Eduard Brauner

Schreiber 0 Leser 0
Avatar
RE: „Zeit für ein neues Projekt“ | 10.04.2009 | 02:08

Das ist doch der alte Wein in neuen Schläuchen! Ich bin den Freitagmitarbeitern doch sehr dankbar, dass sie dieses Interview mit der Nahles gemacht haben. Für mich ist es nochmals evident geworden, dass die nach vorne gewandte und denkende Linke nicht mehr auf die SPD zählen kann. Je eher wir das akzeptieren und uns von der Bremswirkung der SPD befreien, um so eher werden wir neue Ideen zulassen und neue Wege begehen.

RE: Wo Holbrooke draufsteht, ist Krieg drin | 30.03.2009 | 13:31

weiter:
Die gegenwärtige EG Politik im Falle Kosovo ist ein schwerer Fehler, der dem Verursacher selbst mit aller Wucht auf die Füße fallen wird. Eine befriedende und konstruktive Politik ist dadurch auf Jahre wieder blockiert. Warum macht man den Albanern und den Serben Hoffnungen sie eines Tages in Europa unter dem gemeinsamen Dach zu empfangen, wenn man sie nicht von Anfang an dazu verleitet und unterstützt, eine einvernehmliche Lösung zu finden, zuallererst in ihrem Staat, in ihrer Region zusammen zu leben, friedfertig und gewaltfrei alle Probleme zu lösen? Das als das Maß für die Schnelligkeit der Eingliederung in Europa aufzustellen und nicht den Zwist und Zersplitterung! Das wäre eine gerechte Politik, das würde eine nachhaltige Lösung des Konflikts auf dem Balkan befördern und das würde auch Europa einen enormen Auftrieb geben.
Schließlich muss die Menschheit bei den Konflikten zwischen den Volksnachbern die dieselbe Region bewohnen und teilen müssen endlich weg von alten geo- politischen Machtspielchen abrücken. Die einzig humane und rationale Lösung bei solchen Konflikten ist, dass die Völkergemeinschaft neutral aber deutlich und nachhaltig beiden Volksgruppen klarmacht, dass alle beide das Recht haben, die gemeinsame Region als eigene Heimat zu betrachten. Nur gemeinsame einvernehmliche Lösungen sollten gefördert werden! Und dieser Grundsatz muss am Anfang jeder Konfliktsituation stehen und nicht am Ende, wo das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.

RE: Wo Holbrooke draufsteht, ist Krieg drin | 30.03.2009 | 13:30

zu Kommentar ber80:
„Die Geschichte lehrt wie man sie fälscht“
Die Geschichte von Verfehlungen des Westens in der Balkanpolitik fängt nicht erst mit dem Kosovokrieg an und, so sieht es leide aus, sie wird auch nicht mit der völkerrechtlichen Anerkennung des Kosovostaates enden.
Erinnern wir uns daran, dass der erste Fehler von der damaligen deutschen Regierung gemacht war, als sie die Abspaltung von Slowenien und Kroatien eigenmächtig anerkannte, ohne Absprachen mi den anderen Nato Partnern. Die einheitliche und einzig richtige europäische Position von damals: „Wir verhandeln nur mit einer zentralen Jugoslawischen Regierung“ war damit zerstört. Zerstört hat man dadurch auch die Hoffnungen der Mehrheit aller jugoslawischen Völker. Was danach kam wissen wir. Eine einseitige Einmischung in Form von: „divide et impera“ hat, wie immer in der Geschichte nur extreme Nationalismen und ein Volksgemetzel hervorgerufen, wie auch der deutsche Dreißigjährige Krieg ab 1630 gezeigt hat. Alles auf Kosten der unschuldigen Zivilbevölkerung allerseits. Wann werden wir Menschen endlich aus unseren Fehlern lernen?
Vor allem was ist aus Kosovo geworden: Ein Bondstil der Amerikaner, erkauft durch die Zugeständnisse an die albanische Nationalisten, und ein schwarzes Fleck in Europa und im Bewusstsein der europäischen Eliten. Ein evidentes Apartheidsystem im Herzen von Europa mit Vertreibung und ethnisch- politischer Unterdrückung, jetzt aber umgekehrt Kosovoalbaner, nicht nur gegen die restlichen Serben, denn es soll ein ethnisch reines Gebiet entstehen! Herrn Joschka Fischer würde ich gerne fragen, an welche Zeit in der Deutschen Geschichte erinnert ihn das, was in Kosovo jetzt passiert?

