Meine Gedanken zur Flüchtlingskrise

Erinnerungen In der Öffentlichkeit werden die Probleme, die beim Aufeinanderprallen unterschiedlicher Religionen und Kulturen auftreten können, zu wenig thematisiert.
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Als ich vor ca. einem Jahr hier meine Gedanken zur Ukraine-Krise offenlegte, hatte ich schon zu dieser Zeit ein Auge und auch ein Ohr für die Vorgänge im Orient offen. Ich war erstaunt und auch entsetzt, mit welcher Geschwindigkeit eine extreme Islamistengruppe im Irak und auch in Syrien sowohl Geländegewinne als auch Mitgliederzustrom erzielte. Gleichermaßen erstaunt war ich auch darüber, daß diese Entwicklung von der europäischen Politik bis dahin wenig beachtet wurde. Aber man war ja noch voll mit der Ukrainekrise und dem Lieblingsfeind Putin beschäftigt

Damals nannte sich dieser „wilde Haufen“ ISIS (Islamischer Staat Irak/Syrien), war relativ gut bewaffnet und taktisch gut geführt.

Kurz darauf verzichtete der „Islamische Staat“ auf die Einschränkung Irak und Syrien und nannte sich nur noch IS. Offensichtlich mit der Option, in ganz Eurasien und möglicherweise auch in Europa den Islam zumindest als Religion , wenn nicht nach Möglichkeit als Hauptreligion bzw. Staatsreligion zu installieren.

Diese Absicht oder Zielsetzung, so verwegen sie sich darstellt, fand schon Peter Scholl-Latour bei seinem Besuch im Jahr 1995 auf einer Landkarte beim damaligen Mufti Muchtanow Hadsch Abdullah von Usbekistan:

„Plötzlich fiel mir die Landkarte auf, die hinter dem Schreibtisch des Mufti die halbe Wand bedeckte. Sie stellte die islamische Welt dar. Die Verbreitung der koranischen Botschaft war in äußerst extensiver Weise veranschaulicht. Zu meiner Verwunderung waren nicht nur die Länder, in denen es nennenswerte mohammedanische Minderheiten gab, kurzerhand dem Dar-ul-Islam zugeschlagen.Auch die sogenannten „Missionsländer“ wurden aufgeführt und durch grüne Schraffierungen kenntlich gemacht. Zu diesen Territorien hoffnungsvoller künftiger Bekehrung zum Koran zählten unter anderem Deutschland, Frankreich und - die USA.“(1)

Diese Informationen schwach im Hinterkopf und angesichts eines mehr als undurchschaubaren

Kriegsgetümmels in Syrien und Umgebung immer noch als Folge eines überwiegend gescheiterten „system change“ in allen arabischen Staaten -außer den Königreichen selbstverständlich-, brachte ich wie sicherlich viele Millionen Deutsche auch, Bedauern, Mitleid und Mitgefühl den Flüchtlingen aus diesem Krisengebiet entgegen. Das uneingeschränkte Entgegenkommen unserer Kanzlerin für alle Flüchtlinge egal woher,-“Wir heißen Sie alle in Deutschland herzlich Willkommen“- gefiel mir nicht, ich hielt es für stark übertrieben, ohne jedoch die möglichen Konsequenzen sofort zu erkennen. Als dann nach dem Anschwellen der Ströme das berühmte „Wir schaffen das!“ kam, aber umfassende Maßnahmen und Richtlinien zur Bewältigung dieser täglich anschwellenden Aufgaben nicht sofort, vorausblickend und allumfassend, beschlossen und realisiert wurden, sondern dieser völlig neue und ungewohnte Arbeitsaufwand an der Basis freiwilligen Helfern überlassen wurde, war ich schockiert, und ich bin es noch immer.

Als dann bei den ersten ausgesprochenen oder geschriebenen Bedenken der Bevölkerung diese sofort als Rassisten, Rechtsextreme oder Fremdenfeinde in die Ecke geschickt wurden, war auch bei mir das Maß voll! So eine hilflose und total überforderte Regierung in allen Ebenen hätte ich nicht erwartet, und so eine bewußte Falschinformation auch nicht.

Angesichts dieser langen Flüchtlingsschlangen im September 2015 erinnerte ich mich wieder an die langen Schlangen von gefangenen Soldaten im 2. Weltkrieg. Von 1939 bis etwa 1943 bestanden diese fast ausschließlich aus polnischen, englischen, französischen und vor allem russischen Soldaten. Nach Stalingrad dann vorwiegend aus deutschen Soldaten.

Mir kam sofort in den Sinn: Die Lösung dieses Flüchtlingsproblems ist eine Generalstabsaufgabe!

