Saudi Dissident Khashoggi: Medienschau 6a

Khashoggi Press review 6a Erdogan greift Saudis an: „Geplanter Mord; Türkei fordert Auslieferung der 18 Verdächtigen, Saudis lehnen ab; Mehr Details, Ergebnisse der türkischen Ermittler ...
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... Khashoggis Sohn zum König gebracht; Der Westen laviert, Deutschland, Österreich und EU-Parlament fordern Ende der Waffenlieferungen, Frankreich, Spanien und Trump-Regierung wollen weiter liefern

Erdogan attacks Saudi Arabia: „Planned murder“; Turkey seeks extradiction of 18 suspects, Saudis refuse; More details, findings by Turkish investigators; Khashoggi’s son pulled to the royal court to be given “condolences”, The West is maneuvering, Germany, Austria, the EU parliament demand stop of arms sales, France, Spain, Trump government want to continue

Diese Medienschau besteht aus zwei Teilen / This press review is divided in two parts

Zweiter Teil /Second part: https://www.freitag.de/autoren/dklose/saudi-dissident-khashoggi-medienschau-6b

Schwerpunkte / Key aspects

Klassifizierung / Classification

cp01 Alle Berichte auf Deutsch

cp02 The Khashoggi criminal case: Reports in English

cp03 Reaktionen in den USA; Beziehungen USA-Saudi Arabien / Reactions in the US; US-Saudi relations

cp04 Internationale Reaktionen / International reactions

cp05 Lange Geschichte von saudischen Entführungen / Long history of Saudi abducations

cp06 Propaganda

cp07 Weitere Folgen / Further implications

cp08 Erinnerung an Khashoggi / Remembering Khashoggi

cp09 Satire

Klassifizierung / Classification

***

**

*

(Kein Stern / No star)

? = Keine Einschatzung / No rating

A = Aktuell / Current news

B = Hintergrund / Background

P = Politik / Politics

Vorab / At first

Avaaz Petition: End saudi Arms sales

Jamal Khashoggi walked into a Saudi consulate hoping for a permit to marry the love of his life -- instead, he was beheaded and chopped into pieces with a bone saw.

It's a horrific crime -- and the outrage generated by it could be exactly what we need to make lasting change in Saudi Arabia.

Crown Prince Mohammed bin Salman has projected an image of a softer Saudi -- while bombing Yemeni children, locking up human rights bloggers...and now likely ordering the grisly murder of a journalist. He's a monster, not a moderate.

Finally, our leaders are taking notice. Germany just announced it would suspend arms sales to Saudi until the truth about Khashoggi is revealed. Arms are the world's biggest leverage over Saudi and pressure in the UK, France and Canada is mounting. If they and others follow suit, it could force Saudi Arabia to make real changes -- and maybe even push out the Crown Prince himself. Add your name, let's show them the world has had enough.

https://secure.avaaz.org/en/khashoggi_loc_fr_pa/?bnzJEeb&v=111803

cp01 Alle Berichte auf Deutsch

(* A P)

Fall Khashoggi: Saudi-Arabien liefert Verdächtige nicht aus

Die Türkei hatte die Auslieferung der 18 Verdächtigen gefordert, die im Zusammenhang mit Khashoggis Tötung in Istanbul festgenommen worden waren - derstandard.at/2000090163536/Fall-Khashoggi-Saudi-Arabien-liefert-Verdaechtige-nicht-aus

Saudi-Arabien will die im Fall des getöteten Journalisten Jamal Khashoggi festgenommenen Verdächtigen nicht an die Türkei ausliefern. "Sie sind in Saudi-Arabien inhaftiert, die Ermittlung findet in Saudi-Arabien statt und sie werden in Saudi-Arabien strafrechtlich verfolgt", sagte Riads Außenminister Adel al-Jubeir am Samstag.

https://derstandard.at/2000090163536/Fall-Khashoggi-Saudi-Arabien-liefert-Verdaechtige-nicht-aus

http://www.spiegel.de/politik/ausland/jamal-khashoggi-saudi-arabien-liefert-verdaechtige-nicht-an-tuerkei-aus-a-1235465.html

Mein Kommentar: Das heißt also entweder Kopf ab oder Versenken im Gefängnis bis zum Tod, oder Abschieben mit guter Pension in ein schönes Haus fernab der Hauptstadt.

(* A P)

SAUDI-ARABIEN ZU KHASHOGGI: „Die Angelegenheit ist ziemlich hysterisch geworden“

Saudi-Arabien wird dem Wunsch der Türkei, die Verdächtigen im Fall Khashoggi auszuliefern, nicht nachkommen.

Der saudische Außenminister kritisierte außerdem den internationalen Aufschrei wegen Khashoggis Tötung: „Die Angelegenheit ist ziemlich hysterisch geworden“. Saudi-Arabien habe sehr klar gemacht, dass die Verantwortlichen zur Verantwortung gezogen würden. Er denke, dass Saudi-Arabien als der eindeutige Schuldige ausgemacht worden sei, bevor die Ermittlungen abgeschlossen worden seien. Er beantwortete auf einer internationalen Konferenz in Manama/Bahrein Fragen westlicher Journalisten.

Laut US-Verteidigungsminister James Mattis gefährde Khashoggis Tötung die Stabilität im Nahen Osten. Auf der Konferenz in Bahrain sagte er: „Mit unserem gemeinsamen Interesse an Frieden und unerschütterlichem Respekt für Menschenrechte im Sinn muss die Ermordung von Jamal Khashoggi in einer diplomatischen Einrichtung uns allen große Sorgen bereiten.“

Mattis beschuldigte Saudi-Arabien nicht direkt, sagte aber: „Das Versagen irgendeiner Nation, sich an internationale Normen und Rechtsstaatlichkeit zu halten, unterminiert die regionale Stabilität zu einer Zeit, wenn sie am meisten benötigt wird.“

https://www.welt.de/politik/ausland/article182828568/Saudi-Arabien-zu-Khashoggi-Die-Angelegenheit-ist-ziemlich-hysterisch-geworden.html

https://www.tagesschau.de/ausland/khashoggi-229.html

Mein Kommentar: Es steht wohl den Saudis am allerwenigsten zu, die internationalen Reaktionen zu beurteilen. Und die Saudis denken, dass sie auch hier wieder (wie im Jemenkrieg) aus der Geschichte herauskommen, indem sie in eigener Sache Ermittler, Richter und Vollstrecker spielen.

(** B P)

Die Stunde der Heuchler

Warum empören sich eigentlich alle über Saudi-Arabien? Die Bestialität des Regimes ist ja nicht erst seit dem Mord an Jamal Khashoggi bekannt. Einziger Trost: Wegschauen funktioniert jetzt nicht mehr.

Fast noch erstaunlicher wirkt die Heuchelei der nicht-arabischen Welt: Wie sich plötzlich alle schockiert zeigen! Wie sie ultimativ Aufklärung fordern und mit Sanktionen drohen! Wie Unternehmer und Politiker geplante Reisen nach Saudi-Arabien im Chor absagen! Weil Empörung nichts kostet, aber weitherum Anklang findet, werfen Meinungsführer dieser Tage mit Empörung nur so um sich.

Sind Wirtschaftsführer und Spitzenpolitiker, ja sogar Fussballklubs nicht jahrelang nach Saudi-Arabien gepilgert, um ihren Anteil an den Öl-Milliarden zu kassieren? Hat jemand von denen im Ernst gemeint, dieses Regime würde Kritiker nicht verfolgen, nicht foltern, nicht umbringen?

Wer ehrlich ist, kennt die Antwort: Es war einfach zu lukrativ, die Propaganda von Kronprinz Mohammed bin Salman (33) nachzuplappern, statt genauer hinzuschauen: Er sei ein Fortschrittlicher, ein Reformer, ein Modernisierer – kurz: einer von den Guten. So konnte man ohne lästige Konfrontation, fast ohne schlechtes Gewissen, seinen Geschäften nachgehen. Noch im Frühling hofierten Apple-Chef Tim Cook und die beiden Google-Gründer den Kronprinzen im Silicon Valley.

Dabei war die Familie Saud seit ihrer Machtübernahme 1932 als Mörderbande bekannt.

Dass Mohammed bin Salman den libanesischen Ministerpräsidenten Saad Hariri entführen liess, dass er Hunderte Mitglieder der saudischen Elite in ein Hotel sperrte, bis sie ihm Treue gelobten, dass er seit Jahren den Jemen bombardieren lässt – über all das schauen seine westlichen Freunde grosszügig hinweg. Laut Uno stehen im Jemen 14 Millionen Menschen vor dem Hungertod – es droht die weltweit grösste humanitäre Katastrophe.

Und jetzt wollen alle überrascht sein, dass der Kronprinz die bestialische Ermordung eines Kritikers angeordnet hat?

Immerhin besteht Hoffnung, dass Khashoggi nicht in der Vergessenheit versinkt wie Zig-tausende Regime-Opfer vor ihm. Denn oft bewegt der Einzelfall mehr als die Masse.

Wegschauen und die Untaten der saudischen Ölprinzen weiterhin schönreden, ist durch den Mord an Jamal Khashoggi unmöglich geworden – von Christian Dorer

https://www.blick.ch/news/schweiz/blickpunkt/blickpunkt-von-christian-dorer-ueber-den-fall-khashoggi-die-stunde-der-heuchler-id9031739.html

Mein Kommentar: Chapeau!

(B P)

Willy Wimmer: Mordfall Khashoggi senkt Chancen auf Frieden im Nahen Osten

Der ehemalige Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung, Willy Wimmer, kommentiert den Fall Khashoggi. In den Augen des CDU-Politikers könnte der Mord von Istanbul die Chance auf Frieden für Generationen zerstören.

Der Mord von Istanbul hat eine Dimension, die die Chance zum Frieden für Generationen zerstören kann und wird, wenn Saudi-Arabien nicht zum Frieden im Nahen Osten herangezogen werden kann. Danach sieht es angesichts der schrecklichen Bluttat aus, jedenfalls aus der Sicht derjenigen, die Präsident Erdoğan öffentlich angesprochen hatte.

https://deutsch.rt.com/meinung/78299-willy-wimmer-mordfall-khashoggi-senkt/

Mein Kommentar: Das sehe i ch nicht so. Ein Frieden zwischen Israel und Palästinensern kommt auch ohne die Saudis aus. – Es wäre geradezu friedensfördernd, wenn die Saudis nicht mehr als Bündnispartner für eine friedensgefährdende nahost-Machtpolitik der USA und Israels verfügbar sind. Im Jemen sind die Saudis der Unfriedens-Faktor Nr. 1. Ihre Position zu schwächen bedeutet, dem Frieden im Jemen näherzukommen.

(A P)

Polizeigewerkschaft will Zusammenarbeit mit Riad beenden

Nach der Tötung des saudischen Journalisten Khashoggi verlangt die Bundespolizeigewerkschaft ein sofortiges Ende der deutschen Polizei-Kooperation mit Saudi-Arabien. "Man darf moralische Aspekte bei solchen Einsätzen nicht außer Acht lassen», sagte Gewerkschaftschef Ernst G. Walter dem "Handelsblatt". Daher halte er "einen sofortigen Abzug unserer Kollegen aus Saudi-Arabien und die Beendigung der Unterstützung auf staatlicher Ebene nicht nur für richtig, sondern auch für dringend geboten".

Laut Bundesinnenministerium unterstützt die Bundespolizei seit 2009 Saudi-Arabien mit Training und Beratung bei der Modernisierung des Grenzschutzes.

https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/internationale-politik/id_84659732/der-fall-khashoggi-saudi-arabien-weigert-sich-verdaechtige-auszuliefern.html

(* B P)

Westlicher Blick auf Arabien: Eine Revolution macht noch keinen Frühling

Lehren aus dem Fall Khashoggi: Über verlorene Hoffnungen und neue Illusionen im Umgang mit der arabischen Welt.

Wieder wird eine Hoffnung enttäuscht. Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman ist kein Reformer. Als „vorsichtigen Liberalisierer“ hatten europäische Medien ihn porträtiert. Sie ahnten wohl, dass der Spross eines absolutistischen Herrscherhauses sich nicht als geborener Demokrat entpuppen werde. Gewünscht haben sie es dennoch. Immerhin ist er mit seinen 33 Jahren der Repräsentant der jungen Generation und hat das Fahrverbot für Frauen gelockert. Und brauchen wir nicht Hoffnung, gerade in einer so von Enttäuschung geprägten Weltregion wie den arabischen Staaten?

Doch nun hat MBS, wie sein Name gern abgekürzt wird, mutmaßlich einen unliebsamen Journalisten ermorden lassen: Jamal Khashoggi. Zudem stellen er und seine Handlanger sich ausgesprochen dämlich an, erst bei der Tat und nun, nachdem die Geheimaktion aufgeflogen ist, bei ihren Erklärungsversuchen. US-Präsident Trump spricht von „einem der schlechtesten Vertuschungsversuche aller Zeiten“. Der Thronfolger ist nicht nur kein Reformer, er ist auch noch ein Dilettant an den Schalthebeln der Macht.

Soll das heißen: Wenn schon Mord, dann bitte professionell? Das wäre brutal und zynisch. Und doch sollte man sich auf sie einlassen. Denn sie öffnet eine weitere widersprüchliche Facette im westlichen Blick auf Arabien. Was durfte man denn erwarten von einem Geheimdienst, der es nicht gewohnt ist, dass sein Handeln öffentlich diskutiert werden könnte – und von einem autoritären Herrscher, der es nicht gewohnt ist, sich rechtfertigen zu müssen?

Den gleichen Dilettantismus offenbart MBS als saudischer Verteidigungsminister in der Kriegsführung im Jemen.

https://www.tagesspiegel.de/kultur/westlicher-blick-auf-arabien-eine-revolution-macht-noch-keinen-fruehling/23236052.html

Mein Kommentar: Diese „Hoffnung“ war von Anfang an nicht mehr als eine Propagandamasche – oder bestenfalls die „Hoffnung“ der geopolitischen Strategiespiele der westlichen Eliten.

(* A P)

Film: UN: Khashoggi wurde Opfer der "außergerichtlichen Hinrichtung"

Der saudische Journalist Jamal Khashoggi wurde Opfer einer "außergerichtlichen Hinrichtung". Das ist die Einschätzung von Agnes Callamard, dem Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für die Bekämpfung von willkürlichen oder willkürlichen Tötungen. Sie zeigt mit dem Finger direkt auf die oberste Ebene der saudischen Führung. Faisal Fahad, der saudische Vertreter des UN-Komitees, sagte, Callamard habe ihren Auftrag mit ihren Kommentaren überschritten. "Bitte geben Sie uns bei diesem offiziellen Treffen keine persönlichen Meinungen", sagte er.

https://www.youtube.com/watch?v=IMb7WCeXExs

Mein Kommentar: Die Saudis sollten hier wohl besser die Klappe halten.

(* A P)

Film: Türkei: Khashoggi Untersuchung mit Saudi wird "schwierig"

Saudi-Arabien hat die Ermordung von Jamal Khashoggi in seinem Konsulat in Istanbul als einen Fehler von Schurkenelementen beschrieben. Sowohl die Türkei als auch Saudi-Arabien führen eigene Ermittlungen durch, aber türkische Regierungsvertreter sagten gegenüber Al Jazeera, dass sich die Zusammenarbeit schwieriger gestaltet. Die Quellen sagten, die Saudis hätten den türkischen Ermittlern den Zugang zu einem Brunnen im Garten des saudischen Generalkonsulats verweigert.

https://www.youtube.com/watch?v=cFSXN5Zp38s

Mein Kommentar: Sicherlich, denn die saudischen Ermittler sind kaum zur Aufklärung, sondern eher zur Vertuschung in Istanbul.

(B P)

Khashoggi-Verlobte im türkischen Fernsehen: "Ich werde diese Angst nie wieder vergessen"

Hatice Cengiz wartete vor dem saudi-arabischen Konsulat in Istanbul, als Jamal Khashoggi das Gebäude am 2. Oktober betrat. In einem Interview spricht die Verlobte des getöteten Journalisten über quälende Tage der Ungewissheit.

Nun hat sich Khashoggis Verlobte, Hatice Cengiz, zu Wort gemeldet. In einem Interview mit dem türkischen Fernsehsender Habertürk berichtete sie, dass Khashoggi mit Erdogan befreundet gewesen sei.

In dem langen und emotionalen TV-Auftritt sagte Cengiz, sie sei in den 25 Tagen, die seit dem Verschwinden vergangen seien, "jeden Tag gestorben".

Vor einem ersten Besuch des Konsulats in der Woche vor seinem Tod sei er sehr besorgt gewesen.

Entgegen früherer Darstellungen sagte Cengiz, Khashoggi sei vor dem zweiten Besuch des Konsulats nicht besorgt gewesen. Eigentlich habe er sogar alleine gehen wollen, aber ein Gefühl habe ihr gesagt, sie müsse mitgehen. Als er dann nicht mehr herausgekommen sei, habe sie Angst bekommen.

"Als ich verstanden habe, was vorgeht, habe ich angefangen zu zittern. Ich hatte unglaubliche Angst. Ich fühlte mich zu schwach zu gehen. Ich werde diese Angst nie vergessen."

http://www.spiegel.de/politik/ausland/jamal-khashoggi-verlobte-spricht-im-tuerkischen-fernsehen-a-1235404.html

und

(B P)

Aus diesem Grund ging Khashoggi beim zweiten Mal unbesorgt in das Konsulat

Als er dann nicht mehr herausgekommen sei, habe sie Angst bekommen. „Als ich verstanden habe, was vorgeht, habe ich angefangen zu zittern. Plötzlich hat mich eine immense Furcht erfasst. Ich fühlte mich zu schwach, zu gehen. Ich werde diese Angst nie vergessen“, sagte sie. 25 Tage seien seitdem vergangen, und sie sei seither „jeden Tag gestorben“.

Hatice Cengiz sagte dem Fernsehender Habertürk: „Ich verlange, dass alle in diese Brutalität Verwickelten – von der niedrigsten bis zur höchsten Ebene – vor Gericht gebracht und bestraft werden.“

Nach mehreren Stunden des Wartens – ihr war nicht erlaubt worden, das Konsulat zu betreten – habe sie beim Empfangsschalter des Konsulats angerufen. Ihr sei gesagt worden, dass niemand mehr da sei.

Danach habe sie mit einem Freund Khashoggis telefoniert, Yasin Aktay, einem Berater des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan.

Cengiz sagte, sie stelle sich bis heute Fragen wegen des Tages, an dem ihr Verlobter verschwunden ist. „Ich habe mich in einer Dunkelheit wiedergefunden, die ich nicht beschreiben kann“, sagte sie.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article182794750/Seine-Verlobte-im-Interview-Aus-diesem-Grund-ging-Khashoggi-beim-zweiten-Mal-unbesorgt-in-das-Konsulat.html

(B P)

Khashoggi-Freund fordert Merkels Hilfe

In BILD spricht Turan Kislakci, einer seiner engsten Freunde und Chef des türkisch-saudischen Medienverbands, über den Fall und sagt, was Kanzlerin Angela Merkel (64, CDU) jetzt tun sollte.

