Emran Feroz
16.11.2012 | 14:14 109

Bevor die Raketen flogen

Israel/Palästina Die Kassam-Geschosse der Palästinenser werden als Ursache des Frontalangriffs auf den Gazastreifen dargestellt. Ausgeblendet bleibt ein vorangegangener Grenzzwischenfall

 Bevor die Raketen flogen

Luftangriff des israelischen Militärs im Gazastreifen - fotografiert an der südisraelischen Grenze zu Gaza

Foto: Jack Guez/AFP/Getty Images

Seit Mittwoch wird der Gaza-Streifen von israelischen Flugzeugen bombardiert. Obwohl unter anderem der Militärchef der Hamas, Ahmad al-Jabari, getötet wurde, sieht die israelische Regierung kein Ende der Angriffe und will sogar eine Bodenoffensive nicht ausschließen. Allem Anschein nach ist Bibi Netanjahu jedes Mittel recht, um die kommenden Wahlen zu gewinnen.

Der israelische Angriff soll eine Antwort auf den Raketenbeschuss der Hamas sein. Die Angriffe der Hamas sollen in den letzten Tagen massiv zugenommen haben. Allerdings verschweigen die meisten Medien, dass kurz zuvor israelische Soldaten einen Palästinenser, welcher der israelischen Grenze zu Nahe kam, erschossen haben. Der Mann war unbewaffnet und geistig behindert. Solche Tötungen waren auch in der Vergangenheit kein Einzelfall.

Israels Verteidigungsminister Ehud Barack versicherte, dass sich die Angriffe nicht gegen die palästinensische Zivilbevölkerung richten, sondern lediglich gegen die Hamas. Nichtsdestotrotz sind die meisten Opfer Zivilisten. Man geht davon aus, dass die israelische Regierung schon seit längerem die Ermordung al-Jabaris geplant hatte und nur den geeigneten Vorwand für einen Angriff suchte. Al-Jabari war immerhin der Hauptverantwortliche der Gilad-Schalit-Entführung. Die Verschleppung des Soldaten empfindet Israel immer noch als Blamage.

Die israelische Regierung bezieht sich immer wieder auf das „Recht der Verteidigung“. Die meisten Massenmedien und Politiker machen bei diesem Spiel mit. Allen voran der wiedergewählte US-Präsident Barack Obama, der Netanjahu seine volle Unterstützung versicherte. Natürlich hat Israel das Recht auf Selbstverteidigung. Dies haben jedoch auch die Palästinenser. Wenn ein Volk über Jahrzehnte hinweg systematisch vertrieben, diskriminiert und isoliert wird, braucht man sich nicht wundern, wenn sich manche unter ihnen für den Weg der Gewalt entscheiden. Diesen schlugen übrigens die Gründerväter Israels von Anfang an ein, als Terrororganisationen wie „Irgun“ und „Stern“ ein Massaker nach dem anderen in den Palästinensergebieten verübten.

Nur die Spitze des Eisbergs

Gewalt erzeugt nur Gegengewalt. Die Regierung Netanjahus war nie an einer friedlichen Lösung des Nahost-Konflikts interessiert. Erst vor Kurzem trieb sie wieder den illegalen Siedlungsbau voran. Die gegenwärtigen Angriffe sind nur die Spitze des Eisbergs. Von einem „Krieg“ kann allerdings kein Rede sein. Der Gaza-Streifen verfügt im Gegensatz zu Israel über keine Bodensoldaten, keine Luftwaffe und keine Marine.

Israel stellt sich wie schon in der Vergangenheit als Opfer dar und bombardiert die palästinensische Zivilbevölkerung, während die Weltöffentlichkeit gelähmt zuschaut. Man sollte die Fakten endlich anerkennen und der unkontrollierten Atommacht namens Israel endlich die Narrenfreiheit entziehen. Falls dies nicht geschehen soll, wird die Lage im Nahen Osten völlig eskalieren. Der Krieg in Syrien ist immer noch in vollem Gange und Netanjahu wird weiterhin auf einen Krieg gegen den Iran pochen. Gegenwärtig sind die Opfer die Menschen Palästinas. Im Falle eines Flächenbrandes kann sich dies jedoch schnell ändern.

Am 15.11.2012 hier veröffentlicht

Kommentare (109)

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Ehemaliger Nutzer 16.11.2012 | 15:12

Ist der Abschuß von Kleinraketen ,die die Gefahr in sich bergen , evtl. mehrere ,vielleicht Dutzende Menschen zu töten, die richtige Antwort auf einen Totschlag an einer bewachten Grenze?

Als der irrig im Grenzgebiet eines Grenzübergangs zur DDR herumlaufende italienische LKW-Fahrer (ein KP-Mitglied der damaligen KPI) von DDR-Grenzern irrtümlich als Flüchtender erschossen wurde -da hat Italien auch keine Raketen auf die DDR abgefeuert, auch rachedurstige Privatleute haben das nicht getan.

Stirbt in arabischen Ländern in solchen ja eher tragischen Unfallsituationen mehrfacher irriger Entscheidungen -artet das jedesmal in mittlere Kriege aus. Was soll das? Wir hier in Mitteleuropa lassen uns in unserer Mehrheit da nicht zu albernen Emotionalhandlungen hinreißen.

Als mehrere hundert Deutsche an der innerdeutschen Grenze zu Tode kamen durch Gewehrfeuer oder Minen -da hat Westdeutschland auch nicht jedesmal Stingerraketen nach Ostdeutschland geschossen oder HOT-Panzerabwehrraketen.

Man nennt das Eskalation,was da in Mittel-und Nah-Ost so oft passiert- weil die Leute sich da nicht im Griff haben.

Und man sollte nicht davon ablenken, dass es der Hamas gar nicht passt, dass Abbas vor Wochen diplomatisch klug en privat Israel sozusagen informell anerkannte als Staat. Allerorten größtes Lob für den Mann, seine UNO-Mission schien auch gut voranzukommen.Nur Hamas war stinksauer auf Herrn Abbas-und natürlich unsere dtsch. Linken!

Abbas tat etwas, was die Hamas ja nicht will.

Und er tat es mit Erfolg-und das will die Hamas zunichte machen.

(Und sich damit übrigens gegen den allerersten UNO-Beschluß zu Nah-Ost stellt- den, der Israel als Staat anerkennt.)

Und da erzähle man uns hier in Mitteleuropa mal nicht, dass der tragische Tod ,strafrechtlich vielleicht Totschlag, eines Mannes im Grenzgebiet irgendwelches Raktenabfeuern rechtfertigen würde .

Der Tod dieses Mannes wird von der Hamas instrumentalisiert, um den Erfolg des Abbas - die informell angekündigte Anerkennung und Akzeptanz Israels als Staat durch Palästinenser, zu stören, zu verhindern,zu torpedieren.

rioja 16.11.2012 | 15:42

Es ist seit 1946 nur Krieg und nochmal Krieg. Die Welt hat sich für die Zweistaatenlösung entschieden. Nur Bibi will das nicht. Also muss es -offensichtlich- so weiter gehen. Doch die Lage ist mehr als gefährlich. Da ist nicht nur Gaza, da sind noch Syrien und Iran. Und das neue Ägypten ist alles andere als stabil. Israel ist wieder einmal von Feinden umgeben. Doch militärisch die absolute Nr.1 in der Region, mit A-Waffe. Und immer die USA im Hintergrund. Im Innern auch instabil. Da sind die jungen Camper, die faire Preise und Wohnungen wollen und da sind die Ultras, die jetzt in die Armee müssen, aber nicht wollen. Ein Chaos, wie man es sich übler nicht vorstellen kann. Doch die Falken setzen sich immer und immer wieder durch. Und alle wissen, dass es so nie Frieden geben kann. Es ist ohnehin zu bezweifeln, ob Israel überhaupt Frieden will. Solange die Palästinenser so behandelt werden, wie sie behandelt werden, solange wird der Horror weitergehen. Was soll man von einem israelischen General halten, der sagt: "Wir werden sie jagen wie Tiere"! Das klingt, als ob er es vom 1000-jährigen Reich gelernt hätte. Doch, die alles entscheidende Frage lautet: Wem nutzt es?

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Ehemaliger Nutzer 16.11.2012 | 18:15

M.E. hat die Welt sich noch garnicht überhaupt für irgendeine Lösung entschieden: das macht die Situation dort nicht eben einfacher. Und was, wenn die Welt sich für eine Lösung "entschieden" hätte? Wer gäbe da die Welt und wer die anderen? Wie einem scheinen könnte hat sich die Welt vermutlich zu rein garnichts entschieden und Kofi Annan verfliegt weiter Treibstoff, um die Welt, die sich längst daran gewöhnt zu haben scheint, dieses Kriegsgebiet geflissentlich zu ignorieren, das ihres nicht sein will. Heikel bleiben verschleppte Probleme allemal.

albert992 16.11.2012 | 22:12

"Als der irrig im Grenzgebiet eines Grenzübergangs zur DDR herumlaufende italienische LKW-Fahrer (ein KP-Mitglied der damaligen KPI) von DDR-Grenzern irrtümlich als Flüchtender erschossen wurde -da hat Italien auch keine Raketen auf die DDR abgefeuert, auch rachedurstige Privatleute haben das nicht getan."

Was für eine Infamie, hier die Bundesrepublik mit dem Gazastreifen gleichzusetzen.

"Stirbt in arabischen Ländern in solchen ja eher tragischen Unfallsituationen mehrfacher irriger Entscheidungen -artet das jedesmal in mittlere Kriege aus. Was soll das? "

Das liegt daran, daß es dort an der Tagesordnung ist.

"Als mehrere hundert Deutsche an der innerdeutschen Grenze zu Tode kamen durch Gewehrfeuer oder Minen -da hat Westdeutschland auch nicht jedesmal Stingerraketen nach Ostdeutschland geschossen oder HOT-Panzerabwehrraketen."

Wenn aus Israel flüchtende Israelis auf ihrer Flucht nach Gaza von israelischen Grenzsoldatren erschossen würden, würde die Hamas auch nicht jedesmal Stingerraketen oder HOT-Panzerabwehrraketennach Israel schießen.

"Man nennt das Eskalation,was da in Mittel-und Nah-Ost so oft passiert- weil die Leute sich da nicht im Griff haben."

Rassistisches Geschwätz. Wenn ich in Gaza leben müßte, hätte ich mich noch weeniger im Griff, und ich bin Bayer.

"Und man sollte nicht davon ablenken, dass es der Hamas gar nicht passt, dass Abbas vor Wochen diplomatisch klug en privat Israel sozusagen informell anerkannte als Staat. Allerorten größtes Lob für den Mann, seine UNO-Mission schien auch gut voranzukommen.Nur Hamas war stinksauer auf Herrn Abbas-und natürlich unsere dtsch. Linken!"

Ich meine gelesen zu haben, dass die Israelische Regierung darüber stocksauer ist. Sie drohte jedde Menge Konsequenzen an, von Einbehaltung der Steuern bis zur Annexion des Westjordanlandes.

Sie sollten bei der Wahrheit bleiben.

albert992 16.11.2012 | 23:19

"Und da erzähle man uns hier in Mitteleuropa mal nicht, dass der tragische Tod ,strafrechtlich vielleicht Totschlag, eines Mannes im Grenzgebiet irgendwelches Raktenabfeuern rechtfertigen würde . Der Tod dieses Mannes wird von der Hamas instrumentalisiert, um den Erfolg des Abbas - die informell angekündigte Anerkennung und Akzeptanz Israels als Staat durch Palästinenser, zu stören, zu verhindern,zu torpedieren." Omei, was hat der Tod von 2 israelischen soldaten im südlibanon hervorgerufen: Gegossenes Blei. Dagegen sind die Hamasraketen Kindergeburtstag. Was hat die Gefangennahme von Schilat ausgelöst? Unzählige Bombenangriffe und Schikanen gegen die Bewohner des Gazastreifens. Glauben Sie, daß Angehörige des auserwählten Volkes mehr wert sind als andere Menschen?

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Ehemaliger Nutzer 16.11.2012 | 23:52

Schöner Albert (das sagt Christopher Plummer in einem unterhaltsamen Spielfilm immer) , Sie interpretieren ,statt zu verstehen.Oder anders: Sie wollen bewusst missverstehen.

Selbstverständlich ist es weder infam noch bösartig noch sonst etwa negativ ,sondern sachlich völlig korrekt , wenn man das Grenzgebiet in Gaza/Israel,in dem ein Mensch der sich irrig dort aufhielt und durch weiteren Irrtum der Wachsoldaten dort (Totschlag,fahrlässige Tötung -wie immer man das juristisch bewerten würde als Staatsanwalt/Richter) zu Tode kam, mit dem Grenzgebiet der BRD/DDR vergleicht, in dem ein Mensch (LKW-Fahrer) der sich irrig dort bewegte, durch weiteren Irrtum der Wachsoldaten zu Tode am.

Das sind gleichartige tragischee Vorgänge. Sie, schöner Albert, interpretieren iregndwelchen Schmonzes in die rechtlich annähernd ähnlich Situation.

Nur: Die Hamas nahm diesen tragischen Unglücksfall zum Anlass, diese Raketen nach Israel hineinzuschießen. Sie instrumentalisierte einen tragischen Todesfall aus mehrfachen irrigen Gründen eines behinderten -um Raketen abzuschießen und damit diesen Abbas und seine erfolgreich -hartnäckige Diplomatie zu sabotieren-wir sind hier nicht im Kindergarten!

Der Autor des Eingangsbeitrages oben wollte ja suggerieren, dass die Raketenüberfälle quasi berechtigt gewesen seien , weil eben jener tragische Unglücksfall dort im Grenzgebiet passierte. Sie schöner Albert, wollen nicht um den Sachverhalt streiten den der obige Autor suggeriert- nämlich ob es ,resp. so der Autor, das berechtigt sei angeblich, wegen eines Unglücksfalles mit einem Toten Raketen abzufeuern- sondern Sie wollen gegen jemanden aggressiv vorgehen verbal, der augenscheinlich erstens recht sachlich den Kern der Behauptung im obigen Beitrag herausarbeitet und zweitens gegen jemanden vorgeht, der es überhaupt wagt, leidlich Israel auch gerechte Argumentation darzutun.

Ihr Argument, schöner Albert, dass es dort in Nah-Ost usw. deshalb so oft zu Eskalationen kommt ,weil es dort an der Tagesordnung ist das es zu solchen "Unfällen" kommt ,ist in Wahrheit infam. Gerade WENN die Situation so ist, dass eine erhöhte Gefahr für solche Vorkommnisse besteht - und das ist ja nicht zu leugnen- ,gerade DANN wären alle Beteiligten gut beraten, die Nerven zu behalten -und eben keine Raketen abzufeuernn unter Instrumentalisierung solcher tragischen Vorkommnisse. Die Leute da haben sich tatsächlich nicht im Griff, schöner Albert-denn emotional aufgeladen war die Situation hier in Deutschland auch, wenn jemand an der Grenze zu Tode kam. Deshalb haben wir aber hier in Dtschld. eben nicht die nerven verloren, es sind keine Jugendlichen von ihren Vätern und Großvätern und von Einpeitschern zur Grenze geschickt worden um die Vopo/Grenztruppen der DDR zu reizen. Unsere paar Zöllner und gelegentlichen BGS-Streifen hätten kaum einige hundert Jugendiche aufhalten können. Niemand war hier bei uns so verantwortungslos und hat Jugendliche zum Steineschmeißen und Stacheldraht abzupfen geschickt! Was hat also die Feststellung, dass diese Leute dort sich nicht im Griff haben, mit Rassismus zu tun? GAR NICHTS- es ist einfach Fakt, das in diesem Lande eben die Ratio regierte -und anderswo das eben nicht so ist.

Sie irren ,schöner Albert, und arbeiten mit unsauberen Tricks.

Zur diplomatisch geschickt en privat gestalteten und natürlich informellen Ankündigung des Abbas ,Israel als Staat anzuerkennen (mit Verweis auf seinen Geburtsort ff.) -Anerkennung als Staat welche die Hamas verweigert und damit bei allem eigenem Gegreine über von Israel verletzte UNO-Resolutionen selbst gegen die erste Nah-Ost UNO-Resolution verstößt , nämlich die Anerkennung Israels als Staat durch die UNO- hat sich selbst der rechte MP Israels sehr positiv geäußert.

