DoRa

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RE: Eine Stelle im Leben | 22.02.2011 | 21:16

Dieser Artikel erhebt doch nicht den Anspruch einer differenzierten Arbeits(losen)marktanalyse, sondern will nur die Folgen der Streichung von 50% dieser MAE-Maßnahmen (1,50€-Jobs) auf die/den Einzelne/n aufzeigen.

Ich selbst bin seit 2007 Betroffene, fast 61 Jahre alt und finde es keineswegs entwürdigend für 406,00 (Miete) + 359,00 (Lebensunterhalt) + ca. 180,00 (Mehraufwandsentschädigung) =
945€ netto 30 Stunden wöchentlich zu arbeiten.

Es ist unbestritten, dass diese Aktivierungsmaßnahmen kein Weg in den ersten Arbeitsmarkt sind, es mag Missbrauch (Verdrängung/Vermeidung sozialversicherungspflichtiger Festanstellungen) geben, aber unbestreitbar ist auch, dass es eine Vielzahl sozialer Projekte und Angebote ohne diese MAE-Maßnahmen nicht mehr geben wird. Wünschenswert wäre natürlich der Ausbau des Öffentlichen Beschäftigungssektors
(ÖBS/BEZ/Entgeltvariante usw.), aber in diesem Bereich sind die Kürzungen noch drastischer.

Wie soll ich mit 359€ eine adäquate Teilnahme am sozialen, kulturellen Leben finanzieren? Eine meiner wenigen Möglichkeiten der sozialen Teilhabe ist die durch Arbeit.
Meine derzeitige Maßnahme läuft am 28.02 aus und ich hoffe inständigst auf Verlängerung! Ich "liebe" den totalen Rückzug in mein stilles Kämmerlein, weiß aber auch, dass der meine nächste depressive Krise bedeutet.

Ich kann nicht warten, bis das BVG diesen menschenverachtenden Hartz4-Kompromiss kippt, ich kann auch nicht warten, bis ausreichend viele Menschen "Empört Euch" gelesen und verinnerlicht haben.

Ich und ganz, ganz viele Menschen wollen arbeiten
J E T Z T ! ! !