RE: Fühlen Pflanzen? Denken Tiere? | 08.08.2014 | 12:39

Anmerkung:

Auch dem Menschen ist es möglich zur Weisheit vorzudringen. Dazu ist es aber Bedingung, vorübergehend auf sein "Ich" zu verzichten, weil gerade eben diese Freiheit durch die Inkarnation in sich der Weisheit verlustig wird.

Verzichte ich aus Freiheit daraus, ist es möglich in "Kontakt" zu seinem höherem Geistigen, der Weisheit zu kommen.

RE: Fühlen Pflanzen? Denken Tiere? | 08.08.2014 | 12:33

Ich will mal mit meinen Worten hinschreiben, was ich unter Weisheit und Intelligenz/Intellekt verstehe.

Die Intelligenz ist eine menschliche Errungenschaft, die wir unserem Gehirn zu verdanken haben. Unsere Werkzeuge sind primär mal unsere Sinnesorgane, mit denen wir alles wahrnehmen können, um dann mithilfe des Gehirns intellektuelle Schlüsse und Erkenntnisse zu ziehen. Das ich, das in uns inkarniert ist, ist Voraussetzung, dass das geht.

Bei allen Tierarten inkarniert sich das Ich nicht in jedem einzelnen Tier, sondern es wirkt geistig von ausserhalb auf das Tier. Jede Tierart hat gemeinsam ein Ich. Somit hat das Ich der Tiere kein Gehirn zur Verfügung. So, und jetzt habe ich Mühe, die treffenden Worte und Wendungen zu finden. Ich versuch es mal. Ich sag es mal vereinfacht so: In der geistigen Welt wird aus Weisheit gehandelt. Bitte Gebe helfen Sie mir.

Wie oben beschrieben, "weiss" eine Kuh, welche Pflanzen ihr bekommen, wie bei allen Pflanzenfressern. Und ein Löwe "weiss" wie er seine Beute jagen muss, um zu seiner Nahrung zu kommen. Natürlich wissen das die Tiere nicht. Sie werden aus der geistigen Welt geleitet mit Weisheit. Und das zeigt sich dann beim Tier als Instinkt. Auch die Organe sind weisheitsvoll so organisiert, dass alles gut organisiert ist.

Dass, der Mensch so organisiert ist, dass sein Ich nicht von aussen wirkt, sondern sich in ihm selbst inkarniert, gibt ihm die Freiheit (und auch die Mühe), mit seinem Intellekt selber herauszufinden und zu bestimmen, was für ihn gut sein soll.

Das sieht man gerade bei der Nahrung. Beim Tier ist weisheitsvoll aus der geistigen Welt gesorgt, ob es sich auf der Erde als Vegetarier, Karnivore, oder mit Mischkost ernährt. Es ist weisheitsvoll eingerichtet, dass es instinktiv isst, was ihm bekommt.

Dem Menschen steht es frei, mit was er sich ernährt, durch Erfahrungen oder eben auch mit seinem Intellekt.

RE: Fühlen Pflanzen? Denken Tiere? | 07.08.2014 | 22:13

Hoppla! Das Abschicken ist passiert. Ich hab das nicht bewusst gemacht.

Also, schon ganz klein hatte ich regelmässig Angina, das dann mit 10 Jahren eine Kulmination erfahren hat. Ich hatte von den Frühlings- bis zu den Sommerferien (2 Monate) 3 Anginas. Bei der ersten Angina war der Urin voller Schaum. Das stellte sich als sehr viel Eiweiss heraus. Dann ging ich 2,3 Tage in die Schule und schon packte es mich das zweite mal und wieder 2,3 Tage gesund, dann das dritte Mal. Beim dritten mal wurde ich so schwach, dass ich nicht mal mehr selbständig sitzen konnte. Dann wurden die Mandeln weggeschnitten. Das Eiweiss ging weg und Angina hatte ich nicht mehr. In Erinnerung blieb mir, dass der Spezialist (Arzt) gesagt hatte, dass die Mandeln (Kehlkopf) und die Nieren einen grossen Zusammenhang haben. Sehen Sie das aus geistiger Sicht auch so? Und wenn, wie hängt das zusammen?

