erftstadtboy

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RE: Volkers Stimme | 11.10.2017 | 15:23

oh mann, einige orthographie-schnitzer mal wieder...sorry dafür, und die absätze hat die fc-maske auch nicht übernommen...

RE: Volkers Stimme | 11.10.2017 | 15:20

maaz erscheint mir auch recht fragwürdig, weil er, zumindest in seinem buch "die narzisstische gesellschaft" bleibt er ziemlich auf der oberfläche. narzissmus ist seiner ansicht nach grund für alle übel der welt (monokausale thesen) und andererseits geht er über symptome (die mütter geben zu wenig liebe - blame the mother) nicht hinaus. die frage warum mütter (und väter) möglicherweise nicht genug liebe geben (können), wird nicht erörtert. das ganze dreht sich daher im kreis: alle/viele sind narzisstisch gestört, weil zu wenig liebe, deswegen wieder zuwenig liebe a.d. kinder, usw...was dies mit gesellschaftsstrukturen zu tun haben könnte, wird nicht erörtert. somit bleibt ein individualisierendes buch, dass dem/der einzelnen die verantwortung in die schuhe schiebt. vielleicht meint harsdorfer das mit "ohne sinn für politische zusammenhänge"... zu guter letzt ich weise darauf hin, dass das wort "gutmenschen" dem faschistischen wortschatz entstammt. damit wurden in herabsetzender weise menschen bezeichnet, die sich im 3.reich für behinderte eingesetzt haben. viele grüße aus der heilen wahnwelt eines sich für etwas für besseres haltenden (Wie heißt es so schön? Man sieht nur sich selbst im Anderen!)

RE: In England ist Marx ein Hipster | 10.10.2017 | 11:38

hm, masons optimismus in allen ehren.

aber labour ist i.d. opposition, da kann marx noch ein hipster sein (müsste sich aber mal rasieren, der alte, bärte sind ja sowas von out, sieht man inzwischen schon aufm ballermann).

interessant wird es, wenn labour regierungspartei wird. sollten sie dann ihre marx-hipster-politik wirklich fortstzen wollen (was ich nicht glaube), bin ich gespannt, wo das hinführt.

wenn dann alle register wie medienkrieg, geheimdienstliche verleugungskampagnen, erpressung usw nicht fruchten, könnte es letztlich zum bürgerkrieg führen, weil keine elite der welt ihre privilegien kampflos aufgibt (außer die warschauerpakt elite 1989/90, aber das war wohl auch keine wirkliche elite...), zumal es kein konkurrenzsystem mehr gibt. hierbei verweise ich auf die aussage des us-botschafters in chile zu allendes zeiten, dass die usa einen (womöglich noch erfolgreichen) demokratischen sozialismus niemals dulden werden (und nicht nur die usa). diese aussage gilt damals wie heute.

oder es wird einen krieg mit einem anderen land geben, auch ein probates mittel um "nach innen zu einen".

in dem zusammenhang bin ich auch gespannt, was in portugal weiter passieren wird. dort wird ja eher keynesianismus als irgendetwas kap.-kritisches gefahren, also letztlich der versuch der rettung des kapitalismus. in einer strategie der kleinen schritte gedacht vielleicht gar nicht dumm. muss mensch weiter beobachten.

RE: Es rettet sie kein höheres Wesen | 10.10.2017 | 11:23

das stimmt. ich frage mich nur, wie mensch sich darauf vorbereiten soll und was die konkreten schritte sein könnten.

RE: Nur Mut! | 09.10.2017 | 12:45

muss heißen "...der eu..."

RE: Nur Mut! | 09.10.2017 | 12:44

yepp! stimme zu! wie kann man eine institution, die obama (mr. drone-fighter himself), die (wirtschafts-imperiale) eu und anno dunnemals henry kissinger den friedensnobelpreis verliehen hat, ernst nehmen?

