RE: Eil, Eil, Eil: US-Präsident ist Lügner | 09.03.2017 | 19:08

Ich behaupte, der Autor Paul Mason lebt selbst in einem Paralelluniversum: so lange er sich vormacht, Trump wäre durch paranoide Weiße gewählt worden und nicht etwa deswegen, weil breite Schichten der Bevölkerung seit Jahrzehnten durch die vom Autor so gelobte Globalisierung Einkommensverluste erlitten haben und er der erste Präsidentschaftskandidat gewesen ist, der diese Problematik , die in direkten Zusammenhang mit der Entindustrialisierung der USA durch die Globalisierung steht, radikal angesprochen hat, so lange kann er sich auch einreden, dass die liberalen Medien einfach "nur die Wahrheit" berichten und sieht nicht, dass diese Wahrheit einzig für die zusammengeschrumpfte höherverdienende Mittelschicht gilt, die sich fragt, wo sie denn ihren Viertwagen unterbringen kann - so lange kann er auch nicht erkennen, dass Trumps Wahl durch eine Demokratische Partei ermöglicht wurde, für die, wie Hillary Clinton es so schön ausdrückte, die Wähler Trumps nur "bedauerswerter Abschaum" sind. Wer ist denn nun hier eigentlich der Rassist ? Nehmen wir zur Kenntnis, dass in den USA der amerikanische Traum für fast die Hälfte der Bevölkerung ausgeträumt ist ( 49% glauben lt.Umfrage nicht mehr an ihn) und dieser Teil sollte eine Demokratin wählen, die nur Verachtung für diese "Looser" übrig hat? At least: wenn rechtspopulistische Parteien und Kandidaten zulauf haben, dann hat zunächst einmal ganz deutlich die Linke versagt. So einfach ist das! Alles andere ist Schaumschlägerei!

RE: Schlechter Common Sense | 27.01.2017 | 13:04

"Juden wird kein Nationalstaat zugestanden" ? Eine merkwürdige Aussage, denn sie haben ja einen. Umgekehrt wird ein Schuh draus: die israelische Politik eines religiös getragenen Nationalstaats (um nicht das Wort "Zionismus" zu verwenden), steht den Palästinensern weder einen Nationalstaat , noch die Einstaatenlösung zu. Und somit, schreibt der Historiker Shlomo Sands, wahrscheinlich ein antisemitischer Israeli(?) :" Gleicht ein Jude im Staaate Israel des frühen 21.Jahrunderts nicht einem Weißen im Süden der Vereinigten Staaten vor den sechziger Jahren des 20.Jahrunderts oder einem französischen Siedler in Algerien vor 1962?"(Sands; warum ich aufhöre Jude zu sein; S. 135 - es kommen noch weitere Vergleiche, die sich steigern!) That´s the problem!

RE: Dieser Hass auf Hillary | 26.10.2016 | 18:24

Ich rate all denen, die meinen Hillary wäre eine Alternative, sich einmal 2 Stunden auf You tube die Trump-Videos anzusehen und sich ebenfalls die Kommentare zu Gemüte zu führen. Dazu muss man natürlich das typisch linke Naserümpfen einmal unterdrücken und man kann feststellen: viele Amis haben die Nase voll von einem korrupten System, was sich nicht den Deut um die Menschen kümmert. Sie sind nicht zufrieden mit 2 oder 3 schlecht bezahlten Dienstleistungsjobs, sie möchten ordentliche Arbeit. Die US-Außenpolitik interessiert sie gar nicht, sie halten sie für kriegerisch und unsinnig. Sie erleben täglich, dass die Mainstreammedien allesamt auf Clintons Seite ( bis auf Fox) sind und trauen ihnen keinen Zentimeter. Zur Recht weist Trump darauf hin: 4 von 10 schwarzen Kindern leben in Armut, 6 von 10 schwarzen Jugendlichen haben keine Arbeit. Und ebenfalls zu Recht fragt er:" Warum zum Teufel wollt Ihr weiter Demokraten wählen? Was haben die in den letzten Jahrzehnten für Euch gebracht!?" Selbst Black Panter Mitglieder sprechen sich für Trump aus! Trump über Russland:" Ich werde erst mal mit Putin sprechen." Clinton:" Hinter den Weakileaks-Mails steckt Russland! Russland will den Wahlkampf beeinflussen." Und die Grüne-Kandiadtin Jill Stein brachte es erst kürzlich auf den Punkt:" Trump ist kein Weltuntergang, aber mit Clinton droht der Atomrkrieg." Dem ist nichts hinzu zu fügen - weil damit wäre man US-Amerikaner, die Wahl klar ist.

RE: Von Politik und Tatsachen | 13.10.2016 | 17:51

Postfaktisch? Die Wissenschaftsgläubigkeit ist zutiefst erschüttert, nirgendwo sind für die Menschen mehr Fakten zu entdecken, die sich bei näherem Hinsehen doch nur als "vorläufige Schlussfolgerungen" entpuppen, die zumeist kommerziellen Interessen dienen. Ebenso ist es in der Politik: das TINA-Prinzip, also eine nicht mehr hinterfragbare Faktenlage, so die Politiker, läßt uns keine andere Wahl als... Das dies geradezu danach ruft, sich eine eigene Theorie zu basteln, liegt doch auf der Hand!

RE: Die Revolution wird kommen | 22.09.2016 | 20:03

Rechtspopulistisch? Die Linken kämpfen die anderen Linken und passieren tut nichts. Wieder mal die Mär von der reinen Lehre - oh wie leer!

RE: "Das sind die Bodentruppen der AfD" | 14.09.2016 | 19:25

Es ist eine der Schwächen des Freitag, dass er sich nicht regelmäßig mal mit dem beschäftigt, was in der bundesdeutschen politischen Szene so vor sich geht, nämlich dann hätte man die "Identitäre Bewegung" schon mal analysieren können. In der Reaktion von Jakob Augstein schwingt doch sehr ein abgehobenes linksliberales Weltbild mit, welches ich fast elitär nennen möchte. Und dieses schnelle Einordnen als Bodentruppen der AfD erscheint mir reflexhaft: ich rate beiden, Frau Kässmann und Herrn Augstein sich zunächst vollkommen wertfrei mit dem ganzen Phänomen auseinander zu setzen, auch mal das Gespräch mit dem politsch Andersdenkenden zu suchen. Denn nur dann kann geschehen, was ich hier mal als positives Ergebnis eines solchen Vorgehens präsentieren will: jemand, der seinen Unwillen über die Flüchtlinge kundtat, wurde geradezu von seiner Umgebung gemobbt ("Auf was für Foren bist Du denn..."), eine Frau machte dieses Mobbing nicht mit, verbat sich aber "über Politik" zu reden und erzählte am Rande, dass sich in einem Flüchtlingsheim um die Reparatur von Fahrrädern kümmere. Und eines Tages kam unser Flüchtlingsgegner und gab ein überflüssiges Fahrrad ab. Na also!