RE: Am Soli sollt ihr sie erkennen | 27.11.2017 | 11:24

Hier nur ein paar Gedanken zum Thema im allgemeinen:

Der Soli ist eine zusätzliche Steuer, die jeder nach dem entsprechenden Einkommen prozentual entrichtet. Warum von seiner Abschaffung nur die niedrigen Einkommen, mit entsrechend niedrigem Zugewinn, aber die Leistungsträger mit höheren Einkommen nicht profitieren sollen, erschließt sich mir nicht.

Was Sozialleistungen im allgemeinen angeht, so würde es guttun, sich denen kritischer zu nähern, die sich in der sozialen Hängematte eingerichtet haben. Wir sind meines Wissens das einzige Land, in dem man ohne zu arbeiten, Monat für Monat Geld erhält, fürs Wohnen nichts bezahlen muss, allerlei zusätzliche Unterstüzungen bekommt und bei Erreichen des Rentenalters sogar eine Mindestrente beziehen kann, genausoviel wie jemand, der sein ganzes Leben für wenig Geld gearbeitet hat.

Die linken Parteien täten vielleicht gut daran, wenn sie sich mehr mit den arbeitenden Menschen beschäftigen würden, anstatt mit denen, die nichts zu unserer Gesellschaft beitragen. Hier sollte gekämpft werden, um höhere Löhne, ein akzeptables Rentenniveau, etc. Vielleicht gibt es dann auch wieder bessere Ergebnisse bei den nächsten Wahlen.

Warum gibt es eigentlich keine Möglichkeit, Kinder aus nichtarbeitenden, schwierigen Elternhäusern von Montag bis Freitag in Internaten unterzubringen, wo sie lernen, dass es auch ein anderes, besseres und auch freieres Leben gibt als das, was ihnen oft zuhause vorgelebt wird?

Generell gilt, wer zu sehr alimentiert wird, bewegt sich nicht wirklich. Und, wenn wir ehrlich sind, gibt es immer Möglichkeiten sich zu entwickeln.

Was die FDP angeht, so denke ich, dass sie sich zukunftsorientiert aufstellen will, um mit dem Tempo der wissenschaftlichen und technischen Entwicklung Schritt zu halten und die alten, langsamen politischen Strukturen an die neue Zeit anzupassen. Da spricht meiner Meinung nach nichts dagegen.

RE: Ein Mix aus Macron und Weidel | 20.11.2017 | 17:58

Die "alternativlose" Politik Frau Merkels (u.a. unüberlegter und unnötig hastiger Atomausstieg = Nichterreichen der Klimaziele, unkontrollierte Öffnung der Grenzen = Vertrauensverlust in der Bevölkerung) hat der AFD ihre prozenttechnische enorme Wirksamkeit in Hinsicht auf überhaupt noch mögliche Koalitionen erst ermöglicht. Jetzt spüren sie, wem sie da auf das Trapez geholfen haben. Soweit hätte es nicht kommen müssen, aber die AFD würde ja förmlich herbeiregiert. Die Grünen hatten dabei Glück nicht unter 5% zu rutschen und das nur, weil sie viele als Gegengewicht zur AFD gewählt haben.

Es wird jetzt extrem schwierig eine stabile Regierung zu bilden, nur sollte man der FDP nicht die Schuld am Scheitern geben, weil sie es als erste zugegeben hat. Wenn wir es hier als besser erachten, dass so lange Kompromisse gemacht werden, bis die graue Pampe, die dabei rauskommt, nur noch zum Erbrechen reizt, dann ist es vielleicht besser, man beendet die Sache. und geht es nochmal neu an.

Eins ist sicher, auch in Deutschland sind die Altparteien gewaltig in die Schieflage gekommen und wenn einige von Ihnen nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwinden wollen, dann müssen sie schnell an Lösungen arbeiten, denn die "weiter so Wähler" nehmen langsam aber stetig ab.

RE: Echtes Wunschbaby | 28.08.2017 | 08:34

Der Eindruck, dass der zu 95 Prozent heterosexuelle Teil der Bevölkerung, immer wieder durch die Blume und gerne auch direkt als old fashioned oder wie hier "hinterherhinkend" bezeichnet wird, ist sehr bezeichnend für das, was aktuell in der Gesellschaft einen seltsamen Beigeschmack hervorruft. Indem das eigentlich biologisch Normale zu etwas nicht mehr zeitgemäßen gemacht wird.

Das schönste an dem Artikel ist aber, die Verdinglichung des Kindes. Er schreibt da "das Kind", ein Etwas, was man auch gerne weggeben und ab und zu mal sehen kann, wenn einem danach ist.