Gleichzeitig wurde Abbas für seine UNO Aktivitäten betreff der Anerkennung durch die UNO international gelobt , allerdings ohne Begeisterung der Israelis ,der USA und der EU. Die haben sich aber auch nicht aggressiv dagegen ausgesprochen ,sondern wollen, business as usual, bei einer Abstimmung dagegen stimmen. Das ist Politik und Diplomatie,da heißt es ,das alte fette Männer und genausolche Frauen dicke Bretter bohren, schöner Albert von der schnellen deutschen Truppe! Das ist Diplomatie -und augenscheinlich nicht Ihr Ding,schöner Albert.

(Die kolportierten angeblichen Drohungen, wegen der Anerkennung durch die UNO angeblich in dieses Westjordanland einmarschieren zu wollen, sind zunächst einmal kolportiert und sie sind unlogisch. Weshalb sollte Israel -deren aggressiver Feind ,die Hamas ,in Gaza sitzt, bei den friedlichen und Israel anerkennen wollenden Palästinensern unter Abbas im Westjordanland einmarschieren? Dummheit hat man den Juden noch nie vorgeworfen. Das was da kolportiert wird ist also schon aus Gründen der Logik völliger Quatsch!)

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Ehemaliger Nutzer 17.11.2012 | 00:07

man sollte das mal einfach naturalistisch sehen: jede zivilisation verfügt über ein Kainsmal.

Mal abgesehen von unseren wirklich gläubigen Freunden aus der Mentaldiaspora islamistischen Glaubens: jede Menge Kohle die diesen Mördern entgegenwächst.

darauf kann man doch stolz sein während man seinem Hausarzt erklärt, dass die eigene Krankheit doch so viel wichtiger ist.

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Ehemaliger Nutzer 17.11.2012 | 00:13

Wieso ist es eigentlich in Deutschland nicht möglich, eine einigermaßen objektive Berichterstattung zu Nahost zu finden?

Man stelle sich vor, in einer Übernahmeschlacht wären in deutschen Wirtschaftsmedien nur Artikel zu lesen, die von Sympathien für die eine oder andere Seite geleitet sind. Bayer und BASF in einem Wirtschaftskrieg. Und fast jeder, der etwas dazu schreibt, hat ein sichbar für Leverkusen oder Ludwigshafen schlagendes Herz.

Nicht dass vollkommene, sterile Objektivität möglich wäre. Aber warum liest man in einem Artikel nie die Kritikpunkte, die beide Seiten aneinander üben?

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Ehemaliger Nutzer 17.11.2012 | 00:18

Schöner Albert- Ihre Darstellung, dass Israel Bombardierungen vornahm,weil ein Soldat im Gewahrsam des ,in dem Falle teroristischem, Hamasgegners (lt. bundesdeutschen Behörden eine Terrororganisation) sich befand, ist schon deshalb Unsinn, weil bei einer solchen Sachlage ja das Leben des Vermissten gefährdet würde.

Da man ja auch Nachrichten sah, weiß man, dass solchen Bombardierungen vorher Attentate, Raketen -und Granatwerferüberfälle stattfanden. Ob das dann strategisch von Israel immer so schlau ist, jeden Granatwerferüberfall mit der guten Technik ihrer Armee zu beantworten, sei tatsächlich dahingestellt. Man sitzt nicht im israelischem Generalstab.

Nur ändert es nichts daran, das Ihre Darstellung einer Mordmaschine Israel ,die anscheinend ,so der Tenor Ihrer und anderer Darstellungen, aus Jux und Tollerei Düsenjäger und Panzerhaubitzen losschickt,natürlich sachlich völlig falsch ist.

Es sind ,man mag das bedauern wer es gut und ehrlich mit den Palästinensern meint, doch immer Attentate (das sind ja keine militärischen Aktionen, das sind Attentate, die sich dezidiert gegen Zivilisten richten. Schließlich sprengten sich die palästinensischen Atttentäter damals in Schulbussen und nicht in Militärkantinen in die Luft!) ,welche dann , klug oder unklug, israelische Reaktionen hervorriefen.

Andersherum: Würde sich Israel stoisch verhalten,also nichts tun bei Attnetaten und Raketenüberfällen-könnte dies etwaig falsch verstanden werden. Die Israelis haben ihre Doktrin-und die aggressiven Palästinenser der Hamas und andere in der Region machen keinerlei Anstalten,sich - wie man das auf jedem Unteroffizierslehrgang oder jedem Kommissarlehrgang bei der Polizei lernt um gar nicht erst die Militärgeschichte zu bemühen- in diese israelische Doktrin und das israelische Basement dafür hineinzudenken. Das ist ,um es klar zu sagen,schlicht primitives Verhalten. Generell: Man versteht seinen Feind -und respektiert ihn dann automatisch- um ihn zu bekämpfen oder um günstige Lösungen nichtkriegerischer Art herbeizuführen ,Optionen zu haben. Das haben höhere Soldaten beispielsweise immer auch mit im Kopf zu haben - sonst sind es Landsknechte!

Und bei den Hamasleuten fehlt diese Empathie für den Gegner- sonst würden die eben nicht Raketen abschießen nach einem Unfall im Grenzgebiet.

Nein, die EU hat sich hinter Israel gestellt, man ist also, wenn man sachgerecht argumentiert, immer auf der sicheren Seite, wie es so schön heißt. Wem soll es auch nützen ,wenn man ,wie Sie, schöner Albert, und andere hier im Blog, emotional aufgeputscht und größtenteils sachlich inkorrekt die schwächere Seite vertritt? Niemandem nützt das.

Anti-Dummschwätzer 17.11.2012 | 10:54

Lieber Israelfreund,

erstens ist es sehr geistvoll, die Situation des geteilten Deutschlands mit der Situation im Gaza vergleichen zu wollen. Vertiefen wir Ihren fantasievollen Ansatz, rein akademisch natürlich, ein wenig. In der Situation des geteilten Deutschlands wissen alle Informierten, dass sich hier zwei in etwa gleichstarke Machtblöcke gegenüber standen. Eine Eskalation hätte hier zweifellos gewaltige und unabsehbare Folgen gehabt, daher wurde sie vermieden. Da Sie ja der Urheber dieses geistvollen Vergleichs sind, gehen Sie folglich auch davon aus, dass sich in der gegenwärtigen Situation mit den Israelis und den Palästinensern ebenfalls zwei in etwa gleichstarke Gegner gegenüberstehen. Eine interessante jedoch nicht wirklich zielführende Annahme. Da Sie es waren, der tief in der Geschichte gewühlt hat, um eine Legitimation für das israelische Handeln zu finden, möchte ich Ihnen weitere Geschicht-Impressionen nicht vorenthalten, allerdings kommen diese der Sache schon etwas näher. Zu allen Zeiten haben kleine Provokationen (z. B. Erschießungen) dazu gefürt, dass daraus anschließend Kriege wurden bzw. diese legitimiert haben. Hinsichtlich Ihrer Neigung zur Geschichte empfehle ich Ihnen hier besonder die Entstehung des ersten und des zweiten Weltkrieges, d. m. die Ermordung der habsburgischen Trohnfolgers und Hitlers Überfall auf Polen: "... wird zurück geschossen!"

Das dies auch heute noch passieren kann sehen wir gerade an der türkisch-syrischen Grenze, wo die Türkei mit militärischer Entschlossenheit auf jegliche Provokation oder das, was sie als solche betrachtet reagiert. Wenn Sie sich ein wenig aus Ihrer Rechtfertigungshaltung gelöst haben, werden Sie mir sicherlich den ethischen Unterschied eines Militärschlags und eines Terroranschlags überzeugend erklären können. In diesem Zusammenhang interessiert mich auch die Frage, warum Hamas-Aktionen immer als grausame terroristische Anschläge betrachtet werden, hingegen irealische Drohnen Palestinenser nur Menschen "sauber" "ums Leben kommen lassen", aber keinesfalls ermordet haben.

Solange wir nicht alle Fakten beim Namen nennen, solange wir nicht die Anführer und Verantwortlichen beider Seiten als faktische Mörder ansehen, solange der Westen und seine Berichterstattung sich weiterhin so einseitig positioniert wie bisher, solange wir ein befeundetes Menschenleben für wertvoller erachten als viele Menschenleben nicht so eng befreundeter Völker, solange wir wegsehen, wenn ein Volk durch ein anderes eingesperrt, bevormundet und drangsaliert wird und so lange einige von uns versuchen pseudo-logisch oder gar juristisch und vor allem einseitig zu deuten, solange werden wir uns weiterhin für den Krieg entscheiden.

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Ehemaliger Nutzer 17.11.2012 | 12:44

Dummschwätzer- da oben steht bei TheBigRedOne , dass die örtliche Situation der Grenze dort in Israel/Gaza mit der Örtlichkeit der Grenze BRD/DDR zu vergleichen ist wenn in solchem Grenzgelände - Zäune,Sperren,Wachposten usw. usw.- Einzelpersonen IRRIG herumlaufen und Wachtposten IRRIG von der Waffe gebrauch machen.

Wo steht, dass The Big Red One Israel oder Gaza oder irgendwas mit der DDR /BRD verglichen hat.

Sie, Dummschwätzer, tun das. Ihr Nick-Name scheint Programm zu sein. Kann er ja auch - aber zitieren Sie nicht Leute falsch deren Faktendarlegung Ihnen nicht passt, nur um dann auf IHRE EIGENEN Falschzitate Ihre eigenen albernen Darstellungen aufzubauen.

Vie Spaß beim augenscheinlich israelunfreundlichem dummschwätzen,Dummschwätzer.

Ja, für Sie und wen auch immer: Ich bin ein solches ______, ich lass mich auch mit Israel ein! Okay?

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Ehemaliger Nutzer 17.11.2012 | 13:12

Kurznachtrag ,Dummschwätzer: Ihre erwähnten "Anlässe" für 1.und 2.Weltkrieg ,Sarajewo und Gleiwitz , sind doch ,wenn Sie die verwenden wollten in Ihrem Sinne ,Dummschwätzer, genau gegenteilig. Können Sie den auch nicht denken? Sarajewo war das Benutzen eines Attentats durch Dtschld. und Österreich,um eine angeblich alternativlose (alle Erwachsenen mal nachdenken!) Maschinerie in Gang zu setzen, zuvörderst von den Deutschen, um sowohl Teile Frankreichs und Belgiens als vor allem auch Russlands zu erobern. Gleiwitz war sogar von den Kriegsschuldigen selbst fabriziert worden und Deutschland eröffnet die Kampfhandlungen gegen Polen.Das in beiden Fällen die Deutschen das Echo, dass die Deutschen dann bekamen, nicht vetrugen, ist ja wohl bekannt.

Der angebliche Grund der Raketenabschüsse durch Hamas auf Israel, Dummschwätzer, ist doch,lt Blogbeitrag oben angeblich berechtigt, jener Unglücksfall in jenem Grenzgebiet ,welches gut zu vergleichen ist mit dem Grenzgebiet zwischen DDR und BRD.

Sie nnen Sarajewo und Gleiwitz -und nach den fakten und der gegenwart und ihren Fakten wären nach IHREN Worten ja die Hamas Raketenschützen die Aggresoren und Israels Bomben usw. das Echo.

Na, -dann setzen Sie sich mal wieder hin,Dummschwätzer.

miauxx 17.11.2012 | 14:35

Da sympathisiere ich doch glatt mit A. Kuntz! Wenn auch der Vergleich mit einem Übernahmekrieg zwischen zwei deutschen Wirtschaftsriesen reichlich schräg ist. Denn Krieg ist in einem solchen Falle doch mehr eine Metapher.

Eine objektive Berichterstattung ist aber wohl nicht nur in D, sondern überall ein frommer Wunsch. Auch wenn wir es im Falle dieses Blogartikels hier mit einem klaren Fall von Parteinahme zu tun haben, ist Objektivität wohl auch beim besten Willen nicht wirklich herstellbar. "Beim besten Willen" meint, dass bei einer Zeitung, Rundfunk- oder Internetkanal ein Idealzustand herrschen würde, der sich jeglicher Parteigebundenheit, Staatsraison und nicht zuletzt der medialen Verwertungslogik entbunden fühlt. Aber selbst dann wird Objektivität dadurch konterkariert, dass auch hier die Journalisten von Berichten aus z.B. Nahost angewiesen sind und diese in ihren Bericht übertragen müssen. Sie leisten somit eine Übersetzungsarbeit und verfassen dann ihren Text. Hier bleibt aber der Mensch eben ein Mensch mit seinem gesamten Wissens-, Erfahrungs- und Meinungshorizont. Und, fast paradoxerweise, ist eine objektive Berichterstattung auch nicht mehr als aus der Ferne möglich, wenn man selbst direkt vor Ort ist.

Für ein möglichst umfassendes Bild bleibt einzig, sich durch verschiedene Medien und Quellen zu wühlen. Leider neigt der Mensch aber dazu, es sich so bequem wie möglich zu machen oder eben sehr selektiv sich auf eine enge und bestimmte Richtung von Berichterstattung zu beschränken. Da wird man angenehmerweise am wenigsten überrascht und das Weltbild bleibt stabil.

Gegen diesen hier vorliegenden Blogartikel will ich damit gar nicht grundsätzlich was sagen. Von Blogs erwarte ich sogar solche Texte. Weniger professionell und glatt, dafür mehr polarisierend und auch kontrovers. "Man" muss als Leser nur damit umzugehen wissen. Und so hat man immerhin auch was zu diskutieren.

Lapis 17.11.2012 | 14:41

In einem Beitrag für die "Neue Rheinische Zeitung" schreibt Frau Evelyn Hecht-Galinski (Publizistin und Tochter des 1992 verstorbenen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Heinz Galinski) unter der Überschrift "Die Säule der Morde" eine gleichermaßen empörte wie berechtigte scharfe Kritik an den Kriegshandlungen Israels und seiner Helfer. Darin heißt es u.a.:

>>Es ist eine Schande für die Welt, wie man toleriert und beschönigt, was der jüdische Staat seit Jahrzehnten im Namen der "Selbstverteidigung" anrichtet!
Auch diesmal begann alles wie immer, Israel brach den Waffenstillstand mit der Hamas. Mordete wahllos spielende Jugendliche und Zivilisten. Es begann nicht mit Raketen Richtung Israel, wie uns immer per Gehirnwäsche eingebleut wird, sondern es begann mit der Besatzung und Abriegelung. Ja, auch die Palästinenser haben ein Recht auf Verteidigung! Sie verteidigen sich gegen jahrzehntelange Vertreibung und Entrechtung! Warum darf das israelische Regime ungestraft gezielt morden? Den Hamas Militärchef Ahmad Jabari und Ahmad al-Zahar, den Bruder des Hamas Mitbegründers Mahmoud al-Zahar. Begründung: Jabari hatte Blut an seinen Händen. Ein Witz! Wieviel Blut haben die israelischen Staatsterroristen an den Händen, seit der Gründung des Staates Israel und schon vorher? Keiner spricht darüber! Es muss endlich auch in Deutschland die Frage gestellt werden: Wie lange darf man alles, was dieser rassistisch/faschistische Staat anrichtet, tolerieren, weil immer wieder der Holocaust als Grund für alle zionistischen Gräueltaten herhalten muss. Das haben die Holocaust-Opfer nicht verdient, auch nicht meine in Auschwitz ermordete Verwandtschaft.<<

Johannes Renault 17.11.2012 | 15:24

Da Israel von der Meinung in den USA u.anderer abhängig ist, kann kein israelisches Regime mehr seine Soldaten oder "Stern/Igun" in die Häuser der unerwünschten hineingehenlassen um sie zu vertreiben. Die technischen und organisatorischen Möglichkeiten wären auf israelischer Seite vorhanden.

Also ist dieses jahrzehntelange Heck-Meck vor dem Hintergrund der Judenverfolgung die vorrübergehende besste Lösung und weitestgehend im Westen legitimiert.

Da die von Israel vertriebenen und unerwünschten Gruppen sich nicht zusammenschließen können od. wollen, um in einem gebündelten militärischen Konflikt, koordiniert u. von allen Seiten (geographisch - u. von innen), Israel in einen auszehrenden langen Kampf zu verwickeln, der nur durch hohe Verlustzahlen alle Seiten an den Verhandlungstisch zwingt, durch endlich "nie wieder" Argumentationen, und dies auch noch gegen Europas und amerik. Beistandsverpflichtungen, ist auch hier nichts zu erwarten. Müssen erst noch mehr arab.-palästin. Jugendliche heranwachsen um dies möglich zumachen?

So ein sarrazinistisch-, heinsohnsches Szenario gepaart mit exzelenter US-preussischer think-tank Strategie, kann eine Grundlage sein, den hysterisch u. semitischen Wüstenbewohnern, ihr Erbe an den Propheten und Göttern (Danke nochmals dafür) zuguterletzt versöhnlich zu fröhnen.

