Dominik Lawetzky
19.03.2017 | 17:47 2

Lasst Erdogan sich lächerlich machen

Kommentar Erneut vergreift dich Recep Tayyip Erdogan massiv im Ton. Jetzt heißt es: Ruhig bleiben!

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied Dominik Lawetzky

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan warf Bundeskanzerlin Merkel nun direkt Nazi-Methoden vor. „Du benutzt gerade Nazi-Methoden“, sagte er in einer Rede, die im Fernsehen übertragen wurde. Merkel und die Bundesregierung sollten darauf nicht reagieren. Erdogan versucht, die Bundesregierung als Feindbild zu skizzieren. Reicht ihm nicht auch noch den Stift und das Papier. Ignoriert!

Eines Merkels größter Stärken ist, dass sie besonnen und ruhig bleibt, auch wenn die Lage noch so heikel ist. Genau das braucht Deutschland jetzt. Würde Merkel mit Gegenprovokation kontern, so würde das Erdogan Nährboden für weitere unter der Gürtellinie platzierte Beleidigungen bieten.

Lasst Erdogan sich lächerlich machen, lasst ihn fallen mitsamt seinem Niveau.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare (2)

konfuzius 19.03.2017 | 18:21

Ich denke, die Kunst der Propaganda besteht darin, Wahrheit, Halbwahrheit und Lüge geschickt miteinander zu verbinden (das gilt für unseren geschleckten Jochen Seibert übrigens genauso).

Wir sollten also immer damit rechnen, dass Teile von Erdogans Behauptungen stimmen. Um hinterher nicht aus den Latschen zu fallen und sagen zu müssen: "Das haben wir nicht gewusst."