Nehmt all meine Daten, her mit dem Drachen!

Click and meet Über Schnelltests, Datenverkauf und die Luca-App. Und den Versuch, inmitten einer Pandemie einen Lenkdrachen zu kaufen. Eine Kurzgeschichte
Nehmt all meine Daten, her mit dem Drachen!
Der Junge sollte einen Drachen bekommen, unbedingt

Foto: Anna Kolosyuk / Unsplash

Es war Pandemie, und es war kurz vor dem siebten Geburtstag des Jungen. Ich fand, er sollte einen Drachen bekommen, unbedingt. Nicht so einen normalen Drachen mit einer Schnur und am Ende hängt der Drachen halt am Himmel, sondern einen mit zwei Schnüren, einen Lenkdrachen. Denn wenn schon die Welt des Jungen in einer Pandemie festklebt und wenn schon seine Freundinnen und seine Eltern sich wieder und wieder verhedderten, so sollte der Junge wenigstens seinen Drachen lenken können, befand ich. Wenigstens ein Looping, oder zwei, oder drei, und dann wieder zurück, damit die Schnur sich enthedderte, voilà. Ein Lenkdrachen eben.

Es war also kurz vor seinem Geburtstag, und zwar so kurz davor, dass eine Bestellung bei Amazon nicht mehr drin war, höchstens Amazon Prime, aber bei Amazon Prime gab es nur blöde Drachen, also keine Lenkdrachen. Und wenn doch, dann waren sie so langweilige Erwachsenen-Lenkdrachen, also schwarz oder so., jedenfalls nicht rot und blau und bunt, wie ein Lenkdrachen nun einmal sein musste. Und ja, ich weiß es. Ich weiß, dass man bei Amazon Prime nicht bestellen darf. Aber es war nun einmal so: Der Junge sollte einen Lenkdrachen bekommen, unbedingt.

Nun war Pandemie. Das hieß nicht, dass es unmöglich war, in einen Laden zu gehen, nach einem Lenkdrachen zu fragen und ihn zu kaufen. Das war schon möglich, doch. Man brauchte nur einen Termin bei einem Laden und den Nachweis, die Krankheit nicht zu haben, und für den Nachweis brauchte man einen Test, und für den Test brauchte man jemanden, der einen testet und den Nachweis aufschreibt. So war das. Es war also durchaus möglich, einen Lenkdrachen zu besorgen. So hieß es.

Der Junge sollte einen Lenkdrachen bekommen, und ich fuhr los zum Alexanderplatz. Am Alexanderplatz gab es alles, was ich brauchte: eine Teststation mit Nachweis und einen Laden, in den man reingehen und nach einem Lenkdrachen fragen und dann einen Lenkdrachen kaufen konnte. Ich ging zur Teststation, doch die Teststation hatte für den Tag keine Termine mehr für den Test, und man konnte nicht ohne Termin einen Test bekommen, und ohne Test konnte man nicht in den Laden. Also fuhr ich zum Herrmannplatz, denn dort testete man ohne Termin. Und auch dort gab es einen Laden mit Drachen, und auf der Homepage von dem Laden konnte man sehen, was sie für Lenkdrachen hatten. Und die waren schön.

Vorname, Name, Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Email-Adresse, Telefonnummer

Die Schlange am Herrmannplatz war voller Menschen, die Lenkdrachen wollten, oder das, was für sie wichtig war, um sich durch die Pandemie zu lenken, für die einen waren es Lenkdrachen, für die anderen waren es neue Frisuren, wer soll darüber schon urteilen. Sie waren ängstlich, in dieser Schlange zu stehen, im kalten Wind und mit der Busstation neben sich und wegen der ganzen Menschen, neben denen man ja eigentlich gar nicht stehen durfte, und niemand wusste, wie das genau funktionierte mit dem Test und den Daten. Aber einer war da, der hatte das schonmal gemacht, und er erklärte es allen in Ruhe, denen vor sich und denen hinter sich und auf deutsch und dann nochmal auf arabisch, und dann waren wir alle einigermaßen beruhigt. Wir machten einen Termin über unsere Telefone, wir gaben der Teststation: Vorname, Name, Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Personalausweis-Nummer, Email-Adresse, Telefonnummer. Und dann zeigten wir dem Mann unsere Anmeldung, dann gingen wir rein und gaben der Frau einige Zellen aus unseren Hälsen, ich muss schon sagen: tief, ganz tief aus unseren Hälsen, aber wir wollten ja unbedingt diese Lenkdrachen, also ließen wir sie rein, tief in die Hälse, ganz ohne zu husten.

