erftstadtboy

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RE: „Für die Armen wird es zu heiß“ | 17.11.2017 | 10:13

"Die eigentliche Problematik liegt darin, dass unsere modernen demokratischen Gesellschaften nicht in der Lage sind, mit dem Klimawandel in einer Form umzugehen, die es den Menschen heutiger oder künftiger Generationen möglich macht, von den Folgen verschont zu bleiben. Und ich habe wenig Hoffnung, dass sich das kurzfristig ändert."

da stimme ich im wesentlichen zu, nur sollte "modernen demokratischen Gesellschaften" durch "marktkonforme Demokratien" ersetzt werden. das problem ist nicht die (ohnehin kaum vorhandene) demokratie, sondern das wirtschaftssystem, das religionsähnlich gelebt und weiter verbreite(r)t wird. es ist zumindest bisher nicht i.d. lage, sich an die veränderten gegebenheiten anzupassen.

RE: Antriebsfeder der globalen Ungleichheit | 09.11.2017 | 10:30

"Steuerparadiese sind daher wie der Klimawandel die Ursache eines massiven Vermögenstransfers zwischen den Generationen, der die Alten reicher macht und die Jungen ärmer."

der vergleich hinkt.

steuersenkungsmöglichkeiten für die "oberen 10.000" machen nicht die alten reicher und die jungen ärmer, sondern die reichen reicher und die armen ärmer.

ebenso macht der klimawandel nicht unisono die jungen ärmer und die alten reicher, sondern, je nach globaler lage und kapitalmöglichkeiten, auch eher wieder die armen ärmer und die reichen zumindest nicht ärmer.

was soll dieses aufhetzen der generationen gegeneinander, kennt mensch doch schon aus der leidigen rentendebatte...das sind ablenkungsmanöver.

davon abgesehen würde mich mal interessieren, wie die vermögensverteilung in z.b. d-land unter einbezug des im ausland "geparkten" und somit häufig nicht auf reale menschen zuortbare vermögen wäre. 75-80% dem oberen zehntel? oder noch mehr? hat da jemand valide zahlen?

RE: Volkers Stimme | 11.10.2017 | 15:23

oh mann, einige orthographie-schnitzer mal wieder...sorry dafür, und die absätze hat die fc-maske auch nicht übernommen...

RE: Volkers Stimme | 11.10.2017 | 15:20

maaz erscheint mir auch recht fragwürdig, weil er, zumindest in seinem buch "die narzisstische gesellschaft" bleibt er ziemlich auf der oberfläche. narzissmus ist seiner ansicht nach grund für alle übel der welt (monokausale thesen) und andererseits geht er über symptome (die mütter geben zu wenig liebe - blame the mother) nicht hinaus. die frage warum mütter (und väter) möglicherweise nicht genug liebe geben (können), wird nicht erörtert. das ganze dreht sich daher im kreis: alle/viele sind narzisstisch gestört, weil zu wenig liebe, deswegen wieder zuwenig liebe a.d. kinder, usw...was dies mit gesellschaftsstrukturen zu tun haben könnte, wird nicht erörtert. somit bleibt ein individualisierendes buch, dass dem/der einzelnen die verantwortung in die schuhe schiebt. vielleicht meint harsdorfer das mit "ohne sinn für politische zusammenhänge"... zu guter letzt ich weise darauf hin, dass das wort "gutmenschen" dem faschistischen wortschatz entstammt. damit wurden in herabsetzender weise menschen bezeichnet, die sich im 3.reich für behinderte eingesetzt haben. viele grüße aus der heilen wahnwelt eines sich für etwas für besseres haltenden (Wie heißt es so schön? Man sieht nur sich selbst im Anderen!)

RE: In England ist Marx ein Hipster | 10.10.2017 | 11:38

hm, masons optimismus in allen ehren.

aber labour ist i.d. opposition, da kann marx noch ein hipster sein (müsste sich aber mal rasieren, der alte, bärte sind ja sowas von out, sieht man inzwischen schon aufm ballermann).

interessant wird es, wenn labour regierungspartei wird. sollten sie dann ihre marx-hipster-politik wirklich fortstzen wollen (was ich nicht glaube), bin ich gespannt, wo das hinführt.

wenn dann alle register wie medienkrieg, geheimdienstliche verleugungskampagnen, erpressung usw nicht fruchten, könnte es letztlich zum bürgerkrieg führen, weil keine elite der welt ihre privilegien kampflos aufgibt (außer die warschauerpakt elite 1989/90, aber das war wohl auch keine wirkliche elite...), zumal es kein konkurrenzsystem mehr gibt. hierbei verweise ich auf die aussage des us-botschafters in chile zu allendes zeiten, dass die usa einen (womöglich noch erfolgreichen) demokratischen sozialismus niemals dulden werden (und nicht nur die usa). diese aussage gilt damals wie heute.

oder es wird einen krieg mit einem anderen land geben, auch ein probates mittel um "nach innen zu einen".

in dem zusammenhang bin ich auch gespannt, was in portugal weiter passieren wird. dort wird ja eher keynesianismus als irgendetwas kap.-kritisches gefahren, also letztlich der versuch der rettung des kapitalismus. in einer strategie der kleinen schritte gedacht vielleicht gar nicht dumm. muss mensch weiter beobachten.

RE: Es rettet sie kein höheres Wesen | 10.10.2017 | 11:23

das stimmt. ich frage mich nur, wie mensch sich darauf vorbereiten soll und was die konkreten schritte sein könnten.

RE: Nur Mut! | 09.10.2017 | 12:45

muss heißen "...der eu..."

RE: Nur Mut! | 09.10.2017 | 12:44

yepp! stimme zu! wie kann man eine institution, die obama (mr. drone-fighter himself), die (wirtschafts-imperiale) eu und anno dunnemals henry kissinger den friedensnobelpreis verliehen hat, ernst nehmen?

RE: Happy Germany | 06.10.2017 | 14:40

na ja, das mit den nicht-unfallfreien-sätzen gebe ich mal zurück;) ich behaupte auch nirgendswo, die welt verstanden zu haben. es grüßt der unsachliche, gescheiterte dünnbrettbohrer ;)

RE: Happy Germany | 06.10.2017 | 14:37

die politik kann kein geld schöpfen. das tun (fast) nur privatbanken, und zwar aus dem sog. "nichts". dafür sind keine tricks notwendig, das ist ein enfach nur ein privileg.