BILD: Welche Konsequenzen muss der Tod von Khashoggi für den Westen haben?

Turan Kislakci: „Ein Fall, der in einem Konsulat passiert, wird die Zuverlässigkeit und Sicherheit in den Konsulaten und Botschaften für den Westen und die Welt sehr beeinflussen. Es wird von der westlichen Welt erwartet, progressiver zu sein, um die Werte – wie Demokratie und die Menschenrechte – zu schützen. Im 21. Jahrhundert darf die Welt nicht ins Mittelalter zurückkehren. Menschen dürfen nicht auf den Straßen oder in den Botschaften getötet werden. Deutschland und der Westen haben eine große Verantwortung.“

„Die EU muss der Welt jetzt zeigen, dass sie dem Fall nachgehen. In diesem Sinne muss alles getan werden, um Mohammed bin Salman und die anderen, die daran beteiligt waren, zu bestrafen. Wir hoffen auf klare Worte von Kanzlerin Angela Merkel und auf echte Konsequenzen. Wenn nichts passiert, werden solche Diktatoren noch weitere Massaker verüben.“

https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/khashoggi-freund-fordert-im-bild-interview-hilfe-von-deutschland-58070970.bild.html

https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/khashoggi-unterstuetzer-wollen-asyl-fuer-familie-in-deutschland-a2686305.html

(* A P)

NEWS-TICKER ZUR BRUTALEN TÖTUNG DES JOURNALISTEN

26. Okt.: 12.32 Uhr: Russland hat im Fall des getöteten Journalisten Jamal Khashoggi keinen Zweifel an der Darstellung Saudi-Arabiens zum Tod des Regierungskritikers. Niemand sollte irgendwelche Gründe haben, den offiziellen Aussagen des saudischen Königs Salman nicht zu glauben

11.38 Uhr: Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat den Besuch eines „hochrangigen saudischen Staatsanwalts“ in der Türkei angekündigt. Er soll an diesem Sonntag ankommen und seinen türkischen Kollegen treffen, der die Tötung des kritischen saudischen Journalisten Jamal Khashoggi im Istanbuler Konsulat des Königreichs untersucht

6.22 Uhr: Der Sohn des getöteten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi hat das Königreich angeblich verlassen und soll in die USA eingereist sein.

25. Okt.: 20.37 Uhr:Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat der Bundesregierung zufolge in einem Telefonat mit dem saudi-arabischen König Salman die Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi „aufs Schärfste“ verurteilt.

19.12 Uhr: Verwandte und Weggefährten des getöteten Journalisten Jamal Khashoggi haben sich am Donnerstag zu einer Mahnwache vor dem saudiarabischen Konsulat im türkischen Istanbul versammelt.

17.07 Uhr: Mit einer Öffentlichkeitsaktion fordert die „Washington Post“ Aufklärung über die Ermordung ihres Kolumnisten Jamal Khashoggi

15.15 Uhr: Nach dem gewaltsamen Tod des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi hat das EU-Parlament einen europaweiten Waffen-Exportstopp nach Saudi-Arabien gefordert.

14.41 Uhr: Das Europaparlament hält nach der Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi eine Verwicklung des saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman für wahrscheinlich.

https://www.merkur.de/politik/jamal-khashoggis-leiche-in-tuerkei-merkel-verurteilt-toetung-erdogan-bekommt-besuch-news-ticker-zr-10345943.html

(* A P)

Russland glaubt Saudi-Arabien im Fall Khashoggi

Russland hat im Fall des getöteten Journalisten Jamal Khashoggi keinen Zweifel an der Darstellung Saudi-Arabiens zum Tod des Regierungskritikers. Niemand sollte irgendwelche Gründe haben, den offiziellen Aussagen des saudischen Königs Salman nicht zu glauben, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Freitag in Moskau. „Der Rest ist eine Frage der Ermittlungen.“ Riad habe die Tat verurteilt und eine Untersuchung zu dem Vorfall angekündigt. „Das begrüßen wir.“

Nach Angaben des Kremls war der Tod des Journalisten Gegenstand eines Telefonats des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit König Salman.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/russland-glaubt-saudi-arabien-im-fall-khashoggi-15858061.html

(A P)

TSCHECHIEN REAGIERT AUF FALL KHASHOGGI

Die Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi hat auch in Tschechien Bestürzung ausgelöst. Prag hat daher eine erste Maßnahme angekündigt. Einige Politiker fordern aber sogar einen Stopp von Waffenlieferungen an Saudi-Arabien.

https://www.radio.cz/de/rubrik/tagesecho/tschechien-reagiert-auf-fall-khashoggi

(A P)

Österreich fordert europaweiten Stopp von Waffenexporten nach Saudi-Arabien

Nach der Tötung des saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi fordert die österreichische EU-Ratspräsidentschaft die Mitgliedstaaten zu einem Waffenexportstopp nach Saudi-Arabien auf. „Vor allem der schreckliche Krieg im Jemen und die Katar-Krise sollten uns Anlass sein, als Europäische Union gegenüber Saudi-Arabien endlich gemeinsam zu handeln. Wenn wir als gesamte EU Waffenlieferungen nach Saudi-Arabien stoppen, kann das ein Beitrag zur Beendigung dieser Konflikte sein“, sagte Österreichs Außenministerin Karin Kneissl WELT.

https://www.welt.de/print/die_welt/politik/article182739856/Oesterreich-fordert-Exportstopp-fuer-Waffen-an-Saudis.html

(A P)

Altmaier zum Fall Khashoggi und Saudi-Arabien: „Es wird keine Waffenlieferungen geben“

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier unterstützt die Forderung Österreichs nach einem EU-weiten Waffenembargo gegen Saudi-Arabien. Die Europäische Union müsse hier zu einer gemeinsamen Haltung finden, sagte Altmaier im Dlf. Deutschland werde keine Waffen liefern, bis der Fall aufgeklärt sei.

https://www.deutschlandfunk.de/altmaier-zum-fall-khashoggi-und-saudi-arabien-es-wird-keine.694.de.html?dram:article_id=431548

(* A P)

CIA-Chefin soll Audiodatei mit Khashoggi-Tötung geprüft haben

Die Türkei soll im Besitz einer Tonbandaufnahme sein, auf der die Tötung Jamal Khashoggis zu hören ist. Laut Medienberichten hat Ankara diese nun der CIA-Direktorin präsentiert.

Es könnte das entscheidende Beweisstück im Fall Jamal Khashoggi sein: Die türkischen Behörden sollen im Besitz einer Tonbandaufnahme sein, die die Tötung an dem saudi-arabischen Journalisten dokumentiert. Die Existenz dieser Aufnahme ist nicht belegt. Nun aber berichten die "Washington Post" und Reuters unter Berufung auf nicht genannte Quellen, dass die türkische Regierung der CIA-Direktorin Gina Haspel die Audiodatei vorgespielt haben soll.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/jamal-khashoggi-tuerkei-soll-cia-chefin-audiodatei-von-der-toetung-gezeigt-haben-a-1235048.html

(* A P)

Tötung Khashoggis: Saudis gehen jetzt von Vorsatz aus

Wende im Fall Khashoggi: Der saudische Generalstaatsanwalt bewertet die Tötung des Journalisten als vorsätzlich geplante Tat. Türkische Ermittler hätten entsprechende Informationen übergeben.

Der Generalstaatsanwalt Saudi-Arabiens hat unter Berufung auf die türkischen Ermittlungen die Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi als eine vorsätzlich geplante Tat bezeichnet. Die türkischen Ermittler hätten entsprechende Informationen übergeben, teilte die Generalstaatsanwalt des Königreichs mit, wie die staatliche Nachrichtenagentur SPA berichtete.

Die bisher von Riad offiziell verbreitete Version zu dem Todesfall besagt, dass Khashoggi bei einem "Faustkampf" im saudischen Konsulat in Istanbul zu Tode gekommen sei.

Zunächst wochenlang Dementi

https://www.tagesschau.de/ausland/khashoggi-vorsaetzliche-toetung-101.html

und

(* A P)

Nun spricht auch die Staatsanwaltschaft in Riad von „vorsätzlicher Tötung“

Der Generalstaatsanwalt in Riad hat die Tötung des Journalisten als eine vorsätzlich geplante Tat bezeichnet.

Der Generalstaatsanwalt Saudi-Arabiens hat unter Berufung auf die türkischen Ermittlungen die Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi als eine vorsätzlich geplante Tat bezeichnet. „Die Informationen der türkischen Behörden legen nahe, dass das Handeln der Verdächtigen im Fall Khashoggi vorsätzlich war“, hieß es in einer von der staatlichen saudi-arabischen Nachrichtenagentur am Donnerstag veröffentlichten Erklärung der Staatsanwaltschaft.

https://www.welt.de/politik/ausland/article182696212/Jamal-Khashoggi-Nun-spricht-auch-die-Staatsanwaltschaft-in-Riad-von-vorsaetzlicher-Toetung.html

und Film von n-tv: https://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Saudi-Arabien-vollzieht-erstaunliche-Wende-article20689452.html

(* A P)

Newsticker

26. Oktober: 12.53 Uhr:Nun gibt es genauere Informationen zur Haltung der saudi-arabischen Strafermittler zum Fall Khashoggi: Der Generalstaatsanwalt Saudi-Arabiens hat unter Berufung auf die türkischen Ermittlungen die Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi als eine vorsätzlich geplante Tat bezeichnet

12.40 Uhr: Offenbar gibt es nun auch aus Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad brisante Neuigkeiten zum Fall Khashoggi: Die dortige Staatsanwaltschaft sieht offenbar „Vorsatz“ bei der Tötung des Journalisten.

09.32 Uhr: Bei der großen Investorenkonferenz in Saudi-Arabien ist Kronprinz Mohammed bin Salman an der Seite des libanesischen Regierungschefs Saad Hariri aufgetreten - und hat über "Gerüchte zur Entführung" Hariris gespöttelt.

09.30 Uhr: Die türkische Regierung hat CIA-Direktorin Gina Haspel während ihres Türkei-Besuchs offenbar die Audioaufnahmen vom Mord an dem saudischen Journalisten Jamal Khashoggi vorgespielt. Das berichtete die „Washington Post“ in der Nacht zu Donnerstag unter Berufung auf nicht genannte Quellen

08.46 Uhr: Die Bundespolizei hat Schulungen für den audi-arabischen Grenzschutz vorerst ausgesetzt. „Seit Oktober finden keine Trainingsmaßnahmen statt“, teilte das Bundesinnenministerium am Donnerstagmorgen in Berlin mit.

25. Oktober: 17.11 Uhr: Der in der Khashoggi-Affäre unter Druck geratenen saudische Kronprinz Mohammed bin Salman hat den gewaltsamen Tod des Journalisten als „abscheulichen Vorfall“ bezeichnet. Die Tat sei durch nichts zu rechtfertigen und „schmerzhaft“ für alle Saudis, sagte der Thronfolger am Mittwoch bei einer internationalen Investorenkonferenz in der saudischen Hauptstadt Raid. Saudi-Arabien unternehme alle Schritte, um die Ermittlungen in dem Fall abzuschließen und die „Verbrecher“ vor Gericht zu bringen.

14.29 Uhr: Saudische Behörden haben der Türkei bei der Suche nach Spuren des getöteten Journalisten Jamal Khashoggi den Zugang zu einem Brunnen im Garten des Konsulats verwehrt. Die türkischen Ermittler hätten bei der Durchsuchung vergangene Woche auch den Brunnen inspizieren wollen, hätten aber dazu keine Erlaubnis erhalten, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf Sicherheitskreise.

14.26 Uhr: Vor dem Hintergrund des Falls Khashoggi spricht sich eine Mehrheit der Bundesbürger einer Umfrage zufolge dafür aus, dass deutsche Unternehmen grundsätzlich keine Geschäfte mit der saudi-arabischen Regierung machen sollten. 65 Prozent der Befragten äußerten sich in einer Civey-Erhebung für die „Welt“ entsprechend. Gut jeder Fünfte (22 Prozent) sieht hingegen keine Probleme.

https://www.merkur.de/politik/tuerkei-news-zu-jamal-khashoggi-saudische-staatsanwaltschaft-vermutet-vorsaetzliche-toetung-zr-10345943.html

(A P)

Film: Trauerkundgebung für Khashoggi vor Konsulat in Istanbul

Vor dem saudiarabischen Konsulat in Istanbul haben sich zahlreiche Menschen versammelt, um um den getöteten Journalisten Jamal Khashoggi zu trauern.

https://wize.life/themen/video/86797/trauerkundgebung-fuer-khashoggi-vor-konsulat-in-istanbul

(*A P)

Khashoggis Sohn hat Saudi-Arabien verlassen

Der Sohn des getöteten saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi hat das Königreich nach Aufhebung einer Ausreisesperre verlassen und ist mittlerweile offenbar in den USA gelandet.

„Salah und seine Familie befinden sich jetzt in einem Flugzeug nach Washington DC“, hatte zuvor Sarah Leah Whitson von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch mitgeteilt.Laut CNN habe Salah bin Jamal Khashoggi sowohl die saudische Staatsbürgerschaft als auch die der USA.

https://www.bild.de/politik/2018/politik/nach-ausreisesperre-khashoggis-sohn-hat-saudi-arabien-verlassen-58048808.bild.html

(B P)

Der Fall Khashoggi-Eine Chronologie

was bisher geschah (bis zum 25. Okt.)

https://www.zdf.de/nachrichten/heute/fall-khashoggi-eine-chronologie-100.html

(? B P)

Audio: Der Fall Khashoggi: Ein Mordkomplott wie aus einem Agententhriller

https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/podcast-bild-direkt-der-fall-khashoggi-58037896.bild.html

(* B P)

Sein Wort ist Gesetz: Wie der Saudi-Prinz im Fall Khashoggi trotzdem angeklagt werden kann

Der Kronprinz mag glauben, dass ihn der Arm des Gesetzes nicht erreichen kann – doch damit könnte er falsch liegen, wie ein Bericht der „Washington Post“ zeigt. „MbS“, wie er auch genannt wird, könnte für seine mutmaßliche Verwicklung in den Mord am regimekritischen Khashoggi durchaus zur Rechenschaft gezogen werden.

Das wäre jedoch alles andere als leicht, sagt Stephen Rapp, von 2009 bis 2015 Sonderbotschafter für das Thema Kriegsverbrechen im US-Außenministerium, der Zeitung. Auf diesem Posten war er der Verbindungsmann der US-Regierung zu internationalen Gerichten, die sich etwa mit Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit beschäftigen.

Der Jurist ist damit ein Kenner amerikanischer wie internationaler Justiz und Strafverfolgung. Er ist sich sicher: Sollte sich herausstellen, dass Mohammed bin Salman an der Tat beteiligt war, wäre es trotz der Schwierigkeiten möglich, dem Kronprinzen den Prozess zu machen.

https://www.focus.de/politik/ausland/mohammed-bin-salman-sein-wort-ist-gesetz-wie-der-saudi-prinz-im-fall-khashoggi-trotzdem-vor-gericht-gezerrt-werden-kann_id_9795485.html

(* B P)

Film: Trump wird Saudi-Prinz im Fall Kashoggi nicht bestrafen

Michael Lüders bei Markus Lanz

https://www.focus.de/politik/ausland/nahost-experte-bei-markus-lanz-trump-wird-saudi-prinz-im-fall-kashoggi-nicht-bestrafen_id_9794410.html

(* B P)

Fall Khashoggi: Was Saudi-Arabien jetzt drohen könnte

Ermittlungen der Türkei, Sanktionen der USA, Rüstungsexport-Debatte in Europa: Nach dem mutmaßlichen Mord an Jamal Khashoggi sucht der Westen eine angemessene Antwort - spricht aber nicht mit einer Stimme.

Die Bundesregierung ist sich laut Kanzlerin Angela Merkel und Vizekanzler Olaf Scholz einig, dass es vorerst keine Waffenexporte nach Saudi-Arabien geben soll. Außenminister Heiko Maas kündigte an, auch bereits genehmigte Lieferungen noch einmal zu prüfen. Das Königreich ist derzeit der zweitbeste Kunde der deutschen Rüstungsindustrie (lesen Sie hier mehr über die deutschen Waffengeschäfte).

Anders als Deutschland plant Spanien bislang keinen Exportstopp für Rüstungsgüter. Die regierenden Sozialdemokraten stimmten im Parlament sogar mit der oppositionellen konservativen Volkspartei, um einen entsprechenden Antrag zu verhindern.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wich Fragen zu einem Stopp der Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien aus. Auch die beiden größten Lieferanten der Saudis, die USA und Großbritannien, wollen von einem Exportstopp bislang nichts wissen.

[und Überblick]

http://www.spiegel.de/politik/ausland/jamal-khashoggi-was-saudi-arabien-jetzt-drohen-koennte-a-1234859.html

(* A P)

Erdogan spricht von neuen Beweisen im Fall Khashoggi

Im Fall des getöteten Jamal Khashoggi reist jetzt der Chefankläger Saudi-Arabiens in die Türkei. Der türkische Präsident Erdogan kündigt neue Beweise an.

Im Fall des getöteten saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi wird der Chefankläger Saudi-Arabiens am Sonntag in der Türkei erwartet, um sich mit den türkischen Ermittlern auszutauschen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte am Freitag in Ankara, Riad entsende den Generalstaatsanwalt in die Türkei. Die Ermittler seines Landes hätten überdies neue Beweise in dem Fall gesammelt.

Al-Muadschab wird demnach seinen türkischen Kollegen Irfan Fidan in Istanbul treffen. "Es ist nicht so, dass wir keine weiteren Informationen, weitere Dokumente in unseren Händen hätten", sagte Erdogan.

https://www.tagesspiegel.de/politik/getoeteter-saudischer-journalist-erdogan-spricht-von-neuen-beweisen-im-fall-khashoggi/23234292.html

(* A P)

Fall Khashoggi: Erdogan fordert Aufklärung über Auftraggeber

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan fordert von Saudi-Arabien Aufklärung über die Auftraggeber am Mord an dem in Istanbul getöteten Journalisten Jamal Khashoggi (Dschamal Chaschukdschi). Zudem müsse offengelegt werden, wo sich seine Leiche befinde, sagte Erdogan heute vor Abgeordneten seiner AK-Partei.

Die Regierung in Riad müsse die Identität des „örtlichen Mitarbeiters“ offenlegen, der den Leichnam nach der Tat übernommen habe, verlangte der türkische Präsident. Die Türkei verfüge über mehr Information in dem Fall, als sie bisher freigegeben habe. Am Sonntag werde sich der zuständige türkische Staatsanwalt mit seinem saudi-arabischen Amtskollegen in Istanbul treffen.

https://orf.at/stories/3080301/

(* A P)

Macron will Saudis weiter Waffen verkaufen

Während die österreichische Außenministerin Kneissl eine gemeinsame europäische Linie im Umgang mit Saudi-Arabien anregt, prescht Frankreichs Staatschef Macron im Alleingang vor. Sein Land hält an Rüstungsexporten fest.

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat sich gegen einen Stopp der Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien ausgesprochen. Entsprechende Forderungen im Zusammenhang mit dem Fall Khashoggi seien "reine Demagogie", sagte Macron bei einem Besuch in der slowakischen Hauptstadt Bratislava.