Dann warteten wir. Wir warteten zwischen den Bussen im kalten Wind 30 Minuten. Und dann bekamen wir eine Email, darin standen: Vorname, Name, Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Email-Adresse, Telefonnummer, negativ.

Dann gingen wir unserer Wege, die einen zum Friseur, die anderen zu Karstadt. Auf der Tür von Karstadt stand ein Code, und neben dem Code stand: Wer sich hier anmeldet, darf rein. Ich scannte also den Code, und es öffnete sich die Seite einer App, die Luca hieß, und die Luca-App fragte mich nach: Vorname, Name, Straße, Hausnummer, Email-Adresse, Telefonnummer. Ich gab sie ihnen, ich wollte ja zu den Drachen, rot und blau und bunt wollte ich.

Ich war angemeldet. Ich zog die Maske auf und ging rein.

Drin fragte mich ein Mann nach der Anmeldung auf der Luca-App, ich zeigte sie ihm, zwei Minuten, stand da, zwei Minuten und sechs Sekunden, sieben Sekunden, acht Sekunden, er nickte. Dann fragte er mich nach dem Testergebnis, nicht älter als 24 Stunden, sagte er, ich zeigte es ihm, nicht älter als 40 Minuten war es, ich zeigte ihm: Vorname, Name, Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Email-Adresse, Telefonnummer, negativ. Er ließ mich rein.

Ich fuhr hoch, höher und dann nochmal höher, dorthin, wo die Kuscheltiere und die Drachen wohnen, dort war eine Frau, die Lego einsortierte, und ich fragte sie: „Wo haben Sie denn die Lenkdrachen?“, aber die Frau schüttelte den Kopf, sie sagte: „Nein, Lenkdrachen haben wir keine, die bestellen wir nur im Herbst, und in diesem Herbst konnten wir wegen der Krankheit gar nichts bestellen, deshalb gibt es jetzt auch keine Lenkdrachen, so ist das nun einmal mit der Krankheit, aber ich habe Lego und Kuscheltiere.“ Ich nickte: „Ja, aber Lego und Kuscheltiere kann man ja nicht lenken." Sie nickte: "Ja, wohl wahr, lenken ist wichtig." „Und jetzt?", fragte ich und schaute sie an. Sie hatte runde Augen und zuckende Schultern, Alexanderplatz, Hermannplatz, Testschlange, Stäbchen im Hals, 30 Minuten kalter Wind, Luca-Anmeldung, zuckten ihre Schultern, tut mir leid. Ich nickte. Ich drehte um und ging runter, runter und nochmal runter, an dem Mann vorbei, durch die Tür mit dem Code, ich zog die Maske ab, nach Hause.

„Nein, bei uns zählen nicht die Stunden, sondern das Datum“

Dort setzte ich mich hin und überlegte. Ich schaute mir noch einmal die Lenkdrachen von Amazon Prime an, aber es waren langweilige Erwachsenen-Lenkdrachen, schwarz und so, da führte kein Weg dran vorbei. Ich erinnerte mich an ein Taschenmesser für Kinder bei einem Buchladen, Buchladen ohne Test und Anmeldung. Mit einem Taschenmesser kann man allerhand, man kann schnitzen und schneiden und sägen, und ich mochte Taschenmesser durchaus, als ich sieben war. Aber Taschenmesser konnte man nicht lenken, auch da führte kein Weg dran vorbei. Ich beschloss, dass es ein Lenkdrachen sein musste, unbedingt.