Ich hab noch eine weitere Frage. Sie schreiben, dass die Niere neben der Ausscheidung, das man ja jeden Tag zu spüren bekommt, auch Einscheidungsorgane sind. Ich verstehe das so, dass die Nieren die Stoffe aufnimmt, die wir zu uns nehmen. Meines Wissens gehen die zuerst ins Blut. Kommen die über das Blut in die Nieren? Wie wir allgemein wissen, scheidet die Niere mit dem Urin Stoffe aus, die wir nicht mehr brauchen. Wenn Sie jetzt die Einscheidung so betonen, geht da alles Eingeschiedene mit dem Urin weg oder geht auch welches umgewandelt wieder allgemein in den Leib zurück?

Wäre schön, wenn Sie mir da helfen könnten.

RE: Fühlen Pflanzen? Denken Tiere? | 07.08.2014 | 21:59

Lieber Gebe

Das berührt mich jetzt ganz besonders, dass Sie so ausführlich auf die Niere zu sprechen kommen, weil es offenbar ein persönliches Anliegen seit meiner Geburt ist. Ich bin mit einem Geburtsgebrechen auf die Welt gekommen im Nieren-Blasen-Bereich. Niemand hat damals herausgefunden, warum ich die erste Zeit meines Lebens Fieber hatte. Als ich 18 Jahre alt war, wurde der Defekt erkannt. Diese Niere und die Blase haben sich während meines ganzen Lebens immer wieder bemerkbar gemacht. Was es alles war, will ich hier nicht sagen, weil das ja dadurch, dass es mich betrifft, etwas Persönliches ist.

Aber etwas ist mir in den letzten paar Jahren aufgefallen. Ich hab immer wieder so einen Aufruhr da unten, der klar spürbar ist. Dann spüre ich so etwas wie eine Bewegung nach oben bis zum Kopf und der Kopf wird ganz leicht und die Gedanken fliessen so herein und heraus, ohne dass ich selber aktiv bin im Denken - ein wunderbares Gefühl. Zuerst hat es mir angst gemacht, bis ich merkte wie gut das tut.

Da Sie schon so viel von Organen und ihrer Bedeutung vermittelt haben, hätte ich diesbezüglich noch eine Frage.

RE: Fühlen Pflanzen? Denken Tiere? | 07.08.2014 | 21:31

Lieber Gebe

Ich hab das Mit Absicht als Fragen hingeschrieben aus zweierlei Gründen.

Einerseits sehe ich, dass vor allem versucht wird, das von der materiellen Seite her zu betrachten und zu versuchen von da her zu einer Antwort zu kommen oder sich zumindestens ihr zu nähern.

Allerdings ist das auch die Aufgabe des Menschen, sich ganz auf den Materialismus einzulassen. Allerdings bin ich überzeugt, dass wir daran sind, den Zenit zu überschreiten. Als ich vom Maya Kalender hörte, war mir sofort klar, dass der alles andere als das Ende der Erde bedeutet, sondern uns aufmerksam machen will auf etwas neues, das uns entgegen kommt.

Andererseits war ich seit meiner Kindheit nicht zufrieden, was ich da zu hören bekam und war immer auf der Suche, was mir meine vielen Fragen beantworten könnte.

Ja, und die Anthroposophie gab mir den Anstoss und Gedankengut, mit dem zu beschäftigen, was mir seit jeher so am Herzen lag.

Auch von daher habe ich es in Form von Fragen hingeschrieben, weil für mich noch Vieles offen und nicht gewiss ist. Das nimmt allerdings immer mehr ab, vor allem bewirkt durch eigene innere Erlebnisse, die alles immer klarer erscheinen lässt.

Ich denke sogar, dass sich die heutige Wissenschaft, die so ins Detail geht und Geisteswissenschaft in Zukunft begegnen können werden, so denn ein Wille dazu da ist. Das ist so, wie ein Stein, den man ins Wasser wirft. Es bilden sich Wellen ausgehend vom Steineinwurf und breiten sich bis ans Ufer aus, um dort zu wenden und in verwandelter Form wieder dem Mittelpunkt zuzustreben.

RE: Fühlen Pflanzen? Denken Tiere? | 07.08.2014 | 12:22

Ein paar Gedanken zum Thema:

Pflanzen sind mit dem Boden verwachsen. Sie sind an den Ort gebunden - passiv

Tiere können sich frei bewegen - aktiv

Menschen machen sich Gedanken, forschen gar über Pflanze, Mensch und Tier. Bei Tieren und Pflanzen konnte ich das noch nie feststellen.