Waffenlieferungen an das Königreich hätten "nichts mit Herrn Khashoggi zu tun", argumentierte der Präsident. "Man darf hier nicht alles durcheinanderbringen."

https://www.n-tv.de/politik/Macron-will-Saudis-weiter-Waffen-verkaufen-article20690934.html

Mein Kommentar: Es geht darum, wie man einen Staat und seine Politik einstuft, dem man Waffen verkauft. Macron hat sich damit positioniert: das Verhalten der Saudis ist noch tolerabel genug. Und an den Jemenkrieg denkt er ohnehin nicht. Mit dieser Aussage verhöhnt er auch noch die Kriegsopfer.

Und

(* A P)

Warum Macron Saudi-Arabien nicht brüskieren will

Trotz Khashoggi-Mords suspendiert Frankreich Waffenverkäufe nicht. Macron will mit Sanktionsvorschlag Zeit gewinnen

Es ist selten, dass der französische Präsident Nerven zeigt. Doch in Sachen Saudi-Arabien ist er derzeit in einer kniffligen Lage: Frankreich, das sich als Nation der Menschenrechte sieht, weiß nicht, wie es auf die Affäre Khashoggi reagieren soll.

Für Frankreich geht es um sehr viel – Geld, Arbeitsplätze und eine nahöstliche Diplomatie, bei der Frankreich hohe Ambitionen hat. Saudi-Arabien ist der größte Erdöllieferant Frankreichs sowie nach Ägypten der zweitgrößte Kunde französischer Rüstungsgüter. Macrons Vorgänger François Hollande hatte mit König Salman sogar eine "strategische Partnerschaft" besiegelt. 2015 brachte sein Premier Manuel Valls aus Riad Aufträge und Abkommen von über zehn Milliarden Euro nach Hause: Patrouillenschiffe und Puma-Helikopter, Satelliten, Wasserbauprojekte in der Wüste und saudische Investitionen in französische Firmen. Im Gegenzug bildet Frankreich an der Militärschule Saint-Cyr saudische Offiziere aus, unter ihnen auch der offenbar am Khashoggi-Mord beteiligte General Ahmed al-Asiri.

Diese Partnerschaft am Golf verspricht den Franzosen nicht nur klingende Münze, sondern hat auch einen politischen Preis.

Verständlich, dass sich Macron da in der Zwickmühle vorkommt. Die Wirtschaftskontakte zwischen Paris und Riad sind mittlerweile so eng, dass sich der französische Präsident gar nicht mehr erlauben kann, die einseitig auf Saudi-Arabien fixierte Nahostdiplomatie seines Landes neu zu definieren.

https://derstandard.at/2000090089110/Warum-Macron-Saudi-Arabien-nicht-brueskieren-will

Mein Kommentar: Die alte Frage von Geld oder Moral. Macron hat sich eindeutig entschieden, wie von ihm nicht anders zu erwarten war. Und der ganze Werte-Westen wird es ebenso tun oder hat schon. Nur Bares ist Wahres.

(A P)

Macron telefoniert mit König Salman - und droht mit Sanktionen

Ein Stopp von Waffenexporten? Davon will Frankreich auch nach dem Fall Khashoggi bisher nichts wissen. In einem Telefonat mit dem saudischen König Salman drohte er aber mit Strafmaßnahmen gegen Riad.

Am Mittwochabend telefonierte er mit dem saudischen König Salman. Danach teilte der Élysée-Palast mit, Frankreich werde nicht zögern, Sanktionen zu verhängen - in Absprache mit seinen Verbündeten. Am Telefon habe Macron demnach seine "tiefe Entrüstung" über das Verbrechen zum Ausdruck gebracht und dessen vollständige Aufklärung gefordert.

Außerdem habe er den König "daran erinnert, welch grundlegenden Stellenwert Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und Bürgerrechte in Frankreich haben".

"Ich wundere mich, dass sich die Debatte nur um die Frage der Waffenlieferungen dreht", sagte Frankreichs Regierungssprecher Benjamin Griveaux am Mittwoch. Das Thema sei umfassender.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/jamal-khashoggi-emmanuel-macron-droht-saudi-arabien-mit-sanktionen-a-1235023.html

Mein Kommentar: Mit dem Säbel rasseln, um ihn nicht ziehen zu müssen. Welche Scheinheiligkeit in der Aussage von Griveaux steckt! Mit dem Ende der Waffenexporte könnte man mehr erreichen als durch Showeffekte.

(A P)

Welches Geheimnis birgt der schwarze Saudi-Mercedes?

Türkische Sicherheitskräfte nehmen derzeit einen schwarzen Mercedes ins Visier, der angeblich zum saudischen Konsulat gehören soll.

Die türkische Polizei hatte den Wagen mit dem grünen Konsulats-Kennzeichen bereits am Montag in einer Tiefgarage in Istanbul gefunden und bei der Staatsanwaltschaft sowie dem saudischen Konsulat die Genehmigung erbeten, das Fahrzeug durchsuchen zu dürfen. Die Tiefgarage befindet sich rund 15 Kilometer vom saudischen Konsulat entfernt, am nördlichen Stadtrand von Istanbul.

Einem Bericht der türkischen Zeitung „Hürriyet“ soll das Fahrzeug am 7. Oktober, also fünf Tage nach dem Mord, in der Tiefgarage abgestellt worden sein. Dies erfuhr die Zeitung von einem Mitarbeiter des Parkhauses. Weiter heißt es, dass der Wagen am Tag der Mordtat vor dem saudischen Konsulat gesehen wurde. Wenige Tage später soll ein Mitarbeiter des Konsulats den Mercedes in das Parkhaus gefahren und dort abgestellt haben.

Am 18. Oktober, also über zwei Wochen nach dem Khashoggi-Mord, soll dieser Mitarbeiter erneut in das Parkhaus gekommen sein – diesmal jedoch in einem BMW. Angeblich soll er drei Koffer aus dem BMW geholt und im geparkten Mercedes verstaut haben, bevor er die Tiefgarage wieder verließ.

https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/mordfall-khashoggi-welches-geheimnis-birgt-schwarzer-saudi-mercedes-58011262.bild.html

(* A P)

Der saudische Kronprinz bricht sein Schweigen im Fall Khashoggi

Eine «grosse Überraschung» versprach ein saudischer Diplomat im Vorfeld des Auftritts von MBS, wie der Kronprinz in Saudiarabien genannt wird. Diese gab es dann auch zumindest teilweise, als der Kronprinz am späten Nachmittag die Bühne der Investorenkonferenz in Riad betrat. Der Mord an Khashoggi Anfang Oktober sei eine abscheuliche Tat, sagte der Kronprinz. «Das Verbrechen ist für alle Saudi schmerzhaft, und ich glaube, es ist für alle Menschen auf der Welt schmerzhaft.» Das Verbrechen könne durch nichts gerechtfertigt werden. Die saudische Justiz werde alle nötigen Schritte ergreifen und die Täter zur Rechenschaft ziehen. Kritiker dürfte dies kaum überzeugen, machte der starke Mann am Hof damit doch deutlich, dass er sich selbst nicht in der Verantwortung sieht. Vielmehr distanzierte er sich von den mutmasslichen Tätern.

Die eigentliche Überraschung war, was MBS über die Türkei und deren Präsidenten sagte. Der Kronprinz lobte die Zusammenarbeit zwischen den türkischen und saudischen Ermittlern – und er lobte Erdogan.

Die Verantwortung für die derzeitigen Spannungen gab er ungenannten Dritten, so wie man es im Nahen Osten gerne tut, wenn Regierungen ihre Differenzen unter den Teppich kehren wollen.

In der Türkei haben Kommentatoren aus dem Umfeld des türkischen Präsidentenpalasteskein Geheimnis daraus gemacht, dass Erdogan die Ermittlungen in dem Mordfall nutzt, um seinen jungen Rivalen im Kampf um die Köpfe und Herzen der Sunniten in die Knie zu zwingen.

https://www.nzz.ch/international/fall-khashoggi-der-saudische-kronprinz-bricht-sein-schweigen-ld.1430922

https://www.nzz.ch/international/fall-khashoggi-der-saudische-kronprinz-bricht-sein-schweigen-ld.1430922?reduced=true

siehe auch Film

(* A P)

Prinz bin Salman verurteilt und gerät selbst in Verdacht

Saudi-Arabien gibt überhaupt erst unter massivem Druck den Tod des Journalisten Jamal Khashoggi zu und liefert eine hanebüchene Erklärung nach der anderen. Nun verurteilt Prinz bin Salman nach harscher Kritik das "abscheuliche Tat". Deutlich wird unterdessen auch Trump.

https://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Prinz-bin-Salman-verurteilt-und-geraet-selbst-in-Verdacht-article20687012.html

(* A P)

Newsblog zum Fall Khashoggi

20.45 Uhr: Merkel fordert von saudischem König Aufklärung zu Khashoggi-Tötung++

19.11 Uhr: Weggefährten von Khashoggi versammeln sich zu Mahnwache in Istanbul++

Verwandte und Weggefährten des getöteten Journalisten Jamal Khashoggi haben sich am Donnerstag zu einer Mahnwache vor dem saudiarabischen Konsulat im türkischen Istanbul versammelt.

12.41 Uhr: Auch Saudi-Arabien spricht nun von vorsätzlicher Tötung ++

Der regierungskritische Journalist Jamal Khashoggi ist nach Angaben eines saudi-arabischen Staatsanwalts vorsätzlich getötet worden. Die Untersuchungen würden nun auf Basis der Erkenntnisse fortgesetzt, die von der gemeinsamen Ermittlungsgruppe gewonnen worden seien, sagte er dem staatlichen Sender al-Echbarija.

09.52 Uhr: Saudi-Kronprinz scherzt über entführten Libanon-Premier ++

Mohammed bin Salman hat einen sonderbaren Humor. Bei der großen Investorenkonferenz in Riad erlaubte sich der saudiarabische Kronprinz einen zweifelhaften Scherz auf Kosten seines Gastes, des libanesischen Regierungschefs Saad Hariri – jenem Hariri, der vor Jahresfrist in Riad festgesetzt worden war und völlig überraschend seinen Rücktritt erklärt hatte – mutmaßlich auf Druck der Scheichs. Erst auf Initiative Frankreichs entschloss sich Hariri damals, im Amt zu bleiben.

Donnerstag, 06.32 Uhr: Macron telefoniert mit saudischem König – und droht ++

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron hat in einem Telefonat mit dem saudischen König Salman die Sanktionsdrohung gegen die Beschuldigten im Fall Khashoggi bekräftigt.

Mittwoch, 17.38 Uhr: Bin Salman nennt Khashoggis Tod "abscheulichen Vorfall" ++

Kronprinz Mohammed bin Salman hat sich nun auch bei der Investorenkonferenz in der saudischen Hauptstadt Riad zum Fall Khashoggi geäußert. Der Thronfolger bezeichnete den gewaltsamen Tod des Journalisten als "abscheulichen Vorfall".

https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/internationale-politik/id_84659732/fall-khashoggi-saudi-kronprinz-scherzt-ueber-entfuehrten-libanon-premier.html

(A P)

Khashoggi: Frankreich würde Sanktionen unterstützen

Frankreich hat Bereitschaft signalisiert, „internationale Sanktionen“ gegen „die Schuldigen“ im Fall des getöteten Journalisten Jamal Khashoggi (Dschamal Chaschukdschi) zu unterstützen. Präsident Emmanuel Macron habe gegenüber Saudi-Arabiens König Salman seine „tiefe Empörung über das Verbrechen“ zum Ausdruck gebracht, sagte der Elysee-Palast nach einem Telefonat der beiden Staatsoberhäupter gestern.

Macron habe Salman zudem aufgefordert, die Umstände, die „zu diesem Drama“ geführt hätten, genau zu beleuchten.

Auch Großbritanniens Premierministerin Theresa May telefonierte mit Salman und forderte ihn „nachdrücklich“ dazu auf, mit der türkischen Ermittlung im Fall Khashoggi zu kooperieren, wie ihr Büro mitteilte. May halte die bisherige Erklärung Saudi-Arabiens nicht für glaubwürdig. Es bleibe „eine dringende Notwendigkeit zu ergründen, was genau passiert ist“, so ein Sprecher.

https://orf.at/stories/3078023/

(* B P)

Perthes: Fall Khashoggi ist zum Wendepunkt geworden

Es sei erstaunlich, dass Saudi-Arabien wegen des Mordes an einem einzelnen Menschen am Pranger stehe – wohingegen das Agieren des Landes im Jemen-Krieg seit Jahren kaum Kritik hervorrufe, sagte Volker Perthes von der Stiftung Wissenschaft und Politik. Erst seit dem Fall Khashoggi werde die Beziehung zu dem Land überdacht.

Perthes: Man kann sich da vieles überlegen. Es ging sicherlich darum, einen Kritiker nicht nur mundtot zu machen, sondern im wahrsten Sinne des Wortes zum Schweigen zu bringen. Das gehört, wenn man so will, nicht eigentlich zur Tradition saudischer Politik, Kritiker umzubringen, und ich glaube, man kann sich schon vorstellen, wenn wir einen anderen Präsidenten im Weißen Haus in Washington hätten, egal ob Barack Obama oder George W. Bush, dass die Saudis dann vorsichtiger gewesen wären.

Perthes: Ja, es ist eigentlich erstaunlich, dass Saudi-Arabien plötzlich wegen eines Mordes, egal wer letztendlich dafür verantwortlich war, am Pranger steht und nicht wegen des seit Jahren anhaltenden Jemen-Krieges, der mindestens so viel Kritik notwendig hat. Hier sterben jeden Tag Leute, hier ist die größte humanitäre Katastrophe menschengemacht worden, und das ist weitgehend toleriert worden, oder nur leicht gelegentlich kritisiert worden. Aber mittlerweile ist der Fall Jamal Kashoggi zum Auslöser geworden, um sich Saudi-Arabien und seine Politik sehr viel deutlicher anzugucken, und das hat kulminiert jetzt in dieser Veranstaltung, dem Wirtschaftsforum, wo plötzlich ganz viele internationale Beamte, Minister, aber auch Wirtschaftsführer sagen, in diesem Moment wollen wir nicht mit Saudi-Arabien assoziiert werden.

Perthes: Wir haben grundsätzlich, glaube ich, kein Interesse im Westen daran, dass die ohnehin heftigen Krisen und Konkurrenzen – wir haben ja auch noch das Verhältnis Saudi-Arabien/Iran und interessant ist, dass die Iraner sich auch gerade sehr zurückhalten –, wir haben sicherlich kein Interesse daran, dass die Krisen sich noch weiter ausweiten. Erdogan spielt seine Karten sehr gut. Er hat hier, zynisch gesprochen, ein sehr gutes Blatt in der Hand. Er nutzt es, um Druck auf Saudi-Arabien auszuüben. Niemand spricht heute über Journalisten in der Türkei und deren Freiheiten oder Probleme, sondern man spricht darüber, was einem saudischen Journalisten in der Türkei geschehen ist.

https://www.deutschlandfunk.de/verhaeltnis-zu-saudi-arabien-perthes-fall-khashoggi-ist-zum.694.de.html?dram:article_id=431339

(* B P)

Die Saudis und der Fall Khashoggi: Ungebremste Dummheit

Was der saudische Kronprinz anfasst, gerät zum Desaster - aktuell zu sehen im Fall Khashoggi. Von allen ethischen Abgründen einmal abgesehen: Wie kann sich ein Herrscherhaus derart lächerlich machen?

Was Mohammed bin Salman , kurz MbS, in den vergangenen Jahren außenpolitisch so angestellt hat, geriet jedesmal zu einem Desaster mit Ansage: angefangen beim Krieg im Jemen.

Wie kann man sich so lächerlich machen?

Und nun die mutmaßliche Ermordung Jamal Khashoggis im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul. Sie ließ sich weder ignorieren noch leugnen, denn man hatte dem Mann ja extra einen Termin gegeben, zu dem er kam, aber nie wieder ging. Zu dem aber, gut zu sehen auf den Bildern der türkischen Überwachungskameras (die eigenen waren alle just ausgefallen), auch das 15-köpfige Empfangskomitee anreiste, das laut türkischen Angaben einen hochrangigen Forensiker nebst Knochensäge umfasste.

Was wiederum die nach tagelangen Totaldementis nachgeschobenen Halbgeständnisse aus Riad umgehend der Lächerlichkeit preisgab, der 59-jährige Khashoggi sei wahlweise bei einem unerwarteten Handgemenge oder im Würgegriff eines Schergen aus der Entourage von MbS gestorben.

Auch der von einem Fernsehteam am Konsulatseingang gefilmte Putztrupp, der just vor den türkischen Ermittlern kam, womöglich um rasch noch die gröbsten Spuren zu beseitigen, wirft dieselbe Frage auf, die sich nach allen diesen Aktionen von selbst stellt: Wie kurzsichtig kann man sein?

Warum verrennt sich ein Staatsapparat, wenn auch ein monarchischer, ein ums andere Mal so dermaßen fatal?

Viel ist in den vergangenen Tagen geschrieben worden über die ethischen Abgründe der Tötung Khashoggis, völlig zu Recht. Aber es gibt dabei noch ein Kernelement der Entscheidungsfindung, das jenseits moralischer Bewertungen liegt. Eines, das gelegentlich erwähnt wurde, wenn die Vertuschungsmanöver einfach zu unglaublich wurden, aber dessen offenbar zentrale Bedeutung für MbS' Vorstöße leicht unterschätzt wird: Dummheit. Unfassbare, ungebremste Dummheit.

Wobei die Ursache solch strafloser Machtwillkür, wo offenbar gar nichts vom Ende her gedacht wird, auch in der biographischen Hypothek des Königreichs liegt: Alle Prinzen der jüngeren Generation sind in der absoluten Gewissheit aufgewachsen, dass die Welt ihnen zu Füßen liegt und im wesentlichen aus Angestellten besteht, abzüglich einiger Todfeinde. Das Leben in dieser goldenen Blase, in der hochbezahlte PR-Beraterihrem Auftraggeber ständig soufflieren, wie großartig seine Ideen seien, lässt den Wahnsinn wuchern – von Christoph Reuter

http://www.spiegel.de/politik/ausland/jamal-khashoggi-die-saudis-agieren-grausam-und-unfassbar-kurzsichtig-a-1234624.html

(* A P)

Der Fall des getöteten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi im News-Ticker:

15.02 Uhr: Saudische Behörden haben der Türkeibei der Suche nach Spuren des getöteten Journalisten Jamal Khashoggi den Zugang zu einem Brunnen im Garten des Konsulats verwehrt. Die türkischen Ermittler hätten bei der Durchsuchung vergangene Woche auch den Brunnen inspizieren wollen, hätten aber dazu keine Erlaubnis erhalten, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Mittwoch, 24. Oktober, 14.09 Uhr: Nach den USA belegt auch Großbritannien Verdächtige im Fall des getöteten saudiarabischen Jourmalisten Jamal Khashoggi mit Einreisesperren. Den saudiarabischen Verdächtigen in dem Fall werde das Visum entzogen

https://www.focus.de/politik/ausland/fall-khashoggi-im-news-ticker-london-entzieht-mordverdaechtigen-das-visum_id_9794791.html

Mein Kommentar: Nun, auch so weiß man wenigstens, dass im Brunnen etwas sein muss… Kopf? Ein Bein? Ein Arm?

