser zu gestalten. Eine 18 Kilometer lange Hochbahn, die Mekka mit den heiligen Stätten des Hadsch verbindet, hat das Chaos beim Transport der Pilgermassen reduziert. Im nächsten Jahr soll auch das erste Teilstück der 450 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Mekka, Medina und der Hafenstadt Dschidda in Betrieb gehen. Die Kapazität der Großen Moschee wird bis zum Jahr 2020 von 750.000 auf 1,8 Millionen Pilger erweitert. Trotzdem zeigt die jüngste Katastrophe erneut, dass das Königreich und seine Führung offenbar nicht in der Lage sind, die Sicherheit und den Transport einer so großen Zahl von Besuchern zu garantieren.

Getrieben wird der zweifelhafte Mekka-Boom vor allem von der Königsfamilie und der mit ihr verbundenen saudischen Nomenklatura. Ganze Stadtteile wurden enteignet und niedergerissen. Das islamische Heiligtum wird mittlerweile von einem 600 Meter hohen Uhrenturm überragt, dessen Stundenzeiger 17 Meter lang ist. Der benachbarte Hotelkomplex hat 30.000 Zimmer, die bis zu 1.000 Dollar pro Nacht kosten. Einwohner von Mekka, wie Rashad Husein, dessen Familie seit fünf Generationen Pilger aus Indien und Pakistan betreut, sind entsetzt über den gigantomanischen Bauboom in ihrer Heimatstadt. "Sie machen die Spiritualität von Mekka kaputt. Sie verringern das Gefühl von Heiligkeit und Einmaligkeit".

Ähnliche Vorwürfe erheben auch Kritiker wie der saudische Historiker Madawi al-Rasheed, der momentan an der London School of Economics lehrt. Er bemängelt, das Ganze geschehe zwar unter dem Vorwand, man wolle mehr Platz für die Pilger schaffen. Aber letztlich fühle sich niemand wirklich verantwortlich, sagte er der New York Times. "In Wahrheit soll nur vertuscht werden, welche Unsummen die Prinzen und andere Saudis einstreichen." Ansonsten versteckten sich die Verantwortlichen hinter der frommen Formel, jeder Muslim, der auf dem Hadsch sterbe, werde als Märtyrer direkt in den Himmel auffahren. – von Martin Gehlen

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-09/mekka-massenpanik-hadsch dazu http://www7.en.irna.ir/en/News/81772999/

25.9.2015 – Die Presse

Saudiarabien: Kritik an König nach Hadsch-Drama

Hadsch-Katastrophe in Mekka verstärkt Nervosität in der Königsfamilie auch vor einem Debakel im Jemen und Irak. Der Unmut richtet sich gegen den König und seine Kronprinzen

Auf Twitter lässt so mancher Mekka-Pilger jetzt seine fromme Zurückhaltung fahren. „Das ist die am schlechtesten organisierte Hadsch, die ich je erlebt habe“, schimpfte einer, der zum vierten Mal dabei war. Andere beklagen sich über den rüden Umgangston der saudischen Polizisten. Die meisten stünden in Gruppen faul und untätig herum, scherten sich nicht um die Pilger und könnten keinerlei Fremdsprachen. Andere kritisieren, das Treiben in der Geburtsstadt des Propheten Mohammed verkomme immer mehr zu einem unwürdigen Kommerz-Spektakel.

Nach der schwersten Hadsch-Tragödie seit 25 Jahren, bei der mindestens 717 Menschen getötet und über 860 verletzt wurden, bricht sich im Internet erstmals offene Kritik an den Zuständen bei der islamischen Megawallfahrt Bahn. Kopflos reagierten dagegen die saudischen Verantwortlichen. Gesundheitsminister Khaled al-Falih beschuldigte die Pilger, durch ihre Disziplinlosigkeit die Katastrophe selbst verursacht zu haben. König Salman, der den Ehrentitel „Hüter der beiden heiligen Moscheen“ trägt, versprach eine umfassende und transparente Untersuchung.

Doch Selbstkritik, öffentliche Verantwortung oder gar freiwillige Rücktritte bei Fehlern gehörten noch nie zur politischen Kultur des ölreichen Königreiches.

