Boston und kein Ende!

Wahnsinn mit Methode Niemand sollte glauben, daß unter dem weltweiten US-System der Mordanschlag in Boston der letzte war.
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Die Empörung über Boston ist ganz richtig. Es drängt sich mir dabei ein Gedanke auf. Die Empörung in Pakistan über die neuerlichen Morde am letzten Sonntag, der USA durch ihre Drohnenattentate. Die kann ich auch sehr wohl verstehen. Wenn aber der Regierungschef Pakistans tatsächlich mit „gleicher Münze“ heimzahlt, (eine Vermutung) so mag ich das auch noch verstehen, aber keineswegs billigen. Ich betone: KEINESWEGS!

Vermuten mag ich aber wohl, daß rechte Gruppierungen in den USA für den Mordanschlag in Boston in Frage kommen. Ich denke da an Alabama.

Wir wissen doch, daß kein Unrecht „gutgemacht“ werden kann, durch ein anderes Unrecht! Das ist nun mal „seit ich denken kann“, meine menschlich, moralische und ethische Leitlinie. Das gilt für mich auch für die von Guantanamo geprägten USA, (siehe Hussein, Gaddafi u.v.m.) Die sich obendrein dem Gerichtshof in Den Haag verweigern.

Wo käme denn die Menschheit (die Völker) hin, würden alle Staaten sich so verhalten wie die USA? Deshalb bin ich ja auch dezidiert, strikt gegen die Anschaffung von Drohnen für unsere Bundeswehr.

Wenn die zuständigen Regierungsleute in den USA bisher über 3000 Menschen mit ihren Drohnenattentaten in Pakistan gemordet haben, so wäre das ein Fall für unseren gemeinsamen Völkerbund in Genf und für die UNO in New York. Und wenn das dort nicht durchdringt, dann sollten sich die Staaten einmal zusammentun um die diktatorischen Strukturen in der UNO zu demokratisieren. Das geschieht aber nicht. Auch Deutschland ist in dieser Hinsicht zu feige vorzugehen.

Fragen lassen müssen wir uns hier in unserer Republik und in der EU, allerdings, mit welcher ethischen, moralischen Begründung, wir die Drohnenattentate der USA (weltweit?) geschehen lassen, oder gar gutheißen. Denn sie sind ein Verbrechen und kein Deut besser als Hitlers V-2 Morde in England im Nazi- Weltkrieg.

Seit der Bombardierung Belgrads 1999, ist mein Glaube und die Hoffnung auf eine Regierung der SPD mit den Grünen im Stahlgewitter der Kriege verweht, die unser ehemaliger Verteidigungsheini a.D. Peter Struck, als unsere Verteidigung am Hindukusch bezeichnete und rechtfertigen wollte. Eine perfide Farce. Deshalb glaube ich aber noch lange nicht, daß unsere heutige Regierung auch nur ein Deut besser ist.

Wir glauben wir sind eine parlamentarische Demokratie? Das stimmt nur ganz bedingt, denn unser Parlament wird gelenkt vom Fraktionszwang der Parteien und ihren Interessen und die stimmen fast nie mit denen des anständigen Bürgers überein.

Was in Boston geschah ist perfide, aber niemand sollte glauben daß durch bloße Trauer und Appelle an die Menschen in der Welt, sich unter diesem System in unsere Welt, etwas ändert.


08:11 17.04.2013
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Geschrieben von

Peter A Bruns

Die dunkle und die wilde Seite der Seele
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