(* A P)

Newsticker

12.20 Uhr: Anmutende PR für den Kronprinzen. Das saudi-arabische Außenministerium veröffentlichte am Dienstagabend Fotos, auf denen König Salman und Kronprinz Mohammed bin Salman enge Verwandte des ermordeten Journalisten Jamal Khashoggi treffen. Nach Angaben der saudischen Nachrichtenagentur SPA empfing die Saudi-Spitze Khashoggis Bruder Sahl sowie seinen Sohn Salah im Königspalast in Riad, um ihnen zu kondolieren.

Nach saudischen Angaben hätten sich Khashoggis Bruder Sahl und Sohn Salah für die Beileidsbekundung bedankt. Was während dieses Treffens tatsächlich in den beiden vorging, lässt sich nur erahnen. Der Blick von Khashoggis Sohn wirkt auf den Bildern mindestens kühl.

Jamal Khashoggi in Türkei getötet: Auch CIA kennt nun Video- und Audioaufnahmen

11.12 Uhr: Die Türkei hat die CIA-Chefin Gina Haspel laut einer türkischen Zeitung über die Ermittlungen zur Tötung des saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi informiert. Die regierungsnahe Zeitung "Sabah" berichtete am Mittwoch, der türkische Geheimdienst MIT habe Haspel bei einem Besuch in Ankara "Video- und Audioaufnahmen" gezeigt und mit ihr die bei der Durchsuchung des saudiarabischen Konsulats und der Residenz des Konsuls gesammelten Beweise geteilt.

Türkische Medien berichten seit Wochen, dass die Ermittler über Ton- und Bildaufnahmen aus dem Konsulat verfügen, welche die Tötung des "Washington Post"-Kolumnisten am 2. Oktober belegen. Die Regierung in Ankara hat dies bisher aber nicht bestätigt, und auch Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Existenz solcher Aufnahmen in seiner Rede zum Fall Khashoggi am Dienstag nicht erwähnt. Sollten solche Aufnahme existieren, so ist unklar, wie die Ermittler daran gelangten.

10.47 Uhr: EU-Ratspräsident Tusk hat im Fall des getöteten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi vorbehaltlose Aufklärung gefordert.

10.40 Uhr:US-Präsident Donald Trump schließt nicht mehr völlig aus, dass der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman über die Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi informiert war. Der Prinz führe derzeit in Saudi-Arabien in zunehmendem Maße die Regierungsgeschäfte, sagte Trump in einem am Dienstagabend (Ortszeit) veröffentlichten Interview der konservativen Zeitung „Wall Street Journal“. „Er hat das Sagen, und wenn es also irgendjemand gewesen wäre, dann er.“ Er glaube nicht, dass König Salman vorab über die Tötung informiert worden sei, so Trump.

https://www.merkur.de/politik/tuerkei-jamal-khashoggi-getoetet-donald-trump-erhebt-schweren-vorwurf-news-ticker-zr-10345943.html

und weiterer Newsticker

(* A P)

Newsblog zum Fall Khashoggi

++ 11.25 Uhr: CIA-Chefin soll Mordaufnahmen gesehen haben ++

Die Türkei hat die CIA-Chefin Gina Haspel laut einer türkischen Zeitung über die Ermittlungen zur Tötung des saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi informiert. Die regierungsnahe Zeitung "Sabah" berichtete am Mittwoch, der türkische Geheimdienst MIT habe Haspel bei einem Besuch in Ankara Video- und Audioaufnahmen gezeigt und mit ihr die bei der Durchsuchung des saudiarabischen Konsulats und der Residenz des Konsuls gesammelten Beweise geteilt.

++ 11.24 Uhr: Tusk: Heuchelei würde Schande über die EU bringen ++

EU-Ratspräsident Donald Tusk hat im Fall des getöteten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi vorbehaltlose Aufklärung gefordert.

++ Mittwoch, 9.45 Uhr: Trump nennt Tod von Khashoggi "schlechteste Vertuschung der Geschichte" ++

++ 18.42 Uhr: Milliardendeals bei Investorenkonferenz in Riad ++

Ungeachtet der Entwicklungen im Fall des getöteten Journalisten Jamal Khashoggi werden bei der Investorenkonferenz in Riad Milliardendeals geschlossen. Am Dienstag wurden laut Reuters Aufträge im Umfang von mehr als 50 Milliarden Dollar unterzeichnet. "Großartig, mehr Leute mehr Geld", feierte Kronprinz Mohammed bin Salman die Vertragsabschlüsse.

++ 18.07 Uhr: Khashoggis Computer gefunden? ++

Türkische Ermittler haben einem Medienbericht zufolge bei der Durchsuchung eines saudiarabischen Diplomatenfahrzeugs in Istanbul persönliche Gegenstände des getöteten Journalisten gefunden. In zwei Koffern in einem Fahrzeug mit saudiarabischem Diplomatenkennzeichen seien unter anderem ein Computer und Dokumente Khashoggis verstaut gewesen, berichtete der Sender CNN Turk.

Auch andere Medien berichteten von dem Fund, betonten aber, dass es zunächst keine offizielle Bestätigung dafür gab, dass die sichergestellten Unterlagen tatsächlich Khashoggi gehörten.

https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/internationale-politik/id_84659732/newsblog-zum-fall-khashoggi-milliardendeals-bei-investorenkonferenz-in-riad.html

(* A P)

So eiskalt lief das Scheich-Treffen mit Khashoggis Sohn

Diese Bilder sind zum Schaudern!

Das saudi-arabische Außenministerium verbreitet Fotos, auf denen König Salman und Kronprinz Mohammed bin Salman enge Verwandte des ermordeten Journalisten Jamal Khashoggi treffen. Nach Angaben der saudischen Nachrichtenagentur SPA empfing die Saudi-Spitze Khashoggis Bruder Sahl sowie seinen Sohn Salah im Königspalast in Riad, um ihnen zu kondolieren.

Nach saudischen Angaben hätten sich Khashoggis Bruder Sahl und Sohn Salah für die Beileidsbekundung bedankt. Was während dieses Treffens tatsächlich in den beiden vorging, lässt sich nur erahnen. Ein Foto zeigt den eiskalten Gesichtsausdruck des Khashoggi-Sohns beim Händedruck mit Kronprinz Mohammed bin Salman.

Klar ist nur, dass das saudische Königshaus das Treffen auch zu PR-Zwecken nutzen wollte. Ein Fotograf sowie ein Kameramann waren bei der Beileidsbekundung anwesend, kurz danach wurden die Bilder veröffentlicht.

Auf Twitter teilte das saudische Außenministerium mit, König Salman hätte den Verwandten von Jamal Khashoggi sein „tiefstes Beileid“ ausgesprochen – „Gott möge seine Seele ruhen lassen“. (Fotos)

https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/nach-dem-mord-so-eiskalt-lief-das-scheich-treffen-mit-khashoggis-sohn-57997752.bild.html = https://www.handelsblatt.com/politik/international/getoeteter-journalist-kronprinz-kondoliert-familie-khashoggi-sohn-und-bruder-im-koenigspalast/23220638.html?ticket=ST-3878718-dzvfuEP36N1SxzTNfotg-ap2

hier die Fotos auf dem Twitter-Account des saudischen Aussenministeriums, nicht gelöscht: https://twitter.com/KSAmofaEN/status/1054727584016224259

und

(* A P)

Bizarres Kondolieren: Saudi-Prinz lädt Khashoggi-Sohn vor

Nach der Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi im saudiarabischen Konsulat in Istanbul steht das Königshaus in Riad unter großem Druck. In einer bizarren Medienaktion wurden am Dienstag Khashoggis Bruder Sahl und sein Sohn Salah vom Kronprinzen Mohammed bin Salman in den Palast zitiert. Dort mussten sie sich für die Kameras und Filmteams von der königlichen Familie kondolieren lassen. Ein auch für arabische Gebräuche einzigartiger Vorgang. Viele kommentierten: Einen solchen "Kniefall" hat das stolze saudische Königshausnoch nie nötig gehabt.

https://kurier.at/politik/ausland/fall-khashoggi-usa-kuendigen-erste-sanktionen-gegen-saudi-arabien-an/400154202

Film: https://www.youtube.com/watch?v=UXy8n_Bvghk

Und

(* A P)

Der Handschlag zwischen dem saudischen Kronprinzen und dem Sohn Khashoggis ist zynisch

Auf einem Foto, das die SPA veröffentlichte, ist zu sehen, wie sich Salah Khashoggi, ein Sohn des Ermordeten, von Mohammed bin Salman die Hand drücken lässt. Der junge Mann wirkt blass und eingeschüchtert dabei, während der Kronprinz keine Miene verzieht. Auch Khashoggis Bruder Sahel nahm die Beileidsbekundungen des Königs und des Thronfolgers entgegen – «dankbar», wie es in den saudischen Medien hiess. Noch am selben Tag stellte die Nachrichtenagentur die Aufnahmen allerdings wieder von ihrer Website.

Vielleicht verstiess die zur Schau gestellte Kondolenz dann doch gegen die guten Sitten in Saudiarabien. Vielleicht erfüllte das Treffen aber auch einfach nicht seinen erhofften PR-Zweck. Dass Salah Khashoggi, der selber nicht das Land verlassen darf, dem mutmasslichen Auftraggeber des Mordes an seinem Vater die Hand schütteln musste, wie ein Nutzer auf Twitter schrieb, ist eben an Zynismus kaum noch zu übertreffen.

https://www.nzz.ch/international/nach-dem-mord-ein-handschlag-ld.1430695

(* A P)

Ermittler finden Computer Khashoggis in Saudi-Diplomatenfahrzeug

Türkische Ermittler haben einem Bericht des Senders CNN Türk zufolge bei der Durchsuchung eines saudiarabischen Diplomatenfahrzeugs in Istanbul persönliche Gegenstände des getöteten Journalisten Jamal Khashoggi gefunden. In zwei Koffern in einem Fahrzeug des saudiarabischen Konsulates seien unter anderem ein Computer und Dokumente Khashoggis verstaut gewesen.

Die türkischen Ermittler wurden bei der Durchsuchung auf einem Parkplatz im Stadtteil Sultangazi von saudiarabischen Experten begleitet. Die Durchsuchung wurde CNN Türk zufolge am Nachmittag unterbrochen und soll am Mittwoch fortgesetzt werden.

https://www.nzz.ch/international/ermittler-finden-computer-khashoggis-in-saudi-diplomatenfahrzeug-grundtext-ld.1430642

(* A P)

Computer des ermordeten Journalisten gefunden

Türkische Sicherheitskräfte haben im Zuge der Suche nach Spuren des vermutlich ermordeten Jamal Khashoggi eine Villa in der Nähe von Istanbul durchsucht.

Laut dem Sender CNN Türk wurden bislang Gegenstände des Regierungskritikers gefunden.

In zwei Koffern in einem Fahrzeug des saudi-arabischen Konsulates seien unter anderem ein Computer und Dokumente Khashoggis verstaut gewesen.

Türkische Ermittler haben einer regierungsnahen Zeitung zufolge Berichte über einen Fund von Leichenteilen zurückgewiesen. Meldungen über einen Fund von Leichenteilen im Garten des Konsulats in Istanbul seien unwahr, berichtete die Zeitung «Sabah» unter Berufung auf die Istanbuler Polizei.

Im Fokus der Ermittler ist eine Villa in der Provinz Yalova. 40 Polizisten seien am Dienstag zwei Stunden lang in dem dreistöckigen Haus gewesen, berichtete die Zeitung «Hürriyet». Demnach soll das Gebäude einem Mitglied des 15-köpfigen Spezialkommandos gehören, das Khashoggi getötet haben soll.

Durchsuchung in einer Villa

Lokalen Medien zufolge sei ein Kleinbus mit Mitgliedern des angeblichen Mörderteams am Tag von Khashoggis Verschwinden vor drei Wochen in der Gegend gesichtet worden, berichtete «Hürriyet». Der Bezirk ist wegen seiner schönen Natur und bekannten Wellness-Zentren beliebt unter arabischen Touristen.

Ausserdem durchsuchten Ermittler nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu am Nachmittag auch einen in einer Parkgarage abgestellten Wagen des saudischen Konsulats. Man habe zwei Gepäckstücke und «unterschiedliche Materialien» darin gefunden, hiess es. Wem die Dinge gehörten, blieb zunächst unklar.

https://www.srf.ch/news/international/fall-khashoggi-computer-des-ermordeten-journalisten-gefunden

https://www.focus.de/politik/ausland/tuerkei-news-erdogan-will-im-fall-khashoggi-die-nackte-wahrheit-enthuellen_id_9791503.html

(* A P)

Khashoggi-Mord: Türkische Ermittler dementieren Berichte über Leichen-Fund

Türkische Ermittler haben einer regierungsnahen Zeitung zufolge Berichte über einen Fund von Leichenteilen des getöteten Journalisten Jamal Khashoggi zurückgewiesen.

Der britische Sender Sky News hatte berichtet, die Leiche sei laut nicht näher genannten Quellen in Teilen und grausamen Zustand im Garten des saudischen Konsulats gefunden worden.

Unter anderem sei Khashoggis Gesicht “entstellt” worden. Die Körperteile seien “zerschnitten” gewesen.

Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass hatte ebenfalls berichtet, dass die Leiche von Khashoggi gefunden worden sei. Sie beruft sich auf eigene Quellen

https://www.huffingtonpost.de/entry/medienbericht-leiche-von-journalist-khashoggi-wurde-gefunden_de_5bcf0fb7e4b0a8f17ef07833

(* A P)

Kronprinz telefonierte vor dem Mord mit Khashoggi

Hätte Jamal Khashoggi in Riad sterben sollen? Kronzprinz Mohammed bin Salman hat offenbar mit dem Regime-Kritiker kurz vor dessen Ermordung telefoniert.

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman (33) wollte den Regime-Kritiker Jamal Khashoggi (†59) offenbar dazu bewegen, nach Riad zurückzukehren. Das türkische Portal «Yeni Safak» berichtet, dass der Monarch kurz vor Khashoggis Exekution mit dem Journalisten telefonierte.

Khashoggi hatte eine Rückkehr in seine Heimat aber abgelehnt. Er fürchtete, in eine Falle gelockt und getötet zu werden. Daraufhin sei der Regime-Kritiker im saudischen Konsulat in Istanbul ermordet worden, berichtet das Portal.

Laut dem regierungsnahem Sender A Haber sind am Tag nach der Exekution vom 2. Oktober im Garten des Konsulats Beweise für den Mord verbrannt worden. Drei Männer in Anzügen hätten Papiere in ein brennendes Müllfass geworfen, laut TV-Sender belastende Dokumente.

https://www.blick.ch/news/ausland/wollte-ihn-nach-riad-locken-kronprinz-telefonierte-vor-dem-mord-mit-khashoggi-id9011298.html

Mein Kommentar: Von diesem Telefonat wurde in eglischsprachigen Medien schon vor ca. 3 Tagen berichtet. Dann wieder hieß es, Salman-Vertrauter Qahtani habe mit Kashoggi im Konsulat telefoniert.

(* A B P)

Video: Der Fall Khashoggi

https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-463097.html

und

(* A B P)

Was im Fall Khashoggi bekannt ist

Immer mehr Details werden im Fall Khashoggi bekannt. Dennoch ist noch vieles unklar. Was genau ereignete sich am Tag seines Todes? Wo ist seine Leiche? Was ist bekannt über die Täter?

https://www.tagesschau.de/ausland/kashoggi-faq-101.html

(* A P)

Film: Ein Doppelgänger für Khashoggi?

Über Wochen hat die saudi-arabische Regierung die Untersuchungen im Fall Khashoggi behindert. Das scheint sich nun offenbar fortzusetzen: Diesmal geht es um ein Diplomatenfahrzeug und ein mutmaßliches Double.

http://www.spiegel.de/video/jamal-khashoggi-riad-verzoegert-offenbar-ermittlungen-video-99021818.html

(A P)

USA identifizieren Verdächtige

Im Zusammenhang mit der Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi verbieten die USA 21 Staatsbürgern Saudi-Arabiens die Einreise.

Den Betroffenen würden keine Visa erteilt, bereits bestehende würden ungültig, hieß es. Außenminister Pompeo sagte, das sei noch nicht das letzte Wort der Vereinigten Staaten in dieser Angelegenheit. Denkbar seien auch Finanzsanktionen gegen Einzelpersonen. Es sei nicht hinnehmbar, dass ein Journalist durch Gewalt zum Schweigen gebracht werde, so Pompeo.
Die von den USA identifizierten Verdächtigen in dem Fall entstammen Geheimdiensten, dem Königshof, dem Außenministerium und weiteren saudischen Ministerien.

https://www.deutschlandfunk.de/fall-khashoggi-usa-identifizieren-verdaechtige.2932.de.html

und n-tv Video: https://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/USA-entziehen-21-Saudi-Arabern-die-Visa-article20685052.html

und Zeit https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-10/jamal-khashoggi-usa-sanktionen-saudi-arabien

(* A P)

Fall Khashoggi: USA kündigen erste Sanktionen gegen Saudi-Arabien an

Es sei nicht hinnehmbar, dass ein Journalist durch Gewalt zum Schweigen gebracht werde: Mit diesen Worten haben die USA Sanktionen gegen Riad eingeleitet. Trump sprach im Fall Khashoggi von einer dilettantisch verschleierten Tötung.

US-Präsident Donald Trump kommentierte die Erklärung Riads nun mit den Worten: "Sie hatten ein sehr schlechtes ursprüngliches Konzept, es wurde schlecht ausgeführt und die Vertuschung war eine der schlechtesten in der Geschichte von Vertuschungen." Es sei ein "totales Fiasko" gewesen, und zwar vom ersten Tag an, sagte Trump. Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman habe ihm in einem Telefonat aber versichert, dass er nichts davon gewusst habe.

Trump ließ allerdings offen, wer für die Tat verantwortlich ist. "Ich denke, wer auch immer sich diese Idee ausgedacht hat, steckt in großen Schwierigkeiten." Auf die Frage, ob er Erdogan glaube, sagte Trump, er wolle zunächst die Fakten sehen.

Über mögliche Strafmaßnahmen werde er mit dem Kongress beraten, sagte der US-Präsident weiter, und zwar mit Vertretern seiner republikanischen Partei ebenso wie mit den oppositionellen Demokraten. Er hoffe auf überparteiliche Empfehlungen. Einen Stopp der Waffenlieferungen an Saudi-Arabien schloss Trump aber aus.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/fall-jamal-khashoggi-donald-trump-spricht-von-dilettantisch-verschleierter-toetung-a-1234800.html

und auch https://www.tagesschau.de/ausland/khashoggi-207.html

(* A P)

Kronprinz könnte laut Trump von Tötung gewusst haben

Mohammed bin Salman bestreitet jede Verantwortung für den Tod des Journalisten Jamal Khashoggi. US-Präsident Donald Trump hat daran nun erstmals Zweifel geäußert.

