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RE: Geld für Wulff: Eine Frage der Ehre? | 09.03.2012 | 04:03

luggi schrieb am 01.03.2012 um 21:09
Es soll so sein ... als Söldner des Maschmeierkapitalismus benötigt er uuunbedingt diesen vom Steuerzahler alimentierten Sold ... weil er ja jetzt keine Unterstützung von seinen Freunden mehr hat und die Ratenzahlung von seiner Schwiegermutti für den Sylter Urlaub und andere Sozialleistungen begleichen muss.

Der Mann gehört in eine Therapie. ###

Nicht dieser Mann, sondern die VEREINIGTEN DEUTSCHEN MEDIEN gehören in eine Therapie:

wwalkie schrieb am 02.03.2012 um 16:54
Ich habe nur einige der Kommentare gelesen, weil ich - wie schon mal ausgeführt - die angewandte Sündenbocktheorie nur schwer ertragen kann...

Natürlich bin ich für den Ehrensold (den er bekommt … , und dies zurecht!):

Erstens, ich bin dafür, weil BILD e tutti quanti dagegen sind. Nach meiner Lebenserfahrung ist dies eine gute Maxime, wenn auch keine exakte Beweisführung. ###

Für "BILD e tutti quanti" kann man auf Deutsch VEREINIGTE DEUTSCHE MEDIEN sagen.
Diese haben aus einem persönlichen Privatkredit und einem persönlichen Anruf auf eine private Mailbox ein Riesen-Politikum bis zur Verletzung des Grundgesetzes gemacht. Jetzt sollen sie auch dazu stehen, dass sie damit Wulff aus dem Amt gemobbt haben. Besonders mit dem Argument, dass er wegen dieser persönlichprivatpolitischen Verfehlungen die politische Ehre des Amtes so beschädigt habe, dass nur noch sein Rücktritt die Ehre dieses obersten politischen Amtes wiederherstellen könne.

Herr Wulff hat also mit seinem Rücktritt und dem Verlust seiner Ehre und bürgerlichen Existenz, seinen Ehrensold aus politischen Gründen mehr als verdient!

Nur wenige hier im Forum scheinen zu ahnen, dass sie mehr oder weniger Akteure, zumindest aber Zeugen des größten MEDIENSKANDALS der Nachkriegsgeschichte waren, bei dem die VIERTE MACHT den obersten Repräsentanten unseres Staates aus dem Amt befördert hat, um zukünftigen Generationen von Politikern ihre wahre Macht zu demonstrieren und nebenbei noch die Auflage zu steigern.

Weitere Stimmen aus diesem Blog:

Magda schrieb am 02.03.2012 um 13:38: @ ed2murrow-
Wäre er wirklich reich, würden sie ihn nicht so behandeln. Sie treten in diesem Land gern auf solchen Leuten herum, die nicht in großem Stil, wirklich gigantisch bescheißen, sondern nur auf solchen, die ein bisschen "mickrig" sind. Da fühlt man sich dann gehoben und besser, als dieser Klinkerhüttenbesitzer.

Magda schrieb am 02.03.2012 um 09:28: Ich bin für die Gewährung.

Es ist - aus meiner Sicht - einfach menschlich stilvoller, ihm diesen Sold zu zahlen. Er ist für Verfehlungen, die in der Zeit seiner Ministerpräsidentschaft lagen, ins Feuer der Kritik geraten. Das ist auch Johannes Rau so geschehen, aber der hatte mehr Geschick bei der Verteidigung.

Wulff ist weniger wegen der Schwere der Verfehlung, als wegen der "Kleinheit" seiner eigenen Argumente und des schlechten Krisenmanagements zum Rücktritt gedrängt worden. Und - ganz gleich wie seine Strategie ausgesehen hätte, BILD wollte ihn nicht mehr und sie hätten nicht geruht und nicht gerastet, bis er aus dem Wege ist.

Wulff hat es jetzt ganz sicherlich schwer, er ist verschuldet, er wird so leicht keinen Job kriegen, er ist am Boden. Und in diesem Zustand tritt man nicht nach. Auch nicht finanziell...

KarinL. schrieb am 02.03.2012 um 09:41: Lieber JA,

… Solange Wulff keine Verurteilung per Gesetz, kein Rechtsbruch nachgewiesen wurde, hat er Anspruch auf seinen "Ehrensold"...

