RE: Utopie gesucht | 29.08.2017 | 09:08

Danke für die Replik. Wenn auch ein bisschen Werbung in eigener Sache ;-)

Natürlich gibt es auch andere Parteien, aber dass man sich erstmal auf die fokussiert, die voraussichtlich in den Bundestag einziehen werden, ist ja naheliegend. Dass die Piraten erstmal aus einer sehr vorwärtsgewandten gemeinsamen Idee entstanden sind, glaube ich auch. Trotzdem hätte ich persönlich sie aus vielen anderen Gründen nie gewählt. Zu wenig klare Positionen in Fragen, die mir zu wichtig sind.

Beste Grüße

RE: Und was ist mit uns? | 23.08.2017 | 19:32

Ja, selbstverständlich sind die Inhalte das wichtigste, und natürlich versuche ich von diesen auch meine Wahlentscheidung abhängig zu machen. Aber ich finde es trotzdem bemerkenswert, dass für mich so gut wie niemand bei dieser Wahl antritt, mit dem ich persönlich etwas zu tun haben wollen würde oder mit dem ich mich wirklich identifizieren könnte. Warum eigentlich? Und ich glaube ganz zu trennen ist das, was jemand in der Öffentlichkeit repräsentiert, eben doch nicht von den politischen Inhalten.

Ps. Und Sarah Wagenknecht ist dabei doch eher noch eine der schillernderen Persönlichkeiten, die die deutsche Politik-Landschaft zu bieten hat.

RE: Und was ist mit uns? | 22.08.2017 | 20:07

Eine Erzählung finden, das finde ich genau das richtige Stichwort. Der Vergleich mit P!nk zeigt sehr gut, wie wenig mich die Figuren auf der deutschen Polit-Bühne dieser Republik bewegen. Das muss ja nicht so sein, ein Obama, man mag sonst von ihm halten was man will, ließe sich durchaus mit einem Rockstar vergleichen, ohne abzustinken. Weil es eine Erzählung gab, eine Figur Obama, die Hype-tauglich war. Ich frage mich in der politischen Landschaft der BRD schon lange, was sind das eigentlich für Figuren, die mir da geboten werden? Was haben die mit mir zu tun? Auch Schulz folgt letzlich dem männlich-jovialen hart-aber-herzlich-Typus mit einem Hauch von Beamten-Trägheit, den ich von der SPD des letzten Jahrtausends gewohnt bin. "Kodderschnauze" klingt sympathisch für einen Wirt in der Kneipe um die Ecke, aber auch nicht nach neuem Wind in einer modernen linken Kraft die den politschen Herausforderungen der Gegenwart gewachsen ist.

Wo ist die neue linke Volkspartei, die der Komplexität der Welt, den Problemen meiner Lebensrealität und dem Jahr 2017 angemessen ist?

RE: Hört auf Rape Culture zu hypen! | 22.08.2017 | 10:40

Nein, ich plädiere nicht für zweckberaubte Gesellschaftsspiele, sondern dafür, in der Öffentlichkeit keine frauenverachtenden und rassistischen Inhalte zu zelebrieren.