Die Menschheit als Ganzes sieht sich als Krone der Schöpfung. Mit irdischem Wissen können wir keine höher begabten Wesen festellen, eigentlich gar keine, sondern ausschliesslich die, die wie wir Menschen einen physischen Leib haben, das sind neben uns Menschen, Stein, Pflanze und Tier. Alles andere, falls es das gibt, ist uns mit unseren irdischen Sinnen verschlossen.

Auf der Erde gibt es Lebewesen mit

- physischen Leib - Steine und Mineralien, usw.

- physischem und Aetherleib - Pflanzen

- physischem, Aetherleib und Astralleib - Tiere

- physischem, Aetherleib, Astralleib und Ich - Menschen

Es wird ja von Forschern fleissig nach Leben oder Möglichkeit zum Leben auf anderen Planeten gesucht. Bisher ohne Erfolg.

Stirbt ein Mensch, geht sein physischer Mensch nach und nach in Verwesung über, ist reines Mineral. Das Gleiche geschieht bei Tieren und Pflanzen.

Warum kann ein Stein nicht verwesen. Besteht er doch "nur" aus Mineral? Wo befindet sich das was ihn zusammenhält und ihn nicht verwesen lässt?

Besteht der Mensch wirklich aus den vier Gliedern (phys. Leib, Aetherleib, Astralleib und Ich). Was geschieht mit denen beim irdischen Tod des Menschen? Sterben/verwesen die mit oder leben die weiter.

Da kommt die Frage nach Ewigem Leben oder gar nach Reinkarnation?

Stirbt der Mensch grundsätzlich nur aus Folge von unheilbaren und/oder tödlichen Krankheiten? Oder stirbt der Mensch weil der dahinsiechende Leib keine Grundlage mehr für die anderen Glieder bietet? Oder gibts noch ganz andere Gründe?

Geht man davon aus, dass der Mensch ewig lebt oder gar reinkarniert, lebt der Mensch ja, ohne Leib, nach dem Tode weiter. Nachprüfen können wir das mit unseren irdischen Sinnen nicht. Aber ist es wirklich so, dass wir überall von Menschen ohne Leib umgeben sind.

Ist es möglich, dass es sehr wohl Lebewesen auf anderen Planeten gibt die keinen physichen Leib haben und somit von den Forschern nicht erkannt werden können.

Was hält den Stein zusammen und lässt ihn nicht verwesen? Ist es möglich, dass der Stein sehr wohl auch die anderen Glieder hat, aber der Stein so gestaltet ist, dass die nur von aussen auf ihn wirken können?

Ist es möglich, dass die Pflanzen sehr woh auch Astralleib und Ich haben, die Pflanze aber so gestaltet ist, dass die beiden Leiber nicht mit inkarnieren können und somit von aussen wirken? Das Seelische nicht in den Pflanzen ist, aber doch von ausserhalb weise wirkt? Ist das der Grund, dass Menschen deshalb (wohl meist unbewusst) den Pflanzen seelische Qualitäten zusprechen.

Ist es möglich, dass Tiere sehr wohl ein Ich haben, das aber von ausserhalb wirkt, weil die Tiere nicht konzipiert sind, dieses in sich aufzunehmen und deshalb von aussen wirkt?

Nur auf der Erde gibt es einen physischen Leib und somit die Möglichkeit, das Gehirn zum Denken und Forschen und vielem anderen zu gebrauchen.

Setzen wir nun mal voraus, dass die Menschen ewig leben nach dem Tode, kann es gut möglich sein, dass es Lebewesen gibt, die gar nie in einem Leib leben, diesen nicht nötig haben. Da kann man sich die Frage stellen, ob es Lebewesen gibt die höher begabt sind als die Menschen. Das Gehirn haben sie sicher nicht als Instrument. Gibt es da vielleicht sogar ein Instrument das weit über das menschliche Denken hinausreicht?

Fragen über Fragen!

Pflanzen können sich ja keine Gedanken machen und erforschen über Tier und Mensch. Desgleichen die Tiere über Pflanzen und Mensch. Ihr Ich wirkt von aussen als Weisheit und Trieb im Tiere und kann deshalb nicht zum Denken gebraucht werden.

Somit könnte man sagen, dass das Gehirn, das irdisch ist, nicht in der Lage ist sich Gedanken zu machen und nachzuforschen was über ihm liegt, falls es das gibt.

