RB35 – Bürgerbeteiligung in Bad Saarow

Bahnstrecke Beeskow Kernidee unseres Konzepts ist es, den schweren Hauptbahnverkehr in sicherer Entfernung von Wohnbebauung und möglichst schnell nach Beeskow fahren zu lassen!!!
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RB35 – Bürgerbeteiligung in Bad Saarow

Wenn man die Verlängerung einer Bundesstraße bis zum nächsten Mittelzentrum fordert, dann wäre es doch komisch, wenn man im gleichen Atemzug glauben machen will, dass LKWs die Bundesstraße nicht nutzen würden. Diese Annahme leuchtet vermutlich jedem ein.

Analog könnte man annehmen, dass ein dem Gemeinwohl verpflichteter Kommunalpolitiker auch ehrlich adressiert, dass Bahnstreckenverlängerungen derStreckenklasse C4in Zeiten des gewollt klimafreundlichen Gütertransports auch mit einem erhöhten Güterverkehrsrisiko für den eigenen Kurort verbunden sind.

DieBad Saarower Bahnproblematikhatte ihren Ursprung nicht am02.09.2020. Trotzdem gibt es nicht erst seit diesem Datum Bürgerbeteiligungsbedarf, welchen der Saarower Bürgermeister Axel Hylla bislang noch nicht einer ernsthaften Betrachtung würdigen wollte, obwohl dies ein Gewinn für alle darstellen könnte.

Wichtiger war es dem Bürgermeister, einem Vorschlag seiner Bürgerschaft, ganze 42 Minuten nachdem er online gestellt wurde…

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…mit einem Maximum an Totschlagargumenten zu begegnen!!!

Hätte sich nur jemand genauso schnell und mit der gleichen Energie für Anwohnerschutz stark gemacht…z.B. bei der Planung des betroffenen Wohngebiets vor ca. 10 Jahren als zeitgleich beim zuständigen Ministerium die Bahnverlängerung gefordert wurde. Oder sofort nach Bekanntwerden der Bahnverlängerung im Oktober 2018 und nicht erst nach Abschluss der technischen Planung im Oktober 2020. Oder zu zig anderen Anlässen in den vergangenen Jahren.

Hätte…dann könnte man sich sich nun vielleicht darauf konzentrieren, wie man zu Zeiten von Corona die Sitzungen der Gemeinde (auch inoffizielle Arbeitstreffen des Bauausschuss) per Videostream der Bevölkerung zugänglich macht, um die Entscheidungswege für jeden Einwohner nachvollziehbar zu machen und vielleicht auch durch Bürgerinput die eigene Vorstellungskraft zu beflügeln.

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Bürgerbeteiligung mit der EBI – Runde 2 des Bahnkonzepts mit Anwohnerschutz und Wirtschaftsförderung

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Am Lärchengrund wurden die Gleise laut Zeitungsbericht kurz vor dem Abverkauf der Grundstücke gestohlen. Auf dem abgebildeten Bahndamm in sicherer Entfernung vom Geschwister-Scholl-Ring liegen noch welche. Auf dieser Streckenführung könnte man das Auto nach Beeskow zeitlich unterbieten und den Hauptbahnverkehr anwohnerfreundlich an der Wohnbebauung vorbeiführen.

Die Eltern- und Bürgerinitiative Scharmützelsee hat die bisher eingegangenen Anregungen zum Anwohnerschutz am Lärchengrund in Bad Saarow und zur möglichen Bahnverlängerung nach Beeskow berücksichtigt und ein Grobkonzept erstellt. Dies beinhaltet:

  • Wirksame Anwohnerschutzmaßnahmen könnten problemlos umgesetzt werden.
  • Schlüsselelement um Individualverkehr auf die Schiene zu verlagern: Die Autofahrtzeit von Fürstenwalde nach Beeskow könnte mit einer durchdachten Bahnstreckenführung deutlich unterboten werden.
  • Die Mobilitätsfragen in der Tourismusregion Storkow/Scharmützelsee wären durch eine “echte Scharmützelseebahn” ein für alle mal beantwortet – ohne Anwohner und Tourismus mit schwerem Bahnverkehr zu belasten.
  • Ein ehemaliges Militärgelände könnte für den Wirtschaftsstandort Bad Saarow inkl. Bahn- und Bundesstraßenanschluss erschlossen werden und Einnahmen abseits von Klinikum und Tourismus generieren.
  • Das Klinikum könnte sich erweitern und dabei die Luftrettung aus dem Kurort-Kernbereich auslagern.
  • Das Landschaftsschutzgebiet würde im Vergleich zur ehemaligen Streckenführung der Bahnstrecke 6521 nicht auf6 km, sondern nur entlang3 kmbeansprucht werden.
  • Das Gesamtprojekt würde mehrere Punkte desOrtsentwicklungskonzept Bad Saarow 2030berücksichtigen und zu erheblichen Vorteilen bei der strategischen Positionierung der Region führen.

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Kernidee des Konzepts ist es, den schweren Hauptbahnverkehr in sicherer Entfernung von Wohnbebauung und möglichst schnell nach Beeskow fahren zu lassen (rot), während auf der “Ojje-/Hylla-Tangente” (violett) der erste Abschnitt der “echten Scharmützelseebahn” entsteht.

Der Vorschlag der EBI stellt eine ganzheitliche Vision dar, welche schweren Verkehr auf der Schiene ehrlich anspricht, mithilfe einer gezielten Hauptstreckenführung nach Beeskow die Anwohner schützt und die künftig wahrscheinlichen Ansprüche an das Gesamtstreckennetz berücksichtigt.

Da die bisherige Trasse entwidmet ist und ohnehin eine neue Planfeststellung erforderlich sein wird, scheint es durchaus sinnvoll, in diesem Zusammenhang auch alternative Streckenführungen gutachterlich untersuchen zu lassen. Auf diese Weise kann deren Eignung hinsichtlich der technischen Parameter des Eisenbahnbaus sowie der Anbindung von Siedlungsstrukturen und Gewerbegebieten mit ihrem jeweiligen Potenzial für den Personen- und ggf. Frachtverkehr betrachtet werden.

  • Das Landschaftsschutzgebiet würde im Vergleich zur ehemaligen Streckenführung der Bahnstrecke 6521 nicht auf6 km, sondern nur entlang3 kmbeansprucht werden.

Eure Eltern & Bürgerinitiative Scharmützelsee

Presse/Soziale Medien

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07:47 05.11.2020
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Engagementbb

Das Bürgerrecht ist ein Recht, was einem Gemeindemitglied zusteht und sich auf das Verhältnis zwischen Staat und Bürger (Staatsvolk) bezieht.
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