Laufzettel Freitagtechnik - die Verzahnung

Plattformkritik Konkrete Anhaltspunkte für das Projekt freitag.de gehen weiter in Richtung: Wir wurschteln nebeneinander her
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Vorab: FAQs habe ich gelesen, wie auch sonst alles, was zu „Freitag 2.0“ in unverändert prominenter Position mitten auf der Seite freitag.de/community steht. Dazu reicht der Hinweis in der rechten Spalte unten nicht, sondern muss Platz für Inhalte wegnehmen?

Die linke Spalte auf derselben Seite ist nicht wie auf der Startseite aufgeteilt in vier Bücher. Warum eigentlich nicht?

Zum Hauptpunkt: Es ist sehr erfreulich, dass gleichzeitig mit der Reduktion von aktuellen Veröffentlichungen aus dem Paper die Startseite freitag.de verstärkt mit Blogs bestückt wird; da ist nicht nur Material vorhanden, sondern auch Gutes. Nicht eingängig sind mir zwei essentielle Dinge:

1. Die völlige Austrocknung des Themas Wissen. Völlig okä, dass die Kollegen merdeister und columbus weiterhin dort mit ihren Blogs stehen. Aber in der Zwischenzeit habe ich einige Beiträge gelesen, die dort den Platz verdient hätten wie die Autoren die Präsenz. Ich werde jetzt nicht verraten, welche das sind, sondern stelle in den Raum, dass das möglicherweise mit der oben beschriebenen Unübersichtlichkeit auf der Com-Seite zu tun haben könnte. Allerdings finde ich es auch beschämend, dass offensichtlich sich niemand in der Lage sieht, den einen oder andern Blogger anzulocken, der -meinetwegen im Wege des Cross-Postings- seine Themen zur Diskussion stellt. Die SZ reißt sich sogar mit dem Higgs-Boson einen runter. Dass freitag.de wie alles andere sparen muss, ist hinlänglich bekannt. Die Plattform muss aber nicht unbedingt mit dem Charme geizen, Reichweitenmöglichkeiten zu offerieren.

2. Ziemlich fassungslos bin ich angesichts der Tatsache, dass Blogs, die in den eigentlichen redaktionellen Teil übernommen worden sind, später nicht mehr in den Kapiteln wie freitag.de/politik, /kultur etc. aufscheinen. Bereits vor geraumer Zeit habe ich darauf hingewiesen, dass Blogs, die sich der „Community-Empfehlungen“ erfreuen dürfen, später als solche nicht mehr erkennbar sind. Bei Beiträgen, mit denen sich der Freitag auf der Startseite darüber hinaus schmückt, ist aber diese Form des Versteckens schlicht unredlich. Darin kommt eine Missachtung und Unterbewertung der Community-Autoren und deren Texte zum Ausdruck, die dem anvisierten Ziel einer näheren Zusammenarbeit von Red. und Bloggern Hohn spricht. Von Verzahnung will ich da schon gar nicht mehr reden.

Das alles macht auf mich den Eindruck, dass es ganz gut so ist, wie es ist. Und nein, bei derlei Wertschätzung ist gar nichts in Ordnung.

Zum Rest:

3. Die Zahl publikationswilliger Blogger stagniert ganz offensichtlich. Hierfür fielen mir ad hoc einige Argumente ein, die ich aber nicht an dieser Stelle vorgeben will. Wen das Thema interessiert: Ich wäre sehr froh, wenn die Eine oder der Andere im Kommentar hinschreiben könnte, ob sie/er den Eindruck von, ich nenne es einmal: Ausdünnung bestätigen kann, bejahendenfalls was die Gründe sein könnten und wie ggfs. das Bloggen auf der Plattform einer Wochenzeitung attraktiver gestaltet werden könnte.

4. Die Zusammensetzung der online-Redaktion hat sich verändert. Danke Maike, dass Sie immer da waren und ein offenes Ohr gehabt haben! Sie werden mir sehr fehlen.

Dass ich das schreiben kann, liegt daran, dass ich noch vor dem Blog von luggi über Ecken davon Kenntnis erlangt habe. Die personelle Schnittstelle zwischen Red. und Blogger aber derart unter den Tisch fallen zu lassen, dass nicht einmal konkrete Veränderungen offiziell bekannt gegeben werden, ist nicht Verzahnung, sondern finsterster bürokratischer Apparat – Überraschung, Überraschung, Ihr Sachbearbeiter ist nun ein anderer.

5. Gelegentlich organisiere ich mich, bei der Red. nachzufragen, worüber demnächst nicht veröffentlicht wird. Den x-ten Beitrag zum selben Thema zu schreiben ist weder besonders originell, noch wirklich spannend. Mittlerweile gibt es eine Newsletter, die die aktuellen Themen präsentiert. Wäre es möglich, darin die auch nur vage Vorstellung zu formulieren, was danach (nicht) kommen könnte oder ist das völlig abwegig?

6. Habe fertig.

01:19 16.03.2013
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

ed2murrow

e2m aka Marian Schraube "zurück zu den wurzeln", sagte das trüffelschwein, bevor es den schuss hörte
ed2murrow

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