Ich machte einen Termin bei Decathlon am Alexanderplatz, das laut Homepage Lenkdrachen hatte. Ich schaute mir online die Lenkdrachen an und es gab sogar Flugzeuge. Lenkdrachen-Flugzeuge, rot und blau und bunt, wie Lenkdrachen nunmal sein mussten. Es gab einen freien Termin am nächsten Tag um 13 Uhr, sagte Decathlon. Ich hatte den Test an diesem Tag um 15 Uhr gemacht. 24 Stunden gültig, sagte Karstadt. Ich machte einen Termin. Ich gab Decathlon: Vorname, Name, Straße, Hausnummer, Email-Adresse, Telefonnummer. Ich ging zuversichtlich ins Bett.

Am nächsten Tag fuhr ich wieder zum Alexanderplatz, mit meinem Testergebnis in der Tasche, auch mit der Bestätigung für meinen Termin.

Ich zog die Maske auf und ging zu dem Mann vorm Decathlon. Der Mann fragte mich nach der Bestätigung meines Termins, ich zeigte sie ihm, dann fragte er mich nach dem Testergebnis. Ich öffnete die Email, ich öffnete das Pdf, ich zeigte ihm: Vorname, Name, Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Email-Adresse, Telefonnummer, negativ. Er schüttelte den Kopf. Ich zog die Augenbrauen hoch. „Der Test ist von gestern!“, sagte er. „24 Stunden!“, sagte ich. „Nein, bei uns zählen nicht die Stunden, sondern das Datum“, sagte er. Kannnichtsmachen, sagte er.

Ich schaute ihn an, seine Augen waren eckig. Ich schluckte, ich schluckte ein Alexanderplatz-Hermannplatz-Testschlange-Stäbchen im Hals-30 Minuten kalter Wind-Luca-Anmeldung-Schulterzucken-nach Hause-wieder zum Alexanderplatz-Schlucken, und das konnte der Mann sehen, denn seine Augen wurden jetzt ganz rund. Sag es nicht, sagte ich mir. Sag es nicht, es bringt nichts. Aber ich sagte es. „Aber können Sie mich nicht einfach trotzdem reinlassen?", sagte ich, obwohl ich die Antwort schon kannte, und dann sagte mir der Mann die Antwort, die ich schon kannte, und dann sagte er noch: „Stellen Sie sich vor, Sie sind krank und stecken hier Leute an, und das ist dann meine Verantwortung.“

Da fiel es mir ein. Dass das ja alles Quatsch war. Von Anfang an, vom Alexanderplatz zum Hermannplatz zur Testschlange zum Stäbchen im Hals zu den 30 Minuten im Wind zur Luca-App und zum Decathlon-Termin war alles Quatsch. Hatte ich ganz vergessen. Dass ich ja immun war eigentlich. Ich war immun, weil ich die Krankheit schon hatte, und ich konnte überhaupt niemanden mehr krank machen. Ich konnte eine Million Menschen sehen und eine Million Drachen kaufen, ohne jemanden anzustecken, ich sah den Mann an und erzählte ihm das alles stumm und wusste, dass das nicht zählte, wegen der Zuständigkeit und so. Und er sah mich an und sagte mir stumm, dass das ja alles sein könne, aber die Zuständigkeit und so, und so sahen wir uns an, und wenigstens waren seine Augen rund. „Okay“, sagte ich. „Tut mir leid“, sagte er.

Click and collect!

