RE: Das Phänomen Greta Thunberg | 01.09.2019 | 15:06

Ein Weg die Augen zu verschliessen ist, Greta und ihren Widerhall zu kritisieren.

Fakten: Mit den Pariser Verträgen kriegen wir 3,5 Grad globale Erwärmung bis 2100 (über Land wesentlich mehr). Die Pariser Vertäge werden nicht eingehalten, also werden es 4-5 Grad bis 2100. Der Direktor des Potsdam Institut für Klimafolgenforschung Rockström sieht nicht, wie die Erde dann noch eine Milliarde Menschen ernähren könnte, schon eine halbe Milliarde sei zweifelhaft.

Dass wir ohne Beschränkung des Bevölkerungswachstums und ohne Massnahmen bis 2030 in einen Oekokatastrophe laufen, hat uns der Club of Rome schon 1972 gesagt. Wie Greta und ihre Generation richtig bemerken, ist weder damals noch heute ist irgendetwas Entscheidendes geschehen. Es wäre seit bald 50 Jahren die Aufgabe der Erwachsenen gewesen, Lösungen zu finden. Greta zu kritisieren ist billigste Schublade. Mehr hier: https://lukasfierz.blogspot.com

RE: Das Phänomen Greta Thunberg | 01.09.2019 | 15:06

Ein Weg die Augen zu verschliessen ist, Greta und ihren Widerhall zu kritisieren.

Fakten: Mit den Pariser Verträgen kriegen wir 3,5 Grad globale Erwärmung bis 2100 (über Land wesentlich mehr). Die Pariser Vertäge werden nicht eingehalten, also werden es 4-5 Grad bis 2100. Der Direktor des Potsdam Institut für Klimafolgenforschung Rockström sieht nicht, wie die Erde dann noch eine Milliarde Menschen ernähren könnte, schon eine halbe Milliarde sei zweifelhaft.

Dass wir ohne Beschränkung des Bevölkerungswachstums und ohne Massnahmen bis 2030 in einen Oekokatastrophe laufen, hat uns der Club of Rome schon 1972 gesagt. Wie Greta und ihre Generation richtig bemerken, ist weder damals noch heute ist irgendetwas Entscheidendes geschehen. Es wäre seit bald 50 Jahren die Aufgabe der Erwachsenen gewesen, Lösungen zu finden. Greta zu kritisieren ist billigste Schublade. Mehr hier: https://lukasfierz.blogspot.com

RE: Endspiel - Schumanns Violinkonzert | 26.09.2016 | 19:04

Gegen die Bemerkungen zum Tempo von Thomas.W70 muss entschiedener Einspruch begründet werden:

Der erste Satz ist überschrieben: "In kräftigem, nicht zu schnellen Tempo". Daraus kann doch Thomas.W70 kaum sein so formuliertes Postulat ableiten: "Erst in einem rascheren Tempo und wenn die nachschlagenden Achtel ein Moment des nach vorne Überkippens bekommen, vermittelt die Musik etwas von der existenziellen Haltlosigkeit, die Schumann wohl im Sinne hatte." Haltlosigkeit wäre auch das Gegenteil des "sich-zusammen-nehmens" das dem späten Schumann am Anfang des Artikels zugeschrieben wird. Ich empfinde im übrigen diesen ersten Satz eher als das gefasste Entgegensehen einer Seele auf ein unabänderliches und verhängnisvolles Schicksal.

Auch der letzte Satz des Schumann-Konzerts darf auf keinen Fall rasch genommen werden, sonst sind die rasenden Passagen am Schluss des Satzes auch für einen äusserst virtuosen Geiger nicht mehr spielbar. Überdies macht Harnoncourt im Booklet zu seiner Aufnahme mit Kremer folgende interessanten Anmerkungen:

"Zur Polonaise [dem 3. Satz: Lebhaft, doch nicht schnell] gibt es einen Brief von Joseph Joachim an Schumann: 'Könnte ich Ihnen doch Ihr d-moll Konzert vorspielen. Ich habe es jetzt besser inne als damals in Hannover, wo ich es in der Probe Ihrer so unwürdig spielen mußte, zu meinem größten Verdruß. ... Jetzt klingt der 3/4 Takt viel stattlicher. Wissen Sie noch, wie Sie lachten und sich freuten, als wir meinten: Der letzte Satz klänge, wie wenn Kościuszko mit Sobieski eine Polonaise eröffnete. So stattlich.' Kościuszko war ein polnischer Freiheitsheld, Sobieski der König von Polen, der während der Türkenbelagerung Ende des 17. Jahrhunderts Wien befreite. Schumann läßt also zwei sehr pompöse Figuren eine Polonaise tanzen. Sehr wenige Leute wissen, was man sich damals unter einer Polonaise vorgestellt hat. Ich habe hier ein Zitat, das über den Unterricht Chopins berichtet - und das trifft auch genau den Umkreis, aus dem Schumann das hat: 'Ich weiß positiv, daß Chopin seinen Schülern beim Studium der Polonaisen ausdrücklich das Zählen des 3/4-Taktes in der Sechsteiligkeit empfahl.' - also in Achteln. Damit bewies er, daß er das Tempo auf keinen Fall anders haben wollte. als man es beim Tanzen nahm: mit Stolz und Pomp. Das ist sicher erstmal nicht leicht zu spielen und entspricht auch nicht dem landläufigen Bild eines Finalsatzes in einem Konzert. Man meint, jetzt kommt die große solistische Geste, der 'Aussi-Schmeißer', wie wir hier sagen, und so sind auch die meisten Finalsätze in Solokonzerten konzipiert. Das ist hier nicht der Fall."

RE: Exorzierter Tschaikowsky | 23.01.2016 | 18:12

Das ist eine kuriose CD-Kritik. Eigentlich ginge es ja um eine spezifische Interpretation des Geigenkonzerts, aber wir lesen fast ur über dieses Geigenkonzert im Allgemeinen und noch mehr über die Klavierwerke und Tschaikovskys Pianisten. Bezüglich der diskutierten Interpretation lesen wir lediglich von Übermut und Albernheit, Exorzismus und Peinlichkeit. Wo diese Defekte in welcher Form stattfinden wird nicht präzisiert. Das hätte schon noch interessiert. Und falls die Interpreten das dann gelesen hätten, was ja vorkommen soll, hätten sie auch die Chance gehabt, eine Besserung in Betracht zu ziehen. So aber... Schade.