Die Eurokrise spaltet die EU

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Beim Eurokrisengipfel am Sonntag in Brüssel taten sich neue Risse auf. Neben den ungelösten Problemen in Griechenland, bei den Banken, beim Rettungsschirm EFSF etc.machen nun die Nicht-Euro-Staaten Ärger: Sie wollen verhindern, dass die EU in zwei Zonen zerfällt und nur noch Deutschland und Frankreich die Strippen ziehen. Ergebnis: Nun gibt es auch noch einen Sonder-EU-Gipfel am Mittwoch - vor dem eigentlichen Euro-Rettungs-Finale...

Wortführer der Kritiker ist der britische Premier David Cameron. Weil er zu Hause in London unter Druck der Euro-Gegner bei den Tories steht, die eine Volksabstimmung über den Verbleib in der EU fordern, muss er in Brüssel umso aggressiver auftreten. Das führte nicht nur dazu, dass es zu einem erhitzten Wortwechsel mit Frankreichs Präsident Sarkozy kam, wie Spiegel online berichtet. Cameron setzte auch den neuen EU-Gipfel am Mittwoch durch.

Allerdings dürfte der die Spaltung der EU kaum aufhalten. Schon jetzt gibt es mindestens drei Gruppen: Die 27 EU-Mitglieder, die 17 Euroländer und das selbst ernannte deutsch-französische Direktorium, neuerdings als „Merkozy“ bezeichnet (für Merkel und Sarkozy). Bei Merkozy wiederum gibt zunehmend Merkel den Ton an, da ist die europäische Presse einer Meinung. Sie war es auch, die den zweiten Euro-Gipfel am Mittwoch durchsetzte - mit Rücksicht auf den Bundestag. mehr auf http://lostineurope.posterous.com/die-eurokrise-spaltet-die-eu



17:58 24.10.2011
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Geschrieben von

EricB.

Seit 2004 verfolge ich Höhen und Tiefen der Europapolitik aus Brüssel. Zuvor war ich als Reporter in Paris und lernte die französische Sicht auf Europa und die Welt kennen.
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