Mehr zum Thema

Wenn uns die Wut über die Gewalt gegen die Ukraine packt, müssen wir innehalten. Nicht vor blinder Wut zu den Waffen greifen

Bleibt weich, bleibt zärtlich!

Wladimir Putins Angriff auf das Land ist pure Gewalt. Wie gehen wir damit um? Ein Plädoyer für die Suche nach einem Weg, mitten im Krieg friedlich zu bleiben

Margot Käßmann kann aus den Evangelien keine Legitimation von Gewalt herauslesen

Margot Käßmann: „Ich bleibe Pazifistin“

Margot Käßmann sprach sich gegen Waffenlieferungen an Kiew aus – und wurde angefeindet. Seither hält sie sich mit öffentlichen Appellen zurück. Wieso sie den militärischen Kampf der Ukraine kritisch sieht, hat sie Jakob Augstein erklärt

Jakob Augstein

Politik : Im Krieg für den Zweifel

Nach der Invasion russischer Truppen ist die Lage in der Ukraine festgefahren. Trotzdem wissen seit dem 24. Februar 2022 alle immer ganz genau, was zu tun ist. Wirklich? Ein Plädoyer für mehr Mut zur Ungewissheit

Mehr Waffen! Keine Waffen! Woher nehmen bloß alle ihre Überzeugung?
Mehr Waffen! Keine Waffen! Woher nehmen bloß alle ihre Überzeugung?

Foto: Anatolii Stepanov/AFP via Getty Images

Zum Kommentar-Bereich

Die Nachkriegsordnung Europas ist Geschichte. Welche neue Ordnung aus den Trümmern entsteht, wird dieses Jahr zeigen. Vielleicht. Womöglich bringt 2023 aber auch noch mehr Zerstörung, wer weiß das schon? Ich jedenfalls nicht. Ich weiß gar nichts mehr. Ja, dies ist ein Leitartikel, liebe Lesende, aber wenn Sie hier Leitung suchen, dann muss ich Sie wohl enttäuschen. Denn ich zweifle. Ich zweifle an den Waffenlieferungen, und ich zweifle am Frieden. Wenn ich Sie überhaupt irgendwohin leiten kann, dann in den Zweifel. Möchten Sie mir folgen?

Es war der 24. Februar 2022, an dem mein Mund plötzlich offen stand. In meinem Kopf brach etwas zusammen, und es war nicht so sehr die Nachkriegsordnung wie vielmehr die letzte Hoffnung darauf, dass die linke We

Themen