Für viele der 29 Millionen saudischen Untertanen aber ist das Mekka-Drama ein weiterer Indikator dafür, dass ihre Heimat in den Abwärtsstrudel der arabischen Region hineinrutschen könnte. Der Krieg im Jemen erweist sich als blutiges und kostspieliges Abenteuer. Gleichzeitig reißt der rapide verfallende Ölpreis dreistellige Milliardenlöcher in die Staatskasse

Und so wundert es nicht, dass sich auch in der Königsfamilie Nervosität breitmacht. Seit Kurzem zirkuliert ein offener Brief, der mit drastischen Worten ein Krisentreffen des gesamten Al-Saud-Clans fordert. – von Martin Gehlen

http://diepresse.com/home/panorama/welt/4829669/Saudiarabien_Kritik-an-Konig-nach-HadschDrama?_vl_backlink=/home/panorama/welt/4827924/index.do&direct=4827924

Politik von Frankreich

24.9.2015 – Deutsch-Russische Wirtschaftsnachrichten

Mistral bald vorJemen

Ägypten wird die jetzt in Frankreich gekauften, ursprünglich für Russland bestimmten zwei Hubschrauberträger vom Typ Mistral im Mittelmeer, im Roten Meer und im Golf von Aden bis hinunter zum Horn von Afrika einsetzen. Das meldete heute die Pariser Zeitung Le Monde. Kairo wird damit in die Lage versetzt, unmittelbar in die Konflikte im Jemen und im gegenüberliegenden Eritrea eingreifen zu können.

Nach Ansicht von Beobachtern steigt damit die militärische und politische Rolle der Ägypter in der Region signifikant.

Gestern war bekannt geworden, dass der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi seinem französischen Kollegen François Hollande zugesagt hat, die Streitkräfte seines Landes würden die beiden Hubschrauberträger übernehmen. Am Mittwochabend hatte Hollande in Brüssel betont, Frankreich werde bei dem Geschäft nicht draufzahlen. Ursprünglich war der Gesamtpreis für die beiden 2011 von Russland bestellten Schiffe mit 1,2 Milliarden Euro angegeben worden.

Aus dem Umfeld von Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian in Paris hieß es gestern, Ägypten zahle für die beiden Hubschrauberträger zusammen rund 950 Millionen Euro. Die Lieferung erfolge im März 2016.

Das erste der beiden im französischen Hafen St. Nazaire gebauten Trägerschiffe hätte bereits Anfang 2015 an Russland übergeben werden sollen. Angesichts der neuen Ost/West-Krise und des Ukrainekonflikts regte sich jedoch heftiger Widerstand unter den NATO-Alliierten. Viele sahen es als nicht opportun an, Russland mit westlichen Waffensystemen zu stärken. Nach monatelangem Hin und Her gab Paris dem Druck schließlich nach und vereinbarte mit Moskau eine Aufhebung des Vertrags.

Mit ein Grund für den Widerstand im Westen waren Befürchtungen, Russland könnte die Schiffe für Operationen in küstennahen Krisengebieten des Schwarzen Meers einsetzen, etwa im Kaukasus und in der Ukraine. Russische Militärs hatten nach dem Georgienkrieg im August 2008 die Ansicht geäußert, mithilfe eines derartigen Trägers hätte man den Angriff der georgischen Armee auf die abtrünnige Provinz Südossetien schneller und mit einem geringeren Blutzoll auf beiden Seiten niederschlagen können.

Die Mistral transportieren jeweils mehrere Landungsboote, 16 Hubschrauber, 13 Panzer und 450 Soldaten.

Ägypten ist aus Sicht der Russen ein durchaus zu begrüßender Ersatz. Dem Vernehmen nach hatten die Präsidenten Putin und Hollande im August vereinbart, sich beim Weiterverkauf der Schiffe abzustimmen. Russland war sehr daran gelegen, einem etwaigen Käufer den eigens für den Einsatz auf der Mistral entwickelten russischen Hubschrauber Ka-52K anzudienen.