Im übrigen finde ich auch dazu die Kommentare vom ZDF interessant. Vorallem aber, das dort in einem Kommentar die Medienwelt angeprangert wird. Mit Recht wie ich meine!

blog.zdf.de/zdfdasblog/2012/02/29/ehrensold-eine-kleingeistige-debatte/#more-4636
Hier mal einen Auszug:

"Was mir viel mehr Sorgen macht, weil es viel größere Wellen schlägt und auch schlimmere Folgen nach sich ziehen kann, ist die von unrechtsstaatlichem Spirit durchwachsene “normale” Medienwelt, welche verurteilt und aus dem Amt treibt eben OHNE rechtsstaatliche Aufklärung und juristisch saubere Verurteilung. Wenn wir uns als Bananerepublik fühlen müssen, dann am ehesten deshalb."

Ich sehe das genau so, da es den Medien vorwiegend nur noch um Macht und Meinungsmache geht, anstatt um investigativen Journalismus!

Warum achten Medien nicht einfach auch den "Rechtsstaat", anstatt Macht aus zu üben? Das wäre doch mal für Blome und BILD eine interessante Fragestellung, oder?

Herzliche Grüße, KarinL

ideefix schrieb am 02.03.2012 um 11:08 @Helena Neumann

ich denke, ich weiß noch ganz gut, was seinerzeit mit der Parole "das Private ist politisch" bspw. von der Redaktion der Courage gemeint war...

Die Medien verstehen darunter etwas ganz anderes, allen voran die Bild, wie man an der Causa Wulff bemerken konnte.

Könnte man als exemplarisch für die Boulevardisierung der Politik bezeichnen den Vorgang.
Fehlt noch was Prickelndes aus seinem Ehe und Familienleben, das wäre nur konsequent...

ch.paffen schrieb am 02.03.2012 um 02:15: Geld für Wulff:

weil auch die BILD voll pfiffig ist – eigen Umsätze generieren (BILD hat ne Menge Spaß an und mit Wullf gehabt) * gell Blome * Folgekosten solidarisieren (Ehrensold aus „Steuergeldern“) * dem ökonomischen mainstream folgen andere zahlen zu lassen (z.B. Banken machen Kohle – die Privatkunden die auch Teil der Zivilgesellschaft sind zahlt 2 mal – für den „Kauf“ und dann mit ihren Steuern und hey wer nur einmal zahlt kann sich ja das sparsame Mäntelchen der schwäbischen Hausfrau hüllen – sehr sinnvoll in diesen eiskalten Zeiten * oder * Griechenland, da bezahlt auch die Zivilgesellschaft die Kosten für die Blödpolitik und wir klöppeln den deutschen Anteil am Rettungsschirm mit genau den Steuern der Zivilgesellschaft * Steuern zahlen ist ja Ehren Sache – gell Blome

Sorry JA, ist ein klein wenig so wie JEHOVA SAGEN * die Sache mit den Steinen * gell * so kann einen „Jagderfolg“ einholen …..
JEHOVA @ COMMUNITY * oh oh * Steuern zahlen ist ja Ehren Sache – gell …..

Feine Restnacht noch, Christiane Paffen

Georg von Grote schrieb am 02.03.2012 um 02:21: Sag mal Päffchen,

redest Du so auch im wirklichen Leben? :-)

@GvG: Wichtig ist der Inhalt, nicht nur leicht verständliches Geschwafele.

MEMO: Die verlorene EHRE der Katharina Blum.

RE: Die Kriegshetze geht weiter | 07.03.2012 | 15:42

Hans Springstein schrieb am 05.03.2012 um 02:04
... Und Herr von Grote: Da haben Sie aber brav Ihre ZEIT gelesen, wo der Sozialdemokrat Freimut Duve vor fast 17 jahren seinen unsäglichen Artikel über die "Rampe von Srebrenica" (zum Nachlesen: www.zeit.de/1995/30/An_der_Rampe_von_Srebrenica) veröffentlichte.
Fast könnte ich mich aufregen trotz nächtlicher Stunde. Und wenn schon pauschal, steht doch eins fest: Das haben die Jugoslawen nicht verdient, ausgerechnet von den Nachkommen jener, die im 2. Weltkrieg ihr Land überfielen und sich schlimmster Kriegsverbrechen dort schuldig machten, mit genau diesen in einen Geschichtstopf geworfen zu werden. #

Werter Herr Springstein, ich habe große Probleme, den Sinn dessen zu verstehen, was Sie uns sagen wollen.

