RE: Kein Spenderorgan für behindertes Kind | 04.08.2014 | 19:02

Sie müssen wissen, dass gerade das Spendengeschäft dunkle Kräfte anzieht. Es existiert ja nicht nur das Problem, dass der Versuchung erlegen wird zahlungskräftige (ausländische) Empfänger zu bevorzugen. Ebenso werden in armutsbetroffenen Gegenden die Menschen motiviert Lebendspenden zu geben, wie z.B. Nieren. Die bekommen dann wenig Geld und werden in die erste Welt teuer verkauft. Diese Menschen werden nicht nachbetreut und haben oft lebenslängliche Folgeschäden.

Ich bin auch mit einem Geburtsschaden im rechten Nieren- Harnbereich geboren. Bis jetzt habe ich das Glück, dass die andere Niere tadellos arbeitet.

Allerdings haben Sie mit der Niere noch eine Türe offen. Es besteht die Möglichkeit der Lebendspende. Es ist möglich, sollte jemand aus ihrem Bekannten- , Freundes- oder Verwandtenkreises zugunsten von Ihnen auf eine der beiden Nieren verzichtet, dass Sie das zusammen in einer Klinik machen lassen.

RE: Kein Spenderorgan für behindertes Kind | 04.08.2014 | 18:20

Wlber? Sheldrake?

Noch nie gehört. hab mich bei wiki ein wenig schlau gemacht. - Nein.

Impulse hab ich bekommen (und bekomme natürlich noch) von der Anthroposophie Rudolf Steiners, Novalis, auch Goethe und anderen. Aktuell kenne ich jemanden persönlich, der sich sehr vertieft in geistigen Inhalten bewegt, mit dem ich mich regelmässig austausche.

Ja, ok, es sind kulturelle Errungenschaften, die aber geistig initiiert sind.

RE: Kein Spenderorgan für behindertes Kind | 04.08.2014 | 12:54

Ahriman hat seine helle Freude an solchen Diskussionen!

Die Menschen sind daran ihr "Selbst"-bewusstsein kennen zu lernen und ihre "Selbst"-bestimmung zu üben. Das ist unsere Zeit. In einer späteren Phase kommen sie dann dazu auf das "Selbst" zu verzichten. Erst dann ist man fähig und hat Zugang zu tieferen Zusammenhängen. Alles braucht seine Zeit.

RE: Kein Spenderorgan für behindertes Kind | 04.08.2014 | 10:00

"aber eren kann sich das leisen trotzdem wird er hingehalten"

Mit dieser Aussage vermitteln Sie, dass das Geld bestimmt, ob ein solcher Eingriff stattfinden kann oder nicht.

Haben Sie eine Patientenverfügung erstellt, dass bei ihrem Ableben ihre Organe für die Allgemeinheit zur Verfügung stehen?

Diese Frage stelle ich Ihnen, weil nur so solche beschämenden Diskussionen entstehen können, weil viel mehr Menschen Organe wollen, als Menschen die bereit sind, solche abzugeben.

Sind Sie bereit ihre Organe zur Verfügung zu stellen, mit dem Wissen, dass diese entnommen werden wenn Sie noch nicht vollkommen tot sind und somit ihr natürlicher Uebergang vom lebenden zum wirklich toten Menschen gestört wird?

Und ja, solange mehr Menschen Organe wollen als bereit sind abzugeben, muss darüber entschieden werden, welches Leben lebenserter ist als ein anderes.

Entscheiden wir darüber dass Eren leben muss, also ein Organ bekommen muss, entscheiden wir gleichzeitig darüber dass ein anderes Kind das eben nicht bekommen darf. Wie wäre das, wenn wir das andere Kind auch kenen würden?

RE: Kein Spenderorgan für behindertes Kind | 03.08.2014 | 21:16

Völlig irre Welt. Ich hatte über beinahe 10 Jahre eine Nachbarsfamilie aus dem Kosovo. Die Frau kam aus einer grossen Familie. Es waren 15 oder 16 Kinder. Die Mutter hat die hälfte ihrer Kinder verloren, vor allem aus dem Grund, weil sie gar kein Geld hatte, um mit ihnen zum Arzt zu gehen.

Vor wenigen Jahren ist ihre Mutter gestorben, weil kein Geld für eine dringend nötige Herzoperation da war.

Auch ihre Schwester ist schwer herzkrank. Da die Familie in der Schweiz zu den Armen gehört, können sie ihr das Geld für die Medis nicht schicken. Ausserdem steht auch eine Operation an.

Viel wichtiger als solche teuren Transplantation mit lebenslänglicher teurer Nachsorgung, wäre, so flächendeckend wie möglich eine mindestens minimale gute Grundversorgung.

