Engelbert Volks

Ehemaliger Lehrer, D,SW, Hobbydichter, Sprachhygieniker
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RE: Gewerbe und Politik | 13.11.2018 | 11:35

Deregulierung, Flexibilisierung, Privatisierung, Entbürokratisierung, Chancen der Globalisierung und Digitalisierung, Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland, "Europa"freundlichkeit

und aus Herrn Spahn wird ein Spähnchen.

RE: Vertrumpte Sprache | 13.11.2018 | 11:13

Neben der "launischen Welle des Geschickes" und dem "feinen Odeur zwischen den Zeilen" hätte man als Leser dieser Buchbesprechung gern auch gewusst, was denn das Ergebnis Habeckscher Erklärung der politischen Welt ist.

Dass Wahlen in der "Mitte" gewonnen werden, ist da kein Trost, zumal die "Mitte" ja seit jeher die "güldene" genannt wird.

RE: Die Beamten unter uns | 07.11.2018 | 09:57

Von Herrn Maaßen auf (große) Teile des deutschen Beamtentums zu schließen, ist genauso abwegig, als von Herrn Höcke auf (große) Teile der deutschen Lehrerschaft zu schließen.

Viel wichtiger ist es, die Rolle des deutschen Verfassungsschutzes von den Anfängen unter R. Gehlen bis heute zu beleuchten. Es ist ja auch mehr als skurril, dass die große Maaßen-Debatte sich an seinen Äußerungen zu den Ereignissen in Chemnitz entzündete und nicht an seiner Rolle bei der Verhinderung der Wahrheitsfindung über das Verhalten der Verfassungsschutzämter z.B. in der Causa NSU-Morde oder der Causa Anis Amri.

RE: Zinsen als Waffe | 06.11.2018 | 10:44

Die außergewöhnlich harte Reaktion der Europäischen Kommission auf die Haushaltspolitik der italienischen Regierung lässt sich mit den ökonomischen Daten nicht hinreichend begründen. Die Neuverschuldung bleibt - wie auch schon in den vorhergegangenen Jahren - unter der 3 -Prozent-Marke, die Gesamtschulden sind zwar erheblich zu hoch, doch dies schon seit etlichen Jahren, in denen nie auf diese Weise reagiert wurde.

Wie weiland bei Griechenland ist der Grund für das äußerst forsche Vorgehen der Kommission wohl eher, dass es sich hier um eine demokratisch gewählte Regierung handelt, die der Kommission politisch nicht passt. Und so will man das Ergebnis einer demokratischen Wahl notfalls mit Hilfe der Finanzmärkte revidieren. Sieht man sich die parteipolitische Zusammensetzung der Kommission an, ist dies nicht verwunderlich. Sehr schön deutlich wurde dies im vorletzten Presseclub in der ARD, als drei von vier "Journalisten" sinngemäß erklärten, dass notfalls die Finanzmärkte den italienischen Wählerinnen und Wählern deutlich machen müssten, welche Parteien sie demnächst zu wählen haben.

Hoch lebe die Demokratie in der EU!

Übrigens: Deutschland verstößt seit Jahren massiv gegen die EU-Regeln für die Leistungsbilanzüberschüsse. Darüber ist weder in den Medien noch von der EU-Kommission Entsprechendes zu lesen oder zu hören.

RE: Regenerierungsauftrag | 02.11.2018 | 09:30

Auch Herr Michal befeuert den Boom des Konjunktivs II, den Boom des Spekulierens nach Herzenslust und Gelüsten: würde, könnte, hätte. Und auch der "Zeitgeist" darf nicht fehlen, über den Faust im gleichnamigen Drama schon viel Erhellendes zu sagen wusste. Und keine politische Spekulation darf heutzutage natürlich ohne die "Mitte" daherkommen, sei es nun die "neue Mitte", die linke, rechte, linksliberale, die (hart) arbeitende Mitte oder schlicht die Mitte der Gesellschaft, in der es weder Links- noch Rechtspopulismus, Antisemitismus, Antiamerikanismus oder Putinversteherei geben kann. Und nur in der gesellschaftlichen Mitte kann man all die Hausaufgaben machen, die notwendigen Strukturreformen durchführen, die der Zeitgeist von der westlichen Wertegemeinschaft verlangt. Das ist schlichtweg alternativlos.

RE: Erschreckende Normalität | 01.11.2018 | 13:03

Die Autorin macht es sich zu einfach, wenn sie Präsident Trump die (Mit)Verantwortung für die antisemitische und rechtsextreme Terrortat anlastet. Denn diese Tat steht in einer langen Tradition der Menschenverachtung und des Rechtsextremismus. Ich erinnere nur an den Anschlag von Oklahoma oder die kaltlächelnde Genugtuung der Außenministerin Albright über 500.000 tote irakische Kinder als Folge US-amerikanischer Sanktionen.

Wo bitte waren den da die Normen, die das Land (USA) zusammenhalten?

RE: Das große Klammern | 01.11.2018 | 12:47

". Kein Vorgänger der gegenwärtigen Kanzlerin hat den Weg aus dem Kanzleramt ohne Hilfe gefunden: Sie ließen sich alle von den Wählern hinausbegleiten."

Wie war das doch gleich mit dem Misstrauensvotum 1982? Hat damals nicht die Lambsdorff-FDP den Kanzler Schmidt hinausbegleitet, ganz ohne Wähler oder gar gegen die Wähler?

RE: Friedrich Merz, Hoffnungsträger der SPD | 01.11.2018 | 12:07

Von vielen "Qualitätsjournalisten" z.B. des DLF wird Friedrich Merz wegen seiner vielfältigen Verbindungen zur Finanzindustrie und zum Casinokapitalismus als wirtschaftskompetent bejubelt. Wäre es da nicht folgerichtig, Herrn Hoeneß zum Finanzminister, einen Manager von Heckler & Koch zum Verteidigungsminister, einen Lobbyisten von Bayer/Monsanto zum Agrarministet und Herrn Zetsche zum Verkehrsminister zu machen?

Und eine Chance für die SPD wäre die Wahl Merzens auch gewiss, nämlich dass das von der SPD begonnene Werk der neoliberalen Flexibilisierung, Deregulierung, Privatisierung und Umverteilung von unten nach oben konsequent(er) fortgesetzt werden würde. Lediglich bei der Höhe der Hartz IV-Sätze oder des Mindestlohns ergäbe sich vielleicht Konfliktpotenzial.

RE: Abgang und Andrang | 30.10.2018 | 14:20

In einer Medienlandschaft, in der weitgehend immer noch und gerade jetzt angesichts des angekündigten Rücktritts vom CDU-Parteivorsitz Frau Merkel über den goldenen Klee gelobt wird (siehe den gestrigen Kommentar von Stefan Detjen im DLF !) ob ihrer Uneitelkeit, ihrer Rationalität, ihrer ungeheuren Leistungen zur Euro- und EU-Rettung usw., ist der obige Artikel fast schon blaphemisch.

RE: Herren der Welt | 30.10.2018 | 14:03

@ denkzone8

Es ist ein Vorschlag für mehr Ehrlichkeit und gegen Heuchelei und Doppelmoral. Und dieser Vorschlag richtet sich an die Politik und die sie hofierenden Medien, nicht an den Citoyen.