DonFerrando

Schreiber 0 Leser 0
Avatar
RE: Gedanken zum System nach dem Mauerfall | 09.11.2014 | 22:57

Das sozialistische System war tatsächlich in dieser Hinsicht besser. Trotz vieler Mängel konnten einige Utopien in die Tat umgesetzt werden. Man könnte also fragen, ist das Glas halbvoll oder halbleer?

1. Es gab keine Arbeitslosigkeit, jedem konnte ein Arbeitsplatzt zugewiesen werden, somit gab es auch keine Exitenzangst

2. Es gab kaum Inflation, die lebenswichtigen Dinge waren extrem billig da stark subventioniert, was auf der Kehrseite wieder negative Folgen hatte

3. Da der Großteil der Arbeitnehmer bei volkseigenen Betrieben beschäftig war, konnte es auch keine Ausbeutung geben

4. Die Einkommensunterschiede waren wesentlich geringer als heute, ebenso war der bescheidene Wohlstand auch gleichmäßiger verteilt

5. Geld hatte eine geringere Bedeutung als heute, da das Waren- und Dienstleistungsangebot weit geringer war

Die DDR hat m.E. sogar bewiesen, dass ein anderes ökonomisches System, basierend auf Staatsbetrieben und Planung funktionieren kann! Das deutlich schlechtere Abschneiden im Vergleich zur kapitalistischen BRD liegt an vielen falschen Entscheidungen im Detail die oft von höchsten Funktionären ohne Fachkenntnis getroffen wurden, und Stellen nicht die Funktion des Ganzen in Frage.

RE: Der deutsche Unrechtsstaat | 04.10.2014 | 11:53

Da stimme ich Ihnen voll zu!


Wir sollten nicht vergessen, wer die friedliche Revolution begonnen hat. Die Mehrheit der Bürgerrechtler und Reformer in der DDR wollte keine schnelle Vereinigung und erst recht keinen Anschluss an die BRD.


Die DDR entwickelte sich vom Herbst 1989 bis zum Frühjahr 1990 hin zu einem Rechtsstaat. Diese Zeit wird bei der Unrechtsstaat-Debatte ausgeblendet. Urdemokratisch, mit vielen Runden Tischen, Ausschüssen, Kommissionen, Leserbriefen. Es wurde eine neue Verfassung ausgearbeitet, und viele neue Gesetze verabschiedet. Es sollte eine Bildungsreform geben. Auch dieses Gebilde hieß noch(!) DDR. Der Beweiß, dass die DDR dem Rechtsstaat näher kam, aus eigener Kraft. Der DDR-Bürger war dabei, „den aufrechten Gang zu erlernen“, wie es Stefan Heym sagte.


Dieser Prozess war demokratischer, als alles was danach kam. Die Überstülpung des bundesrepublikanischen Systems mit all seinen Posten und Pöstchen. Die allermeisten Reformbestrebungen und Ideen der DDR-Bürgerrechtler sind damit obsolet geworden.


Somit ist die leidige Unrechtsstaat-Debatte ein Schlag ins Gesicht all derer, welche DDR auch während und nach der „Wende“ weiterhin als ihr Land betrachteten, welches nur besser regiert werden müsse. Und unter all denen sind viele namhafte Personen. Hier nachzulesen:

http://www.ddr89.de/ddr89/texte/land.html

(Man beachte die Unterzeichner)

...so dass sich selbst frühere Regime-Kritiker, unter Ihnen zB. Ein Herr Peter Michael Diestel, ein Herr Friedrich Schorlemmer, genötigt fühlen die DDR zu verteidigen, oder Dinge geradezurücken, welche durch die leidige U-Wort Debatte über dieses Land, über diesen Staat mit diesem Un-Wort(!) pauschalisiert werden. Welche Ironie!!!