Um Sie nicht gleich wieder in nächtlicher Stunde aufzuregen, fange ich mit einer mutmaßlichen Gemeinsamkeit an: Es stimmt leider, dass die Kriegshetze gegen Syrien weitergeht.

"Ich habe es erwartet und sie haben es getan: Die Kriegshetzer in den deutschen Medien haben nun auch im Fall Syrien die Srebrenica-Karte gezogen. Das haben sie schon bei Libyen gemacht."

Wie ich bereits erläutert habe, ist das überhaupt nicht zulässig. Weder Libyen noch Syrien sind mit dem Zerfall Jugoslawiens in die Teilrepubliken und den anschließenden ethnischen Säuberungen und schon gar nicht mit dem Genozid an der bosnisch-muslimischen Bevölkerung durch das serbisch-faschistische Milosevic-Regime mit seinen faschistoiden Serben vergleichbar.

Anstatt nun die Vergleichbarkeit in Frage zu stellen, stellen sie offensichtlich die Realität des Genozid in Frage. Das wäre eine seltsame Logik, wie ich sie von meinem vierjährigen Sohn her kenne oder von Pippi Langstrumpf nach dem Motto.:"Da mach ich mir die Welt - widde widde wid - wie sie mir gefällt."

Vielen Dank für den Hinweis auf den Artikel des Sozialdemokraten Freimut Duve von 1995. Besser kann man die damalige Situation nicht beschreiben. Duve hat nicht einen unsäglichen Artikel über die "Rampe von Srebrenica" geschrieben, sondern einen zutreffenden Artikel über die unsägliche "Rampe von Srebnica", wo die bosnischen Menschen selektiert wurden in Ermordung (männliche) und in Vertreibung.

Ein unsägliches Verbrechen mitten in Europa unter den Augen der NATO-"Schutztruppe". Unfassbar für die Selektierten, schlimmer als in Ausschwitz. Das hatten die bosnischen Jugoslawen nicht verdient, dass sie das Opfer der schlimmsten Kriegsverbrechen nach Ausschwitz wurden - und das durch ihre früheren Nachbarn und Bekannten. Unfassbar für die Selektierten und Ermordeten, und noch mehr für die Überlebenden, die das mit ansehen mussten.
Vergewaltigungen im Beisein der Ehemänner, die größte Schande für einen Muslim, soll nur erwähnt werden. Ebenso wie nach Deutschland eingewanderte Serben, die übers Wochenende zum Moslem-Jagen nach Bosnien fuhren.

RE: Die Kriegshetze geht weiter | 07.03.2012 | 09:36

Georg von Grote schrieb am 05.03.2012 um 13:30
Herr Springstein,
ich vergleiche Srebenica keineswegs mit dem was die Nazis machten. #

Herren Springstein und GvG,
ich vergleiche Srebrenica sogar total mit dem was die Nazis machten. Begründung kommt in den folgenden Kommentaren.

RE: Die Kriegshetze geht weiter | 07.03.2012 | 09:07

Georg von Grote schrieb am 07.03.2012 um 04:43
... Sarajewo wurde, als der Krieg begann, in München sehr bewusst.
Es gibt hier ein Festival der Filmhochschulen. Sarajewo hatte eine sehr berühmte. Vor dem Krieg. Als der Krieg begann, war es vorbei. Ein Journalist, ein Mitarbeiter des BR, der vor Ort drehte, schmuggelte damals die Filme, die die Schüler noch mit dem wenigen Material machen konnten, das sie noch hatten, raus. Das war Thomas Hausner, damals quasi Kriegsberichterstatter für die ARD.

Die Filme, die er dabei hatte waren eine Wucht. Kreativ, erschütternd teilweise. #

Spätestens seit den olympischen Winterspielen 1984 war Sarajevo eine mitteleuropäische Stadt wie Wien oder München, zumindest bei der jungen Generation, nicht nur in der Filmkunst, auch am Theater oder in der Malerei.

Beograd/Serbien war degegen Balkan. Deshalb musste Sarajevo weg! Besser vernichtet, als nicht mehr von Belgrad abhängig und nicht mehr auszubeuten als selbstständiges, von Beograd abhängiges Land.

Tragisch. Vergleichbar mit dem Brudermord Kains an Abel.

