Zirkelschluss, ganz praktisch

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Aus Sommerkabarett von Alfred Dorfer: „Fremd“

(Transkription Gunkl)

„Wenn man Skifahren geht, kann es sein, man bricht sich einen Fuß, dann kriegt man einen Gips. Jetzt kann man aber, bevor man Skifahren geht, sich den gesunden, nicht gebrochenen Fuß eingipsen und damit Skifahren gehen. Ist ziemlich sicher, dass man sich was bricht, nämlich genau den Fuß. Und es ist ziemlich sicher, wo man sich diesen Fuß bricht, nämlich genau dort, wo der Gips aufhört. Sozusagen ein Skischuhrandbruch ohne Skischuh. Jetzt kann man aber die Stelle, die da brechen würde, eingipsen. Dann bricht die Stelle nicht, sondern der Fuß bricht halt dort, wo der Gips jetzt aufhört. Wenn man das konsequent macht, ist man eingegipst bis unters Kinn, und so braucht man nicht einmal Skifahren gehen, damit man sich was bricht, weil so kommt man nicht einmal durch das Treppenhaus ohne Trümmerfraktur.

Das heißt, ich muss nicht einmal an den Ort, an dem das Ereignis ohne mein Zutun ohnehin nicht stattfinden müsste, um zu gewährleisten, dass es passiert. Also, wer einmal im Kreis gegangen ist, sieht den Anfang von hinten.“

Und zum Thema Lebens-GPS:

„Würde einem nicht helfen bei der Selbstfindung, weil man da ja nicht weiß, wer sucht.“

22:41 15.08.2010
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

ed2murrow

e2m aka Marian Schraube "zurück zu den wurzeln", sagte das trüffelschwein, bevor es den schuss hörte
ed2murrow

Kommentare 10

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