Engelbert Volks

Ehemaliger Lehrer, D,SW, Hobbydichter, Sprachhygieniker
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RE: Spaniens neue Normalität | 06.05.2021 | 11:31

Als treuer Hörer der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten mag ich nicht glauben, was ich in dem Artikel lesen muss. Statt von Morddrohungen, Faschistén, rechtfaschistischem Block, Rechtspartei PP usw., höre ich vielmehr , dass die konservative PP mit der jungen, dynamischen und charismatischen Politkerin Ayuso die Wahlen klar gewonnen habe und nun mit Hilfe der rechtspopulistischen Partei VOX regieren könne. Und das wird ja wohl alles seine Richtigkeit haben, denn die konservative PP ist doch auf EU-Ebene in der gleichen Parteienfamilie EVP wie CDU und CSU und ist somit Teil der europäischen Wertegemeinschaft.

Es gibt übrigens noch so einen ketzerischen Artikel zu den Wahlen in Madrid von Herrn Streck auf Telepolis.

RE: Annalena Baerbock ist Kanzlerkandidatin | 19.04.2021 | 18:23

Die Nominierung von Frau Baerbock ist doch einfach toll!

Sie ist eine Frau, jung, divers, bunt, zugleich Wessi und Ossi, grün und zugleich olivgrün, weltoffen bis Davos, akademisch gebildet und ihre Arbeitswelt war stets grün!

RE: Kandidat ohne Sinn | 16.04.2021 | 12:49

Dass die SPD einen Kanzlerkandidaten aufgestellt hat, ist eine Lachnummer. Hier versucht nach Steinmeier, Steinbrück und Schulz mit Olaf Scholz der vierte neoliberale Kandidat, den Niedergang der SPD aufzuhalten. Der Erfolg war und ist überschaubar, ja er muss ausbleiben, denn die Wählerschaft ist es leid, kurz vor den Wahlen einige linke Forderungen (12 € Mindestlohn) zu hören, um gleich nach den Wahlen zu erfahren, dass das doch nicht ganz so ernst gemeint war.

Aber vielleicht ist es auch die Aufgabe von Scholz, dafür zu sorgen, gemeinsam mit der Union und der FDP eine Regierung zu ermöglichen, damit wenigstens einige der Spitzenkader die Futtertröge nicht räumen müssen.

RE: Scherbengericht | 15.04.2021 | 22:52

Es ist gut, wird aber nicht von Erfolg gekrönt sein, dass S. Wagenknecht sich das parlamentarisch-politische Geschäft noch einmal antun will. Denn nach dem Abgang von Gerhard Schick und vor allem Fabio di Masi ist wirtschafts- und finanzpolitischer Sachvérstand im Deutschen Bundestag rar gesät. Aber in den Augen der identitätspolitischen Linken:innen wird die Bedeutung dieser Politikfelder sicherlich maßlos überschätzt.

RE: Kopf oder Bauch | 15.04.2021 | 12:45

Zwei Aspekte erscheinen mir bedeutsam:

1. Politische Inhalte spielen offenbar in unserer Demokratie keine Rolle mehr. Wenn es einem Journalisten trotzdem unterläuft, danach zu fragen, bekommt er z.B. die Antwort, Söder wolle der Union ein "neues Gesicht geben oder Laschet werde das "Profil der Union schärfen". Eine kritische Nachfrage muss niemand fürchten.

2. Die guten Umfragewerte Söders sind mediengemacht. Söder in ungezählten Interviews und Talkshows, Söder bei Corona-Pressekonferenzen zusammen mit Merkel und Müller, Söder als gehätschelter Favorit in den Mainstream-Print- und Onlinemedien. Wandelt sich Söder vom AFD-affinen Sprachrohr in der Flüchtlingspolitik zum grünen Bienen- und Baumkümmerer, gilt dies als geschicktes Gespür für die politische Stimmung in diesem unserem Lande. Bricht Söder binnen weniger Tage seine Ankündigungen und Versprechen zur Kandidatenaufstellung, wird dies als Ausweis eines gesunden machtpolitischen Durchsetzungsvermögens gelobt. Hat er in seinem Bayern die höchsten Infektions- und Todeszahlen pro Einwohner vorzuweisen, qualifiziert ihn dies als Topmanager der Pandemiekrise.