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Ehemaliger Nutzer 17.11.2012 | 16:54

"Man sollte die Fakten endlich anerkennen und der unkontrollierten Atommacht namens Israel endlich die Narrenfreiheit entziehen."

Das ist ein Satz, dem ich voll zustimmen kann! Aber die israelischen Krieger wollen den Gaza-Streifen wohl endgültig platt machen. Und scheinbar niemand wird sie daran hindern!

Vigoleis 17.11.2012 | 21:46

Manche Leute sind leicht zu duchschauen, auch wenn man das gar nicht will. Über das Niveau des Autors informiert die URL:

http://www.freitag.de/autoren/emran-feroz/jedes-land-hat-seine-juden

Immerhin, es hat beim „Freitag“ doch noch jemand einen letzten Rest an Schamgefühl, „Jedes Land hat seine Juden“ als headline, das ging dann doch nicht, würde es doch in der Logik des Autors bedeuten, die Hamas sei der jüdische Widerstand im Ghetto und Israel das Dritte Reich. So weit, so unapetittlich.

Das Vorurteil ruiniert die Urteilkraft, auf die Idee kommt der Autor daher nicht, dass die großteils wenig israelfreundlichen deutschsprachigen Medien Berichte über den „Auslöser“ der Raketenangriffe, den Tod eines Mannes an der Grenze, vielleicht deshalb vernachlässigen, weil sonst jede/r - außer dem Autor - erkennen müßte, dass das kein Grund sein darf, Städte mit Raketen zu beschießen.

Wiederum: Dass Israel mit Luftangriffen antworten würde, surprise, surprise, konnte die Hamas nicht voraussehen? Diese Performance spräche nicht für die Kompetenz des Personals, zwei und zwei addieren zu können.

In Israel ist ein Krieg kurz vor den Wahlen kein Vorteil für die regierende Partei. Der Likud hätte wohl bessere Chancen bei den Wahlen, wenn Netanjahu auf eine relativ friedliche Amtszeit verweisen könnte.

Emran Feroz 17.11.2012 | 22:18

Die Headline hätte folgendermaßen lauten sollen: "Jedes Land hat seine Juden, Israel hat die Palästinenser."

Es stammt vom jüdisch-italienischen Chemiker Primo Levi. Lächerlich, mir diesbezüglich Antisemitismus oder etwaiges vorwerfen zu wollen. Das Zitat stammt von einem Juden, der einst das KZ Ausschwitz überlebt hat. Der Freitag wollte diese Headline nicht, weil es Menschen gibt, die es in diesem Kontext absichtlich falsch verstehen wollen.

Von dieser Sorte "Mensch" gibt es ja hier mehr als genug. Da wird dann auch darüber hinweg gesehen, dass der Mann, der dies sagte, selbst ein Jude war.

gewissen 18.11.2012 | 00:01

Ein Zitat alleine kann in vielerlei Absicht und Bedeutung geaeussert werden.

Es gibt auch antisemitische Juden, anti-israelische sowieso.

"Von dieser Sorte "Mensch" gibt es ja hier mehr als genug. Da wird dann auch darüber hinweg gesehen, dass der Mann, der dies sagte, selbst ein Jude war." spricht fuer sich, obwohl in einer wirren Sprache formuliert.

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Ehemaliger Nutzer 18.11.2012 | 00:04

Diese ganzen Einschätzungen der Gegner Israels und vermeintlichen Freunde der Palästinenser ,die man hier in den Blogs lesen kann,zeigen sehr deutlich, dass eben auch ein gerüttelt Maß an Ressentiment hinter deren Argumentationslinien steht.

Ein Argument, letztlich das einzige das man den Israelis sagen könnte,wird von den Palästinenserfreunden nie gebracht. Nämlich das: Muß man als Israelis jedesmal, wenn diese wenig bis gar nicht politisch-rational handelnden radikalen Palästinenser selbst irrational und übetrieben handeln und auch ihrer eigenen Sache schaden, selbst als Israelis mit gleicher Münze heimzahlen? (Was bei der Überlegenheit der Israelis im Verhältnis dann immer zu mehr Opfern führt als Israel sie zu beklagen hat und zudem immer längerfristig die Atmosphäre vergiftet und in anderen Weltgegenden auch normal-rationale und durchaus israelfreundliche Leute abwinken läßt mit den Worten, dass sie "nichts mehr hören wollen von dem Scheiß" ?

Das wäre die an sich einzige Frage die man Israel stellen kann in allem gebotenem Ernst, - unter Beachtung des jüdischen Selbstverständnisses des sehr respektablen sympathischem " Nevärr agäin,nevärr agäin " ( um es im herrlich osteuropäisch gefärbtem Englisch des damaligem MP Menachem Begins) der israelischen und generell jüdischen Selbstdoktrin. Eine Doktrin , für die jeder Ehrenmann mehr als Verständnis hat-selbst wenn der ansonsten mit alledem nischt zu tun hat !

Zu den Zielen von Angriffen, egal wer nun vermeintlich Recht dazu hat sie zu führen:

Die Israelis bomben ziemlich zielgenau. Die Zerstörungen treffen militärisch einwandfreie Ziele, wie das Hauptquartier des Gegners (egal ob man den als Kombattanten betrachtet oder als Terroristen) oder den PKW eines kommandierenden Offiziers des Gegners. Das dabei sog. "Kollateralschäden" entstehen, ist und war auch in Israel selbst nicht unumstritten und wird sehr eingehend diskutiert- anders als in den NATO-Staaten bei deren Jugoslawienbombardements und vor deutschen Gerichten gegenüber serbischen Verwandten solcher Kollateralschäden, wo Kollateralschäden eben als unvermeindliches Schicksal angesehen werden.(Vermutlich ,wenn sie durch Deutsche angerichtet werden unter dem befehl deutscher Sozialdemokraten und deutscher Linker. Bei Schwarzen -CDU ,herrjeh- wäre das was anderes aus Sicht der Linken und Sozzen und bei Juden ist es aus Sicht von Linken ganz was anderes.Stimmt´s?)

Hingegen die Hamas? Deren Raketen ,sowohl die tatsächlich zielungenauen Selbstbaukleinraketen als auch die unter ungeklärten Umständen in das "hermetisch abgeriegelte" Gaza gelangenden iranischen Kurzstreckengefechtsfeldraketen moderner Bauart (wohl so ähnlich wie die V1 Raketen mit 10 oder 20 Zentnern Sprengstoff und einer Reichweite von 70 ,80 oder 100 km) schießen nicht auf das israelische Militär -das sogar relativ offen in Feldstellungen an jener Gaza/Israel-Grenze in halboffenen Stellungen herumsteht und bereitgestellt wird und eben nicht angegegriffen wird wie das erwachsene Männer täten, die wegen irgendwas partout Krieg führen wollen oder müssen.

Nein, die Hamas-Raketen werden ,ja nun bewusst denn Raketen starten nicht von selbst, in Richtung völlig unmilitärischer Ziele in Israel abgeschossen-so in Richtung Strandpromenade von Tel Aviv (die flog allerdings schlecht programmiert gottlob ins Meer) ,es werden Kolateralschäden also nicht mal billigend in Kauf genommen sondern sollen BEWUSST HERBEIGEFÜHRT WERDEN. Und dies, obwohl das israelische Militär , zum "Show Down" unter erwachsenen Männern wenn das den nun unbedingt sein müßte, vor der Tür herumsteht!

Man erwarte doch von hiesigen erwachsenen Männern keine Solidarität mit radikalen pakästinensischen Leuten ,die aus welchen Gründen auch immer, lieber ganz absichtlich auf kleine Kinder schießen als auf die frei und offen herumstehenden bewaffneten Kräfte der Israelis, die wie erwähnt zwar auch Kollateralschäden anrichten aber ursächlich wenigstens den "militärischen" (oder terroristischen,sehe man das wie man will) Gegner dabei angreifen-und diese Art der Angriffe bis ins Militär hinein sehr kritisch diskutieren.

(Was in Deutschland außer einer Anzahl sehr ehrenwerter deutscher Luftwaffenpiloten,die es sich verbaten etwaig dazu aufgefordert zu werden Verkehrsflugzeuge abzuschießen. Chapeau-meine Herren Offiziere!)

(Wichtiger Nachtrag für Linke : Gerade Deutsche ,welche als Erwachsene die unter der SPD-Regierung des Schröder vorgenommenen Bombardierungen in Jugoslawien und die dort entstandenen Kollateralschäden nicht weiter thematisieren und etwaig mit der Partei und dem Personal jenes Schröder künftig koalieren wollen so wie sie damals schon mit denen koalierten und betreff der als damaligen Kollateralschäden ziemlich lautstark SCHWIEGEN , sollen doch betreff von Israel zu verantwortenden Kollateralschäden um etliche Phon leiser kreischen,Danke ,liebe Linke, setzen! Ach geht nicht? Auf, Setzen,Auf,Setzen - sehen Sie, geht doch!)

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Ehemaliger Nutzer 18.11.2012 | 01:25

Korrekturversion (es ist ärgerlich,nicht nachträglich korrigieren zu können;das kleine Textfeld unterstützt Tippfehler,ärgerlich.)

Diese ganzen Einschätzungen der Gegner Israels und vermeintlichen Freunde der Palästinenser ,die man hier in den Blogs lesen kann,zeigen sehr deutlich, dass eben auch ein gerüttelt Maß an Ressentiment hinter deren Argumentationslinien steht.

Ein Argument, letztlich das einzige das man den Israelis sagen könnte,wird von den Palästinenserfreunden nie gebracht.

Nämlich dies:
Muß man als Israelis jedesmal, wenn diese wenig bis gar nicht politisch-rational handelnden radikalen Palästinenser selbst irrational und übetrieben handeln und auch ihrer eigenen Sache schaden, selbst als Israelis mit gleicher Münze heimzahlen?

(Was bei der Überlegenheit der Israelis im Verhältnis dann immer zu mehr Opfern führt als Israel sie zu beklagen hat und zudem immer längerfristig die Atmosphäre vergiftet und in anderen Weltgegenden auch normal-rationale und durchaus israelfreundliche Leute abwinken läßt mit den Worten, dass sie "nichts mehr hören wollen von dem Scheiß")

Das wäre die an sich einzige Frage die man Israel stellen kann in allem gebotenem Ernst, -und unter Beachtung des jüdischen Selbstverständnisses des sehr respektablen sympathischem
"Nevärr agäin,nevärr agäin " ( um es im herrlich osteuropäisch gefärbtem Englisch des damaligem MP Menachem Begins zu formulieren) der israelischen und generell jüdischen Selbstdoktrin.

Eine Doktrin, für die jeder Ehrenmann mehr als Verständnis hat-selbst wenn der ansonsten mit alledem nischt zu tun hat und sich für keine der beiden Seiten an sich sonderlich interessiert!



Zu den Zielen von Angriffen, egal wer nun vermeintlich Recht dazu hat sie zu führen, ist anzumerken:

Die Israelis bomben ziemlich zielgenau.
Die Zerstörungen treffen militärisch einwandfreie Ziele, wie das Hauptquartier des Gegners (egal ob man den als Kombattanten betrachtet oder als Terroristen;Qaurtiere,Führungszentren usw. sind legitime Ziele. Nebenbei: Es ist Sache der betreiber, derartige legitime abseits von Zivilisten zu betreiben!) oder den PKW eines kommandierenden Offiziers des Gegners.

Das dabei sog. "Kollateralschäden" entstehen, ist und war auch in Israel selbst nicht unumstritten und wird sehr eingehend diskutiert- anders als in den NATO-Staaten bei deren Jugoslawienbombardements und vor deutschen Gerichten gegenüber serbischen Verwandten solcher Kollateralschäden, wo Kollateralschäden eben als unvermeindliches Schicksal angesehen werden.

(Vermutlich,jedenfalls wenn sie durch Deutsche angerichtet werden unter dem Befehl deutscher Sozialdemokraten und deutscher Linker-dann sind sie nicht erwähnenswert und strafrechtlich oder privatrechtlich im Schadensersatz natürlich gar nicht relevant. Bei Schwarzen-CDU,herrjeh - wäre das schon was anderes aus Sicht der Linken und der Sozzen und bei Juden ist es aus Sicht von Linken ganz was anderes.Stimmt´s? Und die Hamas hat ähnliche Narrenfreiheit wie sie die Deutschen haben in deutscher Einschätzung, stimmt´s? )



Hingegen die Hamas?
Deren Raketen,sowohl die tatsächlich zielungenauen Selbstbaukleinraketen als auch die unter ungeklärten Umständen in das "hermetisch abgeriegelte" Gaza gelangenden iranischen Kurzstreckengefechtsfeldraketen moderner Bauart (wohl so ähnlich wie die V1 Raketen mit x Zentnern Sprengstoff und einer Reichweite von 70,80 oder 100 km) schießen nicht etwa auf das israelische Militär das sogar relativ offen in Feldstellungen an jener Gaza/Israel-Grenze in halboffenen Stellungen herumsteht und bereitgestellt wird und eben nicht angegegriffen wird wie das erwachsene Männer täten, die wegen irgendwas partout Krieg führen wollen oder müssen.

Nein, die Hamas-Raketen werden,ja nun bewusst denn Raketen starten nicht von selbst, in Richtung völlig unmilitärischer Ziele in Israel abgeschossen, so in Richtung Promenade von Tel Aviv (die flog allerdings, schlecht programmiert gottlob, ins Meer), es werden Kollateralschäden also nicht mal billigend in Kauf genommen sondern sollen BEWUSST HERBEIGEFÜHRT WERDEN.

Und dies, obwohl das israelische Militär , zum "Show Down" unter erwachsenen Männern, wenn das den nun unbedingt sein müßte, vor der Tür herumsteht!

Man erwarte doch von hiesigen erwachsenen Männern keine Solidarität mit radikalen palästinensischen Leuten, die aus welchen merkwürdigen Gründen auch immer, lieber ganz absichtlich nur auf kleine Kinder schießen als auf die frei und offen herumstehenden bewaffneten Kräfte der Israelis, die ihrerseits wie erwähnt zwar auch Kollateralschäden aus Versehen anrichten, aber ursächlich wenigstens den "militärischen" (oder terroristischen,sehe man das wie man will) Gegner dabei angreifen-und zdem diese Art der Angriffe bis ins israelische Militär hinein sehr kritisch diskutieren.

(Was in Deutschland NIEMAND MACHT betreff deutsch zu verantwortender Kollateralschäden - außer einer Anzahl sehr ehrenwerter deutscher Luftwaffenpiloten,die es sich verbaten etwaig dazu aufgefordert zu werden Verkehrsflugzeuge abzuschießen. Chapeau-meine Herren Offiziere!)





(Wichtiger Nachtrag für Linke : Gerade Deutsche ,welche als Erwachsene die unter der SPD-Regierung des Schröder vorgenommenen Bombardierungen in Jugoslawien und die dort entstandenen Kollateralschäden nicht weiter thematisierten und etwaig mit der Partei und dem Personal jenes Schröder künftig koalieren wollen so wie sie damals schon mit denen koalierten und betreff der also damaligen Kollateralschäden ziemlich lautstark SCHWIEGEN , sollen doch betreff von Israel zu verantwortenden Kollateralschäden um etliche Phon leiser kreischen. Danke ,liebe Linke, setzen! Ach geht nicht? Können wir üben: Auf,Setzen,Auf,Setzen - sehen Sie, geht doch!)

Grundgütiger 18.11.2012 | 12:28

Das Schreiben von grossem Politikverständnis in kleinen Kästchen ist nicht jedermanns Sache.

Nichtwar THEBIGREDOBNE.

All ihre Selbstgefälligkeit hat nur einen klitzekleinen Mangel, es geht nicht weiter.

Da Sie sich hier schlauer gerieren als der Rest der Welt, dies aber bis zu den Betroffenen nicht vordringt, mache ich folgenden Vorschlag.

Machen sie Lösungsvorschläge.

Bitte bessere als die in der Vergangenheit.

Weil, wie wir sehen, hat sich bis dato nix geändert.

In einem überschaubaren Zeitraum werden uns nämlich die Verhältnisse um die Ohren fliegen.

Der Hinweis, "der hat aber angefangen" wird uns dann auch nichts mehr nutzen.

Weil, angefangen haben eigentlich wir.

Der Staat Israel kann nur Bestand haben, wenn es Frieden gibt.

Auf ihre natürliche Intelligenz muß doch irgentwann mal jemand reagieren.

Würden sie es gerne haben, wenn auf ihrem Grabstein steht "Ich hatte Vorfahrt"?