RE: Happy Germany | 06.10.2017 | 14:40

na ja, das mit den nicht-unfallfreien-sätzen gebe ich mal zurück;) ich behaupte auch nirgendswo, die welt verstanden zu haben. es grüßt der unsachliche, gescheiterte dünnbrettbohrer ;)

RE: Happy Germany | 06.10.2017 | 14:37

die politik kann kein geld schöpfen. das tun (fast) nur privatbanken, und zwar aus dem sog. "nichts". dafür sind keine tricks notwendig, das ist ein enfach nur ein privileg.

RE: Es rettet sie kein höheres Wesen | 06.10.2017 | 12:57

vorab: ich hätte der spd ein wahlergebnis von unter 20% gewünscht, aber sie habens knapp darüber geschafft. mal sehen, ob sie beim nächsten mal das alte fdp-projekt "18" hinbekommen. mit der alt-agenda2010-truppe, zu der auch schulz gehört, und ihrem nachwuchs (nahles) vielleicht...

nun zum artikel: ich stimme mit dem ersten teil überein, dass der "real existierende soz." den regierungen des "real existierenden kap." spielraum ließ, wenn auch nicht wirklich groß. gerade genug, um enteignung zu verhindern, wie seit bismarck üblich.

nach wegfall der konkurrenz 1989 sehen sich regierungen mit der tatsache konfrontiert, ihrer abhängigkeit vom kap. keinerlei gegengewicht entgegensetzen zu können. jede regierung, egal welcher coleur, muss ein für unternehmen attraktives umfeld schaffen, weil nur dann die wirtschaft "floriert", was hohe steuereinnahmen und günstige kredite für den staat (die zu größten teilen von privatbanken ausgegeben werden) nach sich zieht. sobald irgendeine regierung gegen die "bedürnisse" des kap. verstößt, sinken steuereinnahmen und steigen kreditzinsen, was in einer geldvermittelten gesellschaft zu arbeitslosigkeit und witschaftsdepression führt, d.h. zu sinkenden staatsbudgets. und schwupps: abgewählt. ein ziemlich kluges system, wie ich finde.

der trigema-eigentümer wolfgang grupp hat es einmal treffend beschrieben (in bezug auf kretschmanns wahl, soweit ich mich erinnere): die politik wird es nicht wagen, etwas gegen die unternehmen zu unternehmen.

somit erübrigt sich der zweite teil des artikels. selbst eine spd, die wirklich anders wollte (was ich derzeit für ausgeschlossen halte), könnte nicht anders. wer anders will, muss deutlich dickere bretter bohren und wird um harte gesellschaftliche auseinandersetzungen, wie es sie seit vielen jahrzehnten nicht mehr gegeben hat, herumkommen. allerdings bezweifle ich, dass es die basis für solche auseinandersetzungen derzeit gibt, weil der leidensdruck dafür noch lange nicht hoch genug ist. da müssten in d-land schon griechische zustände herrschen...

RE: Happy Germany | 21.09.2017 | 11:58

was soll ein ehrlicher kaufmann sein? den gibts nicht, meiner meinung nach. ein ehrlicher kaufmann geht pleite und ist dann kein kaufmann mehr, sondern eben pleite.

das akutelle wirtschaftssystem erfordert in wellenbewegungen konkurse (aka schuldabschreibungen) in großem umfang, g-land ist da nur ein kleiner anfang, und ist noch mal in konkurs, zumindest nicht offziell.

ich gebe ihnen recht, die kindergeneration ist zur falschen zeit am falschen ort (ähnlich der kinder 1900-1945), denn der akkumulationszyklus seit 1950 kommt immer mehr in seine problematische phase. irgendwann muss es krachen, und zwar richtig (nicht so wie 2008), irgendetwas muss im großen stil zerstört werden, um es wieder aufzubauen. oder, und das halte ich für wahrscheinlicher, es wird eine langanhaltende mühsame, agoniephase geben, gestreckt von immer neuem kreditgeld (und dessen bedienung), immer neuen privatisierungen öffentlichen eigentums, bzw. verwandlung vormals nicht profitgenerierender gesellschaftssektoren und weltgegenden in profitgenerierende, um das kapital noch irgendwie befriedigen zu können. eine absurde, irgendwie fast schon honneckereske situation, ein sinnentleertes ritual einer üblen religion.