Einen fähigen General benennen, mit Sondervollmachten auch in den zivilen Bereich hinein ausstatten, intakte und belegt Kasernen in der Nähe der Grenzübergangsstellen räumen, Soldaten mit Wohnsitz weniger als 50 km voll in alle Aufnahmelager und Registrierungsstellen im Schichtbetrieb integrieren, die mit Wohnsitzen über 50 km Entfernung in Zwangsurlaub schicken mit der Maßgabe (oder Befehl) , sich in ihren Heimatorten den Flüchtlingsinitiativen zur Verfügung zu stellen und ähnliche Maßnahmen mehr.

Stattdessen wurde im Parlament wochenlang gelabert und schwadroniert, Verantwortlichkeiten hin und her geschoben. Kanzlerin und Außenminister versuchten die anderen europäischen Länder zur Übernahme von Flüchtlingskontingenten zu überreden, stießen aber meist auf Ablehnung, denn :

Deutschland hatte die Flüchtlinge ja eingeladen, das ist ein deutsches Problem, war meist die Antwort. Es war für die übrigen europäischen Länder wohl eine gute Gelegenheit, der in den letzten Jahren zu tage tretenden deutschen Großmannsucht eine Abfuhr zu erteilen!

Zu großspurig sind unsere Volksvertreter in den letzten 3 bis 4 Jahren in der Welt aufgetreten:

Gauck auf den letzten beiden Sicherheitskonferenzen in München, Merkel bei größeren Auftritten und Neujahrsansprachen und van der Leyen bei Ansprachen vor unseren relativ schlecht ausgerüsteten Soldaten. Immer und überall protzten wir mit unserer ökonomischen Stärke!

Das alles hat sicherlich unseren unmittelbaren Nachbarn nicht so ganz gefallen, wenn sie sich an deutsche Großmannsucht jeweils vor den beiden Weltkriegen erinnerten.

Und natürlich haben solche mehrfach wiederholten Sprüche wie „uns geht es gut, uns geht es so gut wie in den letzten 20 Jahren nicht, das ist die beste und erfolgreichste Regierung seit ...“usw usf

auch die Handybesitzer in Afrika und Asien erreicht und in ihrer Fluchtbereitschaft bestärkt.

Willkommen in Deutschland!!

Und nun sind sie da und erwarten weiterhin Nachfolger (Familienzusammenführung und Familienvergrößerung) ihrer Kultur und ihrer Religion. (Sarrazin läßt grüßen !).

Und wir beraten und pallavern auch im neuen Jahr weiter und überlassen die organisatorischen Arbeiten weiterhin überwiegend den freiwilligen Helfern auf den Bahnhöfen, in den Ländern, Landkreisen und Kommunen.

Und dann kommt die Silvesternacht in Köln, Hamburg, Stuttgard und in weiteren Städten!

Und die am wahren Leben vorbeigehende Beeinflussung der ausführenden Organe der Executive durch die Legislative führte zu der unglaublichen Verzögerung und Verniedlichung der Offenlegung der Vorgänge.

Das passt voll in das Bild der bisherigen Berichterstattung über die Flüchtlingsbewegung nach und in Deutschland. Wie haben die selbsternannten Experten des Migrantentums und der Polizei in den vergangenen Wochen und Monaten alles geleugnet, was an negativen Ereignissen hinter vorgehaltener Hand von Mund zu Mund weitergegebenen wurde.

So z.B. auch in einer Monitorsendung Ende Oktober 15, als ein Prof N. Und ein H.M. Vom BKA

Stein und Bein schworen, dass noch kein einziger IS-Kämpfer mit den Flüchtlingen nach D. gekommen ist. Bei den Möglichkeiten, die der IS hat, kommen die doch nicht die gefährliche Route übers Wasser und riskieren so ihr Leben! (?) Na, wie sollten sich denn Selbstmordattentäter durch die Route übers Meer der Gefahr des Sterbens ausliefern? -ohne Auftragsausführung

Damals dachte ich: Nein, die fliegen erster Klasse nach Wien und schließen sich dann dem großen Strom an!

Aber: diese Antworten setzten ja auch voraus

  1. dass jeder der ca. 30.000 IS-Kämpfer per Namen und Aussehen bekannt ist, und

  2. dass diese Kämpfer dann auch an Grenzkontrollen erkannt werden.