Peer Seucz 18.11.2012 | 12:31

Ein Artikel ohne jeden Erkenntnisgewinn auf einem peinlichen intellektuellen Niveau und mit der fast schon rituellen Parteilichkeit, die in diesem Konflikt immer mit der großen Geste bezogen wird, die sog. "Mainstream-Medien" berichteten ja bloß über die Interessen der jeweils anderen Seite.

Eigentlich sind alle "usual suspects" dabei: Atommacht, Siedlungspolitik, jahrelange Diskriminierung, Terrororganisation in den Anfangsjahren der Ansiedlung.

Bei einem Artikel ohne auch nur eine Spur journalistischem Erkenntnisinteresse bleibt die Frage: Wieso veröffentlich der Freitag Propaganda?

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Ehemaliger Nutzer 18.11.2012 | 14:20

Gründgütiger: Wenn jemand wie TheBIgRedOne sachlogisch korrekt argumentiert gegenüber Leuten und deren Argumenten , die nicht sachlogisch korrekt sind (Beispiel: Spekulation anderer über die Beweggründe nur eines Politikers ist sachlogisch schlicht falsch, wenn 4 oder 3 Politiker beteiligt sind. Dann muß man seriöserweise VIERMAL spekulieren. Prinzip klar? Nicht nur bei Netanhau spekulieren ,sondern eben auch bei Hamas und Abbas und Lolek und Bolek! Okay?) DANN IST DAS KEINE ÜBERHEBLICHKEIT, sondern einfach richtiges Argumentieren.

Sie -und andere- Grundgütiger haben früher in der Schule die Mitschüler , die in Ihren ,Grundgütiger, schlechten Fächern gut waren sicher als arrogant bezeichnet. Stimmt`s ?

Na, dann setzen Sie sich mal wieder hin.

alalue 18.11.2012 | 14:29

Seit über 50 Jahren Jahren gibt es in diesem Konflikt Gewaltakte auf beiden Seiten.

efz läßt die israelische Begründung ihrer Angriffe nicht gelten, sondern benennt die Tötung eines unbewaffneten, behinderten Arabers kurz davor als berechtigte Ursache für die palästinesischen Raketen.

Ihn ist nicht klar, daß er mit der Verlängerung der Spirale nach hinten höchstens Gleichstand, aber keine bessere Gründe liefern kann. Später schreibt er auch noch „Gewalt erzeugt nur Gegengewalt“. Vielleicht sollte er das der Hamas sagen ?

Doch außer solch simpler Überlegungen kann man noch genauere Umstände bedenken.

Zum ersten schreibt er selber, daß dies kein Einzelfall war. Dann stellt sich die Frage, weshalb gerade dieser als Auslöser wirkte.

Des weiteren ist es sicher nicht Israels Absicht, behinderte Menschen so zu töten, aber in der angespannten Lage kann man kaum eine genaue Prüfung erwarten. Eher könnte man den Palästinensern mangelnde Fürsorge ankreiden, wieso läßt man geistig Behinderte im Grenzgebiet herumlaufen ?

Im Gaza gibt es einige radikale Splittergruppen, denen die Hamas zu gemäßigt ist und die es als einziges Ziel ansehen, Israel zu vernichten, damit die Fahne des Propheten über ganz Palästina wehe. Diese Gruppen haben einigen Rückhalt bei der zivilen Bevölkerung. Die Hamas ist nicht in der Lage, diese zu kontrollieren und sieht sich sogar eigens zu radikalen Aktionen und Statements gezwungen, um ihren Einfluß im Land zu halten.

efz beklagt zivile Opfer. Es ist aber Taktik der Hamas und dieser Gruppen erst recht, Raketen und Geschütze an Schulen, Krankenhäusern und zivilen Brennpunkten zu postieren. Erreicht man damit Sicherheit, liegt es auf der Hand, diese Methode auszubauen: im Schutz ziviler Pulks greift man einzelne Posten an, die sich nicht wehren dürfen.

Aber auch ohne diese Überlegung entwertet dieser Fakt efz's Vorwurf.

Angesichts solcher Methoden könnte man sich durchaus vorstellen, daß der Behinderte von diesen Gruppen an die Grenze gebracht wurde.

Dann könne von „Krieg“ keine Rede sein, da „der Gaza-Streifen im Gegensatz zu Israel über keine Bodensoldaten, keine Luftwaffe und keine Marine verfügt.“

Die Splittergruppen verfügen über Geschütze, Raketen und Schußwaffen. Sie werden von der Zivilbevölkerung entweder zwangsweise oder gern geduldet, verstecken sich unter Zivilisten und greifen in derem Schutz an.

Die Schwäche der Radikalen als Vorwurf gegen die Stärkeren zu verwenden, ist in Wirklichkeit nur Bedauern deren Erfolglosigkeit: wären sie die Stärkeren, würden sie Israel auslöschen, Massaker anrichten und sich keinen Deut um „die gelähmte Weltöffentlichkeit“ scheren.

Efz sucht nur nach Anklagen, ohne die Konsequenzen seiner Argumente zu bedenken, die sie unwirksam machen.

Der israelische Staat bedeutete die unrechtmäßige Vertreibung von 500.000 Arabern aus ihrer Heimat. Inzwischen sind daraus fünf Millionen geworden, von denen kaum einer mehr selbst vertrieben wurde, junge Menschen, die Heimweh nach einem Land haben, das sie gar nicht kennen. Aber die sieben Millionen Israelis haben inzwischen auch Rechte. Die Palästinenser werden von der Regierung gedemütigt und gequält, das ist richtig.

Aber es gibt einen nicht unbedeutenden Teil, der die israelischen Rechte nie anerkennen wird. Die Kompromißbereiten wollen oder können diese Fraktion nicht glaubwürdig im Zaum halten.

Efz's sehr einseitige, undurchdachte Argumentation kann aus Schmerz verständlich sein, doch würde ich ihn schon fragen: wenn nur die palästinensischen Leiden zählen, nur die israelischen Gewaltakte zu kritisieren sind, heißt das in der Konsequenz nicht auch, daß sie alle aus Palästina verschwinden sollen, freiwillig oder mit Gewalt ?

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Ehemaliger Nutzer 18.11.2012 | 15:04

Der vorvorherige Schreiber Alaue hat etwas Wichtiges angesprochen.

Wenn es so wäre wie die Hamasverteidiger hier schreiben , dass Israel den PaLästinensern im Gazastreifen seit jeher Böses will und die Hamasleute in Gaza als militärischer Arm eben zur Verteidigung angeblich gezwungen sind und es trotz angeblicher "hermetischer Abriegelung " Gazas dennnoch objektiv gelingt sowohl iranische industriell gefertigte moderne Kurzsstreckengefechtsfeldraketen nach Gaza zu bringen und zudem Neuwagen und Jahreswagen jüngster europäischer Produktionen,dann muß man fragen:

Warum kaufen die Hamasleute Kurzstreckenraketen im Iran mit denen sie von Gaza aus in Israel in 70 ,80 km Entfernung nicht militärische ,sondern rein zivile Ziele(Supermärkte, Wohnhäuser, Promenaden,Kindergärten usw.) treffen -ALSO ANGRIFFSWAFFEN ?

Während ihr eigener Gazastreifen ungeschützt ist gegen zumeist militärischen Zielen geltenden Luftangriffen ?

Es würde doch - bei der hier im Blog behaupteten Bedrohungslage der Hamas und Gazas durch Israel- militärisch viel mehr Sinn machen, wenn die Hamas zunächst mal LUFTABWEHRWAFFEN (FLARAK,FLAK,Ortungsmittel) im Iran oder sonstwo einkauft und nach Gaza bringt oder schmuggelt (macht sie ja mit den Angriffsraketen auch) und damit dann sicherstellt, dass Israels Luftwaffe nicht mehr unbedingt die Herrschaft über Gaza hat.

Was ist für friedliche Leute wichtiger? Angriffswaffen um beim Gegner Zerstörungen hervorzurufen - oder Abwehrwaffen, um den Gegner zu hindern , Zerstörungen bei den friedlichen Leuten anzurichten?

Die Hamas verfügt über Angriffswaffen- warum nicht über Verteidigungswaffen der Luftabwehr?

Die Angriffswaffen aus Iran haben die doch in die hermetisch abgeriegelte Stadt Gaza hineinbekommen- warum nicht stattdessen (falls das Geld nicht ausreicht) Luftabwehrwaffen für die Luftverteidigung?

Wie soll man das denn auffassen , solches Handeln und Unterlassen der Hamas?

Es gab schon mal jemanden, der jede Art Angriffswaffe, besonders gern Raketen als Vergeltungswaffen, jeder Verteidigungswaffe der Luftabwehr vorzog-und ... na ja, den Rest kennen Sie ja alle!

Georg von Grote 18.11.2012 | 15:45

Ich kopiere hier mal rein, was ich dem Verfasser in einem anderen Blog schon ins Poesialbum schrieb, aber was für viele hier Gültigkeit haben dürfte, vor allem auch für das kleine rote Rumpelstilzchen, das immer wieder aufs Neue zeigt, dass er ellenlang über Sachen redet, aber weder von Tuten, noch von Blasen ein Ahnung hat.

"Was mir aber aufgefallen ist in Ihren Blogs, Sie verfügen über relativ wenige Kenntnisse über Gaza und die hamas, bzw. deren Zusammensetzung und offenbar ist Ihnen auch entgangen, dass in Gaza und aus Gaza heraus seit längerem nicht wenige einzelne Dchhihad-Gruppen operieren, die sich schon lange der Kontrolle der Hamas entzogen haben. Aus diesen Gründen werden auch immer wieder vereinbarte Feuerpausen nicht eingehalten, weil eben genau diese Gruppen alles daran setzen, Verhandlungen zu torpedieren.

Die Lage im Nahen Osten ist nicht so einfach, dass man sagen könnte, Israel auf der einen, die Hamas auf der anderen Seite. Die Lage in Gaza ist wesentlich unübersichtlicher und unkontrollierbarer.

Selbst ein Waffenstillstand mit der Hamas würde kaum etwas bringen, solange sich die frei operierenden Gruppen nicht daran halten und ihn ständig brechen.

Damit will ich keineswegs die Reaktionen Israels entschuldigen oder verharmlosen, sondern, wenn man schon über diese Situation schreibt, sollte man die Umstände auch ein wenig besser kennen und durchleuchten."

Mit Schwarz/Weiß kommt man hier überhaupt nicht weiter, dazu gibt es viel zu vile verschiedene Gruppen, die unterschiedliche Ziele haben und sich selbst auch nicht grün sind.

Und solange man nicht begreift, dass die Hamas keineswegs Gza komplett repräsentiert und so lange solche teutonischen Vorgartenzwerge wie BigRedNose und andere ihre Stammtischparolen über Kriegsführung hinausposaunen und Gaza, Israel und den kompletten Nahen Osten nur von Google Earth kennen, solange bringen solche Diskussionen nichts, schaden eher.

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Ehemaliger Nutzer 18.11.2012 | 16:18

Ach Grote ,alter Krieger - Sie hatten sich doch so nett verabschiedet mit einem Filmzitat eines Bodybuilders. Nun dachte man, es hat sei Rua-aber wieder nix.

Jetzt ziehen Sie, Grote alter Zauberkünstler und Taschenspieler, plötzlich dschihadistische Gruppen aus dem Hut und der Tasche-um die Hamas zu entlasten.

Schön. Schießen die von Ihnen aus dem Zauberkasten geholten Dschihadisten diese Kurzstreckengefechtsfeldwaffen aus Iran ab und kaufen solche ANGRIFFSWAFFEN im Iran -statt zunächst mal Luftabwehrwaffen zu kaufen im Iran um die Bevölkerung von Gaza gegen die von Ihnen behauptete Aggression der Israelis zu schützen- oder kaufen die Dschihadisten diese Raketen im Iran?

Und wer stellt in Gaza die Administration ? Die Hamas die gewählt wurde in einer bestimmten Situation -oder die im geheimer Wühltätigkeit in Ihrem Zylinder oder in Ihrer Tasche,Grote, tätigen plötzlich entdeckten Dschihadisten.

Wenn es ,wie Sie suggerieren wollen (weil Ihnen zu fehlenden Argumenten zur Hamasverteidigung auch noch der Mut fehlt, dennoch die Hamas zu verteidigen) die Hamas -Administration gar nicht war , sondern in gheimer Wühltätigkeit tätige Dschihadisten-warum sagt das dann die Hamas nicht laut und deutlich und jagt mit ihrer Polizei diese Dschihadisten mit deren Raketen? Vielleicht würden die Israelis ,ganz in Ihrem Sinne, Grote, und in Respekt vor Ihrem Zauberkünstlerzylinder, erst mal abwarten, ob die Hamas die von Ihnen entdeckten Übeltäter aus der Dschihadistenecke stellen und festnehmen kann.

Also Grote ,alter Krieger, - es nutzt nun niemandem, wenn Sie jetzt noch andere Übeltäter verantwortlich machen-was bei Ihnen an sich sowieso keinen Sinn macht (ihr ganzer Beitrag nicht) - DENN FÜR SIE, GROTE, SIND DOCH DIE ISRAELIS DIE AGGRESSOREN!

da hat es doch mit Ihrer sonstigen Argumentation nichts zu tun,ja Sie, Grote ,konterkarieren Ihre eigene bisherige Argumentation, wenn Sie plötzlich den unbekannten Dschihadisten ins Spie bringen.

Etwas einfacher gestrickte Vertreter Ihrer ,Grote, bisherigen Lesart der Dinge , die offener, simpler Israel als Aggressor darstellen, werden sich durch Ihre Erkenntnis über Dschihadisten ein bisschen verraten fühlen. Sie ,Grote, verlassen unabsichtlich mit dieser Dschihadistenkarte die Phalanx der vielen Israelgegner.

Und im Übrigen: Raketen die 80 km weit fliegen und dann zivile Ziele treffen sind Angriffswaffen, die Zivilisten töten.

Das israelische Militär steht 10 km von Gaza entfernt, ob Dschihadisten oder Hamas oder beide -die brauchen nur zur Tür rausgehen und wie Männer an den Feind gehen der angeblich so aggressiv Gaza angeblich vernichten will aus angeblichen Wahlkampfgründen ( das ist ja Ihre, Grote, einseitige Spekulation,die hier genannt wird- also protestieren Sie nicht schon wieder nur weil Sie,Grote ,jemand beim Wort nimmt.)

Flakgeschütze ,Flakraketensysteme -etwa ebenfalls Patriot oder andere - und Ortungssysteme sind Verteidigungswaffen, mit denen man ein bestimmtes Territorium gegen Luftangriffe und Hubschrauberangriffe schützt.

Sie,Grote, bleiben wie andere, die Erklärung schuldig, warum Hamas (oder Dschihadisten oder beide) aus dem Ausland teure Angriffswaffen in das hermetisch abgeriegelte Gaza schaffen um sie in Israel auf Supermärkte und Schulen zu schießen in 80 km Entfernung (und nicht auf die Panzer, die in 10km Entfernung vor dem Stadttor stehen) - und nicht etwa die für friedliche Leute an sich gebotenen Luftabwehrwaffen anzuschaffen.

Da müssen Sie,Grote, noch ein bisschen nachdenken, um zu begründen, warum angeblich friedliche ,von Luftangriffen bedrohte Leute in Gaza statt nötiger Luftabwehrwaffen stattdessen Angriffswaffen anschafften , die in vergleichsweise weiter Entfernung nicht das gegnerische Militär, sondern Schulkinder und einkaufende Rentner treffen! Ist ja auch schwer, dafür eine Begründung sich auszudenken.

Es gibt eine.

Georg von Grote 18.11.2012 | 16:40

Macht keinen Sinn, mit Ihnen auf vernünftigen Weg zu diskutieren.

Anfangs dachte ich ja noch, Sie würden nur ein wenig provozieren. Das hat sich nicht bestätigt.

Sie sind leider nur dumm, gnadenlos dumm. In Bayern sagt man brunzdumm.

Das betrifft ja nicht nur das Problem Naher Osten, sondern Sie haben Ihre Dummheit und Ihre deutsche "Herrenmenschenattitüde", nebst Heldenverehrung ja schon beim Thema Rommel und in ganz übler verachtender Weise beim Migrantenthema zur Schau gestellt.

Seien Sie also froh, wenn ich Sie nur für abgrundtief dumm und unterbelichtet halte, sonst müsste ich Sie nämlich in eine ganz andere Ecke verorten, aber selbst da wären Sie nur ein dummer, aufgeblasener Mitläufer und Nachplapperer.