RE: Kein Spenderorgan für behindertes Kind | 03.08.2014 | 20:10

Er ist allerdings sehr exotisch hier. Allerdings, wenn da nicht allgemein eine erweiterte Sicht möglich wird, werden sich die Menschen immer mehr gegenseitig die Köpfe zerschlagen.

Die Finsternis mach das Licht nicht. Und nur dadurch, dass die Finsternis da ist, kann das Licht überhaupt erkannt werden.

RE: Kein Spenderorgan für behindertes Kind | 03.08.2014 | 19:41

Da kann ich nur sagen: Die Büchse der Pandora ist geöffnet und nimmt mit der Neuzeut immer skurrilere Ausmasse an.

Die Transplantationsmedizin hat uns noch mehr die Möglichkeit gegeben, Herr über Leben und Tod zu werden. Schon allein die Tatsache, dass dies möglich ist, schliesst aus damit klarzukommen.

Wer an ein ewiges Leben glaubt und noch mehr, wer dessen gewiss ist oder gar an Reinkarnation für möglich hält, weiss, dass wir ewig leben und dass wir von Zeit zu Zeit für eine gewisse Zeit in einem Leib die Möglichkeit haben, auf der Erde unsere Erfahrungen zu sammeln und uns weiter zu entwickeln.

Die heutige Spitzenmedizin sieht den Körper immer ausschliesslicher als Maschine an die am funktionnieren gehalten werden muss, ohne (wirklichen) Einbezug von Seele und Geist des Menschen. Der seelische und geistige Teil wird ja von dieser Seite her auch in den Körperfunktionen gesucht.

Vergesst nicht! Ein Spenderorgan ist lebendig! Nur so kann eine Transplantation gelingen. Also sind in diesem Organ auch Seelisches und Geistiges des Spenders vorhanden. Damit muss sich der Empfänger wohl oder übel auseinandersetzen.

Ein Spenderorgan wird ja in den allermeisten Fällen natürlicherweise abgestossen. Dafür haben die Mediziner auch eine Erklärung. Das Immunsystem wehrt sich dagegen und wird mit Immunsupressiva ausgetrixt.

Schaut man das aus der Sicht an, dass der Mensch ewig lebt und gar reinkarniert, sieht das ganz anders aus. Da kann es auch sein, dass sich der Spender nicht damit abfindet, frei auf einen Teil seines seelischen und geistigen Organs zu verzichten. Oder auf der anderen Seite, dass der Empfänger (natürlich nicht bewusst) eine Antipathie oder sonst was gegen den Spender hat.

Auf jeden Fall ist das aus geistiger Sicht eine weit innigere Verbindung zweier Menschen, als zwei, die sich irdisch lieben. Es ist eine Verbindung auf ewig ohne die Möglichkeit einer späteren Trennung. Aber eben es ist doch möglich, indem das Organ abgestossen wird.

RE: Kein Spenderorgan für behindertes Kind | 02.08.2014 | 23:00

Ich mach mir da noch ganz andere Gedanken. Nehme ich ein Organ von einem Menschen an, dessen Leben zu ende geht, ist das kein Organ eines toten, sondern eines sterbenden Menschen.

Also wenn ich solch ein Organ akzeptiere, dass es in meinem Leib durch mein eigenes nicht mehr lebensfähiges Organ ersetze, bin ich mitbeteiligt daran, dass man dem sterbenden Menschen nicht in Ruhe gehen lässt. Ich könnte das nicht. Das ist allerdings mein ganz persönlicher Entscheid, den ich nicht von mir auf andere übertragen möchte.

Eine Transplantation kann ja nur gelingen, wenn das Transplantationsorgan noch pulsiert und versorgt ist. Ein wirklich totes Organ von einem toten Menschen wird im Empfänger nicht wieder lebendig.

RE: Fühlen Pflanzen? Denken Tiere? | 02.08.2014 | 17:00

Gebe, mein vorheriger post war natürlich für hier.

Ich will mal als Erstes auf Ihren letzten Abschnitt eingehen.

Da taucht die uralte Frage auf: Was war zuerst? - Das Huhn oder das Ei?

RE: Fühlen Pflanzen? Denken Tiere? | 02.08.2014 | 14:20

Danke Gebe

Dieser Beitrag hier von Ihnen ist hoch spannend. Ich möchte auch noch was dazu sagen. Allerdings später.

Vorerst gehe ich noch etwas in die frische Luft. Diese ist im Moment zum abschneiden, beinahe tropisch. Ausserdem ist das Wetter im Dreyländeregg Frankreich, Deutschland und Schweiz seit einem Monat extrem wechselhaft. Deshalb bleibt nichts anderes übrig als die regenfreien Zeiten zu nutzen um die Zeit im Freien zu verbringen. Also bis später.....