US-Präsident Donald Trump schließt nicht mehr aus, dass der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman über die Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi informiert war. Der Prinz führe derzeit in Saudi-Arabien zunehmend die Regierungsgeschäfte, sagte Trump dem Wall Street Journal. "Er hat das Sagen, und wenn es also irgendjemand gewesen wäre, dann er." Er glaube jedoch nicht, dass König Salman vorab informiert worden sei, sagte Trump.

https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-10/jamal-khashoggi-donald-trump-mohammed-bin-salman-ermordung

(** A P)

„Eine der schlechtesten Vertuschungen aller Zeiten“

Trump: Tötung des Journalisten war ein „totales Fiasko“

Erdogan spricht von„barbarischem geplanten Mord“

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Dienstag den Druck auf das saudische Königshaus erhöht und von einem „barbarischen geplanten Mord“ an dem Regimekritiker gesprochen. Bei einer mit Spannung erwarteten Rede vor Abgeordneten seiner Regierungspartei AKP verwies er auf angebliche Beweise, legte diese aber ebenso wenig vor wie von ihm angekündigte Details zu den Ermittlungsergebnissen.

Erdogan widersprach der offiziellen saudischen Darstellung, wonach Khashoggi am 2. Oktober im Konsulat in Istanbul bei einem aus dem Ruder gelaufenen Faustkampf ums Leben gekommen sei.

Die 18 festgenommenen Saudis müssten nun vor ein Istanbuler Gericht gestellt werden, verlangte Erdogan. Er forderte Saudi-Arabien zudem auf, den Verbleib der Leiche Khashoggis zu klären und alle Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Erdogan erwähnte die Aufnahmen am Dienstag nicht und ließ damit auch offen, ob sie überhaupt existieren. An der Aufrichtigkeit von König Salman zweifle er nicht, sagte der türkische Staatschef. Den Kronprinzen Mohammed bin Salman, der verdächtigt wird, den Mord in Auftrag gegeben zu haben, erwähnte Erdogan nicht.

Mit der Taktik, Informationen nur häppchenweise preiszugeben, hat Erdogan es geschafft, den Druck auf Riad zu erhöhen und das Königreich international zu diskreditieren.

Drei Teams sollen an Tötung beteiligt gewesen sein

Das was Erdogan dann doch preisgab, war eine minuziöse Darstellung der Tat aus türkischer Sicht, ab der Minute, in der Khashoggi das Konsulat am 2. Oktober betrat. Demnach sollen bereits am Tag vor dem Verschwinden des Mannes mehrere Männer aus Saudi-Arabien angereist sein. Erdogan sprach von „drei Teams“.

Eines habe vor dem Mord im Belgrader Wald und in Yalova außerhalb Istanbuls „Nachforschungen angestellt“ – zu welchem Zweck ließ er offen. Am Tag des Mordes seien die Täter dann zwischen 9.50 Uhr und 11.00 Uhr Ortszeit unabhängig voneinander ins Konsulat gekommen, um sich dort zu treffen.

Es seien aber noch viele Fragen offen. „Wieso haben sich diese 15 Personen, die alle mit dem Fall im Zusammenhang stehen, am Tag des Mordes in Istanbul versammelt?“, fragte Erdogan. „Wieso wurden zahlreiche widersprüchliche Erklärungen abgegeben, obwohl der Mord Tatsache ist?“ Und: Warum sei die Leiche noch nicht gefunden worden?

[und weiter einen umfassenden Bericht über die gesamte Entwicklung]

https://www.welt.de/politik/ausland/article182602936/Trump-zum-Fall-Khashoggi-Eine-der-schlechtesten-Vertuschungen-aller-Zeiten.html

und Film: https://www.youtube.com/watch?v=SjazWf5hJCs

und

(* A P)

Film: Erdogan nennt Tod von Khashoggi "Mordkomplott"

In einer mit Spannung erwarteten Rede zum Tod von Jamal Khashoggi sagt der türkische Präsident weniger als erhofft. Erdogan spricht davon, dass der Journalist "auf eine brutale Art getötet" worden sei und richtet eine unmissverständliche Botschaft an Saudi-Arabien.

https://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Erdogan-nennt-Tod-von-Khashoggi-Mordkomplott-article20684163.html

und

(* A P)

Was Erdoğan nicht sagt

Bei seinem Auftritt im Parlament bleibt Erdoğan spektakuläre Beweise zum Fall Khashoggi schuldig, von zuvor in den Medien kursierenden Ton- oder Videoaufnahmen ist plötzlich keine Rede mehr.

Für die Türkei wäre es heikel, einen Lauschangriff auf das saudische Konsulat einräumen zu müssen.

Unklar bleibt nach Erdoğans Auftritt, ob der saudische Thronfolger Mohammed bin Salman politisch überleben wird.

Besonders interessant an Erdoğans Auftritt ist aber, was er nicht sagt: Mit keinem Wort erwähnt er die angeblich existierenden Ton- oder sogar Videoaufnahmen von der Ermordung Khashoggis.

Was Erdoğan noch vermeidet? Das saudische Königshaus direkt zu beschuldigen. "Ich zweifle nicht an der Aufrichtigkeit von König Salman", sagt er und fragt, "auf wessen Befehl" die Tat geschehen sei. Die Sympathien Erdoğans für den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman, kurz MBS genannt, dürften begrenzt sein. Schließlich gilt dieser als besonderer Feind der Muslimbrüder, als deren Schutzherr sich wiederum Erdoğan sieht.

https://www.sueddeutsche.de/politik/fall-khashoggi-was-erdoan-nicht-sagt-1.4181992-2

und

(* A P)

Erdogan knüpft den Mord an Khashoggi an den saudischen Kronprinzen

In seinen mit Spannung erwarteten Ausführungen zur Affäre Khashoggi hat der türkische Präsident konkrete Forderungen an Riad gestellt. Wesentliche neue Erkenntnisse präsentierte er aber nicht.

Dennoch stellten die Ausführungen, die Erdogan am Tag der Eröffnung der saudischen Investmentkonferenz in Riad präsentierte, im Grunde eine Zusammenfassung der Informationshäppchen dar, die in den letzten drei Wochen an die Öffentlichkeit gelangt waren. Dass diese vom Staatspräsidenten präsentiert wurden, verleiht ihnen zwar deutlich mehr Gewicht als die ständigen Verweise auf anonyme Quellen, welche die Berichterstattung bisher geprägt haben. Neue Erkenntnisse oder Beweise wurden aber keine vorgelegt.

Allerdings stellte der Präsident erstmals konkrete Forderungen, die über den Aufruf zu einer lückenlosen Aufklärung des Verbrechens hinausgehen und somit auch Hinweise darauf bieten, was die Türkei von einer Untersuchung erwartet. Er stellte eine Reihe von Fragen, die Riad beantworten müsse. Warum konnte das Generalkonsulat erst zwei Wochen nach Khashoggis Verschwinden durchsucht werden? Wo befindet sich die Leiche? Wer sind die lokalen Komplizen in Istanbul, von denen Saudiarabien spricht? Und, besonders wichtig, auf wessen Befehl in Riad wurde die Aktion ausgeführt?

Obwohl er den Namen kein einziges Mal erwähnte, konnte man in den mehrfachen Ausführungen zur Frage der Verantwortlichkeit durchaus Anspielungen auf Mohammed bin Salman erkennen.

Seinen Glauben an die Aufrichtigkeit des mächtigen Kronprinzen, den viele als Auftraggeber für den Mord an Khashoggi vermuten, erwähnte Erdogan nicht.

Als weitere Forderung nannte der türkische Präsident die Überstellung der in Saudiarabien verhafteten Mitglieder des für den Mord verantwortlichen Sonderkommandos. Ein Verbrechen, das in Istanbul stattgefunden habe, müsse auch hier aufgearbeitet werden – ungeachtet der diplomatischen Immunität.

Allen anderslautenden Ankündigungen zum Trotz stellt Erdogans Auftritt vom Dienstag keine Zäsur in der Khashoggi-Affäre dar.

Direkte Anschuldigungen werden aber immer noch keine erhoben. An einer Eskalation hat Ankara weiterhin kein Interesse. Die Türkei hält an ihrer Strategie fest.

Diese war bisher sehr erfolgreich. Mit gezielt gestreuten Indiskretionen zum Ermittlungsstand bewirtschaftete man die internationale Empörung und trug so wesentlich zum Aufbau grossen Drucks auf Riad bei, blieb aber dennoch mit allen Parteien im Gespräch. Nicht zu Unrecht nahm Erdogan für sich in Anspruch, Riad dazu bewegt zu haben, die Tötung Khashoggis zuzugeben. Mit der Drohkulisse, die ganze Wahrheit ans Licht zu bringen, soll Saudiarabien zu weiteren Zugeständnissen bewegt werden. Den Beweis, dass man über weiteres Material verfügt und dieses auch bereit ist zu veröffentlichen, hat Ankara allerdings noch nicht erbracht.

https://www.nzz.ch/international/erdogan-knuepft-den-mord-an-khashoggi-an-den-saudischen-kronprinzen-ld.1430399

und

(* A P)

Erdogan ist kein echter Aufklärer

Der türkische Präsident hat die ganze Wahrheit im Mord um Jamal Khashoggi versprochen. Tatsächlich nutzt er jedoch den Skandal vor allem, um im regionalen Machtkampf gegen Saudiarabien zu punkten

Im Ringen um die Wahrheit im Mordfall Khashoggi sieht der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan heute geradezu wie ein Held der Aufklärung aus.

Doch natürlich geht es Erdogan nicht bloss um Aufklärung. Der türkische Präsident ist selber alles andere als ein Streiter für die Meinungsfreiheit. Er lässt kritische Journalisten im eigenen Land verhaften und geflohene Oppositionelle durch den Geheimdienst auch im Ausland verfolgen.

Doch zu glauben, dass der Machtmensch Erdogan dies allein im Sinne der Wahrheitsfindung tat, wäre naiv.

Tatsächlich streiten die Türkei und Saudiarabien schon seit langem um die Vorherrschaft im sunnitisch-muslimischen Lager des Nahen Ostens.

Vor dem Hintergrund dieses Machtkampfs ist der Skandal um Khashoggi für Erdogan pures politisches Kapital.

https://www.nzz.ch/meinung/erdogan-ist-kein-echter-aufklaerer-ld.1430432

dazu auch https://www.nzz.ch/international/wieso-erdogan-mit-saudiarabien-katz-und-maus-spielt-ld.1430331

(* B P)

Internationale Presse zu Khashoggi

"Wenn Erdogan als Anwalt auftritt, läuft etwas schief"

Viele Details zum Tod des saudischen Journalisten sind noch unklar. Die internationale Presse diskutiert über Konsequenzen für den Wüstenstaat. Und ist besorgt über die Rolle Erdogans.

Die Türkei hat einen Paukenschlag im Fall der Tötung des saudischen Regimekritikers Jamal Khashoggi versprochen, doch am Ende der Pressekonferenz mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ist die Welt nicht viel schlauer geworden. Immer noch ist unklar, was genau am Todestag des Journalisten geschehen ist, immer noch sind die Drahtzieher hinter der Ermordung unbekannt. Riad tut weiterhin nur das Nötigste, um bei der Aufklärung des Falles zu helfen.

In der internationalen Presse ist nicht nur das Spiel des Königshauses in der Kritik, auch der Umgang der westlichen Länder mit dem Wüstenstaat steht auf den Prüfstand. Auch die Rolle Erdogans in den Ermittlungen ist ein Thema. Ein Überblick:

So schreibt die slowakische Tageszeitung "Dennik N": "Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman hat wohl vorausgesetzt, dass die Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi von der Welt als Kollateralschaden bei der Festigung seiner persönlichen Macht durchgehen würde. Sein Pech ist aber, dass es der Festigung der persönlichen Macht des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan jetzt gerade dienlich ist, aus diesem Mord eine größtmögliche Affäre zu machen. Das hauptsächliche Pech des Kronprinzen ist aber, dass in den westlichen Demokratien das Verständnis für solche Kollateralschäden ebenso gesunken ist wie für Reformatoren, die ihre möglicherweise auch guten Absichten mit solchen inakzeptablen Methoden durchsetzen wollen."

https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_84664916/presseschau-zum-fall-khashoggi-wenn-erdogan-als-anwalt-auftritt-laeuft-etwas-schief-.html

(* B P)

Saudi-Arabien soll Trollarmee gegen Khashoggi mobilisiert haben – Spekulationen über mögliches 9/11-Wissen

Die „New York Times“ enthüllt ein angebliches saudisches Troll-Netzwerk – zudem nahm Khashoggi möglicherweise 9/11-Wissen mit ins Grab.

Der mysteriöse Tod des radikal-islamischen Journalisten Jamal Khashoggi in der saudischen Botschaft in Istanbul bewegt weiter die Gemüter und gibt Anlass zu Spekulationen. Der „New York Times“ zufolge soll der saudische Oppositionelle und langjährige Bin-Laden-Vertraute vor seinem Ableben bereits über längere Zeit im Visier einer ominösen „Troll-Armee“ gestanden haben. Dieser will das Blatt nun auf die Spur gekommen sein.

Der Zeitung zufolge soll Kronprinz Mohammad bin Salman persönlich eine „Troll-Farm“ nahe Riad aufgebaut haben, deren Ziel sei, seine politischen Gegner in sozialen Medien durch permanente Shitstorms unter Druck zu setzen.

In der Einrichtung sollen hunderte Personen zu einem Monatsentgelt von 10 000 Rial (etwa 2300 Euro) beschäftigt sein. Neben Auftragsschreibern zur Unterstützung der Regierungspolitik und zur Diskreditierung von Gegnern soll das Königreich auch Social-Media-Mitarbeiter beschäftigen, die vermeintliche oder tatsächliche Staatsfeinde online ausspionieren sollen.

Die New York Times beruft sich bezüglich ihrer Darstellung auf die Angaben von sieben Personen, die darin selbst involviert gewesen oder zumindest darüber unterrichtet worden sein sollen. Zudem habe die Zeitung mit Aktivisten und Experten gesprochen, die das Projekt studiert haben wollen. Außerdem sei sie in den Besitz von E-Mails gekommen, die den inneren Aufbau der angeblichen Trollfarm beschrieben haben.

Saud al-Qathani, ein ehemaliger Top-Berater des Kronprinzen, der als Reaktion auf die mutmaßliche Ermordung Khashoggis am Samstag vor einer Woche entlassen wurde, soll der Stratege hinter der Trollfarm gewesen sein, die vor allem auf Twitter agiert haben soll.

https://www.epochtimes.de/politik/welt/saudi-arabien-soll-trollarmee-gegen-khashoggi-mobilisiert-haben-spekulationen-ueber-moegliches-9-11-wissen-a2682568.html

(* B P)

Der Mord an Khashoggi macht Schluss mit den westlichen Illusionen über Saudiarabien

Die Ermordung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi nimmt den westlichen Alliierten des Königreichs alle Vorwände für ein gutes Gewissen. Die Kooperation mit dem Kronprinzen Mohammed fördert kein Reformregime, sondern eine brutale Diktatur. Das war seit Jahrzehnten so und dürfte auch so bleiben.

Trotz all dieser höchst unappetitlichen Fakten hat der Westen den Herrschern in Saudiarabien über Jahrzehnte die Stange gehalten. Das war nie mit den moralischen Standards westlicher Werte zu vereinbaren. Der einzige Grund dafür waren die Interpretationen nationaler Interessen durch westliche Regierungen bis hin zum Friedensnobelpreisträger Obama, welche die Zusammenarbeit mit Saudiarabien als vorteilhaft erscheinen liessen. Natürlich spielte dabei stets das Erdöl und die von ihm ausgehende Kaufkraft der saudischen Herrscher-Clique auf westlichen Märkten für Waffen, Investitions- und Luxusgüter eine entscheidende Rolle. Aber auch die politische und militärische Kooperation mit dem saudischen Königshaus als berechenbarer Partner im Nahen Osten war ein wichtiger Faktor.

Drei Wochen nach der abscheulichen saudischen Gewalttat in Istanbul hält sich Präsident Trump alle Karten offen. Dasselbe tun die Regierenden in den wichtigen europäischen Hauptstädten, die sich allesamt auffallend still verhalten. Alle zögern damit, allein wegen dieses Vorfalls ihre Interessenlage gegenüber Saudiarabien neu zu definieren. Das entspricht den Realitäten nationaler Aussenpolitik.

Was sich aber geändert hat, ist die Illusion, mit der teilweisen Machtübernahme durch den heute 33-jährigen Kronprinzen Mohammed habe das saudische Königshaus plötzlich ein auch im Westen akzeptables Antlitz angenommen

Der schamlose Mord an Jamal Khashoggi dürfte insofern ein Einschnitt sein, als er die Scheinheiligkeit erschwert und eine realistische Einschätzung der westlichen Interessenlagen erleichtert. Mit der Zusammenarbeit mit König Salman und Kronprinz Mohammed fördert man keine westlichen Werte, sondern man beschädigt sie. Das mag momentan wegen anderer Vorteile in Kauf genommen werden.

Die Selbstschwächung des Königshauses nutzen

Längerfristig könnten die Karten aber neu gemischt werden. Saudiarabien hat sich mit der Diskreditierung seines geschmeidigen Kronprinzen, der das Königreich in eine Zukunft nach dem Erdöl führen sollte, selbst ein Bein gestellt. Die Transition in eine Zukunftsökonomie dürfte ohne den Glimmer von Reformrhetorik und scheinbarer gesellschaftlicher Öffnung noch schwerer fallen, als sie ohnehin ist.

https://www.nzz.ch/international/das-ende-der-westlichen-illusionen-ueber-saudiarabien-ld.1429827

(* B P)

Trumps Eiertanz - warum er die Saudis für eine Eskalation, die unmittelbar bevorsteht, braucht

Der Fall Khashoggi zwingt US-Präsident Trump zum Handeln. Auch aus den Reihen seiner Republikaner wird die Kritik an der saudischen Führung lauter. Dabei braucht Trump die Saudis - besonders bei dem sich Anfang November verschärfenden Konflikt mit dem Iran.

Der Fall Khashoggi kommt für Trump auch deswegen zur Unzeit, weil der Konflikt mit Teheran vor der nächsten Eskalationsstufe steht: Am 5. November treten US-Sanktionen gegen den Iran wieder in Kraft, die vor allem darauf abzielen, die wichtigen Ölexporte des Landes auf Null zu reduzieren - und der Iran führte im vergangenen Jahr täglich mehr als zwei Millionen Barrel Rohöl aus. Wenn sie auf dem Weltmarkt nicht ersetzt werden, steigt der Ölpreis. Bereits im Juni hatte Trump mitgeteilt, er habe den saudischen König Salman um eine Erhöhung der saudi-arabischen Fördermenge um bis zu zwei Millionen Barrel gebeten.

https://www.stern.de/politik/ausland/donald-trump-im-fall-khashoggi--der-eiertanz-des-us-praesidenten-8415390.html = https://web.de/magazine/politik/usa-khashoggi-trump-saudis-33258792

(* B P)

Film: phoenix runde: Der Fall Khashoggi - Saudi-Arabien im Abseits?