RE: Wo ist eigentlich die Linke? | 17.03.2009 | 13:02

Gut dass es auch solche Menschen noch bei den Grünen gibt, ich hoffe er bleibt dort und versucht den neo- liberalisierten Kurs des letzen Jahrzehnts zu korrigieren.

RE: Der Finger am Abzug | 17.03.2009 | 01:53

Zwei Zeichen

Mit dem Schwert in einer
Und mit dem Zeichen Gottes
In der anderen Hand
Marschiert er unhörbar
Durch die Wolke.
Es kommt ihm vor
Als ob er hier
Schon mal gewesen sei.
Düsterer Nebel
Stimme verhallt
Tief und drohend
In der Luft schwebt
Ein eisernes Antlitz.
Aber der Mensch
Wie ein Krieger
Marschiert weiter
Und hört nicht die eiserne Stimme.
Jahrtausende sind verflossen
Doch er geht weiter
Ohne Gefühl und ohne gehör
Schreitet er weiter
Allein ein Wesen
Mit dem Schwert in einer
Und mit dem Zeichen Gottes
In der anderen Hand…
Und alles im Kreis

RE: Viele Erklärungen, keine Antwort | 13.03.2009 | 00:53

Als ich noch kleiner Junge war, haben sie mir immer gesagt: du sollst nicht töten!
Sie haben mir aber nicht erklärt warum man tötet

RE: Der Kapitalismus muss aufhören, er selbst zu sein | 12.03.2009 | 19:56

„Das Noch-nicht-da-gewesene“ als Kategorie, birgt in sich die Hoffnung da es in der Zukunft liegt. Das hat Ernst Bloch in seinem Werk „Das Prinzip Hoffnung“ sehr gut beschrieben. Das ist die Heimat von der wir alle träumen und nach der wir alle streben. Bloch sagt: „Die wirkliche Genesis ist nicht am Anfang, sondern am Ende, und sie beginnt erst anzufangen, wenn Gesellschaft und Dasein radikal werden, das heißt sich an der Wurzel fassen. Die Wurzel der Geschichte aber ist der arbeitende, schaffende, die Gegebenheiten umbildende und überholende Mensch. Hat er sich erfasst und das Seine ohne Entäußerung und Entfremdung in realer Demokratie begründet, so entsteht in der Welt etwas, das allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war: Heimat“.
Meiner Meinung nach soll sich eine Zeitung wie „Freitag“ nicht darauf beschränken, oder beschränken lassen, vorwiegend die Wirklichkeit zu beschreiben sondern „Das Noch-nicht-da-gewesene“ zu diskutieren und immer klarer zu benennen, denn das „objektiv- real Mögliche“ wird nicht von alleine kommen.
In diesem Sinne enthält Ihr Artikel, liebe Frau Dahn, durchaus eine gute Portion dieser Hoffnung und weist deutlich in Richtung Heimat.
Das Prinzip Hoffnung ist jedoch keinesfalls zu verwechseln mit Aus Prinzip Hoffnung, denn davon ist in unserer Gesellschaft übermäßig viel vorhanden und reicht höchstens dafür aus, sich in der „Nische“ einzurichten.
Wenn man den Steinblock nicht meißelt, bleibt er für immer ein einfacher Brocken.

RE: Der Kapitalismus muss aufhören, er selbst zu sein | 12.03.2009 | 11:59

Danke Frau Dahn, dieser Artikel würde die Herausgeber der „Weltbühne“ glücklich machen. Sie wären froh in Ihnen so eine Enkelin gefunden zu haben!

RE: Zu früh Recht gehabt | 12.03.2009 | 02:14

Die Wahrheit liegt manchmal hinter den Gittern aus Worten.

RE: So viele Bomben wie möglich | 12.03.2009 | 02:08

Wo ist mein Beitrag von der letzten Woche zu diesem Artikel geblieben? Hat es jemanden nicht geschmeckt? Ich dachte, so etwas passiert nicht bei „Freitag“!