Vorweihnachtliche Annotationen 2012

Weihnachten 2012 | Das Jahr 2012 neigt sich kopfüber dem bitteren Ende entgegen. Weihnachten klopft unerbittlich an alle verschlossenen Türen unseres Landes. Sollten wir es hineinlassen?
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http://www.giftspritzer.info/wp-content/uploads/2012/12/josef-maria-jesus.jpgDie Zeit des “besinnungsfreien Kaufrauschs” hat wieder begonnen. Eltern streifen durch die Billigläden unseres Landes, um ihren quengelnden Balgen die Hackfresse mit chemisch und moralisch belastetem Strandgut aus Bangladesh, Taiwan, Thailand, China und Indien zu stopfen, damit am 24.12.2012 (drei Tage nach Weltuntergang) der staatlich subventionierte Nachwuchs zufrieden “oh, du fröhliche” trällern kann – begleitet vom virtuellen MP3-Chor des unterm Plastikweihnachtsbaum liegenden iPads und einer kostenfreien Weihnachts-App (mit Steve-Jobs-Logo) aus dem Hause des angebissenen, fauligen Apfels…

Wenn dieser Jesus seinerzeit gewusst hätte, für was sein Name und sein öffentlichkeitswirksames Tun alles als Grundlage herhalten muss, so wäre er sicherlich zu dem Schluss gekommen, sein ADH-Syndrom besser nicht auszuleben, sondern behandeln zu lassen. Beispielsweise mithilfe eines erfahrenen Kiffers und des Wirkstoffs Tetrahydrocannabinol (Hauptwirkstoff der Cannabispflanze). Jesus hätte seine Hyperaktivitätsstörung besser wegkiffen sollen, statt eine Schar von 12 Jüngern um sich zu scharen, welche ebenfalls unter diversen dissozialen Störungen litten.

Auch Maria (Mutter von Jesus) trägt eine große Mitschuld daran, dass der geizgeile Media-Markt-Konzern tonnenweise Weihnachtsprospekte in unsere, der Werbeflut nicht mehr standhaltenden, Briefkästen stopft, dass cirka 300 Menschen in einer Textilfirma in Bangladesch ums Leben gekommen sind und dass Kinder in Südostasien in der Vorweihnachtszeit über 100 Stunden pro Woche, unter menschenverachtenden Bedingungen Sklavenarbeit zu verrichten haben – für einen maximalen Monatslohn von 30 bis 40 Euro.

Hätte Maria ihrem wermutabhängigen, impotenten und sexscheuen Josef von Nazareth nicht den Bären der “unbefleckten Empfängnis von einem Engel” aufgebunden, sondern einfach gesagt: “Hey Josef, ich war rattenscharf, geil, rollig und feucht – Du brachtest es einfach nicht mehr auf der Strohkernmatratze und deswegen habe ich mit einem dahergelaufenen Vagabunden gevögelt!”, dann wäre uns heutzutage einiges erspart geblieben. Aber nein, dieses verfluchte Weib hatte eine ausgeprägte Phantasie (heute wäre solch eine Einbildungskraft durchaus behandlungsbedürftig) und stattdessen erzählte sie ihrem Mann was von einem Engel, einer Vergewaltigung und dass der daraus resultierende Rabauke etwas BESONDERES werden wird, da sie Schiss davor hatte, zuzugeben, fremd gefickt zu haben.

Kein Wunder, dass aus Jesus ein psychisch kranker Mensch werden musste. Wuchs er doch mit dem vermeintlichen Wissen auf, Sohn eines daherfliegenden, notgeilen Gottesboten zu sein. Muttern wurde von einem vorbeidüsenden Engel vergewaltigt und der Vater glaubte diese gequirlte Scheiße auch noch.

Jesus zog es vor, das ungeliebte, lügnerische Elternhaus in jungen Jahren zu verlassen und als Wanderprediger durch die Lande zu ziehen. Er wurde mit cirka 30 Jahren ans Kreuz getackert. An seiner Stelle hätte ich vermutlich nicht anders gehandelt. Bei solch einer Biografie muss man zwangsläufig zu einem Hardcore-Borderliner werden…

Frohe Weihnachten. Ihr Dr. Satori.
www.giftspritzer.info

00:12 06.12.2012
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Geschrieben von

Dr. Satori

Kabarettist, Satiriker. Lebensmotto: Das Leben ist viel zu kurz, um ernst genommen zu werden.
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Dr. Satori

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