Ist es möglich dass auch im Menschen noch höhere Glieder als das Ich wirken, aber von aussen wirken, weil sie nicht im Menschen direkt inkarnieren können?

Kann es sein, dass der einzelne Mensch die Möglichkeit hat, sich zu öffnen dass eventuell höhere Glieder in ihm Einzug halten können und somit eine erweiterte Erkenntnis möglich ist? Dass es Menschen gibt, die nach und nach auf ihr irdisches Ich verzichten, auf das Denken im Kopf und somit Raum geben für Neues?

Was ist mit dem Herzen? Das ist der Ort, wo wir berührt werden. Ist es das Organ, das uns weiterbringt?

St. Exypéry schreibt in seinem Kleinen Prinzen: "Man sieht nur mit dem Herzen gut."

Ist da der Ort, wo uns selbstlose, nicht selbstbezogene Antworten gegeben werden?

RE: Fühlen Pflanzen? Denken Tiere? | 06.08.2014 | 11:06

Ja, es schien mir, dass es aus Ihnen selbst kommt. Es tut mir echt leid, sollte ich sie beleidigt haben. Ich hab einfach nachgefragt, um sicher zu gehen, dass ich mich nicht täusche.

Wissen Sie, ich wohne in einem Anthroposophennest, das heisst es hat hier extrem viele Anthroposophen.

Wenn ich jemanden etwas frage, höre ich so oft als Auftakt zur Antwort: "Rudolf Steiner hat gesagt." Oder wenn ich mich mit jemandem austausche kommt mir das Gegenüber oft wie ein Sprachrohr Rudolf Steiners vor.

Wenn ich dann mal eine Gegenfrage stelle: "Was denken Sie, was würde Rudolf Steiner heute zu diesem Thema sagen? Er hat ja zu Lebzeiten auch eine Entwicklung durchgemacht und das ist sicher nicht mit seinem Tod stehen geblieben, kommt mir nur Entsetzen entgegen.

RE: Fühlen Pflanzen? Denken Tiere? | 06.08.2014 | 00:47

Vier Menschen sehen einen Baum an. Der eine sieht in von Süden, der zweite von Westen, der dritte von Osten und der vierte schliesslich von Norden. Jeder beschreibt den Baum wie er ihn sieht. Da sie aus den vier verschiedenen Himmelsrichtungen schauen, sieht und beschreibt jeder etwas anderes.

Sie fangen bald an zu streiten, weil jeder meint, dass das was er sieht, die ganze Wahrheit ist.

Bei einem anderen Baum das Gleiche. Jeder beschreibt was er sieht. Aber im Gegensatz zu vorher, streiten sie sich nicht, wer recht hat, sondern jeder ist interessiert, was der andere sagt. So bekommt jeder mit, was die anderen sehen und stellen immer mehr fest, dass nur wenn sie das Wissen von allen vier zusammentragen zur ganzen Ansicht des Baumes kommen.

RE: Fühlen Pflanzen? Denken Tiere? | 05.08.2014 | 23:37

@Gebe

Bisher habe ich den Text oben nur überflogen, also schon alles, weil ich dachte: "Aha, Rudolf Steiner - Anthroposophie - das kenn ich ja. Ich habe viel von ihm gelesen, allerdings noch lange nicht alles. Und, das was ich gelesen habe, kann ich nicht behaupten, dass ich alles wirklich verstanden habe. Das merkte ich schon daran, dass wenn ich etwas später wieder las, entdeckte und verstand ich viel mehr als das mal vorher.

Jetzt habe ich ihn ganz genau gelesen und habe festgestellt, dass ich das zu diesem Thema so genau und mit diesen Worten nicht in RS Schriften und Vorträgen gefunden habe.

Haben Sie das von Innen heraus mit eigenen Worten neu geschrieben?

RE: Kein Spenderorgan für behindertes Kind | 05.08.2014 | 14:32

Lebensunwertes Leben gibt es nicht. Aber die Transplantationsmedizin zwingt dazu zwischen lebenswerterem und weniger lebenswerterem Leben Entscheidungen zu treffen. Das ist fatal.

Das heisst: Eigentlich sind das Menschen, deren Leben früher oder später natürlicherweise zu Ende gehen würde und mit der Technik der Transplantation künstlich länger am Leben erhalten werden kann.