Fazit: So Gott und die großen Medien wollen, wird der machthungrige Egomane Söder (man befrage Horst Seehofer) Laschet demontieren, Kanzlerkandidat und schließlich auch Kanzler werden.

RE: Eine Ampel ohne Rot | 19.03.2021 | 12:37

Wer glaubt denn ernsthaft, die Führungskader der SPD wollten wirklich eine Bürgerversicherung, eine Vermögens- oder Finanztransaktionssteuer, einen armutsfesten Mindestlohn, die Stärkung der gesetzlichen Altersrente oder eine Entspannungs- und Friedenspolitik?

Insofern ist es taktisch klug, die FDP in eine Koalition zu holen, um dann den wenigen, die sich noch an die Wahlkampfversprechen erinnern, sagen zu können, dass diese mit der FDP leider Gottes nicht zu realisieren sind.

Ein Ende wird dies Spielchen wohl erst finden, wenn die SPD auf das Maß der französischen Sozialisten oder der niederländischen PvdA zurechts gestutzt sein wird.

RE: Geballte Ladung | 04.03.2021 | 13:30

Das schlägt ein!

Eine robuste Einsatz-Satire von "denk"zone 8!

Der menschenrechtsgetriebene, außenpolitisch erfahrene neue Hoffnungspräsident der gottgewollten Ordnungsmacht ruft die destruktionsgeilen Truppen des macht- und aggressionsgeilen Mullah-Regimes zur Ordnung!

Im Osten des Einflussgebietes der Ordnungsmacht!

Wohin sich die Peacekeeper nach langer und qualvoller Gewissenserforschung in der Absicht, Frieden, Demokratie und Menschenrechte zu schenken, hinbegaben...

RE: Grenzen zu? Aber nicht für Tiertransporte! | 24.02.2021 | 13:25

Eine Ausnahme für grenzüberschreitende Mobilität gab es auch für Erntehelfer aus Osteuropa. Was sagt uns das?

RE: Dimitris Koufontinas droht zu sterben | 24.02.2021 | 13:07

Was sagt eigentlich die EU zu dieser griechischen Rechtsstaatstragödie und wo bleibt der unerschrockene Kämpfer für Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte, Heiko Maas? Auch ein Blick auf Spanien wäre für diese Institutionen ertragreich.

Aber vielleicht ist es auch zu viel verlangt, denn sie haben mit dem Fall Nawalny und dem Fall Lukaschenko schon so viel zu tun.

Da bleibt nur zweierlei Maas!

RE: Im Westen nichts Neues | 19.02.2021 | 13:49

"Folglich soll auch die NATO – als wäre sie ein Gehilfe der USA – „mehr Zeit, politische Ressourcen und Aktionen“ dem Rivalen China widmen."

Der Konjunktiv II scheint mir hier nicht angebracht, denn die NATO ist ein Gehilfe der USA. Dies zeigt sich am deutlichsten in Afghanistan. So warten, wie man in den Nachrichten hört, die NATO-"Verteidigungs"minister brav darauf, was denn der neue US-Kollege sagt und entscheidet, denn das ist entscheidend. Noch deutlicher wurde dies im Schreiben von Olaf Scholz an seinen US-Kollegen, indem er, flankiert von einem Präsent von einer Milliarde Euro, untertänigst um die Erlaubnis bittet, Nordstream 2 zu Ende bauenmzu dürfen. Eine eigenständige deutsche oder EU-europäische Außen- und Sicherheitspolitik ist nicht zu erkennen.

Dabei wäre es so wichtig, in Deutschland mal eine umfassende sicherheitspolitische Debatte zu führen, die Antworten geben müsste u.a. auf folgende Fragen:

Wie stehen wir zu den Aussagen im Grundgesetz über die Aufgaben der Bundeswehr und die Landesverteidigung?

Von welcher Bedrohungsanalyse gehen wir aus?

Wie wollen wir im deutschen Interesse die Beziehungen zu den USA, zu Russland und zu China gestalten?

Wie sind die Ergebnisse der so genannten Auslandseinsätze der Bundeswehr ungeschminkt zu bewerten?

Wie sind die nukleare Teilhabe sowie die Strategie der nuklearen Abschreckung zu beurteilen?

Sollte Deutschland auch künftig einer der führenden Waffenexporteure sein?