Dann fiel mir noch ein, dass all die Menschen hinter mir ja einen Test und einen Termin und alles hatten und dass sie gleich da rein durften, da, wo die Drachen lebten, und sie mir ja einen mitbringen könnten, von drin, für den Jungen. Ich drehte mich also um und da waren Menschen, und zwei von ihnen sprach ich an. „Wenn ich Ihnen das Geld gebe, könnten Sie mir bitte einen Lenkdrachen mitbringen, für den Jungen?“ Und sie wollten gerade antworten, da legte von hinten der Mann seine Hand auf meine Schulter. „Das kann ich leider nicht zulassen“, sagte er. „Zuständigkeit“, sagte er. „Kontakt“ und „Ansteckungsgefahr“, und da sagte ich es doch, was sollte das alles, ich sagte es einfach. „Ich kann die Krankheit gar nicht haben!", rief ich aus, „ich hatte sie doch schon längst, ich bin immun!“ Und er zuckte die Schultern, „Zuständigkeit“, sagte er, und ich nickte. Ja stimmt ja, Zuständigkeit, und er sagte dann: Click and collect.

Click and collect! Einfach auf der Homepage, sagte er. „Stimmt ja!“, sagte ich.

Ich nahm die Maske ab, ich setzte mich vor den Laden, mein Smartphone hatte noch zehn Prozent Akku. Ich suchte den Drachen, das Flugzeug in rot und blau und bunt mit zwei Leinen, ich klickte auf „bestellen“, „click and collect“, und der Laden sagte: Sie brauchen dafür ein Kundenkonto, wollen Sie es einrichten? Natürlich! Das wollte ich. Der Laden fragte mich nach: Vorname, Name, Straße, Hausnummer, Email-Adresse. Ich gab ihm alles, es kam eine Fehlermeldung: Ein Konto mit dieser Emailadresse bestand bereits. Ich wusste das Passwort nicht mehr. Mein Smartphone hatte noch acht Prozent. „Wollen Sie Ihr Konto mit Google verbinden?“, der Laden war nicht kompromisslos, er brachte Alternativen auf. Ja! Mit meinem Google-Konto verbinden! Solange ihr mir dafür meinen Lenkdrachen gebt! Dem Jungen, meinte ich.

Ich verband mein Decathlon-Konto mit dem Google-Konto, ich musste nur meinen Finger auf mein Smartphone legen, dann war ich eingeloggt, ich bestellte den Drachen, ich bezahlte den Drachen, in einer Stunde sollte ich ihn abholen, stand da.

Ich wartete eine Stunde vor dem Laden.

Dann sagte Decathlon: Ihre Bestellung wurde storniert. Ich scrollte runter, nichts. Ich scrollte wieder hoch, nichts. Keine Begründung. Bestellung storniert.

Ich rief meinen Freund an. Ich sagte: Test, Datum, Sportladen, Typ, Click and Collect, Google, Daten, Warten, storniert, immun, verrückt, alle umbringen. Er sagte: „Ich habe heute einen Test gemacht, ich kann in 30 Minuten da sein und den Lenkdrachen für dich kaufen.“ Er meinte: für den Jungen.

Ich sagte ja. Ich machte ihm einen Termin, 14.15h-14.55h.

Mein Freund fuhr durch Berlin. Ich wartete, dann wurde es 14.45h, dann wurden es vier Prozent Akku, dann kam er, setzte die Maske auf und rannte rein, weil es dann schon 14.50 Uhr war. Drin rief er mich an: Zwei Flugzeuge. Eins rot und blau und bunt, aber auch ein anderes, grün mit lustigen Sternen. Okay, lustige Sterne.

Mein Freund kam raus mit einem Kampfflugzeug.

Der Lenkdrache war ein Militärjet, das Grün war Bundeswehr, und die Sterne waren gelb wie die Nato, und es brannte vorne und stürzte ab. Ich sagte: „Militarisierung des Himmels.“ Er sagte: „Sterne!“ Und dann sagte er: „Ich muss los und mein Termin ist vorbei.“