Vigoleis 18.11.2012 | 18:15

„Die Headline hätte folgendermaßen lauten sollen: 'Jedes Land hat seine Juden, Israel hat die Palästinenser.' Der Freitag wollte diese Headline nicht, weil es Menschen gibt, die es in diesem Kontext absichtlich falsch verstehen wollen.“

Wenn man das, was Sie für Sprache halten, entschlüsselt, sprechen Sie also für die gesamte Redaktion. Was ist nun dieses „es“ - das grammatikalisch nicht die headline sein kann -, das nach Meinung des „Freitag“ Menschen in diesem Kontext absichtlich falsch verstehen wollen? Übersetzt: Da wird schon wieder die „legitime Israelkritik“ als „Antisemitismus“ diffamiert.

Es ging um Ihr erfolgreiches Bemühen, jeden logischen Gedanken zugunsten Ihrer Vorurteile abzuwürgen und Ihre bemerkenswerte Chuzpe, sich als völlig Ahnungsloser mit Sendungsbewusstsein zu präsentieren.

Achja, wie schrieben sie so - nennen wir es einmal mehr: unappetittlich:

„Von dieser Sorte "Mensch" gibt es ja hier mehr als genug.“

Sie haben wohl gar nichts kapiert?

miauxx 18.11.2012 | 18:32

"Und solange man nicht begreift, dass die Hamas keineswegs Gza komplett repräsentiert und so lange solche teutonischen Vorgartenzwerge wie BigRedNose und andere ihre Stammtischparolen über Kriegsführung hinausposaunen und Gaza, Israel und den kompletten Nahen Osten nur von Google Earth kennen, solange bringen solche Diskussionen nichts, schaden eher."

Mir schmeckt es generell nicht, wenn gerade in solchen Diskussionen der große Durchblicker rausgehängt wird. Vor allem endet das schließlich immer mit persönlichen Vorwürfen über Alter, Weltkenntnis, Schulbildung oder Sozialverhalten. Wie hier zu sehen. Wer von Euch hier "begreift die Zusammenhänge", die Mechanismen da in Nahost schon wirklich? Ein bisschen mehr Zurückhaltung wäre vielleicht angebracht! Was TheBigRedOne schreibt, ist gar nicht so verkehrt. Nur dass sich eben die Wechselwirkungen im Nahost-Konflikt nicht vollends "sachlogisch", wie er/sie seine Argumentationen nennt, herleiten lassen. Menschen handeln in den seltensten Fällen logisch. Letztlich landet TheBigRedOne aber auch in einer Einseitigkeit. Und zwar in dem Versuch, der Einseitigkeit der "Palästinenserversteher" entgegenzuwirken. Unhinterfragt wird etwa als Tatsache übernommen, die Hamas verfüge über "iranische Angriffswaffen." Ergo seien sie nur Angreifer und der ganze Konflikt wird darauf verengt, wer nun aktuell vielleicht die erste Rakete abgeschossen hat. Über solche Detailfragen, wer hat welche Raketen, woher und warum, werden wir hier aber ohnehin nie Gewissheit haben. Deshalb, aber nicht nur deswegen, sind mit Gewissheit vorgetragene Einlassungen zu Fragen der Kriegsführung völlig daneben. Da muss ich Georg recht geben.

Und meinst Du, Georg, Du hättest den ultimativen Durchblick? Jedenfalls insoweit, um sich derart über TheBigRedOne zu stellen? Der abschätzige Verweis auf ein Kennen der Region allein per Google Earth ist mir ein Tick zu überheblich. Ich weiß nicht ob Du damit im Hinterstübchen führst, dass Du selbst ein- oder mehrere Male in Israel warst. Das aber besagt nicht viel!

Ich für meinen Teil sehe die Hamas einerseits als Profiteur der neuerlichen Eskalation aber auch der unhaltbaren Situation in Gaza überhaupt. Es können, wie Georg behauptet, auch andere "Dshihadisten" sein, welche ebenso oder ähnlich machtvoll in Gaza sein mögen. Das ändert aber nichts. Ihre Zuckerbrot-und-Peitsche-Politik gepaart mit Islamismus lebt sehr gut mit und von dem Leid der Menschen. Daran wiederum lässt sich ablesen, dass Israel offenbar zu keiner weitsichtigen Politik in der Lage ist, wenn es eine Ghettosituation aufrecht erhält. Und Fragen über Fragen, wenn man dann einem Lieberman zuhört. Schon jetzt übersteigen die Opferzahlen in Gaza um ein Vielfaches die im "übrigen" Israel. Was will Israel letztendlich mit diesem Terror in Gaza erreichen?

Martin Gebauer 19.11.2012 | 01:16

Der israelische Militärhistoriker Prof. Martin van Creveld sagte: "Wir besitzen mehrere hundert Atomsprengköpfe und können sie auf alle Ziele in alle Richtungen starten, möglicherweise sogar nach Rom. Die meisten europäischen Hauptstädte sind Ziele unserer Luftwaffe." Weiter sagt er: "Wir besitzen die Fähigkeit, die Welt mit uns untergehen zu lassen. Und ich kann Ihnen versichern, dass dies geschehen wird, bevor Israel untergeht."

OVB-online/Zitatteilauszug

miauxx 19.11.2012 | 17:57

Ist diese vermeintliche Äußerung van Crevelds eigentlich belegbar? Was ich feststellen konnte ist, dass sie halt seit einigen Jahren durchs Netz geistert. Andererseits ist van Crefeld wohl auch ein ziemlich schräger Hund und besonders durch krudeste Thesen über Frauen aufgefallen und damit wichtiger Stichwortgeber für Antifeministen, Maskulisten u.ä. geworden. Seinen Namen googeln genügt.

danki 19.11.2012 | 23:41

Heute war unser Außenminister Westerwelle im Nahen Osten und hat abermals das (selbstverständliche) Verteidigungsrecht der Israelis betont.Er hätte aber auch im gleichen Atemzug seinem istaelischen stock-konservativen Außenminister Liebermann die Siedlungspolitik mit widerrechtlicher Landannextion palästinensischen Gebietes und die Gaza-Blockade vorhalten können.Nichts dergleichen war zu vernehmen.Das ist einseitige Parteinahme und absolut nicht förderlich für den Friedensprozess.

Georg von Grote 19.11.2012 | 23:48

Diese Ausage Crefelds fiel im Rahmen eines Interviews mit dem Freitag. Nicht mit dem aus Berlin, sondern dem Jerusalem Friday.

"We possess several hundred atomic warheads and rockets and can launch them at targets in all directions, perhaps even at Rome. Most European capitals are targets of our air force."

und

"Our armed forces are not the thirtieth strongest in the world, but rather the second or third. We have the capability to take the world down with us. And I can assure you that this will happen before Israel goes under."

Das Interview war 2003

"In Israel a scenario of doom is taking shape."

Interview with the much reviled Dutch-Israeli Military Historian Martin van Creveld

Professor Martin van Creveld, an internationally known and controversial professor of military history at the Hebrew University in Jerusalem, foresees only extreme developments for the appreciable future. The methods by which Israel is currently combating the Intifada are doomed to failure. The chances for peace and the founding of a Palestinian state are visibly diminishing. A conversation with a pessimist, who, as he himself says, is reviled in his own country.

Interviewer: Your specialty is war. Is what's going on here war at all?

Creveld: Certainly, although the Palestinians have no government, no army, and no [nationality]. Everything is in chaos. That's why we won't win the war, either. If we could identify and eliminate every terrorist, we'd win this struggle within forty-eight hours. The Palestinian administration has the same difficulties. Even in Arafat decided to comply with our conditions and surrender tomorrow, it's virtually certain that the Intifada would continue.

Interviewer: Are there any similarities on the Israeli side?

Creveld: If the dispute lasts much longer, the Israeli government will lose control of its people. For people will say: "If government can't protect us, what on earth can they do for us? If the government can't guarantee that we'll be alive tomorrow, what good are they? We'll defend ourselves."

Interviewer: So Israel is beaten in advance?

Creveld: On that I'll quote Henry Kissinger: "In campaigns like this the antiterror forces lose, because they don't win, and the rebels win by not losing." That certainly applies here. I regard a total Israeli defeat as unavoidable. That will mean the collapse of the Israeli state and society. We'll destroy ourselves.

Interviewer: Is there any point to the recent Israeli military offensive?

Creveld: This offensive is totally useless; it's only further enraging the Palestinians. Perhaps there will be a short-lived calm, but in the end there will even more suicide attackers.

Interviewer: Is there any hope?

Creveld: If I were Arafat, I wouldn't stop either. I'd only cease in exchange for a very far-reaching political accord. And it seems as if we have a government [under Sharon-tr.] that won't make Arafat such an offer. If elections were held today, the Left would be thoroughly beaten.

Interviewer: Some maintain that it is Israel's foreign enemies that keep the country unified.

Creveld: That's right. I only wish that there were foreign enemies, but that isn't the case. We've fought our external enemies for so many years. Each time there was a war, we took a mighty hammer to our foes, and after being defeated a few times, they left us alone. The problem with the Palestinian revolt is that it doesn't come from without, but rather from within. Therefore we can't avail ourselves of the hammer.

Interviewer: Is the solution, then, to keep the Palestinians outside the borders?

Creveld: Exactly, and right now there's nearly unanimous agreement on that. We ought to build a wall "so high, that not even a bird can fly over it." The only problem is: where to put the border? Since we can't decide whether the territories conquered in 1967 should be included, for the time being we improvise a little. We're building a series of little walls, which are much more difficult to defend. From a military standpoint this is very stupid. Every supermarket has gradually acquired its own living wall of security guards. Half the Israeli population is guarding the other half-unbelievable. Aside from the fantastic waste, it's almost totally useless.

Interviewer: Does that mean that the Palestinians stay within the borders?

Creveld: No, it means that they all get deported. The people who strive for this are waiting only for the right man and the right time. Two years ago only 7 or 8 percent of Israelis were of the opinion that this would be the best solution, two months ago it was 33 percent and now, according to a Gallup poll, the figure is 44 percent.

Interviewer: Will that ever be possible?

Creveld: Sure, since desperate times give rise to desperate measures. Today there's a fifty-fifty split on where the border should run. Two years ago 90 percent wanted the wall built along the old border. That has completely changed now, and if things continue, if the terror doesn't stop, in another two years perhaps 90 percent will want to build the wall along the Jordan. The Palestinians talk of "summutt," meaning hang tough, cling to the ground and the soil. I have enormous respect for the Palestinians. They fight heroically. But if we in fact want to strike across the Jordan, we would need only a few brigades. If the Syrians or the Egyptians were to try to stop us, we'd wipe them out. Ariel Sharon is leader. He never improvises: he always has a plan.

Interviewer: A plan to deport the Palestinians?

Creveld: I think it's quite possible that he wants to do that. He wants to escalate the conflict. He knows that nothing else we do will succeed.

Interviewer: Do you think that the world will allow that kind of ethnic cleansing?

Creveld: That depends on who does it and how quickly it happens. We possess several hundred atomic warheads and rockets and can launch them at targets in all directions, perhaps even at Rome. Most European capitals are targets for our air force.

Interviewer: Wouldn't Israel then become a rogue state?

Creveld: Let me quote General Moshe Dayan: "Israel must be like a mad dog, too dangerous to bother." I consider it all hopeless at this point. We shall have to try to prevent things from coming to that, if at all possible. Our armed forces, however, are not the thirtieth strongest in the world, but rather the second or third. We have the capability to take the world down with us. And I can assure you that that will happen, before Israel goes under.

Interviewer: This isn't your own position, is it?

Creveld: Of course not. You asked me what might happen and I've laid it out. The only question is whether it is already too late for the other solution, which I support, and whether Israeli public opinion can still be convinced. I think it's too late. With each passing day the expulsion of the Palestinians grows more probable. The alternative would be the total annihilation and disintegration of Israel. What do you expect from us?

This interview was conducted by Ferry Biedermann in Jerusalem.

Georg von Grote 20.11.2012 | 01:03

Dass dieses Interview gefälscht worden sei, ist weder von jerry Biedermann, noch von Creveld, noch von der Jerusalem on Friday behauptet worden.

Ob Creveld nun eigene Worte fand, oder etwas von einem zitierte, ohne deutlich zu machen, dass es nicht seine Meinung sei, sondern die eines anderen, kann in diesem Zusammenhang dahingestellt sein.

Es passt zumindest zu seiner Denke wie folgende Passage aus einem Radio-Interview mit Jennifer Byrne zeigt. Ebenfalls im Februar 2003 entstanden.

Byrne: : Well, that’s a tall list. Let’s start with the last one – the wall... I mean, when I was there last month people were talking about a wall but you’re seriously saying this is an option, to build a gigantic wall.... what.... on the old green line, basically – there’s Gaza – there’s the West Bank – and there’s Israel proper, and they shall never be combined?

Van Creveld: “Never” is too much of a word. Nothing lasts forever. But history proves that walls work. The Roman wall – the Limus(?) – worked for hundreds of years... the Great Chinese Wall worked, not forever, but for hundreds of years... the wall in Korea has been working for fity years... the wall between Turks and Greeks in Cyprus is working.... the Berlin Wall worked beautifully.... Unfortunately, the Israeli army insists against all military logic on being present on both sides of the wall. We could formally finish the problem at least in Gaza, in 48 hours, by getting out and building a proper wall. And then of course, if anybody tries to climb over the wall we kill him.

TamirM 20.11.2012 | 08:50

aus demselben Interview:

"Byrne: : What options does the Israeli army have, do you think?

Van Creveld: Nothing will work.

Byrne: : Nothing at all? Do you think there’s no change of strategy?

Van Creveld: No. There is one thing that can be done – and that is to put and end to the situation whereby we are the strong fighting the weak, because that is the most stupid situation in which anybody can be.

Byrne: : And how do you do that?

Van Creveld: Exactly. How do you do that. You do that by A, waiting for a suitable opportunity... B, doing whatever it takes to restore the balance of power between us and the Palestinians... C, removing 90% of the causes of the conflict, by pulling out... and D, building a wall between us and the other side, so tall that even the birds cannot fly over it.... so as to avoid any kind of friction for a long long time in the future.

...

Byrne: : What about the many thousands of extremely belligerent Israeli settlers that would be on the wrong side of the wall?

Van Creveld: If it were up to me, I would tell those people – and you’re quite right, many of them are quite belligerent – look, ladies and gentlemen, you have been magnificent, you have served us well, you have protected us all those years, but this is coming to an end. If you choose to stay, it’s your problem – you are on your own. My guess is that 95% of them will come home."

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Ehemaliger Nutzer 20.11.2012 | 11:50

WESHALB wird eine merkwürdige Gestalt lang und breit zitiert als vermeintliche Quelle- die gar keine Funktion hat? (Außer der, als ausländischer " Abgeordneter Jakob Maria Mierscheid" Unfug ,zudem gefährlichen aggressiven Dreck und nicht den liebenswürdigen Unsinn des virtuellen Bonners Mierscheid, in die Welt zu setzen um Diskussionen zu zerstören indem sich Zeitgenossen damit befassen.

Tatarenmeldungen herausggeben,Gebauer,Grote,tamirm,schanerin u.a.- und die dann als vermeintlich ernsthaft diskutieren,das ist das Prinzip. So werden andernorts Krieg angezettelt-und kann,nebenbei sei es gesagt, falls man das an wichtiger Stelle tat ,dafür im schlimmsten Falle hängen! Schaue man sich Streicher an und die Radioleute da in Afrika an bei dem Völkermord damals /Tutsie usw.!)

Welche echte Funktion ,welchen echten Einfluß hat diese Figur die da zitiert wird und hier im Blog so getan wird als ob man das ernstnehmen müßte?

Welche Machtbefugnis hat diese Gestalt ,mit dessen "Interviews" in nicht existerenden Zeitungen hier einige Hardliner operieren?

Selbst wenn das alles echt wäre und ernst gemeint wäre- so hat diese Figur doch ABSOLUT keinen Einfluß,keine Machtbefugnis, keinerlei Zugriff auf Entscheidungen - und hat daher mit der Einflußnahme in die Politik ungefähr so viel zu tun, wie der eine oder andere echte Naziuropi der Israelgegner und Hamasfreunde , der im Altenheim im Rollstuhl sitzt und jeden auf dem Gang Vorbeikommenden mit "deutschem Gruß " begrüßt! (Kein Zynismus,der Verf.d.Zeilen hat mal vor Jahren so einen bedauernswerten alten Menschen beruflich bedingt am Rande kennengelernt. Sie hier im Blog benehmen sich so kalkuliert , als hätte damals jemand in der Öffentlichkeit , etwa pseudolinke Alarmisten, das Altenheim als "Brutstätte" des Neofaschismus bezeichnet. Was hier getrieben wird ist der Stil der BILD und mittlerweile des dtsch.gebührenfinanzierten Staatsfernsehens - allerdings, das muß man Springer lassen, macht BILD das nicht bei DIESEM Thema!Das Staatsfernsehen schon ,geht also in dieser Frage HINTER BILD-Qualität zurück -und läßt sich das auch noch durch Gebühren, die jeder zahlen muß, bezahlen.)