RE: Unrechtsstaat DDR? | 02.10.2014 | 22:23

Wenn man sich alte "Der Staatsanwalt hat das Wort"-Folgen anschaut, bekommt man in etwa ein Gefühl dafür, wie die sozialistische Rechtspflege und -Moral funktionierte. Herr Przybylski erklärte es auch ganz plausibel. Wie kann es sein, das diese Urteile dem eigenen Gerechtigkeitssinn doch wesentlich näher kommen, als viele Urteile der bundesdeutschen Justiz, welche man so zu hören bekommt? Kann man dann diesen Staat als "Unrechtsstaat" bezeichnen?

Kann ein Staat, in dem die Kriminalitätsrate tatsächlich fünf bis zehnmal niedriger war als im kapitalistischen Ausland, natürlich auch durch eine engere Personenüberwachung und dichte Grenzen, aber auch viele aufrichtige, oder "gerechtere" Maßnahmen, ein "Unrechtsstaat" sein?

Dieser Begriff ist tatsächlich ein Kampfbegriff, ein Unwort, was nicht definierbar ist. Und doch funktioniert es im Medienrausch prächtig.

"Du kommst aus der DDR? Dann hast du doch in einem "...." gelebt!"

"Was fällt Ihnen als erstes beim Begriff DDR ein? Un.....!"

RE: Unrechtsstaat DDR? | 02.10.2014 | 10:55

Wie wäre es denn, mal den Begriff "Sportnation" oder "Leseland" ständig im Zusammenhang mit der DDR zu verwenden oder ihr dieses Etikett zu verpassen?

RE: Konspirative Chips? | 19.09.2014 | 14:04

Das Automatisierte Fahren wird kommen, dessen bin ich mir sicher. Es ist die logische Schlussfolgerung aus der immer größer werdenden Elektronik welche in die Autos gestopft wird. Automatisiertes Fahren gibt es ja bereits: zB Parkroboter, welcher genauer in eine Parklücke einparken als der Mensch, oder automatik-Assistenten welche im Stau selbst fahren. Logisch, dass diese Systeme immer weiter entwickelt werden.

Wenn man das System zu Ende denkt, entstehen aber auch eine Reihe von Problemen:

-Der Ausfall von Sensoren oder Elektronik ist vorprogrammiert, was passiert wenn auf der Autobahn bei Tempo 130 die Elektronik ausfällt?

-die angesprochene Hacker-Problematik, theoretisch würde dann die Möglichkeit bestehen, dass sich ein Krimineller in mein Auto "einhackt" und mich damit gegen einen Baum fährt?

-braucht man dann eigentlich noch eine Fahrschule? Eigentlich nicht.

-Taxifahrer würden auch überflüssig

-theoretisch könnten auch Kinder dann ein Auto "fahren", es ist fast wie Bus fahren, man steigt ein drückt auf einen Knopf und wird ans Ziel gefahren

-durch das viele automatisierte Fahren, würden die meisten Menschen das "echte" Autofahren verlernen, die Reaktionsfähigkeit nimmt ab, eine Gefahr, wenn die Technik mal ausfällt.

Der große Vorteil ist, dass die häufigsten Unfallursachen, wie überhöhte Geschwindigkeit, riskannte Überholmanöver, oder Rotlicht-Fahrten technisch ausgeschlossen wären. Ich bleibe gespannt, was die Zukunft bringt.

RE: Besser und gerechter | 23.10.2013 | 17:11

Wenn das stimmt was sie schreiben, dürfte ja nicht Bayern und Baden-Württemberg mit weit vorn liegen. Die haben selbst einen sehr hohen Migrationsanteil. Es ist vielmehr eine Frage:

Wie bekommt man es hin, das Kinder aus Migranten-Familien in halbwegs geordneten Verhältnissen aufwachsen? (z.B. nicht bei -20 Grad mit dem T-Shirt und ohne Frühstück in die Schule kommen)

Gut deutsch lernen, möglichst schon vor der Schule?

Im Unterricht noch so etwas Diszplin herrscht, dh. der Lärm- und Randalierpegel so niedrig ist, dass NOCH Unterrichtsstoff vermittelt werden kann?