RE: Die Kriegshetze geht weiter | 07.03.2012 | 08:46

Georg von Grote schrieb am 07.03.2012 um 04:43
Doc Ex bin schon überrascht über diese unerwartete Schützenhilfe.
Der Babic-Artikel ist tatsächlich ein Hammer. Ich frage mich, wie man den redaktionell ungeprüft durchwinken konnte. #

An sich sollten Sie es nicht auf sich beziehen und als Schützenhilfe bezeichnen.
In Sarajevo habe ich die Mechanismus kennengelernt, die zum Genozid geführt haben. Es sind dieselben, die zum Homozid des Bundespräsidenten Wulff geführt haben.

RE: Die Kriegshetze geht weiter | 07.03.2012 | 08:27

Hans Springstein schrieb am 05.03.2012 um 10:34
@Lukasz Szopa
... Und grundsätzlich bleibe ich dabei, was auch schon Helmut Schmidt sagte: Mit Krieg von außen werden keine innerstaatlichen Konflikte und Bürgerkriege gelöst. Krieg ist nie eine Lösung bzw. sollte keine mehr sein im 21. Jahrhundert nach all dem Leid infolge von Kriegen allein in Europa. Aber das ist wahrscheinlich zu unrealistisch gedacht ... Der Irrsinn wird nicht enden. #

Der Genozid des Belgrader Milosevic-Regimes an den (muslimischen) Bosniern war kein innerstaatlicher Konflikt und erst recht kein Bürgerkrieg. Er wurde natürlich von den Mördern so dargestellt, um die Weltöffentlichkeit zu täuschen. Sie brauchten dann wie die GRÜNEN kein schlechtes Gewissen zu haben für ihren Pazifismus. Wie die Appeasement-Politik gegenüber Hitler, bis es zu spät war.

Das zu dem Genozid in Ex-Jugoslawien.

Bei Syrien hat Helmut Schmidt Recht.

RE: Die Kriegshetze geht weiter | 07.03.2012 | 08:10

Andreas Kuntz schrieb am 07.03.2012 um 01:24
"Doch der Altar, auf dem diese Schlachtopfer anfallen, ist für alle Seiten derselbe: Es ist der imperiale Anspruch namens: "Assad muß weg"." #

Das erinnert mich an WULFF MUSS WEG !

RE: Die Kriegshetze geht weiter | 07.03.2012 | 08:06

@Springstein,
ich kann als Traumatisierter des Genozids immer noch nicht fassen, dass ein Mensch wie Sie denken und argumentieren kann, völlig uneinsichtig! Falls Sie es nur vorspielen, ist noch schlimmer.
Ich habe persönlich miterlebt, wie die perfide Idee des Genozids in die Köpfe der Menschen gebracht und dann realisiert wurde. Srebrenica war nur eine der vielen Manifestationen, man denke nur an die vielen serbischen KZ-Lager, wie in Omarska.

Wie GvG am 05.03.2012 um 20:19 sagt:
Ein Genozid kann nicht nach der Anzahl der Opfer bewertet werden, sondern nur nach der Perfidität der Idee, die dahinter steckt.
Srebeneca war ein Genozid.

RE: Die Kriegshetze geht weiter | 07.03.2012 | 07:31

Rosa Sconto schrieb am 05.03.2012 um 03:35
Na wunderbar, alles das Gleiche. Alles Kriegshetzer. So ein Unfug sollte als Topbeitrag in der FC gelisted werden! Soviel Unkenntnis ist schon fast unvorstellbar!

Ich bin aus Sarajevo, habe die ersten 2 Jahre von dem Krieg dort live erlebt und wünsche Ihnen das Gleiche, damit Sie sich einmal an die Realität gewöhnen wie es ist täglich wie ein Kaninchen von Heckenschützen gejagt zu werden. Selbst was Sie zu Homes absondern ist vollkommener Unsinn. Sie haben überhaupt keine Ahnung und kommen hier mit ein paar lausigen Belegen. #

Ja sam izbijeglica iz Sarajava!
Ich bin Flüchtling aus Sarajavo!

Ihre dargestellte live Realität kann ich bestätigen. Allerdings würde ich nicht von (Bürger-)Krieg sprechen, sondern von GENOZID !