„Wir suchen Gerechtigkeit.“ Das sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan zum Mord an dem Journalisten Jamal Khashoggi, und er kündigt an, die Wahrheit über die Todesumstände ans Licht zu bringen. Weltweit wird die Aufklärung der Geschehnisse im saudischen Konsulat in der Türkei gefordert. Der Mord belastet die wirtschaftlichen Beziehungen zu dem Golfstaat: Dutzende Konzerne und Politiker boykottieren die Investmentkonferenz in Riad. Bundeskanzlerin Angela Merkel will die Rüstungsexporte überprüfen lassen. Und selbst US-Präsident Donald Trump, der sich auf die Seite des Kronprinzen gestellt hatte, gerät zunehmend unter Druck. Kommt es zu Sanktionen für Saudi-Arabien? Wie wichtig ist der Golfstaat für die deutsche Wirtschaft? Und welche Konsequenzen hätte ein Stopp der Rüstungsexporte?

https://www.youtube.com/watch?v=5B4xDybUXNo

(B P)

Khashoggi galt als Kritiker des Saudi-Regimes, doch auch er hatte dunkle Kontakte

Dabei gab es eine Zeit, in der Khashoggi nicht als Regimekritiker auftrat, die harte Hand des Königshauses nicht unbedingt hinterfragte.

Im Gegenteil: Khashoggi glaubte einst daran, der umstrittene Kronprinz Mohammed Bin Salman sei ein Reformer. Mehr noch: Der getötete Journalist sympathisierte als junger Mann mit islamistischem Gedankengut, interviewte vor 9/11 Al-Qaida-Chef Osama Bin Laden. Erst Jahre später zeigte er sich geleutert, trat für Demokratie und Bürgerrechte in seiner Heimat ein und ging 2017 ins US-Exil. „Es wurde sehr eng für Journalisten, immer gefährlicher“, erklärte Khashoggi seinen Schritt in einem Interview im Mai dieses Jahres.

Bereits während seine Studiums der Betriebswirtschaftslehre in den USA soll Khashoggi den sunnitisch-islamistischen Muslimbrüdern nahegestanden haben, die in Saudi-Arabien als Terror-Organisation gelten. Der Kontakt mit einigen Mitgliedern soll bis zu seinem Tod nicht abgerissen sein. Khashoggi habe angeblich an ihre Reformfähigkeit geglaubt.

Eine ähnlich starke Verbindung hatte der 59-Jährige zur Elite Saudi-Arabiens.

https://www.focus.de/politik/ausland/journalist-wurde-ermordet-kashoggi-galt-als-kritiker-des-saudi-regimes-doch-auch-er-hatte-dunkle-kontakte_id_9798030.html

Mein Kommentar: Hier wurde von rechten Kreisen aus den USA lancierte Propaganda, die K. als Bin-Laden-Sympathisant und Muslimbruder herabsetzen sollen, unkritisch übernommen. Seine Verbindung zu Bin Laden gehört in die Zeit, als dieser noch vom Westen unterstützt wurde. Die Muslimbrüder werden von den Saudis und den Emiraten in die Nähe von Terroristen gerückt, es handelt sich aber um einen politischen Islam mit eher sozialen und demokratischen Ansprüchen.

cp02 The Khashoggi criminal case: Reports in English

(** A P)

Jamal Khashoggi case: All the latest updates

Friday, October 26

France's Macron says Khashoggi killing no reason to halt arms sales to Saudi

Khashoggi's fiancee: Why I declined Trump's invitation

Turkey seeks extradition of 18 Saudi suspects

Turkish prosecutors plan to seek the extradition of 18 suspects over the killing of Khashoggi.

Anadolu Agency said on Friday the Istanbul chief prosecutor's office submitted its request to Turkey's justice ministry, adding that the foreign ministry would formally request the extraditions.

"The reasoning behind the extradition request is that Jamal Khashoggi was murdered in Turkey by Saudi nationals who traveled to Turkey for this specific purpose," a senior Turkish official said.

Erdogan: Turkey has more evidence of killing

Turkish President Recep Tayyip Erdogan said that Ankara has more documents and information, which it will reveal "when the time is right".

Search for Khashoggi's body

Al Jazeera's Alan FIsher said the speech showed that Turkey remained fully committed to getting to the bottom of Khashoggi's killing.

He said that searches by Turkish authorities of a well in the consular grounds and a forest on the outskirts of Istanbul may suggest that Khashoggi's remains have been disposed of in more than one location.

"The horrific reality is that we might be looking at not just one site, but perhaps two, three - even more - where perhaps this body has been scattered ... The Turks seem to be on the mind that the body wasn't taken out of the country and they therefore want the Saudis to point to this so-called Turkish cooperator," he said.

Kremlin: No reason to doubt Saudi statements

Turkish foreign minister speaks with Saudi counterpart

Germany welcomes plan for joint EU position on Saudi arms deals

US praises Saudi move to lift travel ban on Khashoggi's son

UN: Khashoggi was victim of 'extrajudicial execution'

CIA director briefs Trump on Turkey evidence

https://www.aljazeera.com/news/2018/10/jamal-khashoggi-case-latest-updates-181010133542286.html

(* A P)

Saudi Arabia says kingdom to prosecute Khashoggi killers, lauds U.S. ties

Saudi Arabia’s Foreign Minister Adel al-Jubeir said on Saturday that those behind the killing of journalist Jamal Khashoggi would be prosecuted in the kingdom and that the investigation would take time.

Jubeir told a security summit in Bahrain that Riyadh’s relations with the United States were “ironclad” amid what he described as “media hysteria” over the killing of Khashoggi at the Saudi consulate in Istanbul on Oct. 2, which sparked a global outcry and strained the kingdom’s ties with the West.

The minister also said the administration of U.S. President Donald Trump has a “rational, realistic” foreign policy that all Gulf Arab states can support. He said Saudi Arabia was combating Iran’s vision of “darkness” in the Middle East.

https://www.reuters.com/article/us-saudi-khashoggi-jubeir/saudi-arabia-says-kingdom-to-prosecute-khashoggi-killers-lauds-u-s-ties-idUSKCN1N1080 My comment: I am not astonished by this.

(* A P)

Saudi Arabia refuses Turkey's bid to extradite Khashoggi murder suspects as Erdogan demands kingdom reveals 'local co-operator's identity and says he has more information about the journalist's death

But Saudi Arabia's Foreign Minister Adel al-Jubeir today said the investigation would take time and blasted what he called 'media hysteria' over Khashoggi's death.

'I think people have assigned blame on Saudi Arabia with such certainty before the investigation is complete,' he said.

'We're trying to uncover what happened. We know that a mistake was committed. We know that people exceeded their authority and we know that we're investigating them.

'The individuals are Saudi nationals. They're detained in Saudi Arabia, and the investigation is in Saudi Arabia, and they will be prosecuted in Saudi Arabia.'

(* A P)

Turkey demands extradition of 18 Saudis in Khashoggi case

Turkish prosecutors have prepared an extradition request for 18 suspects from Saudi Arabia in the killing of journalist Jamal Khashoggi, authorities said on Friday, after President Tayyip Erdogan urged Riyadh to disclose who ordered the murder.

https://www.reuters.com/article/us-saudi-khashoggi/turkey-demands-extradition-of-18-saudis-in-khashoggi-case-idUSKCN1N01DC

(*** B P)

Jamal Khashoggi: Did they bury him with his body facing Mecca?

This disgusting, dangerous, frightening, dirty murder – and don’t tell me a man of 60 who dies in a “fistfight” with 15 men isn’t murder – shows not just the Saudi government up for what it is, but it shows us up for what we are, too. How come we keep falling in love with Arab states – Israel does this, too – and then cry out with shock when they turn out to be extremely unpleasant and very violent?

To answer this question, there are already several clues. Trump’s initial reaction that the Saudi story was “credible” – when it clearly was not – was a start. Then the murder became “the worst cover-up in history”. It was the quality of the murder that was troubling him, you see. These chaps didn’t know how to cover their tracks. He had already blurted out that he didn’t want to give up US arms sales to Saudi Arabia. We had our own beloved prime minister referring to Jamal’s gruesome murder as a “killing”, rather than a murder. Then – and this was indicative because it was not contradicted – we had Adel Al-Jubeir, the Saudi foreign minister, referring to the murder as a “huge and grave mistake”. “MISTAKE”. Let me repeat that. MISTAKE!

We shouldn’t, of course, have been surprised. The “mistake” was this week downgraded to a regrettable “incident” by a Saudi minister at the international business conference in Riyadh where the large number of western companies have downgraded their representation from CEOs to smaller CEOs. Mohammed bin Salman – did you see him beaming at his guests and joshing with King Abdullah of Jordan? – is squeaky clean, we have to believe. Untouchable. Innocent. As pure as the driven snow etc.

If the Yemen war can get out of hand – can even turn out to be a mistake – well, what can you expect will happen when a bunch of thugs are flown into Istanbul in Saudi jets?

And you’d have to note, wouldn’t you, the repulsive and hypocritical outpouring of anger by our brave and moral western leaders at Jamal’s murder. They’ve been tut-tutting for two years about the Yemen war, making excuses for it, selling arms for it and avoiding personal responsibility for it, and it’s quite obvious that they care far, far more about Jamal’s death than about the 5,000 civilians who have been killed in the Yemeni conflict. What is a child’s death worth or the killing of guests at a wedding party compared to Jamal’s murder? I guess that we can always find excuses for Yemeni casualties – “collateral damage”, “human shields”, “full investigation”, etc – but Jamal’s murder was just too obvious, too packed with lies, too thug-like. We – rather like the Crown Prince, May His Name Be Praised – ran out of excuses.

Of course, it sticks in our craw that the man who has been leaking every detail of Jamal’s appalling death – the Sultan Erdogan himself has imprisoned up to 245 journalists and between 50,000 and 60,000 political prisoners – should be reaping the benefits of this ghoulish and terrible story. Well, at least he doesn’t chop them all up, claim they walked out of prison almost as soon as they were incarcerated and then admit that he doesn’t know where their bodies are.

And yes, this murder is going to affect Turkey and Saudi Arabia and Egypt and Syria – and Israel, which was sighing with affection for Mohammed bin Salman – and, of course, Trump, but let’s go back to that first question. How come the “good guys” turn out to be bad guys? How come those nice, moderate leaders who guarantee the “stability” of the Middle East – and naturally I’m including the Saudis in this – turn out to be so horrible. Not the people. I’m talking about the autocrats and dictators and kings and princes and venal tyrants to whom we smile and grovel and fawn and kneel.

Yup, it’s about money and wealth and power – and because all these folk were kept in power by the folly and lies and corruption and hypocrisy of our own political leaders. Let our satraps get away with Croesus-like corruption and mass murder, and what do you expect? We made them, sustained them, supported them, kissed them, loved them. What’s an invasion or two between friends? Isn’t Saudi Arabia vital to our UK security – that was supposedly one of the reasons why we dropped the al-Yamamah investigation – and we’ll hear it again from Saudi Arabia’s lackeys in Britain in the coming days and weeks. What would happen if we Brits didn’t get all this information about Islamist terror from the Saudis? Well, let’s hope they wouldn’t send 15 chaps to Heathrow, including a forensic scientist.

But he always talked about the cynicism and venality of the western powers who propped up the Arab regimes and then destroyed them if they did not obey, of how Arabs in general were not a free people. Which is true. And maybe what he would have repeated to me if I could have talked to him before that “mistake” occurred in Istanbul. Dead men, however, don’t talk. And the Saudis must be mighty pleased about that – by Robert Fisk

https://www.independent.co.uk/voices/khashoggi-latest-saudi-arabia-murder-yemen-consulate-istanbul-turkey-mecca-a8600886.html

(* B P)

Jamal Khashoggi: All you need to know about Saudi journalist's death (Oct. 25)

On 2 October, Jamal Khashoggi, a well-known journalist and critic of the Saudi government, walked into the country's consulate in Istanbul. He has not been seen since.

Turkish officials believe he was murdered by a team of Saudi agents inside the building and say they have evidence, including gruesome audio recordings, to back this up.

After initial denials and claims that he had left the consulate shortly after arriving, Saudi Arabia has now admitted the journalist is dead.

The kingdom says Khashoggi was killed in a "rogue operation" that the leadership had not been aware of.

The steady stream of disturbing allegations, along with the complex diplomatic situation, means that it can be difficult to keep track of the full story.

So here is what we know about the case.

https://www.bbc.com/news/world-europe-45812399

and this is a god resume of the events of the last days: https://www.cbc.ca/news/world/khashoggi-cengiz-fiancee-interview-1.4879380

(* B P)

Jamal Khashoggi was worried about consulate visit, says fiancee

Hatice Cengiz says she has been in ‘darkness I cannot express’ since journalist entered Saudi consulate

The fiancee of the killed journalist Jamal Khashoggi has said he was worried about visiting the Saudi consulate in Istanbul for his fateful appointment, but told her he did not think the authorities would dare to interrogate or arrest him in a foreign country.

Cengiz, who waited outside until about 1am on the day Khashoggi disappeared, said he had been treated well during an initial visit to the consulate the previous week.

Cengiz, a Turkish academic who became engaged to Khashoggi four months ago, said she has “found myself in a darkness I cannot express,” since her fiance was killed. She had asked US secretary of state Mike Pompeo, who recently called her about the case, whether he had any news that would make her happy “but he said he didn’t”.

She has not received a condolence call from Saudi officials, Cengiz added.

Istanbul police said Cengiz had been placed under 24-hour police protection this week, without elaborating on the reasons why.

https://www.theguardian.com/world/2018/oct/26/jamal-khashoggi-was-worried-about-consulate-visit-says-fiancee

(A P)

Khashoggi fiancée snubs Trump invitation to White House

The fiancée of murdered Saudi journalist Jamal Khashoggi says she has declined an invitation to the White House by US President Donald Trump accusing him of not being sincere about investigating the killing.

Hatice Cengiz told Turkish TV she thought the invitation was aimed at influencing public opinion in the US.

https://www.bbc.com/news/world-us-canada-45989356

(* B P)

Why Jamal Khashoggi’s Killing Has Resonated

All of this attention has raised questions about why the killing of one man has set off a louder uproar than other Saudi actions — such as the war in Yemen and the humanitarian crisis it has caused there, or the roundup at home of hundreds of political rivals.

The answer seems to lie partly in the nature of Mr. Khashoggi’s death and the way it came to light, amplified by his prominence. The controversy also reflects a growing discomfort with Saudi Arabia’s increased aggressiveness under the leadership of its brash young crown prince.

Here are some of the reasons the killing has stirred such fascination and outrage, and why it could have political ramifications for Saudi Arabia.

Mr. Khashoggi was a prominent writer with powerful friends.

A killing inside a consulate, often a place of refuge, is shocking.

Leaks to Turkish media kept the story in the headlines.

The Saudi crown prince had already set the stage for tense geopolitics.

https://www.nytimes.com/2018/10/24/world/middleeast/jamal-khashoggi-killing.html

(* B P)

Why was MBS so afraid of Jamal Khashoggi?

Why was Crown Prince Mohammed bin Salman so afraid of Jamal Khashoggi that he reportedly gave ordersthis past summer to bring the Post contributing columnist back to Saudi Arabia?

We’ll still be left with that question after the Saudi and Turkish investigations are done and the designated culprits are convicted. What was the threat that had to be silenced? My guess is that Khashoggi was seen as dangerous for the simple reason that he couldn’t be intimidated or controlled. He was an uncensored mind. He didn’t observe the kingdom’s “red lines.” He was an insistent, defiant journalist.

If you want to visualize what Khashoggi was struggling against, watch some of the slickly packaged video coverage of this week’s Future Investment Initiative conference in Riyadh. It was a captive audience, so to speak: MBS, as he’s known, got a prolonged, raucous ovation Wednesday when he denounced Khashoggi’s murder and promised cooperation with Turkey.

A gushing story in the Riyadh-based Arab News praised MBS’s “war” for modernization, which is “restoring the Middle East to its past glory,” and quoted the crown prince: “I believe the new Europe is the Middle East.”

Who wouldn’t like MBS’s vision of a modern, Europe-like Arab world at peace with its neighbors, including Israel? But the crown prince doesn’t seem to understand that a united, peaceful Europe was possible only because it had a shared culture of freedom and tolerance. Troublesome journalists don’t get murdered in that Europe. Leaders don’t order “rendition” of dissenters, as MBS did with Khashoggi in July, according to a U.S. official.

There’s a danger now that Khashoggi will be seen as a creature of the West and not an authentic Saudi voice. But that view is false: Khashoggi was part of an Arab journalism tradition with a long, brave history.

https://www.washingtonpost.com/opinions/global-opinions/let-jamal-khashoggi-be-a-beacon-of-light-even-in-death/2018/10/25/94249cce-d896-11e8-aeb7-ddcad4a0a54e_story.html?utm_term=.de6df13cfdc7

My comment: By WaPo’s most prominent Saudi sycophant, but better this time.

(A P)

Saudi crown prince presides over committee to restructure intelligence agency: SPA

Saudi Arabia’s Crown Prince Mohammed bin Salman presided over the first meeting of a committee to restructure the command of the general intelligence agency, the official Saudi Press Agency (SPA) said on Thursday.

https://www.reuters.com/article/us-saudi-khashoggi-intelligencecommittee/saudi-crown-prince-presides-over-committee-to-restructure-intelligence-agency-spa-idUSKCN1MZ1IA

My comment: What a joke.

(A P)

Saudi king briefs Putin on investigation into Khashoggi death: SPA

Saudi Arabia’s King Salman spoke with Russian president Vladimir Putin by telephone on Thursday to brief him on the investigation into the murder of Saudi journalist Jamal Khashoggi, according to the official Saudi press agency.

The king assured Putin that the Saudi government was determined to hold the guilty parties accountable and to make sure “they receive their punishment”.

https://www.reuters.com/article/us-saudi-khashoggi-putin/saudi-king-briefs-putin-on-investigation-into-khashoggi-death-spa-idUSKCN1MZ2VP

Remark: Look at cp4 for Russia’s position.

(* A P)

Khashoggi killing was premeditated, Saudi attorney general says

The killing of the Saudi journalist Jamal Khashoggi in Saudi Arabia's Istanbul consulate was premeditated, the country's attorney general said Thursday, in what marks a further significant shift in the Saudi version of events.

According to a statement posted by the Saudi state news agency, the latest evolution in the official Saudi narrative around Khashoggi's death came after new information was received from Turkish investigators.

"The public prosecution received information from the Turkish side through the Joint Working Group between the Kingdom of Saudi Arabia and the Turkish Republic, indicating that the suspects in Khashoggi's case premeditated their crime," Attorney General Shaikh Suood bin Abdullah Al Mo'jab said.