Diskutieren Sie doch das Thema mit eigenen Argumenten,statt ständig Links einzustellen und solche Tatarenmeldungen zu verbreiten oder virtuelle Zeugen der internationalen Naziszene,Sitz meist USA oder UK weil sowas da erlaubt ist, als angeblich seriöse Quellen zu nennen.

Martin Gebauer 20.11.2012 | 12:42

Was ist ihre Botschaft? Wollen Sie uns also mitteilen, was in einem Altersheim allgemein geschwafelt wird, bevor der Tablettencocktail die Blut-Hirn-Schranke durchbricht.

Dass der Nahe Osten in die Steinzeit zurückgebombt werden soll ist eine längst beschlossene Sache. Die Gründe dafür sind ebenfalls zuvor genauestens konstruiert worden. Das hat mit Ihren nostalgischen Ansichten nichts gemeinsam.

Was auf einer Seite Zunehmen will muss auf der anderen Seite abnehmen. Wachstum bedingt auch immer Zerstörung.

Überall sitzen Hilfsorganisationen schon in den Startlöchern und ebenso die Wirtschaftsunternehmen die sich am Wiederaufbau einen Gewinn erhoffen. Und es geht noch um viel mehr. Die USA ist pleite, Israel ist pleite. Europa ist pleite. Die westlichen Industrienationen müssen mit allen Mitteln verhindern, dass ihr eigenes Volk aufbegehrt und ihren Tribut fordern. Krieg ist das beste Mittel das eigene Volk zu knechten und es weiterhin unmündig zu halten.

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Ehemaliger Nutzer 20.11.2012 | 13:07

Auh weiah,Gebauer- das ist ja schlimmer als man hierorts argwöhnte.

Machen wir es kurz,Gebauer-Antworten bitte a tempi,wir essen zeitig:

1. Wo ,von wem und wann ist beschlossen worden,den Nahen Osten in die Steinzeit zurückzubomben. Belege vorlegen mit Name ,Adresse und Anschrift.

2. Wo,wann und vom wem ist das von Ihnen,Gebauer ,behauptete Szenario (1.) konstruiert worden? Belege vorlegen mit Name,Adresse und Anschrift.

3.Wer hat wann wo und wie womit festgestellt, das Wachstum immer auch Zerstörung benötigt? (Adolf Hitler?Heinrich Himmler? Houston Chamberlain? Spengler? Graf von Taugt und Tutnichts? Oder wer?)

4.Welche Hilfsorganisationen sitzen mit welchem Geld wo in welchen Starlöchern für welchen Krieg der wo geführt werden soll? Belege vorlegen mit Namen, Anschrift usw.!

5.Wer soll Hilforganisatione und Ansiedlungen von Wirtschaftsunternehmen in von dem von Ihnen behauptetem geplantem Krieg bezahlen in jenen dann ja vernichteten ,kapitallosen Weltgegenden für deren Dienstleisten ,Waren usw.? Bankkonto angeben mit Banknamen und Kontoinhaber.

Bitte bis zm Nachmittagskaffee Auftrag bearbeiten, Gebauer.

Nebenbemerkung-da kann man es Ihnen auch gleich mitteilen: Ihr Beförderungsgesuch ist abgelehnt worden höheren Ortes-SIE dürfen nicht mal mehr Kartoffeln schälen für die Truppe.

Und nun gehen Sie an die Arbeit.

Weggetreten. AB!

willibald hamster 20.11.2012 | 13:23

Ich denke auch, dass ein unabhängiges Palästina das Verhältnis zwischen Israelis und Palästinensern erheblich verbessern würde. Ich würde hier eine (sinnvolle) Grenzziehung nicht als eine Verfestigung der zwischenmenschlichen Mauern verstehen wollen. Eine Grenze ZWISCHEN Israel und Palästina würde wahrscheinlich die Grenzen INNERHALB Israels und Palästinas einreißen (ich meine damit natürlich keineswegs Einführung eines Klassenfriedens auf beiden Seiten und Verstärkung nationaler Konflikte^^).

Streng genommen geht es ja auch gar nicht sosehr um Israel. Es geht um einen Kapitalismus, der in Gestalt des US-Imperialismus den Nahen Osten sicher kontrollieren und ausbeuten will. Ein unabhängiges Palästina wäre ein Stachel innerhalb dieses Imperialismus. Wichtig fände ich aber auch, dass der teils islamisch geprägte Anti-Amerikanismus und Anti-Zionismus wieder mehr in Richtung Sozialismus rückt. Eine entscheidende Rolle könnte da in naher bis mittlerer Zukunft Ägypten spielen.

angnaria 20.11.2012 | 13:26

Lassen wir mal jemanden sprechen, der sich in der Region auskennt:

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan kritisierte Israel im Gaza-Konflikt aufs Schärfste und warf dem Land „ethnische Säuberung“ vor. „Israel ignoriert den Frieden in dieser Region, tritt das internationale Recht mit Füßen und führt eine Kampagne der ethnischen Säuberung gegen ein Volk“, sagte Erdogan in Ankara vor Abgeordneten seiner islamisch-konservativen AKP. „Dieses Land besetzt nach und nach die palästinensischen Gebiete.“

Dieser Mann war bis vor gar nicht so langer Zeit ein enger Verbündeter Israels, mußte aber auch erkennen, dass sich die Politik Israels in den letzten Jahren in eine schrecklich falsche Richtung entwickelt hat.

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Ehemaliger Nutzer 20.11.2012 | 14:05

Jesus Christus- das hätte man nicht gedacht.

Hamster:

Bei was,bei welchen Waren,Dienstleistungen und Rohstoffen oder Naturprodukten beutet "der US-Imperialismus" oder irgendein anderer Imperialismus (man sollte Lenin auch verstanden haben, wenn man ständig dessen Begriffe benutzt, liebe Pseudolinke;der arme Mann muß ja in seinem Glassarg rotieren ,nachts,wenn keiner zuschaut.Tag hält er wohl noch Parteidisziplin-wer weiß wie lange noch.) den nahen Osten aus?

Gibt es in Gaza,Westbank oder Syrien Öl, Autofabriken, Computerchipfabriken,seltene Erden, Bauxit,Ölschiefer,Kaffee,Kakao, Gummibärchenplantagen oder Hamburgerfelder oder irgendetwas,womit der US-Imperialismus Geld verdienen könnte?

Die einzigen,die sich ,in Gebieten die ihnen seit 1947 von der UNO als Territorium zugesprochen wurden, annähernd ernährne können durch kluge Landwirtschaftstechnik, sind die Israelis.

Und wenn die Ölscheichs der arabischen Halbinsel etwas Kohle locker machen würden und die Palästinenser,Syrer,Jordanier-und die Araber auf der Halbinsel selbst, arbeiten gehen würden dann mit dem Geld der Scheichs im Rücken,statt wahlweise (mit Geld) in London einzukaufen oder (als in Armut von ihren eigenen Leuten belassene Leute)kreischend Steine zu schmeissen oder Raketen zu bauen oder größere zu schmuggeln (statt Flakgeschützen und Flarak-Geräte und Luftabwehrtechnik) -dann würde das auch klappen.

Aber die Scheichs -ideologisch ja auf Seite der Palästinenser- rücken ja keine Kohle für das Richtige heraus und die früher mal mächtigeren Nichtölstaaten (Syrien,Ägypten) und eben Iran haben diese Scheichs auch nie dazu aufgefordert aus religiösen Einheitsgründen. (Religiöse Gründe und Tiraden werden von denen statt an die Scheichs mit der Geldforderung für Palästina immer nur an Leute am anderen Ende der Welt gerichtet,die mit deren Religion gar nichts im Sinne haben und sich den Quatsch nicht anhören brauchen und immer öfter auch nicht wollen!Diese Burschen da in Nah-und Mittelost ticken nicht richtig-um es klar und deutlich zu sagen!)

Mal im Ernst, Hamster: Es mag viele idiotische Gründe (vermeintliche) geben, weshalb westliche grenzdebile Politiker und Militärs unbedingt teilhaben wollen an den Krisen und Kriegen der Region. Aber die Länder, die in Ihrer ,Hamster, Rechnung als angebliche ausgeguckte Opfer für "imperialistischen "Krieg vorkommen-DIE HABEN NUN REIN GAR NICHTS AN BEUTE ANZUBIETEN ,so dass Raub-und Eroberungszüge keinen Sinn machen.

Nur Idioten rauben Arme aus ,resp. versuchen es.

Wollten Sie nur irgendwie das Wort vom Imperialismus im leninschen Sinne mal unterbringen?

Ganz nüchtern: Ihre Darstellung ( imperialistischer geplanter Krieg ff.) ist falsch und unzutreffend mangels Masse dort vor Ort.

Agnaria, ja ja , so ein Kleinpadyscchah in Ankara kennt sich aus-wenn er ,der sorgenvolle Landesvater nicht gerade im Ausland bei Landleuten, die der Armut und den unhaltbaren Zuständen in seinem vom ihm ja regiertem Reiche entflohen,die Heimat verließen und in der Fremde Obdach erbaten und erhielten,Reden hält, sich in den Wahlkampf des Gastlandes seiner auch durch seine Schuld aus dem Heimatlande ökonomisch vertriebenen Landleute einmischt in unverschämter Art und Weise, für noch mehr Kontigente an Ausreisenden aus seinem Staat sorgen will in Gesprächen mit anderen Ländern - oder er nicht,ganz Militärwesir, Panzerstreifkorps und Hubschrauberpulks im benachbartem Ausland (Syrien,macht der schon seit Jahren so,lange vor dem Bürgerkrieg in Syrien) gegen ein paar dumme Freischärler einer bestimmten Volksgruppe einsetzt.

Ja und so einer , der nicht mal seinen andere Transportmittel wohl gewohnten Piloten beibiegen kann, beim Übungsflug mit Kampfmaschinen in Grenznähe eines Landes in dem Bürgerkrieg geführt wird, nicht dessen Landesgrenzen und dessen Territorium zu verletzen (wäre es anders , Kreischer, wäre es ja Absicht gewesen.Eins geht nur bei Militärmaschinen mit allem Schickimicki an Navigationsmitteln: Unfähigkeit zu fliegen oder Absicht.) -der kann uns hier in Allemania die Welt, zumindest den nahen Osten erklären.Seine Journalisten, die uns das auch erklären könnten und seine Schriftsteller lässt der Mann ja einsperren.

Na sowas aber auch. Dann soll er doch mit der türkischen Armee den Palästinensern helfen in eigener Verantwortung. Das ist dann Sache der Türkei- KEIN BÜNDNISFALL.

Wäre ein bisschen zuviel des Guten, Agnaria, wenn die Türkei sowohl gegen Syrien UND gegen Israel - mit dem vorgeschobenem Argument einer Hilfe für Palästinenser vor "ethnischen Säberungen" (bisschen unverschämt gegenüber Juden von einem Mann, dessen Vorgänger rd. 600000 -oder mehr- Armenier abschlachteten!) - von der NATO Beistandsleistungen erschleichen will. Nur ,um sich auf dem Weg durch die kalte Küche das Territorium des alten osamnischen Palästinas als Einflussbereich wieder zu sichern.

Nein Danke.

(Verf. hat Fermat UND Großbrief, Beamte haben also alle Unterstützung zu gewähren.Klar.)

angnaria 20.11.2012 | 14:19

@ Schachnerin: Wie sie richtig darstellen, kümmert er sich ja gerade darum.

@ theBigRedOne: Herrlich die vorraussehbarkeit Deiner Antwort:

Rassistisch, chauvenistisches Geplärre.Nur 2 Fakten zu Deiner Türkenbeleidigung:

1. Die Gastarbeiter (aus ganz Europa) sind seinerzeit nicht geflohen, Sie wurden gerufen - und ihre Nachfahren sind heute geschätzte Mitglieder unserer Gesellschaft.

2. Dein "Kleinpadysccha" ist der gewählte Regierungschef von 75 Mio Türken. Demnach wäre dein Bibi ein Mikrosayyid.

willibald hamster 20.11.2012 | 14:24

Natürlich ist mir klar, dass Palästina nicht das Ziel sein kann, weil eben nicht über immense Ressourcen verfügend. Aber der Palästina-Konflikt kann ohne den Iran-Konflikt nicht gedacht werden. Hinzu kommt, dass der über Ressourcen verfügende Iran zusammen mit Rusland an den Erdölkonflikten im Kaukasus teilhat (auf der anderen Seite steht dann die Türkei). Und natürlich würde ein unabhängiges Palästina auf einige über Ressourcen verfügende Staaten im nahen und mittleren Osten Wirkung ausüben.

Destabilisierte Regionen (Gaza erfüllt davon einige und nicht wenige Kriterien) nützen da auch den de-facto-Machthabern.

Nebenbei gilt: Waffenexporte haben für imperialistische Staaten auch die beiden Funktionen, a) natürlich zu verdienen und b) durch Kapitalvernichtung (Syrien) den tendnziellen Fall der Profitrate zu dämpfen.

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Ehemaliger Nutzer 20.11.2012 | 15:36

Agnaria.

Zu 2. Der, den Du bibi nennst, kommt auch nicht nach Deutschland und hält hier Reden , in denen er sich in die inneren Angelegenheiten Deustchlands einmischt-wie Dein Kleinpadyscha das gemacht hat schon 2 mal. Merke: In sowas verstehen nicht nur wir ,sondern fast alle Völker der Welt, absolut KEINEN SPASS!

Zudem ist es , bei Leugung des türkischen Völkermordes an den Armeniern, eine Ungeheuerlichkeit von Erdogan (Wiederholung: eine UNGEHEUERLICKEIT egal wie man zum Nah-Ost Konflikt sonst stehen mag) ,den Israelis ethnische Säuberungen vorzuwerfen. Wer als Regierungschef und EU- Aspirant so redet, gehört nicht in die EU und ist nicht ernst zu nehmen.

Wer wie Erdogan seit JAHREN,lange vor dem syrischen Bürgerkrieg, schon häufiger mit Militärkorps aus Panzern und Schützenpanzern usw. in Bataillons-oder Regimentsstärken und Heeresfliegern(Hubschraubern) und Luftwaffenpatrouillen mit Bombardierungserkaubnis -und nicht mit verirrten einzelnen Granaten aus wessen Kanonenrohren auch immer- das Territorium anderer Staaten verletzt ,um dort in dem anderem Staat Menschen zu töten oder zu fangen und in die Türkei zu verschleppen, sollte den Mund nicht so voll nehmen.

Die Absichten der Türkei , ihre machtpolitischen Ambitionen in Nah-Ost- dem ehemaligem Machtbereich der Osmanen,den Vorgängern der heutigen Türkei- mittels der Einbeziehung der NATO und erwünschtem Bündnisfall wegen herbeigelogener, selbst herbeikonstruierter angeblicher Übergriffe eines anderen Staates zu sichern und zu erweitern, ist ein unanständiger Mensch. Wenn die Türkei in Nah-Ost ihren Machtbereich erweitern will-dann soll sie das ohne NATO allein tun und allein dafür ihre Söhne hergeben die dabei womöglich draufgehen .UND NICHT DIE VON ANDEREN LEUTEN,Agnaria! Feige Bande-spielt selbst Conquerer wenn ihr wollt, aber nicht mit NATO Knabenlese für die Janitscharen! Okay!!

Und was die Türken in Dtschld. betrifft:

Ein gutes Drittel sind Flüchtlinge -die sind zu den Zeiten der Militärdiktaturen und der offen reaktionären Regimes in der Türkei aus verschiedenen Gründen geflohen.

Und das Dtschld. Gastarbeiter rief? Jeder verantwortliche Staat hätte für seine eigenen Leute doch Arbeitsplätze und Lebensmöglichkeiten im eigenem Lande geschaffen -und nicht Sorge getragen, dass die arbeitslosen und bäuerlichen Mitbürger das eigene Kand verlassen. Was ist das denn für ein Politik-und Staatsverständnis, das Sie hier verteidigen bei Erdogan und welches der Erdogan wie seine Vorgänger auch hat (Reden in Dtschld. ff. machen das ganz deutlich.) Agnaria?

