RE: Der sprachlose Ministerpräsident | 22.01.2016 | 01:51

Ich glaube nicht, dass Sanchez taktisch zurücktritt. Für ihn geht es um alles oder nichts, entweder wird er Ministerpräsident oder Diaz übernimmt. Die beginnt sich gerade wieder leise aus Sevilla zu melden, mit roten Linien gegenüber Podemos. Rajoy beharrt weiter, aber irgendwo liegt da ein noch nicht konkret greifbarer Hauch von Abgesang in der Luft....

RE: Unabhängigkeit adé | 10.01.2016 | 13:46

Lieber Smukster.

In Spanien überrollen sich gerade die Ereignisse. Mas ist in letzter Minute zurückgetreten, damit doch keine Neuwahlen in Katalonien

https://www.freitag.de/autoren/el-dorado/politisches-roulette-in-spanien

LG

RE: Wohin steuert Spanien? | 09.01.2016 | 14:10

Ich glaube nicht, dass Diaz Strategie eine Koalition mit der PP ist (oder war), sondern eher die Duldung einer konservativen Minderheitsregierung, ohne Rajoy. Aber im Augenblick sieht es sowieso so aus, als hätte Diaz den Fehdehandschuh (vorerst) wieder eingepackt. Wie in meinem Artikel "Neuwahlen in Katalonien sehr wahrscheinlich" vorhergesehen. Tatsächlich hat Diaz sogar öffentlich erklärt Sanchez zu vertrauen und seine Verhandlungen mit Podemos unterstützen zu wollen. Also alles offen....

RE: Gehen Sie, Herr Rajoy! | 31.12.2015 | 17:23

Der Kommentar ist deutlich länger, aber sehr schwer zu übersetzen, weil Cacho eine sehr bildhafte Sprache benutzt. Grundsätzlich kritisiert er den stetigen Niedergang der Politik in Spanien, angefangen bei Felipe Gonzalez bis Mariano Rajoy. Er beklagt das Fehlen von politischen Visionen, Strategien, Ethik und Führungsqualitäten. Die Ministerpräsidenten sind für ihn allesamt „Leuchten“, einer schlimmer als der andere, die, mehr oder weniger, der glückliche Zufall in das Amt des Regierungschefs gespült hat. Der Ausruf „gehen Sie, Herr Rajoy“ ist eine Umformulierung des berühmten Ausrufs „Gehen Sie, Herr Gonzalez“, den der damalige Oppositionsführer Aznar wiederholt Felipe Gonzalez an den Kopf warf.

RE: Gehen Sie, Herr Rajoy! | 31.12.2015 | 15:39

Ich verstehe es auch als Aufruf zu einer neuen ethischen Politik, die sich an nachhaltigen Ergebnissen orientiert, anstatt alles dem Machtstreben unterzuordnen. Aber gut, der Kommentar macht denke ich deutlich, wie groß die Verbitterung auch in den konservativen Reihen ist.

RE: Gehen Sie, Herr Rajoy! | 31.12.2015 | 12:06

dem Tenor nach zu schließen, glaube ich, Cacho ist ein bitter entäuschter Konservativer. Ob er die Volkspartei mit MR unterstützt? Glaube ich nicht.

RE: Spanien ein gespaltenes Land | 28.12.2015 | 14:33

Ciudadanos hat tatsächlich die Kehrtwende von der Kehrtwende vollzogen und im Gespräch mit Rajoy dessen Investitur doch wieder eine Absage erteilt. Man wolle sich in die konstruktive Opposition begeben, und werde die Kandidatur Rajoys nicht unterstützen, so der Ciudadanos-Vorsitzende Albert Rivera. Offensichtlich musste Rivera feststellen, dass sein plötzlicher Seitenwechsel nicht gut angekommen ist bei der Wählerschaft. Damit hat Rajoy drei klare Absagen kassiert.

RE: Spanien ein gespaltenes Land | 26.12.2015 | 01:26

Ich vermute, dass ciudadanos mit dem Bekenntnis zu Rajoy deutlich Stellung, und zwar rechts, bezogen hat. Damit blättert das Saubermann Image und das könnte die Partei, im Falle von Neuwahlen, nach einer Erhebung von laSexta, Stimmen kosten.

Felipes Weihnachtsansprache ist ein schwerer Lapsus, weil er ganz klar Flagge zeigt. Entsprechend wird er sowohl von links als auch von den Regionalparteien kritisiert. Die PSOE bemüht sich um eine positive Interpretation und die PP jubelt der König kenne die Spanier eben besser als jeder andere Mensch.

RE: Wieviel Heuchelei verträgt eine Demokratie? | 08.07.2015 | 11:44

Tut mir leid, was Gürtel angeht, der Fall zieht sich bereits so lange hin und hat so viele Nebenschauplätze, dass ich auch keinen genauen Überblick habe.