Inzwischen bestätigte die russische Nachrichtenagentur TASS, dass Kairo in der Tat 50 der hochmodernen Kampfhubschrauber in Russland kaufen wird. Erst vor wenigen Wochen war der ägyptische Präsident al-Sisi anlässlich der internationalen Moskauer Luftfahrtschau MAKS 2015 zu Gast bei seinem russischen Kollegen Putin. An der Schau nahmen auch Ka-52K-Hubschrauber teil.

http://drwn.de/de/mistral-bald-vor-jemen/

Kommentar: Hauptsache, Frankreich macht keinen finanziellen Verlust. Kriegsschiffe direkt zur Verwendung in einem Krisengebiet zu liefern und noch an eine schlimme Hinrichtungsdiktatur, egal. Dann können die Schiffe auch im Jemenkonflikt zum Verstärken der Hungerblockade eingesetzt werden. Und Russland macht auch noch einen guten Schnitt – und Kampfhubschrauber lassen sich ja sicher von den Ägyptern auch im Jemen gut gebrauchen.

Politik von Russland

25.9.2015 – International Business Times

Putin's Latest Moves: The Military Alliance Among Iran, Hezbollah And Russia In Syria Could Spread To Yemen

Russia and Iran, long allied in their support of Syrian President Bashar Assad, appear to be extending their partnership into Yemen. Moscow is now supporting the Tehran-backed Houthi rebels who are fighting forces loyal to the U.S.-supported exiled president, a senior Hezbollah official told International Business Times.

Russia is providing weapons to the Houthi rebels, and Lebanon’s Iran-backed Hezbollah is on the ground in Yemen on a “leadership level,” the senior Hezbollah official told IBT.

http://www.ibtimes.com/putins-latest-moves-military-alliance-among-iran-hezbollah-russia-syria-could-spread-2113386

Kommentar: Es wäre eine interessante Entwicklung, wenn Russland sich entsprechend positioniert. Dass Russland den Huthis Waffen geliefert habe, ist wohl Großmäuligkeit des Hisbollah-Vertreters. Wegen der Seeblockade waren Waffenlieferungen an die Huthis unmöglich, auch für Russland.

Terrorismus

24.9.2015 – RT

‘Terror attack in Yemen was expected’

With the current level of hate speech, previous attacks on Shia mosques in Yemen, and the presence of ISIS, the latest deadly terrorist attacks were expected, political analyst Hisham al-Omeisy, who was on the scene of the blast, told RT.

It was a bloody scene – it was a twin suicide bombing that happened and killed 29 people. There are a dozens of people injured, there was blood all over the place. Unfortunately because it’s Eid, there were a lot of people at the mosque during the suicide bombing. People are rushing to the area trying to help, take the injured and the wounded to the hospital. Unfortunately, because there are no drugs at the hospitals, there is no blood at the hospitals, now people are being asked to go and donate blood there.

RT: The Yemeni capital has suffered a string of bombings targeting Shia mosques in recent months, who could have been behind this latest attack?

HO: It has to be Islamic State. You have to remember Al-Qaeda outlawed the attacking of mosques early on. For the past six months, multiple attacks on Shia mosques or Houthi affiliated mosques happened and have been claimed by the IS. Yesterday, for instance, when Al-Qaeda was again repeatedly saying there is no attack in mosques the IS was gearing up for more attacks. Unfortunately, the Saudi clerics yesterday on the mass of Arafah, they were again preaching hate speech against the Houthis, against the Yemenis at large, basically. And that is why for a lot of people here in Sana’a and the capital the attack was not a surprise, it didn’t come as a surprise to us. With that much hate speech on TV for millions of Muslims, especially when there is IS in Yemen, such an attack is expected.

http://www.rt.com/op-edge/316421-houthis-suicide-bombing-yemen/

24.9.2015 – Vocativ

A Brief History Of ISIS' Growing Presence In Yemen

The Islamic State has capitalized on the chaos in Yemen to establish and grow its organization

ISIS claimed responsibility for bombing a Houthi mosque in Yemen’s capital Sana’a Thursday, saying it was “part of a series of military operations to revenge Muslims against Houthis.” To the radical Islamists, the Houthi rebels, who belong to a strand of Shia Islam that aligns with Iran’s, are considered greater apostates and infidels than Sunni Muslims who don’t ascribe to their severe interpretation of the religion.