Der Verfasser dieser Zeilen nennt nur Fakten und belegbare, unwiderlegbare logische Zusammenhänge. Das ist wahrhaftig und ssachlich korrekt-und kein Rassismus und kein Chauvinismus. Laßt mal lieber die Leute aus den Gefängnissen, die drin sitzen, weil sie den Mord an den Armeniern Mord nannten, für eine Gewerkschaft eintreten,kurdisch sprachen, Kurden sind und es nicht verstecken oder anderweitig gegen die subtil fundamentalistischen Mächtigen sind ,die derzeit in der Türkei das Sagen haben.

Wirklich abenteuerlich, was man hier beim Freitag so zu lesen bekommt-wenn man nur die offiziellen Politiklinien der etablierten politischen Kräfte annähernd vertritt ,fraglos mit Kritik an deutschen bestimmten Dingen und bei alldem informiert und sachlich argumentiert mit Fakten. Ungeheuerlich,das alles!

Martin Gebauer 20.11.2012 | 19:32

Yinon-Plan

Hinter dem Yinon-Plan steht die Absicht, den Libanon und Syrien entlang religiöser und konfessioneller Identitäten von sunnitischen und schiitischen Muslimen, Christen und Drusen in verschiedene Staaten aufzuteilen. Denkbar ist auch das Ziel, auf einen Auszug der Christen aus Syrien hinzuarbeiten. ...

Es existieren unbekannte Scharfschützen, die syrische Zivilisten und die syrische Armee angreifen, um Chaos und innere Auseinandersetzungen zu schüren. Die christlichen Gemeinden in Syrien werden ebenfalls von unbekannten Gruppen angegriffen. ...

Die Aufstände und Proteste in der arabischen Welt stellen auch kein »arabisches Erwachen« dar; ein solcher Begriff setzte voraus, dass die Araber die ganze Zeit geschlafen hätten, während um sie herum Diktatur und Ungerechtigkeit herrschten. Im Gegensatz zu dieser landläufigen Auffassung kam es in der arabischen Welt, die zur umfassenderen turko-arabisch-iranischen Welt gehört, immer wieder zu Aufständen, die von den arabischen Diktatoren dann in Absprache mit und mit Unterstützung von Ländern wie den USA, Vereinigte Königreich und Frankreich niedergeschlagen wurden. Die Einmischung dieser Mächte trat immer als Gegengewicht zur Demokratie auf, und dies wird wohl auch so bleiben. ...

Die heutigen »gerechten Kriege« und »gerechten Anliegen« werden unter dem Banner von Frauenrechten, Menschenrechten, humanitären Grundsätzen und Demokratie geführt.

"Christliche Minderheiten sehen nirgends einen "Arabischen Frühling". Für sie ist dieser Begriff ein schlechter Witz", erklärte: Dr. Habib Malik. Der sogenannte "Arabische Frühling" sei für die Christen eher ein "Arabischer Albtraum".

Martin Gebauer 20.11.2012 | 20:38

Arabische Zeitung: „Lasst Israel in Ruhe und kümmert euch um Syrien!“

Die englischsprachige arabische Tageszeitung Asharq Al-Awsat, die auf vier Kontinenten in 14 Städten für die weltweite Verbreitung gedruckt wird, veröffentlichte in ihrem Editorial, dass Syrien und Iran für die Eskalation im Gazastreifen verantwortlich seien.

„Syrien und Iran haben zuerst versucht, Israel auf den Golanhöhen, über die Sinai Halbinsel oder Hisbollah im Südlibanon in eine Auseinandersetzung hineinzudrängen, aber als dies nicht gelungen ist, wandten sie sich dem Gazastreifen zu“, so schreibt Redakteur Tariq Alhomayed. ...

Laut Tariq Alhomayed hat Iran bereits versucht, mithilfe von Agenten die verschiedenen Grenzzonen um Israel um Assads willen anzuheizen. „Aber weil ihnen das an der syrischen, libanesischen und ägyptischen Grenze mit Israel nicht schnell genug gelungen ist, wählten sie die Front am Gazastreifen aus, die relativ gesehen um einiges explosiver ist. Denn Gaza sei für Israel wie ein Boxsack, mit dem man seine Muskeln fit hält. Wer die Raketen im Gazastreifen abschießt, weiß, dass dies keinen Sinn und Zweck hat und dies nur einem dient, nämlich um Assads Regime in Syrien zu retten.“...

Daher ist der beste Weg so schnell wie möglich Gaza zu verlassen und sich Syrien zuzuwenden, da das Feuer aus und in Gaza das Ergebnis eines Funkens ist, der von Assad entzündet wurde. Nun mögen sich also die selbstgerufenen Geister gegen den Zauberlehrling wenden, besonders, da ohnehin alle von der Bedrohung überzeugt sind, die das Assad-Regime darstellt und von der Notwendigkeit, es zu stürzen. Die Lösung für den Gazastreifen ist die Rückkehr nach Syrien und die Beschleunigung des Sturzes des kriminellen Regimes des Tyrannen von Damaskus.

ARABISCHE WELT

Martin Gebauer 20.11.2012 | 23:00

Ein Arsenal von High-flying Drohnen schwebt ständig über Gaza und bietet ein Live-Bild der Bewegungen auf dem Boden.

Die Ergebnisse der neuen israelischen Taktiken wurden zu Beginn der Offensive dargestellt, als Israel den Hamas Militärchef ermordete.

Israel, mit präzisen Intelligenzwaffen und neu entwickelter Munition bewaffnet, hat Hunderte von chirurgischen Luftschläge die Militanten hart bestraft.

Quelle: http://www.asharq-e.com/news.asp?section=1&id=31851

Alles nur ein Vorspiel und dient lediglich als Aufwärm-Training für die kommende Großschlacht gegen den Iran.

Was denken die Iranischen Juden:

Angesichts der düsteren Schlagzeilen überrascht es schon, dass die Islamische Republik Iran immer noch die Heimat für die größte jüdische Minderheit im gesamten Nahen und Mittleren Osten ist. Obwohl die israelische Regierung eine Prämie in Höhe von ca. 50'000 Dollar pro Familie bezahlt zuzüglich 5.000 Dollar von dem Hebrew Immigrant Aid Society, um die iranischen Juden zur Auswanderung zu animieren Leben denoch zwischen 25.000 und 35.000 Juden – die Schätzungen variieren je nach Quelle – heute noch im Iran, die überwiegende Mehrheit in Teheran. ...

Die Gegenwart der Juden im Iran Ahmadinedschads ist so komplex wie das Land und seine Gesellschaft selbst. Ironischerweise ist seit der Revolution ausgerechnet der Islam ihr bester Schutz vor Willkür und Verfolgung. Weil der Islam die jüdische Religion als eine Religion des Buches anerkennt – und damit schützt – und weil Khomeini die Juden in einer Fatwa noch einmal ausdrücklich unter den Schutz des Islam und der Verfassung gestellt hat, konnte ihre Gemeinschaft nicht nur überleben, sondern sich auch weitgehend problemfrei in die nachrevolutionäre iranische Gesellschaft eingliedern.

Einer der größten Hits in der iranischen Fernsehgeschichte ist ausgerechnet eine Serie, die den Holocaust thematisiert. „Null Grad Wende“, so der übersetzte Titel der Drama-Serie, erzählt die Geschichte eines iranischen Diplomaten im Paris unter deutscher Besatzung, der iranische Pässe an französische Juden ausgibt und ihnen so die Flucht aus Europa ermöglicht. Die Serie, vom Staatssender IRIB ausgestrahlt, thematisiert die Wirklichkeit der deutschen Todeslager in einer Deutlichkeit, die keinen Raum für Zweifel oder Interpretationen lässt.

Quelle:

http://www.eurasischesmagazin.de/artikel/Ein-Leben-im-Widerspruch/20090305

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Ehemaliger Nutzer 20.11.2012 | 23:42

Klasse Gebauer und Grote , absolute Klasse. Haben Sie nicht noch ein paar von diesen Sachen, die Sie hier anbieten? Bis jetzt war das was Sie beide und einige andere schrieben,bzw. "verlinkten" , bereits sehr erhellend. Da werden sich doch noch ein paar Birnen finden die für noch mehr Erhellendes über Sie und dies und das sorgen.

Nur weiter so, ganz prächtig wie Ihr das macht!

Martin Gebauer 21.11.2012 | 07:07

Operation "Pillar of Cloud" wurde am 14. November, genau eine Woche nach der US-Präsidentschaftswahl gestartet. Es war geplant, um unabhängig vom Ausgang der US-Wahlen gestartet werden. Die erste Aktion war die gezielte Ermordung des Führer des militärischen Flügels der Hamas Ahmed Jabari. ...

US-israelische Kriegs Spiele

Was bei der Beurteilung der US-Beteiligung an der Operation signifikant "Pillar of Cloud" ist, ist die Tatsache, dass im Monat vor den Anschlägen, die USA und Israel gemeinsam das größte Kriegsspiel in der Geschichte Israels planten. Das Ziel der Kriegsspiele war Israels Raketen Flugabwehrsystem gegen Angriffe aus nah und fern, nämlich aus dem Iran, Hisbollah und Hamas zu testen.

Dass dabei Menschen billigend geopfert werden, dient lediglich dazu, höhere Ziele zu verteidigen, nämlich zu verhindern, dass der Iran Atomwaffenfähiges Material produziert.

Wer einst die Hamas miterschuf, kann sie auch jederzeit wieder eliminieren.

“Israels angeblicher Erzfeind, die Terrorgruppe Hamas, wurde von Israels herrschender Likud-Partei gegründet und finanziert und sie wird bis in diese Tage von jenen politischen Institutionen mit Geld überhäuft, die eine Eine-Welt-Regierung vorantreiben. Das ist nicht meine Meinung und ich bresche hier nicht mit einer exklusiven Geschichte hervor. Das ist eine dokumentierte Tatsache, die von Mainstream-Medien berichtet und von angesehenen Leuten in den Regierungen der USA und Israels und von Geheimdiensten veröffentlicht wurde.“

(Richard Sale. In: United Press International, June 18, 2002.)

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Ehemaliger Nutzer 21.11.2012 | 09:35

Warum sind wir eigentlich so aufgebracht, wenn wir mit strukturell organisierter Gewalt konfrontiert werden?

Vielleicht weil wir in der Tiefe unseres Herzens friedliche Wesen sind?!

Vielleicht weil wir glauben, durch emotional geladene Schuldzuweisungen Konflikte schlichten zu können?

Vielleicht auch weil unsere Liebe als primärer Lebenszweck behindert wird?

Was geht da vor - in Dir?

Martin Gebauer 21.11.2012 | 20:02

»Wenn du als Soldat einen Schritt in die besetzten Gebiete machst, dann ist das, als ob du deine Moral in den Reißwolf wirfst - nach einer Minute ist nichts mehr davon übrig.«
Jehuda Schaul - Ex-Soldat der israelischen Armee und Gründer von Breaking the Silence

Da war zum Beispiel auch dieser Tag im Jahr 2008 im Gazastreifen: »Sie haben an eine Tür geklopft, lange und viel«, erzählt ein ehemaliger Angehöriger einer Givati-Brigade (Infanterie). Wenn in so einem Fall niemand aufmacht, holt die israelische Armee nicht etwa den Schlüsseldienst oder ein Stemmeisen. Vielmehr habe man einen Sprengsatz an der Tür angebracht und gezündet. Genau als die Hausfrau die Tür aufmachen wollte. Ihre Gliedmaßen waren »auf der Mauer verschmiert«, berichtet der Veteran: »Und dann sind ihre Kinder hergekommen und haben sie gesehen. Ich habe davon während des Abendessens nach der Operation gehört, einer hat gesagt, dass es lustig war, und alle haben sich über die Situation kaputt gelacht, als die Kinder ihre auf der Wand verteilte Mutter gesehen haben.«

Breaking the Silence

mymind 21.11.2012 | 20:58

Herr Gebauer,

nun ist aber gut! Was glauben Sie eigentlich was Krieg bedeutet? Fairness, korrektes Handeln, Moral? Alle Beteiligten haben sich im Griff _ ohne Wut, ohne Hass, ohne Angst? Kriegsführende, die Wehrlose verschonen, ob Alte oder Junge, Frauen wie Männer sowie ihre Kinder? Krieger für einen gerechten Krieg? Welche dieser diversen Hollywood-Produktionen zu dem Thema hat Sie am meisten beeindruckt & Ihnen die sw-karierte Brille aufgesetzt von Gut & Böse?

Die Mittel, mit denen Sie argumentieren, unterscheidet sich nicht großartig von der Struktur, die für die andere Seite Partei ergreift. Z.B.: was glauben Sie ist in dem Umfeld eines Selbstmordattentäters nach seiner Tat alles zu sehen & von wem?

Wenn Sie schon ´Breaking the Silence´ zitieren, haben Sie auch ein analoges Beispiel parat für Ex-Krieger gegen die Israelis?

Martin Gebauer 21.11.2012 | 21:37

Die junge Welt berichtet über diese jüngste Charme-Offensive führender israelischer Spitzenpolitiker:

Wie der Fernsehsender Russia Today berichtete, forderte Transportminister Israel Katz, Gaza so schwer zu bombardieren, »dass die gesamte Bevölkerung nach Ägypten flieht«. Sein Kollege für die Verteidigung der Heimatfront, Avi Dichter, riet den israelischen Streitkräften, Gaza »neu zu formatieren« und es »mit Bomben Sauberzuwischen«.

Innenminister Eli Yishai sagte, »Infrastruktur, öffentliche Gebäude und Regierungsgebäude« müssten zerstört werden. Ziel der Operation sei, »Gaza ins Mittelalter zurückzuschicken, nur dann wird Israel für die nächsten 40 Jahre in Ruhe leben«.

Michael Ben-Ari, ein Abgeordneter der Nationalen Einheitspartei, rief die israelischen Soldaten offen zum Mord an den Palästinensern auf: »Es gibt keine Unschuldigen in Gaza. Mäht sie nieder!«

Der israelische Finanzminister Juwel Steinitz fasst die israelische Position Ria Novosti zufolge so zusammen, dass Israel gegenwärtig eine “militärische Endlösung” der Palästinenserfrage in Gaza in Erwägung ziehe. Eine Vorstellung davon, was damit gemeint ein könnte, vermittelte der Journalist Gilad Sharon, Sohn des früheren Ministerpräsidenten Ariel Sharon, in einem Leitartikel der Jerusalem Post, wo er forderte, Israel müsse Gaza platt machen, so dass es keine Elektrizität mehr gebe in Gaza, kein Benzin, keine Fahrzeuge, nichts mehr, etwa so wie die Amerikaner das mit Hiroshima und Nagasaki gemacht haben.

Quelle:

http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2012/11/21/nazi-vergleiche-antisemitismus-und-die-endlosung-der-palastinenserfrage/#more-6605

mymind 21.11.2012 | 22:01

M.G.

seit je her her waren mir Menschen suspekt, die mich mit allen erdenklichen Mitteln von etwas überzeugen wollten. Glauben Sie mir, jeder der sich informiert, mit etwas Wissen, Verstand & Herz, hat keine Propaganda nötig!

Dass Sie nun Hiroshima & Nagasaki in diesem Kontext erwähnen, verwundert mich wiederum nicht. Aber was hinderte Sie daran, die Srebrenica-Karte zu spielen? Damit würden Sie sich zumindest in einer weitverbreiteten Gesellschaft befinden & mehr Zuspruch als bislang erhalten...

Martin Gebauer 21.11.2012 | 22:38

Ein Agent der Mossad trainierte unlängst das Verüben von Bombenanschlägen. Den israelischen, iranischen, amerikanischen und britischen Medien zufolge wurde ein Agent des Mossad von der israelischen Polizei verhaftet, als er im Auftrag des Mossad das Anbringen einer Autobombe im Hafen von Tel-Aviv geübt hat.

"Die im Gaza-Streifen regierende Bewegung Hamas hat laut ihrem Sprecher Sami Abu Zuhri den jüngsten Sprengstoffanschlag auf einen Bus in Tel Aviv zwar begrüßt, jedoch ist ihm nicht bekannt, wer hinter der Bus-Explosion in Tel Aviv steht."

