elisehendrick

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RE: Bürgerrechtsanwältin Lynne Stewart im Gefängnis | 05.12.2009 | 00:44

"Ich bin keine Expertine, was die Prozessordnung der USA angeht, aber anscheinen wurde die erst verhängte Strafe erst auf Kaution ausgesetzt. Dies wurde jetzt zurückgenommen. Warum die Strafe bei laufender Berufung schon angetreten werden muss, weiß ich nicht."

Das läuft meistens so: Wird gegen eine Verurteilung Berufung eingelegt, so kann der Verurteilte mehr oder weniger in den Fällen gegen Kaution freigelassen werden, in denen eine Freilassung gegen Kaution im erstinstanzlichen Verfahren möglich gewesen wäre - keine Fluchtgefahr, fester Wohnsitz, keine besonders schweren Straftaten, usw. Sie kann also draußen bleiben, bis (a) die Verurteilung rechtskräftig wird (wenn sie also auch in der 2. Instanz keinen Erfolg hat und die Sache vom Obersten Gericht nicht zur Entscheidung angenommen wird, was eine reine Ermessenssache ist) bzw. die Verurteilung auch vom OG bestätigt wird, oder (b) Tatsachen bekannt werden, die die Annahme einer Fluchtgefahr usw. usw. begründen.

Beim Berufungsantrag der StA geht es darum, das anfangs beantragte Strafmaß im Berufungswege durchzusetzen.