Wenn wir uns weiterhin weigern, solche Sachwert-Lebensentwürfe als das zu bezeichnen, was sie sind, nämlich Ausdruck einer gelinde gesagt - grenzwertigen - geistigen Verfassung, und sie weiterhin als alternative, mögliche Lebenentwürfe (ich kann da auch keinen Regenbogen sehen, sondern nur tiefe Traurigkeit empfinden) propagieren, wird unsere Gesellschaft irgendwann daran zerbrechen.

Kinder als Produkt, wie Hunde oder Katzen, zum Ergözen des eigenen Ego. Natürlich perfekt gemacht, designed, was auch immer. Was soll denn das für eine Welt werden?

RE: Feindbild Grüne | 09.02.2017 | 09:23

Wer sich offensichtlich von den Interessen der Mehrheit in der Bevölkerung abwendet und dafür immer häufiger Interessen von Minderheiten (auch eingebildeten) vertritt, wird auch nur noch von diesen bzw. deren Parteigängern wahrgenommen. Wer Energieeinsparung immer teurer, gesundheitlich und nachhaltig bedenklich gestaltet, begibt sich auf ganz dünnes Eis. Die Grünen werden bei Fortführung dieser quasi von der Realität losgelösten Politik im Bund und den Ländern aus den Parlamenten verschwinden. Sieht man sich die Wahlprognosen an, wird es im Herbst darum gehen, die 5% zu erreichen. Vielleicht begreifen sie es noch und fangen an eine realitätnahe Politik zu betreiben, dann würden viele sie möglicherweise auch wieder wählen.

RE: Bruchstelle mit Absicht: Gibt's das wirklich? | 19.01.2017 | 08:50

Offiziell wird Nachhaltigkeit gepredigt, aber die Realität zeigt genau das Gegenteil. Immer kürzere Produktlebenszyklen, Billig-T-Shirts aus Asien, die "Dank der ungehemmten Globalisierung" für ein paar Euro zu Millionen in unseren Läden auftauchen, ein-, zweimal getragen und dann weggeworfen werden. Billiger Plastikkram (aus Erdöl!), der oft nicht einmal die erste Nutzung übersteht. Wieviel Billigarbeitskraft, Material, Energie- und Resourcenverschwendung, mit dem Argument, dass es der Welt damit immer besser geht... Einfach nur traurig und vorallem, niemand, der dieser desaströsen Entwicklung Einhalt gebietet. In Asien verdient ein Arbeiter heute ja 20 Dollar mehr im Jahr, als noch vor Jahren, wie wohltätig doch die Globalisierung ist. Es sind nur wenige, die wirklich daran verdienen, und allen anderen wird sugeriert, dass wir genau das brauchen. Eine Gesellschaft, die sich im Grunde nur noch aus Produzenten und Konsumenten zusammensetzt. Das ist so absurd, so abgrundtief traurig. Wir haben keine Visionen mehr. Was wollen wir eigentlich für eine Zukunft haben? Wollen wir wirklich, ständig auf der Hatz nach immer neuen Dingen, unser Leben verschwenden? Gleichzeitig noch immer dümmer werdend, da wir zwar in Informationen und Wissen förmlich ersaufen, aber ständig weicher gekocht werden, um auch noch die letzte Widerstandskraft im Konsensbrei aufzulösen.

RE: Tatortreiniger gratis | 16.01.2017 | 09:33

Wie bei fast allen Themen in letzter Zeit, fragt sich fast niemand mehr, warum das eigentlich passiert. Warum wird Fakenews mehr geglaubt, als der "objektiven" Berichterstattung? Die "Medien" sollten sich die Frage stellen, was getan werden muss, um wieder Vertrauen zu gewinnen.

Wir sollten auch nicht in erster Linie über Strafen und Polizeipräsenz reden, sondern, was gebraucht wird, um diese Maßnahmen erst gar nicht notwendig werden zu lassen. Hier meine ich nicht nur die sozialen Netzwerke, sondern unser sich gerade radikal änderndes "Zusammen"-leben.

RE: Der Klokampf der CSU | 13.01.2017 | 10:30

Unser Grundgesetz sagt alles, was dazu nötig ist. Mit immer neuen separaten Regelungen für jede Gender- oder andere Gruppe, verstoßen wir gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz und spalten zunehmend die Bevölkerung. Der Gesetzestext gilt für alle in unserem Land lebenden Menschen und somit ist seine Anwendung zu gewährleisten, mehr nicht.

Auszug Artikel 3 Grundgesetz:

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.