Dann sagen Sie:
„Natürlich würde jede militärische Intervention in Syrien alles nur verschlimmern. Es gibt nur politische Lösungen ...“

Meine Erfahrungen und Erlebnisse aus Ex-Jugoslawien und dem Genozid an den (muslimischen) Bosniern durch die serbischen und kroatischen faschistischen Regime Milosevic und Tucman haben ergeben, dass durch ein frühzeitiges militärisches Eingreifen der EU/NATO der Völkermord an den Bosniern und das Massaker von Srebrenica zu verhindern war. Und zwar nachdem offensichtlich war, dass die Appeasement-Politik am Ende war und bei den Akteuren Milosevic, Mladic und Karadjic nur Erheiterung erregt hat, man denke nur an das beschämende Verhalten der NL/NATO - “Schutztruppen“ in Srbrnica, einmalig in der Geschichte der Europas, vielleicht nur vergleichbar mit Schwarzafrika in Uganda/Burundi.

Die Situation auf dem Balkan war damals nach Titos Tod vergleichbar mit Europa um 1937-1945, wobei das Milosevic-Regime und die Serben völlig vergleichbar mit dem Hitler-Regime und den Deutschen waren. Bosnien-Herzegowina (BiH) kann man mit dem damaligen Tschechien oder Polen vergleichen, mit den serbischstämmigen (alterim deutschstämmigen) Bevölkerungsgruppen. Die Milosevic-Serben waren direkt vergleichbar mit den Nazi-Deutschen in ihrem nationalistischen Massenwahn, Massenpsychose und Massenhypnose sowie Verfolgungswahn. Besonders ausgeprägt im Kosovo, wo Milosevic nicht umsonst nach Titos Tod mit der psychotischen Vorbereitung des Genozids gegen die muslimischen Bosnier und Kosovaren geschürt hat. Die Serben auf dem Balkan und in Jugoslawien waren seit 1918 mit den Hitler/Nazi-Deutschen vergleichbar.

Der einzige signifikante Unterschied ist der, dass Hitler-Deutschland zu völligen Kapitulation gezwungen wurde und so bald die Basis für Demokratisierung und Frieden geschaffen wurde, während man dies den Serben erspart hat und deshalb bis heute keinen echten Frieden und Zusammenarbeit in BiH, geschweige denn in Ex-Jugoslawien hat. Und viel schlimmer, Bosnien wurde für den Extrem-Islam wahabitischer gegenüber der friedlichen alewitischen Prägung geöffnet, und das in Mitteleuropa. BiH zählt(e) nämlich dank der K mehr als das orthodoxe Serbien zu Mitteleuropa, dessen Seele immer noch mehr Russland zugeneigt ist. Deshalb hat BiH historisch eine höhere Priorität in die EU aufgenommen zu werden als Srbia.

Wie weit diese Diagnose auf Syrien übertragbar ist, kann ich noch nicht beurteilen. Ein wesentlicher Unterschied ist aber der, dass es sich in Syrien um eine politisch motivierte Auseinandersetzung/Bürgerkrieg(?) einer homogenen Bevölkerung unter sich innerhalb ihrer Staatsgrenzen handelt, also vergleichbar mit Tunesien. Weniger mit Ägypten und dem Irak vergleichbar, wegen unterschiedlicher Religionen Moslems/Kopten bzw. Sunniten/Schiiten.

Bei Syrien ist es nicht abwegig, dass Israel agitiert, und die USA/CIA als Handlanger Israels im Near East mitmischen. Öl und Pipelines spielen sicher auch eine Rolle, und die politische Verbindung Syriens zum Iran. Feststeht aber eines, dass wir alle medial wie im Falle Iraks manipuliert werden, zur Manipulation gehört auch jeder Vergleich mit irgendeinem Genozid.

Vorläufiges Fazit deshalb wie bei Rosa Sconto:

„Natürlich würde jede militärische Intervention in Syrien alles nur verschlimmern. Es gibt nur politische Lösungen ...“

Und Intervention ist schon aus völkerrechtlichen Gründen verboten!

RE: Die Kriegshetze geht weiter | 07.03.2012 | 05:24

Rapanui schrieb am 05.03.2012 um 13:19
@ Georg von Grote schrieb am 04.03.2012 um 23:04

>>>Aha! Srebenica ist also NUR eine Legende.

Das Ziel des NATO-Krieges ist erreicht, wenn das letzte nationale Hindernis für die Umformung Serbiens zum kapitalistischen Markt beseitigt ist und die Beherrschten in nationalem Bewusstsein diszipliniert sich fügen. #

Als Zeitzeuge 1991/1992 vor Ort und anschließend aufmerksamer und persönlich betroffener Beobachter kann ich sagen, dass Sie beide Recht haben.