"The public prosecution continues its investigations with the accused in accordance with the latest investigation results to reach the facts, God willing, and complete the course of justice."

https://edition.cnn.com/2018/10/25/middleeast/saudi-turkey-khashoggi-investigation-intl/index.html

and film by RT: https://www.youtube.com/watch?v=XbBazeiKu6s

and film by MSNBC: https://www.msnbc.com/hardball/watch/saudi-arabia-admits-khashoggi-killing-was-premeditated-1353287235927

(* B P)

Film: Saudi Arabia: Khashoggi Murder was “Premeditated”

Anya Parampil reports on Saudi Arabia’s announcement that writer Jamal Khashoggi’s murder was in fact premeditated. She then breaks down how Saudi’s main arms dealers are reacting to news of the killing, finding that while Germany says sales “can’t take place” under current conditions, leaders from Canada, France, Spain and the United States have dodged questions about freezing arms sales or refused to halt them altogether. Medea Benjamin, co-founder of Code Pink: Women for Peace and author of the book Kingdom of the Unjust: Behind the US-Saudi Connection, joins Anya to discuss what this saga has revealed about western leaders.

https://www.youtube.com/watch?v=RsHYeOCAOwM

(** A P)

Saudi Arabia again changes its story on Jamal Khashoggi's killing

Saudi Arabian authorities have again changed their story about the death of Saudi journalist Jamal Khashoggi.

Saudi Arabia said that recent evidence provided by Turkish authorities has revealed that Khashoggi's killing inside the Saudi Consulate in Istanbul, Turkey, was premeditated instead of being the result of a fist fight turned fatal.

The Saudi government is still scrambling to produce a narrative about Khashoggi's killing that would exonerate Crown Prince Mohammed bin Salman from having any knowledge of the operation.

It took more than two weeks for the Saudi government to acknowledge that Khashoggi died in their consulate, causing the world to speculate over what happened to him after disappearing inside the Saudi Consulate on October 2.

A security camera image that has been circulating around Turkish media outlets shows one of the Saudi Consulate's vehicles scoping out a forest outside of Istanbul before Khashoggi's killing.

Turkish authorities are still looking for Khashoggi's body.

The shifting explanations indicate Saudi Arabia is scrambling for a way out of the crisis that has enveloped the world’s largest oil exporter and a major U.S. ally in the Middle East. But a solution seems a long way off, partly because of deepening skepticism in Turkey and elsewhere that the brazen crime could have been carried out without the knowledge of Prince Mohammed, the kingdom’s heir apparent.

Conflicting reports surfaced about whether Turkish investigators had searched a well in the garden of the Saudi diplomatic compound as part of their probe.

Investigators emptied the well and are awaiting the results of an analysis of the water to determine whether any human remains were dumped there, according to Yeni Safak, a pro-government Turkish newspaper. But Sabah, another pro-government newspaper that has published leaks about the case from Turkish officials, said Saudi Arabia had yet to give Turkish authorities permission for a search.

Turkish media have also published a security camera image allegedly showing a vehicle belonging to the Saudi Consulate “scouting” a forest in the outskirts of Istanbul before Khashoggi was killed. The image, obtained by state television TRT and other media, shows a black car with a diplomatic license plate at an entrance to Belgrade Forest.

Turkish President Recep Tayyip Erdogan has said Saudi officials made “reconnaissance” trips to the forest as well as the city of Yalova a day before Khashoggi was killed. Turkish officials have told AP that investigators were looking into the possibility that the journalist’s remains may have been hidden at those two locations.

https://www.businessinsider.de/saudi-arabia-again-changes-its-story-on-jamal-khashoggis-killing-2018-10?r=US&IR=T

(* A P)

Turkey's Erdogan calls on Saudis to say who ordered Khashoggi's killing

Turkish President Tayyip Erdogan urged Saudi Arabia on Friday to disclose who ordered the murder of journalist Jamal Khashoggi in Istanbul, as well as the location of his body, heightening international pressure on the kingdom to come clean on the case.

Erdogan said Turkey had more information than it had shared so far about the killing of Khashoggi,

The kingdom, Erdogan added, also must reveal the identity of the “local cooperator” whom Saudi officials earlier said had taken charge of Khashoggi’s body from Saudi agents after his killing inside the Saudi consulate in Istanbul on Oct. 2.

https://www.reuters.com/article/us-saudi-khashoggi/turkeys-erdogan-calls-on-saudis-to-say-who-ordered-khashoggis-killing-idUSKCN1N01DC

https://www.reuters.com/article/us-saudi-khashoggi-erdogan/turkeys-erdogan-to-saudis-who-gave-order-to-kill-khashoggi-idUSKCN1N0143

and

Erdogan: Who ordered Khashoggi's killing?

Erdogan said he had spoken with Prince Mohammed. "I also told the crown prince. I said, 'You know how to make people talk. Whatever happened between these 18 people, this dodgy business is among them. If you are determined to lift suspicion, then the key point of our cooperation is these 18 people.'"

https://www.news.com.au/world/breaking-news/cia-head-to-brief-trump-on-khashoggi-death/news-story/2529f0db206094b6eceee09a4df4aaac

(* B P)

EXCLUSIVE: Jamal Khashoggi has been in Mohammed bin Salman’s crosshairs for THREE YEARS after he was part of TV station started by hated rival Prince Alwaleed, reveals royal adviser

Saudi Crown Prince Mohammed bin Salman began disliking murdered Washington Post journalist Jamal Khashoggi back in 2015, a royal adviser said

Canadian businessman Alan Bender said an incident between the Crown Prince and Prince Alwaleed bin Talal threw him into Mohammed's crosshairs

Bender told DailyMail.com: 'Jamal told me, as long as he's alive in Saudi Arabia, please don't talk about what we are talking about. Now he's gone, so I can say it'

Billionaire Prince Alwaleed bin Talal was launching a TV station based in Bahrain and he had recruited Khashoggi to be the face of Al Arab

Prince Mohammed sent the journalist to issue a warning to his royal rival that 'MBS will be watching so watch your mouth'

Bender said Khashoggi told Alwaleed: 'You are extending a strong arm with this station. It isn't in MBS' interests to allow you to have this power in the media'

But Alwaleed ignored the advice and ordered Khashoggi to proceed with the TV station plans, which launched in February 2015, but was shut down within hours

The Gulf negotiator claims that the incident set Khashoggi as an enemy in Prince Mohammed's mind, and sowed the seeds for his murder this month

'It added to MBS' animosity towards Jamal, because Jamal is telling MBS that he is going with Alwaleed,' Bender said (photos)

https://www.dailymail.co.uk/news/article-6312491/Jamal-Khashoggi-Mohammed-bin-Salmans-crosshairs-THREE-YEARS.html

(* A P)

Khashoggi murder: Shock new footage of killers released - is this journalist’s body?

TURKEY has released images of two Saudis allegedly linked to Jamal Khashoggi’s murder carrying large cases. The footage has sparked speculation they could have contained the journalist’s body.

https://www.express.co.uk/news/world/1036378/Jamal-Khashoggi-murder-latest-saudi-arabia-erdogan-turkey-investigation

My comment: This already had been published by Ali AlAhmed several day ago, I really wonder why nobody seems to have taken notice: https://twitter.com/AliAlAhmed_en/status/1054204118540185600 There are more pictures and a film. It is the evening of Oct. 2.

(A P)

Trump briefed by CIA chief on Khashoggi killing

President Trump was briefed on Thursday by CIA Director Gina Haspel on the investigation into the death of Saudi journalist Jamal Khashoggi, the White House said.

White House press secretary Sarah Huckabee Sanders said Haspel briefed Trump on her "findings and her discussions" in Turkey, where the CIA chief was on a fact-finding trip. The White House did not provide further details about the meeting.

While in Turkey, Haspel reportedly listened to an audio recording purporting to have captured the interrogation and killing of Khashoggi by Saudi agents inside the country's consulate in Istanbul.

The CIA did not respond to a request for comment.

https://thehill.com/homenews/administration/413220-trump-briefed-by-cia-chief-on-khashoggi-killing

(* A P)

Jamal Khashoggi's son leaves Saudi Arabia for US

Salah Khashoggi had been under travel ban imposed on him by kingdom to pressure his father

The son of murdered Saudi journalist Jamal Khashoggi left Saudi Arabia after having earlier been prevented from leaving the country by a travel ban.

Salah Khashoggi and his family arrived in Washington on Thursday on a flight from Saudi Arabia, according to two sources close to the family, Reuters reported.

He and his family joined his mother and his three siblings in the US capital, according to the sources, who spoke on condition of anonymity.

Several hours after their arrival, a deputy spokesman for the US State Department said Secretary of State Mike Pompeo told Saudi leaders in Riyadh earlier this month that "he wanted Salah Khashoggi returned to the United States".

"We are pleased that is the case," spokesman Robert Palladino said.

Khashoggi, a dual US-Saudi citizen, had his passport restricted by the kingdom earlier this year.

https://www.middleeasteye.net/news/son-jamal-khashoggi-leaves-saudi-arabia-report-1805999611

https://www.reuters.com/article/us-saudi-khashoggi-son/son-of-saudi-journalist-khashoggi-has-left-saudi-arabia-sources-idUSKCN1MZ2C8

(* A P)

Jamal Khashoggi: Saudi officials let Turkish police search well at consulate after initial refusal

Saudi officials have allowed Turkish police to search the well at the Saudi consulate in Istanbul where some remains of Jamal Khashoggi were reportedly found.

Initially it was reported they had refused permission.

https://www.mirror.co.uk/news/world-news/breaking-jamal-khashoggi-saudi-arabia-13471605

(** A P)

Saudi crown prince vows to bring Khashoggi killers to justice

Saudi Arabia’s powerful Crown Prince Mohammed bin Salman vowed on Wednesday that the killers of Jamal Khashoggi would be brought to justice, in his first public comments since the journalist’s murder sparked global condemnation.

Striking a defiant tone, Prince Mohammed told international investors at a major conference in Riyadh that the furor over Khashoggi’s killing at the Saudi consulate in Istanbul would not derail the kingdom’s reform drive.

His comments came hours after U.S. President Donald Trump was quoted by the Wall Street Journal as saying that as Saudi Arabia’s de facto ruler, the crown prince bore ultimate responsibility for the operation that led to Khashoggi’s death.

“We will prove to the world that the two governments (Saudi and Turkish) are cooperating to punish any criminal, any culprit and at the end justice will prevail,” Prince Mohammed said to applause.

https://www.reuters.com/article/us-saudi-khashoggi/saudi-crown-prince-vows-to-bring-khashoggi-killers-to-justice-idUSKCN1MY1RW

and film by BBC: https://www.youtube.com/watch?v=gNay9Igb-jM

My comment: Applause??? Oh my God. – As in the case of Yemen, Saudi Arabia thinks it could examine its own crimes.

And this is a Saudi media report, with films: https://english.alarabiya.net/en/features/2018/10/24/Saudi-Crown-Prince-to-speak-at-Future-Investment-Initiative.html

(** A P)

Saudi Crown Prince Vows Khashoggi Justice in Defiant Speech

Saudi Arabia’s crown prince said he would bring to justice the killers of government critic Jamal Khashoggi and prevent a permanent breach with Turkey in a defiant speech that signaled confidence in his authority even as international outrage refuses to abate.

In his first public comments since Saudi Arabia acknowledged the death of the Washington Post columnist, 33-year-old Prince Mohammed bin Salman called the killing a “heinous crime” but offered no new information on what happened. He also acknowledged the resilience of Qatar’s “strong economy” in a surprising shift of tone for the man who has spent more than a year enforcing an embargo against the small gas-rich emirate.

Dampening speculation he could be pushed aside, the prince appeared relaxed, ebullient and conciliatory toward Turkey, which has stopped just short of blaming him for the killing inside the Saudi consulate in Istanbul.

“Saudi Arabia is carrying out all of the legal procedures to investigate and present the guilty to trial,” the crown prince told an investment summit in Riyadh that has been marred by Khashoggi’s death. “Many are trying to take advantage of this painful incident to divide the two [Turkey and Saudi Arabia], but they won’t be able to do so.”

Erdogan Talks

Shortly before Prince Mohammed took the stage for a panel discussion at the Future Investment Initiative, he spoke to Turkish President Recep Tayyip Erdogan about the killing of the one-time Saudi insider turned exiled critic.

News of the telephone call appeared to calm growing speculation that Turkey was edging toward implicating the crown prince

Despite the international tensions, Prince Mohammed was a picture of confidence. Speaking to a packed auditorium of at least 1,400 people, with other attendees lining the walls, the prince promised an overhaul of Saudi security services and said that ties with Turkey would remain strong so long as he and his father, King Salman, were in power.

“This was a very, very painful incident for all Saudis and everybody else on the planet,” he said of the Khashoggi killing. “It was unnecessary.”

https://www.bloomberg.com/news/articles/2018-10-24/saudi-prince-vows-to-protect-turkey-ties-after-khashoggi-death

(* A P)

Turkey Isn’t Aiming for Regime Change in Saudi Arabia, Official Says

Turkey is investigating a crime that could lead to Crown Prince Mohammed bin Salman, but has no interest in interfering in Saudi internal affairs or trying to influence who becomes the next king, an official at Turkey’s presidential palace told Bloomberg.

If, however, the investigation into those responsible for the killing of Saudi insider-turned-critic Jamal Khashoggi leads to the crown prince, “then that’s his problem,” said the official, who asked not to be named because of the sensitivity of the issue.

“Somebody must have given the orders” and it’s not believable that a band of officials close to Prince Mohammed would have taken matters into their own hands, the official added. The Saudis need to answer questions including about what happened to the body, and the identity of an alleged local collaborator who took possession of it, the person said.

https://www.bloomberg.com/news/articles/2018-10-24/turkey-isn-t-aiming-for-regime-change-in-saudi-official-says

(A P)

Erdogan, Saudi Crown Prince discuss steps to bring transparency to Khashoggi killing: source

Turkish President Tayyip Erdogan spoke to Saudi Arabian Crown Prince Mohammed Bin Salman on Wednesday, and the two discussed the steps needed to bring to light all aspects of the killing of journalist Jamal Khashoggi, a presidential source said.

https://www.reuters.com/article/us-saudi-khashoggi-erdogan-prince/erdogan-saudi-crown-prince-discuss-steps-to-bring-transparency-to-khashoggi-killing-source-idUSKCN1MY245

My comment: Now, will Erdogan help the Crown prince to push the matter under the carpet, by blaming the fall guys?

(A P)

Saudi Crown Prince Has ‘Blood on His Hands,’ Erdogan Aide Says

Saudi Crown Prince Mohammed bin Salman has “blood on his hands” in the killing of government critic Jamal Khashoggi, a top aide to Turkey’s president said, in his country’s first direct accusation against the power behind the Saudi throne.

The allegation by Ilnur Cevik came a day after President Recep Tayyip Erdogan said the killing was premeditated but stopped short of implicating the brash young leader

“It is a futile gesture trying to distance the crown prince from the monstrous atrocity that has been committed by the Saudis,” Cevik said in a column published on Wednesday. “U.S. President Donald Trump may try to stand up for MBS so Washington can use him for its plans against Iran; however, from now on, wherever the crown prince goes, he will be regarded as the man with Khashoggi’s blood on his hands.”

The Saudis have much to explain to the international community and are doing a very poor job, Cevik added.

“Their explanations, alibis and statements are full of contradictions that keep adding to the massive fiasco Riyadh is facing,” Cevik said. “The Khashoggi murder will linger like a curse, haunting Mohammed bin Salman throughout his journey to become the new king of Saudi Arabia.”

https://www.bloomberg.com/news/articles/2018-10-24/saudi-crown-prince-has-blood-on-his-hands-erdogan-aide-says-jnmtfhjs

My comment: We certainly know this – so what?

(* A P)

Jamal Khashoggi: Saudi journalist's body parts found, say Sky sources

Reports the writer's "cut up" remains were found in the garden of the Saudi consul's house, are "deeply disturbing", says No 10.

Body parts belonging to murdered journalist Jamal Khashoggi have been found, according to two Sky sources.

The sources have told Sky News the Saudi dissident had been "cut up" and his face "disfigured".

One source also suggested the writer's remains were discovered in the garden of the Saudi consul general's Istanbul home - located around 500 metres away from the consulate.

It contradicts the explanation being made by Saudi officials that the body was rolled up in a carpet and handed to a local collaborator who was tasked with disposing of the evidence.

https://news.sky.com/story/sky-sources-jamal-khashoggis-body-parts-found-11533202 and film: https://twitter.com/SkyNews/status/1054714830777733120

My comment: This has not been denied by the Turkish investigators.

(A P)

Khalid bin Salman, brother of the crown prince: I send my sincerest condolences to the family and friends of Jamal Khashoggi, a Saudi citizen who served his country for many years. May God rest his soul.

https://twitter.com/kbsalsaud/status/1055236664556175360

(* A P)

Jamal Khashoggi’s Son Meets Saudi King And Crown Prince In Disgraceful Photo Op

Officials in Saudi Arabia summoned Salah Khashoggi, the eldest son of the late journalist Jamal Khashoggi, to a palace in Riyadh on Tuesday, where he posed for photos with King Salman and Crown Prince Mohammed bin Salman.

While the Saudis claim that the son “expressed ... great thanks to the Saudi King and Crown Prince for their condolences,” the pictures suggest otherwise, and with good reason.

Salah Khashoggi himself has been barred from leaving Saudi Arabia since last year because of his father’s criticism of the Saudi regime, a friend of the Khashoggi family told the Associated Press.

Regardless of the intent behind the staged photos, the event didn’t sit well with observers on Twitter, many of whom noted its similarity to other forced photo ops with murderous tyrants (with photos, tweets)

https://www.huffingtonpost.com/entry/saudi-king-and-crown-prince-meet-with-family-of-jamal-khashoggi_us_5bcf37f8e4b0d38b587c8e54

and

(* A P)

Saudi Foreign Ministry: @KingSalman receives Sahl bin Ahmed Khashoggi and Salah bin Jamal Khashoggi in the presence of #CrownPrince and share their deepest condolences and sympathy to the family of Jamal Khashoggi, may God rest his soul (photos)

https://twitter.com/KSAmofaEN/status/1054727584016224259

https://twitter.com/ragipsoylu/status/1054725377552252929

video: https://www.bbc.com/news/av/world-middle-east-45959443/jamal-khashoggi-journalist-s-brother-and-son-meet-saudi-king-and-crown-prince = https://twitter.com/ragipsoylu/status/1054746033685708800

A photo of Saudi Crown Prince Mohammed bin Salman shaking hands with the journalist Jamal #Khashoggi’s son has created a social media storm.
Chris Doyle from the Council of Arab-British Understanding told Al Jazeera English the photo is a communications failure:
"It's another example in this situation where some of the Saudi attempts to win the public relations war is failing." (video)

https://www.facebook.com/aljazeera/videos/501596563692139/

The last picture is hard to witness. Also, still wondering if their travel bans will be lifted (photo)

Correction: while Salah is his son, Sahal is his brother.

