Pressemeldung von Save the Children

Kinder im Krieg: 24 Millionen Kinder in Konflikten brauchen psychologische Hilfe
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Berlin, 10. September 2019.Millionen Kinder in Konfliktgebieten und auf der Flucht sind extremen psychischen Belastungen ausgesetzt, bekommen aber keine professionelle Hilfe. Save the Children geht davon aus, dass allein in den besonders umkämpften Gebieten rund um die Welt mehr als 24 Millionen* Kinder psychologische Hilfe benötigen. Die Kinderrechtsorganisation macht vor der am17. September 2019beginnenden UN-Vollversammlung auf dieses unsichtbare Leid aufmerksam.

Im Bericht „Road to Recovery“ untersucht Save the Children Ursachen und Folgen psychischer Probleme von Kindern in bewaffneten Konflikten und gibt konkrete Handlungsempfehlungen. Save the Children fordert Regierungen, Konfliktparteien und Geber auf, den Schutz von Kindern und deren seelische Gesundheit endlich ernst zu nehmen.

„Dieser Krieg gegen Kinder muss aufhören“, betont Susanna Krüger, Vorstandsvorsitzende von Save the Children Deutschland. „Wir fordern die Staaten auf der UN-Vollversammlung, sowie alle Konfliktparteien auf, internationale Kinderschutzregeln einzuhalten – und mehr Geld dafür bereitzustellen, damit sich Kinder von Konflikten erholen können.“

Nach einer Untersuchung von Save the Children flossen zwischen 2015 und 2017 nur 0,14% staatlicher Entwicklungshilfegelder in psychologische Hilfe für Kinder. Die UN-Vollversammlung und der bevorstehende Mental Health Summit in den Niederlanden sind gute Gelegenheiten, um dies zu ändern und mehr Mittel bereitzustellen.

„Jungen und Mädchen in Konflikten müssen mit ansehen, wie Verwandte oder Freunde sterben und wie ihre Häuser und Schulen bombardiert werden“, unterstreicht Susanna Krüger. „Ihnen fehlen oft die nötigsten Dinge. Psychische Probleme sind da eine völlig normale Reaktion.“

In der Kampagne zum 100-jährigen Jubiläums von Save the Children fordert die Kinderrechtsorganisation: „Kein Krieg gegen Kinder“. Dazu gehören neben dem besonderen Schutz von Schulen auch die Forderungen, dass keine Explosivwaffen in bewohnten Gebieten eingesetzt werden dürfen, dass Verantwortliche für Kinderrechtsvergehen zur Rechenschaft gezogen werden und dass neue Wege gegangen werden, damit sich Kinder von bewaffneten Konflikten erholen können.

*Laut dem Bericht „Krieg gegen Kinder“, den Save the Children im Februar 2019 veröffentlichte, leben weltweit 420 Millionen Kinder in Konfliktgebieten, davon 142 Millionen in Gebieten mit hoher Konfliktintensität – das heißt, in Gebieten mit mindestens 1000 Toten pro Jahr. Es wird davon ausgegangen, dass in der Regel 17% der Menschen, die in Konfliktgebieten leben oder vertrieben werden, psychologische Hilfe brauchen, hinzu kommen 5%, die unter einer schweren psychischen Störung leiden. Save the Children schätzt, dass folglich mehr als 24 Millionen Kinder in heutigen Konfliktgebieten psychologische Hilfe benötigen werden.

Den Report „Road to Recovery” können Sie unter diesem Link herunterladen, die wichtigsten Fakten aus dem Bericht finden Sie hier.

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Über Save the Children

Im Nachkriegsjahr 1919 gründete die britische Sozialreformerin und Kinderrechtlerin Eglantyne Jebb Save the Children, um Kinder in Deutschland und Österreich vor dem Hungertod zu retten.Heuteist die inzwischen größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt in über 120 Ländern im Einsatz. Save the Children ist da für Kinder in Kriegen, Konflikten und Katastrophen – seit 100 Jahren und darüber hinaus. Diese Kinder zu schützen, zu stärken und zu fördern ist das zentrale Anliegen der Organisation.Die Schwerpunkte der Arbeit liegen in den Bereichen Schule und Bildung, Schutz vor Ausbeutung und Gewalt sowie Überleben und Gesundheit. Save the Children setzt sich ein für eine Welt, die die Rechte der Kinder achtet. Eine Welt, in der alle Kinder gesund und sicher leben und frei und selbstbestimmt aufwachsen können.

19:56 11.09.2019
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Geschrieben von

Dietrich Klose

Vielfältig interessiert am aktuellen Geschehen, zur Zeit besonders: Ukraine, Russland, Jemen, Rolle der USA, Neoliberalismus, Ausbeutung der 3. Welt
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Dietrich Klose

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