epunkt

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RE: Atomkraft-Lobby-Vorwurf: The Dark Side of Ranga? | 26.03.2011 | 13:00

Um es gleich zu sagen: Ich bin gegen Atomenergie.
Der Job eines Jounalisten ist es eine gute Story zu machen, die nachvollziebare Fakten enthält. Der Job eines Wissenschaftsjournalisten ist es wissschaftliche Fakten zu kommentieren und zu erklären. Letzteres hat Yogeshwar ohne Zweifel gut gemacht. Aber er ist auch ein Mensch, der ein Anrecht auf eine eigene Sichtweise hat. Damit habe ich kein Problem.
Es wäre ein Skandal, wenn ein Politiker der Grünen sich von der Atomlobby auch nur einladen ließe. Bei einem Journalisten sehe ich das etwas diffenrenzierter, er muss um an die Fakten jeder Seite zu kommen, zu jeder seite Kontakte pflegen. Das ist the Dark Side of the Job.
Natürlich ist auch mir aufgefallen dass seine Komentare verhaltener, weniger schrill waren. Aber auch in der größten Katastrophe ist es positiv, wenn die Werte der Stralung zurückgehen - und so war es am 15.03. verübergehend. Zynisch ist, wer da heimlich hoft, dass die Werte hoch bleiben nur um hier das eigene politische Ziel durzusetzen. Nur um sagen zu können ich habs ja immer gesagt. Er hat auch nicht die Betreiber gelobt, sondern die Menschen die dort noch arbeiten. Der Hoffnung Ausdruck zu bringen, dass die Situation beherschbar bleibt ist menschlich.
Ich glaube das die Gierigen der Atomindustrie und Politik mehr Angst vor dem nächsten "verhaltenen" Kommentar eines Yogeshwar haben, als vor einem mit gut dekorierten Sprecher von Greenpeace.
Und um die Verschwörung etwas anzuheizen: Wer ist also eher gekauft Enthüllter oder Enthüller?

Epunkt