RE: Der Solidarische | 26.01.2020 | 12:37

Eine Einschränkung der Sprache halte ich für den falschen Weg, da sich legitime Dinge im Netz verfangen können. Diaby hat mit seiner Ignoranz des Schmähers genau das Richtige getan. Nun in Richtung von solch ungeheuren Gesetzen wie § 185 zu arbeiten, ist nicht zielführend.

Aber es handelt sich ja nicht bloß um Beleidigung, sondern gar Hetze und das ist viel schlimmer, muss unterdrückt werden? In dieser Hinsicht bin ich geneigt, der Argumentation des US Supreme Court zu folgen, dass eine demokratische Gesellschaft „must protect itself against violent attack, but it cannot do so by preventing its citizens from hearing even sinister criticism that defends the use of violence.“

Die Strategie, mit dem Landeskriminalamt gegen Verbrechen vorzugehen, halte ich für besser. Da gibts immerhin eine eingeschossene Scheibe (Vandalismus).

Selbst in den USA gibts Gesetze gegen Verleumdung, doch sind die Hürden dort wesentlich höher. Kläger müssen beweisen, dass die Aussagen objektiv falsch sind. Sätze sind dagegen nicht straffähig, wenn eine (subjektive) Meinung ausgedrückt wurde. Wenn es im Zusammenhang mit Sven-Unhold bewiesen werden kann, würde ich eine Bestrafung gutheißen.

RE: An meine Ohren lasse ich nur Luft und CDs | 11.01.2020 | 14:46

Na dann mache ich mal den Schritt und sage: Du bist Nostalgiker. Es mag zwar viele Leute geben, die nur noch im Playlist-Strom versinken. Jedoch behaupte ich, hätten diese Leute bereits vor Internet nur irgendwas zusammengewürfelt ohne groß darüber nachzudenken. Wer will, kann auch mit Streamdiensten Musik in Albumform entdecken und genießen. Ich mache es sehr gerne mit Youtube Music. Playlists dienen mir zur Entdeckung neuer, vielversprechender Künstler. Wenn mir etwas gefällt, schaue ich nach den Alben der Künstler und lade sie auch oft zum späteren Hören (und erneutem und erneutem Hören) herunter*. Ich stelle mir vor, dass mein digitaler Albenpool auch nicht viel größer als dein Haufen vorm Rekorder ist.

Den großen Nachteil des Digitalen sehe ich eher darin, dass dir dank DRM-Handschellen keine (Kopie der) Musik mehr gehört. Da die Streamdienste es jedoch bequem genug machen und nicht durch Löschungen auffallen, sind es gegenwärtig samtene Handschellen.