Hat die Schule "Werkzeuge", also Mittel, um bei Verstössen wirksam Schüler und Eltern zur Einhaltung der og. Punkte zu "motivieren"?? Das ganze gilt natürlich auch für sog. "bio-deutsche" Schüler/Eltern.

Für Unwissende empfehle ich mal bei Frl. Krise nachzulesen....

http://frlkrise.wordpress.com/

RE: Besser und gerechter | 22.10.2013 | 10:34

Ganz einfach: Weil wir es uns bei der gegenwärtigen Geburtenrate nicht leisten können, 25% ausbildungsunfähige, unwissende und arbeitsunfähige Schulabgänger zu "produzieren". Die DDR wußte das, und schaffte es, diese Rate auf unter 10% zu drücken, Motto "Keiner bleibt zurück." Dank der sehr guten und straffen Lehrerausbildung und -fortbildung, -ein Baustein von vielen- wovon der Osten heute noch zehrt. Fragt sich nur wie lange??? Horrenden Unterrichtsausfall wegen Lehrermangel haben wir heute schon - zu DDR-Zeiten übrigens undenkbar!

RE: Im Osten rechnen sie besser | 16.10.2013 | 09:20

Die Ergebnisse der Studie veranlasste einen kleinen medialen "Hype" um die Mathe- und Naturwissenschaftskenntnisse der östlichen Schüler loszutreten, der einherging mit einer postiven Erwähnung des DDR-Bildungssystems. So etwas kann doch nicht sein, und das im westdeutsch-domierten Blätterwald! Sogar Frau Kurth, sächsische Kultusministerin lies sich im Fernsehen zu einer postiven Äußerung ihrer DDR-Lehrer-Ausbildung hinreißen. So etwas ist politisch inkorrekt, wird aber ob der Ergebnisse der Studie geduldet.

Ich schätze ein, das gefühlte 70-90%, der ostdeutschen Bürger (und auch DDR-Gegner) mit 23 Jahren Abstand das DDR-Bildungssystem für besser halten als die jetzige bunte BildungsLANDSCHAFT, trotz vorhandener ideologischer Durchdringung. Bei gelernten DDR-Lehrern halte ich die Zustimmung sogar bei gefühlten 99%.

Der DDR-Lehrplan war nicht nur in Mathe und Naturwissenschaften auf hohem Niveau. Auch in Deutsch MUTTERSPRACHE, Sport und polytechnischem Unterricht war das Niveau höher als heute. Deshalb brauchte man auch nur eine Schulform bis zur 10.Klasse.

Trotz allen hintertrauerns wird das Bildungssystem der DDR aber nicht wiederkommen. Vielmehr versucht man, Elemente von damals heute in stark weichgespülter Form wiedereinzuführen, denkt man an gemeinsame Bildungsstandards der KMK. Es wird aber nie die Qualität der DDR erreichen. Man darf gespannt sein was passiert, wenn in den nächsten Jahren die DDR-Lehrer in Rente gehen.

RE: Die Schweiz und das Grundeinkommen | 09.03.2013 | 14:09

"die zahl der kleinen Selbständigen würde drastisch zunehmen." Da gebe ich Ihnen recht, in Form von Schwarzarbeit, bei 66% MWSt. :-)

Blos wer soll dann Ihr BGE bezahlen???

RE: Die Schweiz und das Grundeinkommen | 08.03.2013 | 22:16

Dieses primitive Modell, was keines ist, berücksichtigt zB auch nicht die Sozialversicherung, Ausgaben des Staates für seine eigenen Bediensteten oder Schuldendienst.

Nach den jetzigen Zahlen ist die Zahl der Erwerbstätigen 7mal so hoch wie die der Empfänger von HartzIV. Demnach müßte bei dem Modell ein gigantischer "Steuerüberschuss" herauskommen, da der Autor die beiden Seiten jeweils 1:1 genommen hat. Tut es aber nicht. Daran erkennt man schon, dass dieses "Modell" völlig unbrauchbar ist. Dieses ganze Brimborium ist nichts als heiße Luft!

Und der Autor soll ein Professor sein? Na, ein Mathematik-Professor wars anscheinend nicht! :-D