Ever since war erupted in Yemen between the Houthis and government forces, groups like ISIS and al-Qaeda in the Arabian Peninsula have spied an opening to inflict their own brand of instability inside the Arab world’s poorest nation. AQAP has taken over key port towns and imposed its law on residents who haven’t been able to leave. Under the constant hammer of Saudi-led Arab coalition air strikes, Yemen’s chaos has created an opportunity for ISIS to grow – by Shane Dixon Kavanaugh

http://www.vocativ.com/news/234478/a-brief-history-of-isis-growing-presence-in-yemen

24.9.2015 – Vice News

Islamic State Suicide Bomber in Woman's Dress Blows Up Mosque in Yemen

Security forces in Yemen are blaming a suicide bomber disguised as a woman for a deadly attack on a mosque on Thursday. Within hours of the attack, Yemen's branch of the Islamic State (IS) claimed responsibility, saying the group attacked the mosque because it was frequented by members of the Houthi movement.

Accounts of the attack still vary widely, with eyewitnesses saying two suicide bombers were responsible, and security forces pinning the blame on a lone bomber, who was disguised as a woman.

"They went to that mosque for a reason: They knew most of the people inside would be Zaydis," Sheila Carapico, a leading Yemen expert and professor of political science at the University of Richmond, told VICE News. "They did it in order to fan sectarian animosities."

The attack resembled previous bombings by IS militants that have killed hundreds of Zaydis in recent months. Carapico says that IS has taken advantage of the chaos in Yemen to gain a foothold there. "They didn't really exist in Yemen before a few months ago," she said. "Now you see them popping up everywhere."

The exact details of Thursday's attack are still not clear, and eye witness testimony diverges from the official version of events.

Witnesses had earlier described a twin suicide attack on the mosque, where worshippers were celebrating Eid al-Adha, the feast of sacrifice. But Yemeni security forces attributed the attack to single suicide bomber.

Nayef, who lives nearby, said he heard one explosion followed quickly by a second. "We gathered to rescue the wounded. The situation is very painful and blood is everywhere."

The witnesses said the first blast shook the mosque soon after worshippers gathered for prayers. A second suicide bomber detonated his explosives belt when Houthi guards tried to stop him rushing deep inside the mosque.

As of Thursday evening, a number of media outlets reported a range of death tolls. Houthi Ansarullah group's website said at least 10 people were killed in the attack. Medics said at least 36 other people were wounded in the attack. Arab media have put the death toll at at least 25.

https://news.vice.com/article/islamic-state-suicide-bomber-in-womans-dress-blows-up-mosque-in-yemen siehe auch http://www.reuters.com/article/2015/09/24/us-yemen-security-idUSKCN0RO0EH20150924

Flüchtlinge

09.2015 – InterPress Service

Jemen: Massenflucht vor dem Bürgerkrieg – Europa für die wenigsten erreichbar - von Almigdad Mojalli

http://ipsnews.de/index.php/news/608-jemen-massenflucht-vor-dem-buergerkrieg-europa-fuer-die-wenigsten-erreichbar

Das ist die deutsche Version des englischen Beitrags, siehe http://www.irinnews.org/report/102018/when-the-war-hits-home

Neue Artikel zum Nachlesen 1-24:

https://www.freitag.de/autoren/dklose oder

http://poorworld.net/YemenWar.htm

Eindrücke aus Sanaa nach den Angriffen vom 18./19. September:

http://poorworld.net/Yemen/YemenImages282.htm

http://poorworld.net/Yemen/YemenImages283.htm

http://poorworld.net/Yemen/YemenImages284.htm

12:16 26.09.2015
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Dietrich Klose

Vielfältig interessiert am aktuellen Geschehen, zur Zeit besonders: Ukraine, Russland, Jemen, Rolle der USA, Neoliberalismus, Ausbeutung der 3. Welt
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Dietrich Klose

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