efa

Schreiber 0 Leser 0
Avatar
RE: Unser Freund, der Neoliberalismus | 12.11.2015 | 15:26

Historisch gesehen wurde der Begriff "Neoliberalismus" von Alexander Rüstow in die Welt gesetzt, der aber damit eher Konzepte im Stile der sozialen Marktwirtschaft assozierte.
Die Ökonomen die sich am Mont Pelerin trafen hatten einen gemeinsamen Nenner: sie suchten nach Ansätzen die nicht wie die von den Nazis gelenkte Kriegswirtschaft oder die sozialistische Planwirtschaft vollständig der staatlichen Kontrolle unterworfen waren. Man war sozusagen traumatisiert von diesen extremen Systemen und suchte nach Alternativen.
Erst 20 Jahre später wurden durch die Förderung der US Elite genau die Theoretiker extrem gepusht die extrem marktliberale Konzepte favorisierten: Hayek und später Friedmann.
Insofern ist die Darstellung im Artikel unzutreffend: während die Mont Pelerin Gruppe von 1947 eher breitbandige liberale Ansätze vertrat passten Hayek und Friedmans pseudoreligiöse Ansätze wie Arsch auf Eimer zu den ultrareaktionären Konzepten der US Geldelite: „Soziale Gerechtigkeit“, spottete Hayek 1981, „ist einfach ein quasi-religiöser Aberglaube, den wir bekämpfen müssen, sobald er zum Vorwand wird, gegen andere Menschen Zwang anzuwenden. Der vorherrschende Glaube an soziale Gerechtigkeit ist gegenwärtig wahrscheinlich die schwerste Bedrohung der meisten anderen Werte einer freien Zivilisation.“ Der Staat solle bestenfalls die Aufgabe haben das Funktionieren der Märkte zu garantieren, möglichst ohne grössere Eingriffe, eben die "marktkonforme Demokratie".
http://www.cicero.de/kapital/visionen-des-ein%C3%A4ugigen/36793

RE: Folge 115: Die digitale Agenda von CDU & SPD | 15.02.2014 | 15:36

Banale, nichtssagende Interviews. Um mit Politprofis halbwegs vernünftig zu kommunizieren reicht es nicht eloquent und gut gestylt aufzutreten, man sollte vielleicht auch eine gewisse fachliche Kompetenz besitzen. Diese ist hier leider nicht mal im Ansatz vorhanden!
Wie Tilo Jung dem CDU Abgeordneten die Aussage durchgehen lässt "Netzneutralität wäre ja in Deutschland gegeben" grenzt schon an Hofberichtserstattung. Naivität ist in diesem Fall ein wohlklingendes Synonym für tiefe Ahnungslosigkeit.

RE: Broder, Grass und die SPD | 30.06.2013 | 15:48

Broder hat die rechtspopulistische Provokation zu einer "Kunstform" entwickelt. In diversen Talkshows verbreiten Gestalten wie Broder und Arnulf Rating frohgemut ihre reaktionären Thesen.
In der Gewissheit im Besitz der absoluten Wahrheit zu sein, wird jede abweichende Meinung in den Staub getreten.
Der Schwerpunkt von Broder ist Islam- Bashing und Bekämpfung jeglicher Art von Israelkritik.
Broder hat sogar ein Portal gegründet, das Geistesverwandte zur "Achse des Guten" bündelt.

Wie kann man von dieser Person auch nur eine halbwegs objektive Sichtweise erwarten?

RE: Und der Zukunft zugewandt | 26.05.2012 | 00:30

Bartsch wird von der bürgerlichen Presse, speziell von Springer gepuscht während er systematisch gegen die Führung der Linken intrigiert.
Lafontaine wird seit Jahren systematisch von den gleichen Kräften heftig gemobbt und zwar egal was er macht.
Die Analyse von Augstein bewegt sich in den Grenzen dieser von PR Agenturen vorgekauten Schubladen und ist meiner Meinung nach komplett unbrauchbar: Der eitle Napoleon von der Saar, der den Laden hinschmeisst und Bartsch - "der Reformer", der übliche Bullshit mit ein wenig Beilage.

Wer soll denn die LInke nach vorne bringen wenn nicht Lafontaine? Wagenknecht wäre eine Option, Gysi hat bereits mehrere Schlaganfälle und einen Herzinfarkt hinter sich und dürfte damit aus dem Rennen sein.

Ist Augstein so schlecht über die Situation in der Linken informiert?
Wie kommt er zu dieser völlig oberflächlichen und beliebigen Analyse?