Quelle:

http://de.rian.ru/politics/20121121/264981503.html

Martin Gebauer 21.11.2012 | 23:58

Die Sounds in Gaza City »

19. NOVEMBER 2012

”Mit Leichtigkeit unterscheiden wir inzwischen den Ton der Apache, F-16 Raketen, Drohnen und die Fajr-Raketen der Hamas. Wenn israelische Schiffe die Küste beschießen, sind das harte Schläge, die mit einer Sekunde Verzögerung eintreffen. Die F-16 stürzen über uns herein, als würden sie den Himmel aufreißen, ihre Ziel erfassen und dann punktgenau ganze Wohnblocks zerstören. Drohnen heißen in Gaza, Zananas, was soviel bedeutet wie das Summen einer Biene. Sie sind unablässig irritierende Geschöpfe. Sie sind nicht immer die Vorboten der Zerstörung, sondern bleiben omnipräsent wie Gefängniswärter. Fajr-Raketen sind zum Fürchten, weil sie wie eingehende Raketen klingen. Man hört sie nur selten in Gaza-Stadt, weshalb wir sie oftmals mit tief fliegenden F-16 verwechseln. Das alles schafft eine erschreckende Geräuschkulisse, und in der Nacht liegen wir in unsere Betten in der Hoffnung, dass die Bomben nicht auf unsere Häuser fallen (…)Manchmal gehen wir auch von Raum zu Raum und versuchen, uns auf diese Weise in Sicherheit zu fühlen. Die Realität aber ist, dass es kein Entkommen gibt, weder im Haus noch an den Grenzen des Gaza.”

Read more: http://www.newyorker.com/online/blogs/newsdesk/2012/11/after-gaza-a-single-state.html#ixzz2CtuOEXK5

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Ehemaliger Nutzer 22.11.2012 | 01:02

...und da kriechen sie aus ihren Löchern, die Israelhasser.

Wahrscheinlich nur, weil die PLO mal als sozialistisch galt. Da muss ich Sie enttäuschen,reiner Pragmatismus, wie bei Fidel Castro.

Wie soll sich denn der einzige westliche, demokratische Staat,der von Feinden umgeben ist und deren Ziel die Ausrottung Israels ist,denn NACH Raketenbeschuss verhalten?

gewissen 22.11.2012 | 02:31

" Da muss ich Sie enttäuschen,reiner Pragmatismus, wie bei Fidel Castro".

Herr, dunkel ist der Rede Sinn. Ich vermute bei Ihnen Hass gegen Menschen, denen es um Gerechtigkeit und gegen Ausbeutung und Unterdrückung sind. Was ist Ihr sozialer Ort, Ihr Beruf, Ihre Revenue, auf wessen Kosten füllen Sie Ihren gierigen Magen, selbstgerecht scheinen Sie über Ihren fetten Wanst zu streichen.

Tony 22.11.2012 | 16:34

danke für den Artikel, der die politische und mediale Schieflage sehr gut auf den Punkt bringt. Kleine Korrektur: die vom Autor angesprochenen Terroraktionen der Zionisten in den 40-er Jahren geschahen in PALÄSTINA und nicht in den "Palästinensergebieten",diesen Begriff gab es damals gar nicht; im übrigen ist dieser Begriff eine zionistisch-israelische Wortschöpfung wie z.B. auch der Begriff "Palästinenserstaat": Die Palästinenser fordern - mit Recht- die Errichtung eines Staates "Palästina", was etwas ganz anderes bedeutet als uns die koloniale vom "westlichen" mainstream übernommene Neusprechform Israels vermitteln will...

Tony 22.11.2012 | 16:34

danke für den Artikel, der die politische und mediale Schieflage sehr gut auf den Punkt bringt. Kleine Korrektur: die vom Autor angesprochenen Terroraktionen der Zionisten in den 40-er Jahren geschahen in PALÄSTINA und nicht in den "Palästinensergebieten",diesen Begriff gab es damals gar nicht; im übrigen ist dieser Begriff eine zionistisch-israelische Wortschöpfung wie z.B. auch der Begriff "Palästinenserstaat": Die Palästinenser fordern - mit Recht- die Errichtung eines Staates "Palästina", was etwas ganz anderes bedeutet als uns die koloniale vom "westlichen" mainstream übernommene Neusprechform Israels vermitteln will...

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Ehemaliger Nutzer 22.11.2012 | 20:11

Der offen antisraelisch argumentierende "Tony" hat neben seinem Formalismus (der sich nach DDR-Sozialisation liest) unabsichtlich einen interessanten Punkt angesprochen ohne es zu wollen:

Die Gründung des Palästinenserstaates.

lt. dem offenem Israelgegener und Palästinenserfreundes Tony

" ..fordern die Palästinenser die Errichtung eines Staates Palästina..!

Von wem -möchte man fragen, von wem fordern die das? Von der Spar -und Darlehnskasse Nah-Ost? Dem internationalem Arbeitsamt,Der UNO-Anstalt für Bodenfrost?

Äh- wenn man so was haben will ,einen Staat, - dann gründet man ihn!

Und fertig ist die Laube! Dann geht man zur UNO und beantragt Mitgliedschaft .Wird sie gewährt -ist man anerkannt international und keiner kann einem mehr was tun.

Ist man in Teilen der Welt und bei Nachbarn unbeliebt - dann erkennen einen nur ein paar Länder ,jweils bilateral mit Botschafteraustausch, an, die mit einem sympathisieren.Die anderen erkennen einen nicht an -und sind diplomatisch unfreundlich.

Die Israelgegner werden sagen , das wäre doch Unsinn?

Nö- war doch bei der DDR genauso . Die westlichen Länder haben die DDR auch nicht anerkannt. Zuerst waren es nur die UdSSR und die direkten Verbündeten,welche die DDR anerkannten. Die westlichen Länder hielten sich an die bundesdeutsche Hallsteindoktrin, die DDR international zu isolieren.

Da aber alle Welt das Affentheater mit den Deutschen leid war , wurde die DDR nicht nur auch in armen Drittweltländern und von Blockfreien anerkannt, sondern .- Hallsteindoktrin der Bundesrepublik hin oder her- peu a peu auch von westlichen taaten, die an sich mit der Bundesrepublik verbündet waren. Und in die UNO aufgenommen wurden beide deutsche Staaten -damit kein Weltkrieg ausgelöst würde wegen der Krauts- beide am gleichen Tag. Ätsch!

Na- und so ähnlich ginge das doch auch bei den Palästinensern.

Bis auf eine Sache: Die DDR hatte das, was ein Staat haben muß; sie hatte ein Staatsgebiet, sie hatte ein Staatsvolk und sie hatte eine Staatsgewalt-und was für eine!

Die Palästinenser haben ein Staatsgebiet ( Westbank und Gaza), sie haben ein Staatsvolk (die Palästinenser in Gaza ,der Westbank) - und haben allerdings KEINE STAATSGEWALT. (Denkbar wäre in früheren Jahren ,als Gaza besetzt war und die Westbank auch, eine Exilregierung gewesen,analog zu den Regierungen Norwegens und Hollands und Polens in England im 2.Weltkrieg,z.B. in Saudi-Arabien,weil die zudem einen guten Draht nach Washington haben und auch Kohle,Kies,Schotter.)

Damit fehlt den Palästinesern ein nötiger Faktor eines Staates.

Das ist auch kein Wunder ,dass die keine Staatsgewalt haben -denn die Gruppen und Grüppchen kämpfen dort gegenseitig, manchmal mit Waffen,oft mit dem Henkersstrick und sonst mit Intrigen ,Haken und Ösen und für den inneren Gegner unpassenden Attentaten gegen Israel um die innere Macht.

Das mit dem Staat ist so wie mit dem Generalstreik . Man fordert nicht von ja imaginären Kräften ihn zu gründen (den Staat) ode rihn zu erlauben(bei Streik) - sondern MAN MACHT IHN .

Dazu braucht eine Generalsstreikbewegung eine vielfach durch andere legale Kräfte geschützte und gedeckte Streikleitung ,die das organisiert -auch wenn das zeitweise eine Art Illegalität erforderlich machen würde. Unter dem ist Generalstreik nun mal nicht zu haben,Demokratie und Freiheit tun eben manchmal weh beim Geborenwerden und bei der Verteidigung.

Und genauso ist das mit dem Staat und seiner Gründung. Eine Staatsgewalt wird nach demokratischen Wahlen etabliert im Staatsgebiet durch das Staatsvolk- und ruft als also gewählte Gesamtregierung beider Landesteile(Gaza und Westbank) den Staat XY (Palästina, Palestrina,Lummerland ,Legoland oder sonstwie geheißen) aus. Fertig -und Ende der Durchsage! 10 Stunden später machen die Botschafter aus 41 befreundeten Staaten ihre Antrittsbesuche beim palästinensischen Präsidenten und MP Hadschi Soundso.

Meint wer, dass dann irgendeine Blechbüchsenarmee dann in solch einen Staat , der DANN NATÜRLICH keine Raketen ins Heimatland der Blechbüchsenarmee schießen darf und da auch keine Schulbusse sprengen darf , auch nicht aus Freude, einmarschieren würde und alles wieder kaputt machen würde? 3 Tage später wäre die UNO-Mitgledschaft da -und die ganze Welt würde aufatmen ,weil endlich diese Herrschaften dort arbeiten gehen würden statt mit Sprengstoffen und Raketen zu hantieren.

Mein Gott - die haben keine Staatsgewalt , weil die sich nicht mal untereinander "grün" sind und das ganze Opfergeschwätz doch nur noch Vorwand ist, um die Existenz zu rechtfertigen, neben gelegentlichen Attentaten durch angefixte Dummköpfe und Raketenschüsse von Militariafans krumme Geschäfte zu machen.So, wie wenn 46/47 /48 die Könige des deutschen Schwarzmarktes den parlamentarischen Rat, die Einführung der DM, den Erlass des Grundgesetzes 23.5.49 und die Gründung der Bundesrepublik verhindert hätten durch Machenschaften nur um weiterhin an den Schwarzmarktgeschäften zu verdienen.

So sieht das aus!

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Ehemaliger Nutzer 23.11.2012 | 09:22

Weil die Hamasunterstützer hier im Blog und sogar einige Abgeklärtere und die Klugschnacker sowieso zu den im Vorbeitrag vereinfacht dargestellten Verfahrensweisen einer "Staatsgründung" sagen würden das dies nicht funktionieren würde weil ja zu wenig Leute mitmachen würden, zu wenig Leute sich einigen würden, kann man ja nun ernsthaft nur antworten:

Ja wenn bei einem geplantem Generalstreik zu wenig Leute mitmachen würden, also etwa statt unterstellten und nötigen 70 bis 80 Prozent ALLER Arbeitnehmer eben nur 20 oder 25 Prozent - ja, dann kann der Generalstreik nicht stattfinden,dann ist das,wenn die (illegale) Streikleitung das nicht vorher einschätzt so, eben nur ein Streik von 20 oder 25 Prozent der Leute. Dann haben die, welche mit Generalstreik dies und das erreichen wollten eben mit Zitronen gehandelt! Und es ist dabei völlig egal, ob der Streik legal oder illegal wäre-wenn viele mitmachen und ihre schützende Hand über Einzelene hielten die man später mittels Salamitaktik sanktionieren will, kann niemand ,egal mit wieviel Polizei(die ja teils mitstreiken würden),irgendwen irgendwohin arretieren und zu irgendwas (Schadenersatz,Landfriedensbruch o.äh.) verurteilen. Das ist der Witz beim Generalstreik und später bei jeweils 700.000 vor 5 Untersuchungsgefängnissen und zwei Landgerichten und einem Parlament mit dem Wunsch, ihre 17 inhaftierten Kollegen,die sich ja irgendwo aufhalten müssen, besuchen zu wollen und nach Hause begleiten zu wollen! Gelle?

Und die gleiche Systematik greift bei einer Staatsgründung,die vom eigenem Willen des Staatsvolkes abhängig ist und vom Willen der gewählten Staatsgewalt , nicht von der Größe des Staatsgebietes oder davon, ob das Staatsgebiet "umstellt" ist oder in Teilen besetzt.

Wenn nicht 80 oder 85 Prozent der Palästinenser einer legal -und friedlich- handelnden eigenen Staatsgewalt folgen würden bei einer Staatsgründung , sondern beispielsweise nur 20 oder 25 Prozent und interne Konkurrenten zudem das ganze Unternehmen auch noch torpedieren mit allerlei innerem Unfug und mit nach außen gerichteten Attentaten auf ein benachbartes Feindesland (und deshalb auch potentielle ausländische Verbündete dann logischerweise einen Rückzieher machen um sich nicht in krieg und Krawall verwickeln zu lassen trotz aller Sympathien für die also uneinigen Leute die da einen Staat wollen) um die eigene friedliche und diplomatische Staatsgewalt zu stören - ja, dann kann die Staatsgründung eben nicht stattfinden, dann haben alle die so lauthals danach rufen und die Staatsgründung so merkwürdig fordern von anderen (nochmal: man kann nur selbst seinen Staat gründen ,das können andere nicht erledigen) mangels einer Mehrheit eben auch mit Zitronen gehandelt!

Und es kann ja nun jeder der vernünftigen Geistes ist und die letzten 30, 40 Jahre Revue passieren lässt und den Kontext nicht missachtet usw. usw. klipp und klar erkennen: Die Palästinenser, von denen ein radikaler Teil die 1. UNO-Resolution (Anerkennung des -von den Juden gegründetem , nicht von der UNO oder der damaligen Raiffeisenkasse in Jerusalem "geschaffenem" Staates Israel) nicht mal anerkennen will , haben kaum reale Bemühungen gemacht, diesen Staat "Palästina" , also einen Nachbarstaat Israels bestehend aus zwei Teilen (Westbank, Gaza) überhaupt zu gründen! Staatdessen fordern die radikaleren Teile von denen,teils mit vorgehaltener Maschinenpistole und seit 1967 anfangs gern mit Flugzeugentführungen, ständig von der Welt, sie ,die Welt, möge diesen Staat schaffen- und wiederum ein Teil von diesen Radikalen meinen eben klipp und klar damit, die Welt möge Sorge tragen ,resp. nicht dagegen unternehmen, Israel -de jure sowieso von den Radikalen nicht anerkannt- de facto auszustreichen. Da beißt keine Maus den Faden ab!

Wenn die Herrschaften einen Staat haben wollen- dann müssen die ihn selbst gründen unter Beachtung der oben aufgeführten Dinge!

Und nicht die Welt oder den Mond um sich schießend anheulen , "man möge diesen Staat ihnen zur Verfügung stellen"!

Die haben Gaza und die Westbank samt Bevölkerung. Die müssen nur einen Staat gründen ,ausrufen und die diplomatischen Notwendigkeiten und Gepflogenheiten einhalten ( u.a. Verzicht auf das in die Luft sprengen von anderer Leute Schulbussen!) und sich dann von ihren Verbündeten ( z.B.: Iran, Ägypten,Jordanien,vormals Syrien,Indonesien,Pakistan und wer weiß wem ) im diplomatischem Gebrauch üblich durch Austausch von Botschaftern gegenseitig anerkennen.

Das sie es nicht taten bisher und nicht tun -und stattdessen Raketen schießen, Busse sprengen, früher.Flugzeuge entführten (statt den Staat zu gründen) und die Welt anzuheulen- wirft ein erhellendes Licht auf diese Leute.

Man ist wütend, ob des harten Tonfalls ?

Och,nu mal nich so empfindlich ,sondern mal etwas realistisch:

Die deutschen Vertriebenen haben nur in der Bundesrepublik relativ harmlos in der realen politschen Wirkung Forderungen gestellt. Sie haben NICHT in Prag oder Warschau oder Belgrad oder Bukarest Bombenattentate durchgeführt und gleichzeitig Flugzeuge entführt und den rest der Welt angegrölt, die möge ihnen ihr Sudetenland, ihr Siebenbürgen, die Krajina und Oberschlesien wiedergeben.

Also Entschuldigung: Diese Leute- egal ob es reaktionär war oder nicht was sie IN der BRD forderten friedlich- haben sich währenddessen nicht mit Flugzeugentführungen und Bombenattentaten befasst , sondern mitgemacht beim Aufbau der Bundesrepublik! Die haben auch nicht gefordert von der Welt, nicht mal von der eigenen Mitbevölkerung, man mögen ihnen die fertig gestylten ehemaligen Gebiete erst mal wie gebratene auben in den Mund fliegen lassen , bevor sie auch nur einen einzigen Nagel in irgendeine Wand schlagen!

Sollen also die Palästinenser ihren Staat erst mal gründen mit all den Notwendigkeiten ,Formalien und taktischen Kniffen und den dann aufbauen -mit allen Schwierigkeiten die sowas hat- und das Bombenlegen lassen.

Ob dann Israels "Blechbüchsenarmee" wirklich in diesen Staat "Palästina" , der vielleicht dann schon von 40 oder 60 Staaten anerkannt ist, einrollen würde, darf wohl stärklichst bezweifelt werden. Denn anders als andere Leute sind die Israelis jedenfalls bei Trost und nicht jenseits von Gut und Böse!