Die Geburtsfehler des Euro 2.0

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Aus der Eurokrise wurde beim EU-Gipfel der „Euro 2.0“ geboren. Fast auf den Tag genau zwanzig Jahre nach dem Maastricht-Vertrag, der den Grundstein für die Währungsunion legte (siehe dazu auch J. Quatremer), haben die 17 Euroländer die Basis für eine neue "Stabilitätsgemeinschaft" oder "Fiskalunion" (Merkel weiß es auch noch nicht so genau) gelegt. Doch der Euro 2.0 steht auf wackeligen Füssen - bisher ist er nicht viel mehr als eine deutsche Sanktionsgemeinschaft.

"Wir haben die Lehren aus der Vergangenheit gezogen", verkündete Merkel stolz nach ihrem Durchmarsch beim EU-Gipfel. Jetzt sei die Basis für einen neuen, stabileren Euro gelegt. Allerdings hat auch der neue Euro 2.0 nicht alle Geburtsfehler der alten Gemeinschaftswährung beseitigt. Er ruht zwar auf einem neuen, festeren Bekenntnis zu mehr Disziplin. Neben der Schuldenbremse nach deutschem Vorbild wird auch ein strikte Budgetkontrolle eingeführt.

Von einer Politischen Union ist der neue Euro-Club jedoch genauso weit entfernt wie von einer Wirtschaftsunion.

mehr hier http://lostineurope.posterous.com/die-geburtsfehler-des-euro-20

15:47 12.12.2011
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Geschrieben von

EricB.

Seit 2004 verfolge ich Höhen und Tiefen der Europapolitik aus Brüssel. Zuvor war ich als Reporter in Paris und lernte die französische Sicht auf Europa und die Welt kennen.
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