dunkelreaktion

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RE: Wo bleibt der Aufschrei? | 08.07.2020 | 12:58

Komisch, dass viele Leistungssportler vegan leben und dabei sogar von Leistungssteigerungen berichten.

RE: Wo bleibt der Aufschrei? | 07.07.2020 | 20:57

Das erinnert doch verdammt an die Ausrede, mit der man dem Bettler NIX gegeben hat, denn wir kämpfen ja stattdessen für den Sozialismus, wo es dann endlich auch keine Bettler mehr geben wird. Da musste er halt noch ein bisschen warten, der Bettler. Dumm halt, wenn er inzwischen verhungert, hat er halt Pech gehabt.

Und hier jetzt das arme "Nutz"Tier.

Eigentlich ist es recht einfach: Die Massentierhaltung unterbinden, indem man die Anzahl der Tiere an den verfügbaren Boden bindet, mit dem die Tiere dann ernährt werden können, und indem man die Güllemengen, die auf den Feldern entsorgt werden dürfen, massiv gesetzlich begrenzt.

Und ansonsten das nun produzierte Fleisch gleichmäßig auf alle Bürger z.B. mit Fleischkarten verteilen. Wer kein Fleisch isst, kann seine Anteile verkaufen, wer viel essen will, muss dazu kaufen. Letztlich wäre es für alle gesünder. und die Zahl der getöteten Tiere würde massiv sinken.

RE: Jetzt verteidigen wir Hengameh Yaghoobifarah | 25.06.2020 | 12:31

Wie kommt es eigentlich, dass ich statt Uniformierter immerzu UnINformierter lese? Irgendwie mischt da immer Freud bei mir mit!

RE: Einfach überleben | 21.06.2020 | 09:24

Ach, halten Sie das für einen plausiblen Grund, erstens? Und zweitens, wie viele Schwarze wurden/werden einfach so getötet, schlicht weil sie schwarz sind und weil man sie alleine deshalb als kriminell einstuft?! Drittens, Menschen in prekären Verhältnissen müssen nicht selten eine Art von Mundraub begehen, z.B. versuchen mit einem falschen Zwanzig-Dollarschein zu bezahlen, der ihnen womöglich selbst untergejubelt wurde.

Es passt natürlich 'wunderbar' zu einer zutiefst klassistischen und rassistischen Gesellschaft, dass diese Taten hart und brutal bestraft werden, während die Weiße-Kragen-Täter mit oft Tausenden von Menschenleben auf dem Gewissen (Bhopal, Agent Orange, Glyphosat, Opiodkrise) unbehelligt und hoch angesehen ihr luxuriöses Leben Leben weiter leben.

RE: Namenlose Qualen | 16.06.2020 | 16:02

Tja, hätten Sie den Artikel gelesen, wüssten Sie, dass er mitnichten von den Nazis gebaut wurde, sondern 1971.

RE: Der Befreiung ausgesetzt | 13.05.2020 | 18:34

Vielleicht interessiert Sie ja, was Susan Neiman dazu sagt:

"Wer den Blick auf die Antifaschisten lenken will, riskiert westdeutsche Häme; wird er nicht als Stalinist verdächtigt, wird er bestenfalls als Naivling bezeichnet. (Hier schreibt eine, die das ständig erlebt). Doch den Vorwurf, der Antifaschismus der DDR sei verordnet gewesen, habe ich nie verstanden. War es nicht richtig, nach dreizehn Jahren Faschismus den Antifaschismus zu verordnen? Ist es nicht die Abwesenheit jeglicher Verordnung, die immer wieder an der Adenauer-Regierung kritisiert wird?

Die Zahlen belegen es: In der DDR wurden mehr Prozesse gegen Nazis geführt, weniger Nazis im Amt gelassen, mehr Schulunterricht über die Naziverbrechen angeboten, mehr Gedenkstätten gepflegt. Im Lauf meiner Forschung habe ich mit vielen ehemaligen DDR-Bürgern gesprochen, die fast alles an dem Staat kritisierten – bis auf den Antifaschismus."

RE: Falsche Mythen | 11.05.2020 | 20:48

Das schrieb ich ja schon, dass ich es für sehr wichtig halte, neben dem Fokus auf die Erzählungen der Opfer mindestens ebenso prominent die Berichte über die Verstrickungen bis in die Familien hinein auf Täterseite zu berichten.

Dazu gibt es ja auch dieses Buch von Harald Welzer "Opa war kein Nazi", da wird deutlich, dass nicht nur die meisten davon ausgehen, dass die eigenen Vorfahren quasi mindestens im stillen Widerstand waren und dass sie selbst zweitens nie und nimmer so was mit tragen würden, geschweige denn mit machen. Und das halte ich für eine ziemliche Selbsttäuschung, denn nur wenn am begreift, wie leicht das geht, dann hat man eine Chance, sich dem wirklich entgegen zu stellen.

RE: Falsche Mythen | 11.05.2020 | 20:34

Achja, dumm nur, dass ich sie gehört oder gelesen habe (das weiß ich nicht mehr so genau, ist schon lange her, aber es hat sich mir eingeprägt)

Auch ich hatte wie Kelch und Schwert in meiner kunstpsychotherapeutischen Arbeit u.a. mit einem psychotischen Patienten zu tun, der in seiner Psychose von sich sagte, er sei der Sohn von Adolf Hitler und Eva Braun. Total verrückt, nicht wahr?!

Hm, aber dann, als er mal wieder auftauchte aus der Psychose, nahm er wieder den lange abgebrochenen Kontakt zu seinen Eltern auf und erfuhr, dass sein Vater als Offizier ein ganzes russisches Dorf nieder metzeln ließ und seine Mutter als junge Frau in einem KZ Dienst tat. Und als was würden Sie einen solchen Menschen bezeichnen, den ich bremsen musste, damit er sich nicht in lebensgefährliche Konflikte mit Neonazis stürzte?!

Er ist ein Opfer und nicht weniger beschädigt als die Kinder von Nazi-Opfern.

Das ist es auch, was ich mit Blut an den Händen meinte: Sicherlich haben die Kinder von Mitläufern nicht eine gleiche Last zu tragen wie die von unmittelbar Verantwortlichen und direkt Beteiligten , wenn diese denn die Last annehmen, was diejengen eben tun, die sich in solche Gruppen begeben. Nicht jeder war ein Höß oder Mengele. Die meisten waren irgendwie Mitläufer und oder auch irgendwie Nutznießer durch die Arisierungen oder Verkäufe von jüdischem Besitz, aber nicht unmittelbar inolviert.

Es gibt nun mal unterschiedliche Grade von Schuld, insofern auch unterschiedlich schwere Lasten bei den Nachkommen, die sich der Schuld ihrer Vorfahren stellen.

Sie möchten ein einfaches Schwarz oder Weiß. Aber das gibt es nicht.

Und auch Opfer können in anderen Zusammenhängen nach ihrem Opfer-Sein selbst Täter werden.