The eyes of #JamalKhashoggi’s son speak volumes.

https://twitter.com/Ana3rabeya/status/1054730682377875462

Salah, Jamal Khashoggi’s son, who is banned from travel. They brought him to the royal court to accept condolences. The look on his face. This photo makes me want to scream and throw up

https://twitter.com/manal_alsharif/status/1054737221507522560

texts added to the photo https://www.facebook.com/photo.php?fbid=314521422708428&set=a.103349253825647&type=3

https://twitter.com/DdaannHhaanniiu/status/1055009733885747200

The son of #JamalKhashoggi (banned from travel) received by King Salman (for condolences). How ruthless it is for a guy to stand inches away from the person who is believed to be his dad's killer. Ruthless (another photo)

https://twitter.com/fqadi/status/1054728636031471617

The killers received Khashoggi's family to offer condolences. Do not get me wrong, I'm not hinting at the King's gesture; the right hand of the bodyguard says everything about the condolences (part of photo)

https://twitter.com/HussamSanabani/status/1054841093416779777

More Comments: Amongst the most vile & oppressive things a petty despot can do is murder one’s kin & then compel loved ones to thank him for his support & condolences. It’s not enough to abuse & violate his citizenry, citizens must also applaud & thank their abuser

https://twitter.com/EskandarSadeghi/status/1054728016700555265

This is so shameless, immoral and barbaric - even more so than the murder. Reminds of cruel despots from the region - Yazīd ibn Mu‘āwiya 680 AD.

https://twitter.com/SyedKhawarmehdi/status/1054748707021864960

Even Kim Jon Un didn’t make a show of this when he killed his brother. Given Trump’s first obsequious cabinet meeting, I can see him reveling in making his supporters do this.

https://twitter.com/soso08/status/1054750393668907009

In all my life, I haven’t seen Saudis this terrified to speak. Friends & family are too concerned about my safety and theirs. & most people I know stopped talking to me out of fear. This new regime is irresponsible, reckless, ruthless and just too scared of its own people.

https://twitter.com/manal_alsharif/status/1054730912955539460

Just imagine the fear and anxiety that #JamalKhashoggi's son went through shaking hands with his father's killer!

https://twitter.com/hosseinsafari99/status/1054732130155143168

Horrible. Adding only further insult and pain to the bereaved, rubbing salt in his wounds.

https://twitter.com/sarahleah1/status/1054756805442703360

and

(A P)

Khashoggi's son draws condolences after torture

At least, they changed his clothes instead of the garment that was being beaten and dragged.

He was pulled from his house on his face to accept the condolences and the hand on the trigger accept or follow your father

https://twitter.com/sawt_hor/status/1054846199327531008

My comment: As claimed in this tweet according to the photo attached.

And

( A B P)

How Will Caligula Fall?

The king and the clown prince of Saudi Arabia ordered a son of Jamal Khashoggi to appear in front of them so they could express their condolences for the murder of his father. This is an attempt by the King Salman to show that his son Mohammad bin Salman is innocent of ordering the premeditated murder of Khashoggi. The audience for the pictures (and video) is the Saudi public which seem unconvinced. But the act is also an insult as Khashoggi's body has not been found* and remains unburied.

The gaze is telling.

There seem to be a lot of conspiracy theories being weaved around the case. Some of them were mentioned in the comments here. I don't buy it. Turkey did not arrange the incident. I see no sign that the U.S., Israel, Qatar or the UAE had a hand in this. This was a very stupid crime committed by Mohammad bin Salman. Or even worse, a mistake. The wannabe-sultan Erdogan is a crafty politician. He is simply riding the wave.

Crooke sees three traditional strategic positions that already reached tipping points and are likely to change due to this event: the U.S. relations with Saudi Arabia, Turkey's role in the Middle East and Israel's strategic defenses.

https://www.moonofalabama.org/2018/10/how-will-caligula-fall.html

(* A P)

Conflicts of news about the appropriation of objects found by a Saudi diplomatic vehicle in the investigation into Khashoggi's death

Turkish media reported conflicting reports on the alleged use of objects found Tuesday in a Saudi diplomatic vehicle in Istanbul in connection with the investigation into the murder of journalist Jamal Khashoggi.

Initial reports on the subject, published by the official TRT channel, CNN Turk and the daily Khobar Turk, reported that the Turkish team of investigators found two bags, documents, computers and clothes in Khashoggi's possession.

But the official agency "Anatolia" Turkish official, although it confirmed in a report later found "bags and different materials" in the car of the diplomatic consulate of Saudi Arabia, but pointed out that these things, according to the investigations, belong to the staff of the diplomatic mission of the Kingdom in Istanbul and not The dead reporter.

Anatolia reported that the joint Turkish-Saudi investigation team, which worked at the site, examined the vehicle and conducted the necessary investigation for two and a half hours.

The official Anatolia news agency reported that the Turkish criminal investigation was the first to reach the garage in the Sultan Ghazi neighborhood, to be joined by a delegation of Saudi investigators.

The Turkish sources pointed out that the number plate (CC34 1736) on the car, which was found in the context of the investigation into the killing of Khashoggi, confirms that it belongs to the Saudi consulate, pointing out that it is similar to those that were spotted in front of the diplomatic mission headquarters on the disappearance of the journalist.

The consulate and garage are separated by 13 kilometers, which usually takes about half an hour on the road during the day in Istanbul.

Meanwhile, Turkish private NTV reported that the Saudi consulate prevented the Turkish police from inspecting the Mercedes because it had not received prior permission, but CNN Turk confirmed that the Turkish authorities would be able to inspect the vehicle on Tuesday.

At the same time, TRT has published images from its own sources and shows the entrance of a BMW car belonging to the Saudi consulate in Istanbul to the same garage, where a diplomatic vehicle was previously parked for the mission itself.

According to TRT, these images document the transfer of objects from the first car to BMW.

https://arabic.rt.com/world/978078-تضارب-الأنباء-تبعية-أغراض-بسيارة-دبلوماسية-سعودية-التحقيق-مقتل-خاشقجي/

and film: https://www.youtube.com/watch?v=VYBHrx7pwbs

My comment: These “Saudi investigators” are a scam. Their only task is to cover the tracks.

(* A P)

Turkey: Saudi hunt for Khashoggi killers must go 'top to bottom'

Turkey’s president on Tuesday dismissed Saudi Arabia’s efforts to blame the killing of a prominent journalist on rogue operatives, calling it a planned, “savage killing”, and demanded Riyadh punish those responsible, no matter how highly placed.

But Tayyip Erdogan stopped short of mentioning Crown Prince Mohammed bin Salman.

Turkish investigators meanwhile found some of Khashoggi’s personal possessions during a search of a Saudi consulate vehicle in Istanbul on Tuesday, broadcaster CNN Turk said.

Erdogan said the person who orchestrated the killing must “be brought to account”. The comments were his most explicit yet in a case that has sparked global outrage.

“Intelligence and security institutions have evidence showing the murder was planned,” Erdogan told members of his AK Party in parliament.

“Pinning such a case on some security and intelligence members will not satisfy us or the international community,” he said.

“The Saudi administration has taken an important step by admitting to the murder. From now on, we expect them to uncover all those responsible for this matter from top to bottom and make them face the necessary punishments,” Erdogan added.

“From the person who gave the order, to the person who carried it out, they must all be brought to account.”

https://www.reuters.com/article/us-saudi-khashoggi-turkey/turkey-saudi-hunt-for-khashoggi-killers-must-go-top-to-bottom-idUSKCN1MX1EA

and film: https://mobile.reuters.com/video/2018/10/23/erdogan-savage-khashoggi-killing-was-pla?videoId=476108793&videoChannel=118169

and

(* A P)

Saudis' killing of Jamal Khashoggi was 'savagely planned,' Turkish president says

Turkish President Recep Tayyip Erdogan said on Tuesday that the killing of Saudi journalist Jamal Khashoggi was "savagely planned" by the Saudis.

Erdogan in a speech to Turkey's Parliament laid out a timeline of events from the moment a team of Saudis arrived in Istanbul for what he said was the intentional killing of Khashogg

Erdogan said Tuesday that the 18 individuals whom Saudi officials identified late last week as having being involved in Khashoggi's death are the same whom a Turkish investigation has found to be responsible, Erdogan said.

The Turkish president didn't mention the audio recording that Turkish media said had recorded Khashoggi's murder. He also didn't present any physical evidence from the investigation.

Erdogan said Saudi Arabia was obligated to reveal the identity of everyone involved and called for the prosecution of those responsible to happen in Turkey.

Erdogan called on Saudi Arabia’s leaders, including the king, to accede to a Turkish trial for the suspects. "My proposal to the Saudis is that the 15 plus three -- 18 -- people who were arrested should be tried on our soil, in Istanbul." (with film)

https://abcnews.go.com/International/saudis-killing-jamal-khashoggi-savagely-planned-turkish-president/story?id=58681908

(* A P)

And that seems to be it. Erdogan has moved on from @JKhashoggi. The most important new detail he disclosed was the three-man Saudi team that allegedly scouted a nearby forest on October 1, which undermines the (absurd) Saudi claim that this was an accidental brawl.

Erdogan promised the "naked truth," but that was less Cinemax nudity and more the basic-cable kind. He raised the pressure on Saudi Arabia but also left himself room to cut a deal, and he went easy on MbS.

One more thought on Erdogan. Turkey has an interest in withholding the most damning evidence until Saudi finishes its "investigation." Saudi wants to drag it out. It'd help to have a competent administration in DC that could apply pressure.

https://twitter.com/glcarlstrom/status/1054669558232084480

and

(* A P)

Erdogan now going into the details of the Khashoggi case. He's making it clear this planning of this began early on, and a lot of coordination between individuals in Istanbul and in Riyadh. Mentioning precise times or arrivals of different travel details of those involved.

The amount of detail that Erdogan is going into seems to be simply this: announcing to the world that he is personally, deeply, invested and interested in the case. And that today, it's not going to be about indirect leaks - it will be about the president of the republic.

Erdogan thus far speaking very respectfully about King Salman, and mentioning that there is an agreement between the two of them about a joint Saudi-Turkish working group investigating the case - and that its work continues. Erodgan trying to keep Riyadh somewhat on side.

Erdogan taking the opportunity to take a swipe at media that smear Turkey's reputation over this case - to wide applause in the chamber. And at the same time, declares that because Khashoggi was an international journalist, Turkey has a special responsibility to act.

This speech is beginning to sound like Erdogan is continuing to hold out hope that King Salman will take further action. He's not revealing any new details - he's just asking questions. And crucially, he is not mentioning the name of Mohammed bin Salman.

Erdogan's message appears to be this to Riyadh: we're not letting this go, so please do what is necessary. The subtext seems to be, we're not producing the smoking gun today. But you know that we know. And we're not promising silence: we're promising continued pressure on this.

Erdogan very cautious around King Salman. He requests, asks, King Salman about basing the investigation in Istanbul - but leaves it at his discretion.

Well, MbS is probably not very comfortable in Riyadh right now. But we are still in drip-drop mode from Ankara: just now from Erdogan. Erdogan wants King Salman to go forward on MbS without making an enemy of the king & seems to figure these public interventions will do it.

King Salman hasn't shown much ease. Either due to age or due to unwillingness. Very unclear if anything Pres. Erdogan shows will cause him to displace MbS. But Erdogan will do everything he can, without making an enemy of the man who will choose the next king of Saudi Arabia.

https://twitter.com/hahellyer/status/1054664492926361601

(* A P)

So far Erdogan's speech is falling well short of his promise to reveal all the 'naked details' of Khashoggi's murder. He's keeping the door open for some sort of deal it seems

It's really sad how many people have used Khashoggi's murder to advance their personal agendas and interests.

Erdogan didn't mention any recording of the murder leaving open the option of letting it disappear if he gets what he wants from Saudi and/or the White House

https://twitter.com/tekaldas/status/1054668348255072257

(** A B P)

Factbox: Who are the 15 Saudis who came to Turkey ahead of Khashoggi's killing?

Saudi Arabia has detained 18 people and dismissed five senior government officials as part of an investigation into the death of journalist Jamal Khashoggi.

Turkish security sources say that when Khashoggi entered the consulate, he was seized by 15 Saudi intelligence operatives who had flown in on two jets just hours before.

A senior Saudi official confirmed to Reuters they were among the 18 Saudis detained, along with three local suspects.

Most of the 15 worked in the Saudi military or security and intelligence services, including at the royal court, according to Saudi and Turkish officials and several sources with ties to the royal court.

Turkey’s pro-government Sabah newspaper published what it said were photographs of the men taken from surveillance footage at the airport, two hotels they briefly checked into, the consulate and the consul’s residence.

The following profiles of some of those detained or dismissed are based on those photographs, Saudi media reports and information from Saudi officials and sources.

SAUD Al-QAHTANI

Saud al-Qahtani, 40, seen as the right-hand man to Prince Mohammed, was removed as a royal court adviser and is the highest-profile figure implicated in the incident.

Qahtani entered the royal court under the late King Abdullah. He rose to prominence as a confidante in Prince Mohammed’s secretive inner circle. He regularly spoke on behalf of the crown prince, known as MbS, and has given direct orders to senior officials including in the security apparatus, the sources with ties to the royal court said.

asked with countering alleged Qatari influence on social media, Qahtani used Twitter to attack criticism of the kingdom in general and Prince Mohammed in particular. He also used Twitter to attack critics and ran a WhatsApp group with local newspaper editors, dictating the royal court line.

Qahtani had tried to lure Khashoggi back to Saudi Arabia after he moved to Washington a year ago fearing reprisals for his views, according to people close to the journalist and the government.

MAHER MUTREB

General Maher Mutreb, an aide to Qahtani for information security, was the lead negotiator inside the consulate, according to the senior Saudi official. He is a senior intelligence officer and part of Prince Mohammed’s security team. He appeared in photographs with the crown prince on official visits this year to the United States and Europe.

According to the Saudi official, Mutreb was selected for the Istanbul operation because he already knew Khashoggi from their time working together at the Saudi embassy in London.

“He knew Jamal very well and he was the best one to convince him to return,” the official said.

Mutreb received Khashoggi at the Saudi consul’s office around 1:25pm. He began urging him to come home and claimed he was wanted by Interpol, the official said.

The official said Khashoggi told Mutreb he was violating diplomatic norms and asked whether Mutreb planned to kidnap him. Mutreb said yes, the official said, in an apparent attempt to intimidate Khashoggi.

SALAH TUBAIGY

Salah Tubaigy is a forensic expert at the Saudi Ministry of Interior’s criminal evidence department, according to a biography posted online by the Saudi Commission for Health Specialties.

MOUSTAFA AL-MADANI

Moustafa al-Madani led the intelligence efforts for the 15-man team in Istanbul, the senior Saudi official said.

According to that official, Madani donned Khashoggi’s clothes, eyeglasses and Apple watch and left through the back door of the consulate in an attempt to make it look like the journalist had walked out of the building.

https://www.reuters.com/article/us-saudi-khashoggi-suspects-factbox/factbox-who-are-the-15-saudis-who-came-to-turkey-ahead-of-khashoggis-killing-idUSKCN1MX2XG

My comment: New information on who spoke to Khashoggi in the consulate seems to be hidden in this “factbox” at Maher Mutreb.

(B P)

Jamal Khashoggi BOMBSHELL: Saudi journalist's friend REVEALS true nature of BARBARIC crime

A FRIEND of the Saudi journalist Jamal Khashoggi, who was brutally tortured and murdered inside the Saudi consulate in Istanbul, has spoken out about the ruthless killing.

Galip Dalay, a visiting scholar at the University of Oxford, was appearing on the BBC’s Newsnight programme when he spoke about the murder of his friend Mr Khashoggi.

Mr Dalay claimed the attack on Mr Khashoggi could not have happened without the Saudi monarchy’s authorisation.

He said: “By now it is clear what has happened.

“It is a gruesome murder. It is a horrendous killing of a very gentle personality, an intellectual and a journalist.

“It was intended, it was premeditated and it is state-sanctioned.”

Mr Dalay urged viewers of the programme to “think about the nature of this murder” and the fact “close and personal aides” of Crown Prince Mohammad bin Salman (MBS) were involved.

https://www.express.co.uk/news/world/1035620/Jamal-Khashoggi-latest-Saudi-journalist-friend-turkey-istanbul-saudi-consulate-Turkey

(* B P)

The top 7 questions on Khashoggi's 'murder' Saudi Arabia needs to answer

The Saudi confession to Khashoggi's 'accidental' murder creates more questions than it answers. Here are the top 7 questions they still have to answer.

Saudi Arabia has admitted to the ‘accidental’ death of Jamal Khashoggi, who they allege died in an ‘interrogation gone wrong’. Their explanations raises more questions than it answers.

While the Saudi story on Khashoggi’s disappearance left many questions unanswered, the new tone after admitting to his death is more of the same.

1) Who ordered the ‘murder’?

2) Adel al Jubeir was also quick to note that the kingdom had no history of assassination or abduction, but when fact-checked, this claim is found to be false.

3) Does Saudi Arabia deny knowledge of the operation or was it part of an 'extraordinary rendition'?

4) Why did the official Saudi Arabian recognition of the murder fail to mention the existence of a “body-double”?

5) Where is Khashoggi’s body?

6) Who was arrested?

7) If the goal was ‘rendition’ and not murder, why was Khashoggi interrogated in Istanbul, and why was a chief forensics expert part of the 15-man team sent to deal with him.

https://www.trtworld.com/middle-east/the-top-7-questions-on-khashoggi-s-murder-saudi-arabia-needs-to-answer-21043

(B P)

Timeline: A look back at the Khashoggi disappearance

https://www.france24.com/en/20181023-timeline-look-back-khashoggi-affair-disappearance-murder-saudi-turkey

Frühere Berichte / Earlier reporting:

Jemenkrieg-Mosaik / Yemen War Mosaic 465, cp8

https://www.freitag.de/autoren/dklose/jemenkrieg-mosaik-465-yemen-war-mosaic-465(Oct. 4)

Jemenkrieg-Mosaik / Yemen War Mosaic 466, cp8

https://www.freitag.de/autoren/dklose/jemenkrieg-mosaik-466-yemen-war-mosaic-466(Oct.7)

Saudi Dissident Khashoggi: Medienschau Teil 1 / Press review 1

https://www.freitag.de/autoren/dklose/saudi-dissident-khashoggi-entfuehrt-ermordet(Oct. 11)

Saudi Dissident Khashoggi: Medienschau Teil 2 / Press review 2

https://www.freitag.de/autoren/dklose/saudi-dissident-khashoggi-medienschau-teil-2(Oct. 15)

Saudi Dissident Khashoggi: Medienschau Teil 3a, b / Press review 3a, b

https://www.freitag.de/autoren/dklose/saudi-dissident-khashoggi-medienschau-3a

https://www.freitag.de/autoren/dklose/saudi-dissident-khashoggi-medienschau-3b(Oct. 18)

Saudi Dissident Khashoggi: Medienschau Teil 4 / Press review 4

https://www.freitag.de/autoren/dklose/saudi-dissident-khashoggi-medienschau-4-1 (Oct. 20)

Saudi Dissident Khashoggi: Medienschau Teil 5a, b / Press review 5a, b

https://www.freitag.de/autoren/dklose/saudi-dissident-khashoggi-medienschau-5a

https://www.freitag.de/autoren/dklose/saudi-dissident-khashoggi-medienschau-5b (Oct. 23)

14:58 27.10.2018
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Dietrich Klose

Vielfältig interessiert am aktuellen Geschehen, zur Zeit besonders: Ukraine, Russland, Jemen, Rolle der USA, Neoliberalismus, Ausbeutung der 3. Welt
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Dietrich Klose

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