Wenige Tage danach wurde in den Nachrichten mitgeteilt, dass mehrere Tausend Flüchtlinge ohne jegliche Kontrolle oder Registrierung nach D. gekommen sind ...usw. usf. Und diese schon hohe Zahl nicht registrierter Flüchtlinge steigt täglich weiter, denn nichts hat sich geändert. Auch im neuen Jahr wird weiter palavert, Gesetzesänderungen und dergleichen diskutiert, die bestenfalls in 4 bis unendlich Monaten realisiert werden können, und die Arbeit an der Basis weiterhin den Freiwilligen zugemutet. Und der Bevölkerung wird weiterhin die Flüchtlingssituation geschönt dargestellt.

Und zur Beruhigung der Bevölkerung werden Strafverschärfungen und schnellere Strafverfolgung in Aussicht gestellt. Das Hauptproblem jedoch, wie kriegen wir solche Täter wie am Neujahrstag überhaupt zu fassen, wird sicherheitshalber gar nicht erst angegangen, nicht einmal erwähnt. Von Verurteilungen kann sicherlich überhaupt nicht gesprochen werden, denn bei diesem ausgeklügelten Vorgehen der Täter, die Opfer von jeweils ca. ein Dutzend Tätern zu umzingeln und verwerfliche Handlungen zu begehen, die wahrscheinlich noch nicht einmal strafbar sind, nachweisbar und zuordnungsfähig zu erkennen, zu fixieren und einzelnen Tätern zuzuordnen, als Voraussetzung für notwendige Gerichtsverfahren, ist die Polizei wohl absolut überfordert.

Außerdem werden besorgte oder sogar kritische Stimmen aus der Bevölkerung nach wie vor sofort in die linke oder rechte Ecke gedrängt und die aktiven Demonstranten der PEGIDA (Patrioten Europas gegen Islamisierung des Abendlandes) denunziert und verteufelt.

Dabei erinnere ich mich auch wieder daran, daß ich angesichts der jubelnden Begrüßung der Flüchtlinge auf den Bahnhöfen so bei mir dachte: Wo hat es eigentlich in der Menschheitgeschichte schon einmal einen oder gar mehrere Fälle gegeben, daß ein Volk seine möglichen zukünftigen Totengräber so freudig begrüßt und empfangen hat ? Dann fiel es mir wieder ein: Bei der Eroberung westlicher Teile der Ukraine bei Beginn der Ostoffensive der deutschen Wehrmacht 1942 gab es tatsächlich in manchen Orten jubelnde Menschen die glaubten, nun endlich vom Joch des Stalinismus erlöst zu werden.

Auf welche Art viele von ihnen erlöst wurden,gelangte erst nach der Niederlage der damaligen „Befreier“ zur Kenntnis einer entsetzten Menschheit!

Aber auch noch eine weitere Erinnerung läßt mich den gegenwärtigen Flüchtlingshype mit Distanz und Skepsis betrachten : Vor etwa fünf bis sieben Jahren stieß ich entweder im TV oder im PC bei einem ungezielten Durchzappen auf ein ISIS-Video, auf dem eine Hinrichtung eines „westlichen“ Journalisten (evtl. ein Australier um die 50 Jahre herum) live gezeigt wurde. Es war im wahrsten Sinne des Wortes eine Schlachtung!

Und Menschen aus dem gleichen Kulturkreis kommen nun in kurzer Zeit zu 100.000- den zu uns, die wir es mit der Religion nicht ganz so ernst nehmen.

Kann das wirklich auch auf Dauer gut gehen, zumal noch Tausende, die schon in 2. oder 3. Generation in Deutschland sind , noch immer in ihren Traditionen leben, Blutrache nehmen, die Familienehre hoch halten und familiär geprägte Parallelgesellschaften darstellen, also an Migration überhaupt nicht interessiert sind (she.„Deutschland im Blaulicht“, Erlebnisberichte einer Polizistin).

Wann werden unsere Regierungsmitglieder mal wieder an ihren Eid denken ...und „Schaden vom deutschen Volk abhalten“?

Im übrigen bin auch ich der Meinung, daß diese Silvesternacht in Köln verabredet und vorbereitet war. Nämlich als Demonstration der bisher nicht immigrierten „Altflüchtlinge“ für die „Neuen“,wie frei man sich doch als Gast in einem freien demokratischen Rechtsstaat bewegen kann, wenn man Ausländer ist. Wie mit den „Gastgebern“(Altdeutschen) verfahren wird,

konnte man eine Woch später in Köln sehen, als Demos von pro und contra Flüchtlingen von einem respektablen Polizeiaufgebot und Wasserwerfern von der Strasse gefegt wurden.

Ernstjuxmann

14:38 15.01.2016
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Geschrieben von

ernstjuxmann

ich bin ein 84-jähtiger "Ostrentner" mit viel Interesse an Politik und Gesellschaft. Ich bin bzw. war Ingenieur-Chemiker.
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