Und dann passierte etwas. Ich wurde böse. Ich fuhr mit dem Fahrrad durch Berlin, und ich wurde ein richtig böser Mensch. Ich fuhr einfach, egal, ob jemand gerade über die Straße wollte und egal, wer Vorfahrt hatte, ich schaute sie alle böse an, alle. Dann bremste die Frau vor mir auf dem Rad plötzlich, und ich hätte bremsen können, aber ich ließ es, ich fuhr ihr Rad an, dass sie fast hinfiel, aber nur fast. Und dann beschimpfte ich sie, und dann kam ein Auto von rechts, und mir war es egal, ich hielt nicht an, ich nahm ihm die Vorfahrt, und er hupte, und ich schrie „Fick dich!“ oder so etwas, weil ich es richtig fand, weil ich fand, dass ich das Recht dazu hatte, denn erst gab die Welt mir diese Krankheit, die meine Lunge zusammenschnürte und Nadeln reinjagte und mir Angst machte und Fieber gab und meine Beine wochenlang zu Pudding machte, und dann zwang mich die Welt, obwohl ich immun war, eine Maske zu tragen, überall, und die Maske tat meiner Lunge noch mehr weh, aber egal, das war der Welt ja egal, sie ließ mich trotzdem nirgendwo rein und zwang mich, Teststäbchen in meinen Hals schieben zu lassen, durch den Hals in den Magen hinunter, obwohl der verdammte Test nichts, absolut nichts finden konnte, weil da nichts mehr sein konnte, weil alle Virologen sagten, dass ich jetzt immun war, und alle Ärztinnen sagten, dass ich noch mindestens drei Monate lang immun bleiben würde, aber egal, egal, ich durfte nicht in den verdammten Karstadt, ohne all meine Daten abzugeben, und ich durfte nicht in den Decathlon, obwohl ich alle meine Daten abgegeben hatte und das Teststäbchen in meinen Hals gelassen hatte und das alles völlig umsonst, weil ich gar niemanden mehr krank machen konnte, aber egal, egal, wen interessieren schon Fakten, interessiert niemanden, dann nehme ich euch halt die Vorfahrt, das habt ihr davon, ha, gebt mir jetzt einen Drachen oder ich fahre euch alle über den Haufen.

Ich entschied, im Karstadt zu bleiben, für immer

Ich hielt an. Ich setzte mir meine Maske auf. Ich ging einkaufen. Ich setzte meine Maske ab. Ich ging nach Hause.

Zuhause fiel mir auf, dass ich noch immer bei Karstadt am Herrmannplatz war, seit 22 Stunden und 52 Minuten und 40 Sekunden, 41 Sekunden, 42 Sekunden. Wieviele Menschen mit der Krankheit ich dort wohl getroffen hatte inzwischen. Also digital. Und mich angesteckt. Also digital. Denn dass das im echten Leben ja nicht mehr ging, das wusste Luca ja nicht. Luca dachte, da liege ich jetzt, infiziert, bei den Kuscheltieren, und komme nie wieder raus, aus Karstadt. Ich checkte mich nicht aus. Ich entschied, im Karstadt zu bleiben, für immer.

Am nächsten Tag rief ich Decathlon an. Die Frau versicherte mir, rot und blau und bunt, ja der sei da. Ich bestellte. Ich fuhr zum Alexanderplatz. Ich setzte mir meine Maske auf. Ich ging zum Hinterausgang. Dort war ein anderer Mann als vorne. Erst wollte der Mann mir den Drachen nicht geben, die Nummer sei falsch. „Natürlich“, sagte ich, „natürlich ist die Nummer jetzt falsch.“ Und dann gab ich ihm: Vorname, Name, Email-Adresse, und er fand die richtige Nummer doch, und er gab mir den Flugzeug-Drachen. Der Fernsehturm lachte, und ich auch, unter meiner Maske, die völliger Quatsch war, für mich. Aber egal, egal, ich hatte den Drachen in meinen Händen, rot und blau und bunt.

Der Junge fand den Drachen total okay. „Ein Drachen“, sagte er und nickte. „Lenkdrachen“, sagte ich.

Für Susann

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06:00 22.04.2021

Ausgabe 19/2021

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