Thomas Geisel vom Bündnis Sahra Wagenknecht: „Braucht die EU wirklich mehr Geld von uns?“

Interview Thomas Geisel war mal SPD-Oberbürgermeister von Düsseldorf, jetzt tritt er für die Wagenknecht-Partei bei der EU-Wahl am 9. Juni an. Mit vernünftiger Wirtschaftspolitik kriegt man die AfD klein, sagt er. Wie genau will er das schaffen?
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 22/2024
Bezeichnet sich selbst als „klassischer Sozialdemokrat“: Thomas Geisel ist BSW-Spitzenkandidat bei der EU-Wahl
Bezeichnet sich selbst als „klassischer Sozialdemokrat“: Thomas Geisel ist BSW-Spitzenkandidat bei der EU-Wahl

Foto: Hanna Lenz für der Freitag

Manche beschreiben Thomas Geisel als Wirtschaftsliberalen, der Schröders Agenda-Politik nachtrauert. Er selbst sieht sich als klassischen Sozialdemokraten. Auf der Terrasse des Hamburger Alsterpavillons spricht der Spitzenkandidat vom Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) darüber, was er nach der Europawahl in Brüssel vorhat. Ein Gespräch über russisches Erdgas, Verbrennermotoren und die Gefahr des Lobbyismus.

der Freitag: Herr Geisel, Sie kommen aus Ellwangen, sind also ein waschechter Schwabe. Werden Sie in Brüssel folglich für mehr Haushaltsdisziplin kämpfen?

Thomas Geisel: Guter Punkt (lacht). Zugegeben, ich bin tatsächlich der Meinung, dass man mit dem Geld auskommen muss, das man zur Verfügung hat. Auch Europa hat ja – pardon ̵