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(Kritisches Mitglied der Bremer SPD, Sozialdemokrat im Sinne der Grundwerte)
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RE: Ein ewiger Linker: Gabriel García Márquez | 12.05.2014 | 18:24

Absolute Frechheit dieser Beitrag. Er wird "Gabo" überhaupt nicht gerecht. Nicht mal im Ansatz lyrisch dieser Nachruf und viel zu politisch. Zumal der Peruaner Mario Vargas Llosa noch als selbstherrlich dargestellt wird. Wahnsinn. Es gibt viel schönere Nachrufe aus "El País", aus Kolumbien, die nicht noch irgendwelche politische Spitzen beinhalten. Das ist dermaßen linkspopulistisch ausgerichtet und verletzt total die Würde des Verstorbenen.

Dann lieber nichts schreiben und einfach mal den Füller liegen lassen oder die Tastensperre einschalten!

RE: Brauchen wir eine Wikipedia-Uni? | 19.03.2014 | 01:23

Die Frage die sich mir stellt: Welcher Nutzen ist höher für die Wissenschaft? Entweder die monetären Einnahmen durch den Verkauf von wissenschaftlichen Arbeiten oder der freie Zugang für alle Wissenschaftler und Interessierten.

Ich denke wir alle sind uns einig, dass auf dem ersten Blick Letzteres vor allem einen höheren Nutzen für die Wissenschaft hat, da so noch mehr Gehirnschmalz die Wissenschaft durchforstet, denn die Erhöhung der Anzahl denkender Köpfe sollten mehr Wissen ausarbeiten können, zumindest quantitativ. Hierzu ist anzumerken, dass heute viele wissenschaftliche Mitarbeiter über verschiedene Abkommen sowieso freien Zugang zu den meisten wissenschaftlichen Dokumenten erhalten. Die Vernetzung der wissenschaftlichen Community wird immer besser.

Sollte das Wissen jedoch generell frei verfügbar gemacht werden, verbirgt sich hinter der Nutzenfrage ein ganz anderes Problem. Wer sind denn die größten Käufer von wissenschaftlichen Arbeiten?

Neben den internationalen Hochschulen und der Regierung ist das die Privatwirtschaft. Sollten die Firmen auch freien Zugang auf das Wissen erhalten, woraus sie neues Wissen generieren könnten, würden Sie dieses nutzen und das neue Wissen aber nicht frei zugänglich machen, sondern im schlimmsten Fall auch noch hinter Patente verstecken. So wird wissenschaftlicher Fortschritt verhindert bzw. indirekt die Privatwirtschaft subventioniert. Dies ist zu dem sehr schwer zu messen, da nicht einzuschätzen ist wie ausschlaggebend das frei zugängliche Wissen für die Schöpfung des neuen Wissen seitens der Unternehmung war.

Stellen wir also das Wissen einfach frei zur Verfügung freut sich die Privatwirtschaft. So oder so, zahlt der Steuerzahler Leergeld. Da ist mir lieber, dass die Hochschule sich mit dem Erlös aus wissenschaftlichen Arbeiten Ihr Dasein finanzieren kann, denn auf Spenden und Kooperationsverträgen mit Firmen sollte man verzichten, da sonst die Versuchung groß wird, die Forschung an den öffentlichen Hochschulen zu lenken. Und dann sind wir ganz schnell beim amerikanischen Modell. Es gibt Forschung die sollte finanziert werden, auch wenn Sie nicht lukrativ erscheint. Das ist heute bereits schwer genug den Länderhaushaltsausschüssen zu vermitteln.

Ich denke, die Wissenschaft sollte sich zwischen den Fachbereichen stärker austauschen. Insbesondere in Deutschland. Hierzulande sind die Clusterbildungen zwischen den Disziplinen zu stark noch verbreitet. Sich gegenüber anderen Disziplinen zu öffnen ist sehr wichtig , weil Denkanstösse manchmal aus der entferntesten Disziplin kommen können. So könnte man meinen, dass Termiten und Ameisen nichts mit Ökonomie zu tun haben, aber es gibt eben auch bei diesen Kulturen eine Funktion für die einzelnen Individuen, eine Organisationsstruktur oder eine Arbeitsaufteilung. Man muss das vielleicht nicht in seiner Arbeit erwähnen, aber es hilft eben vielleicht um die Dinge aus einem ganz anderen Blickwinkel zu betrachten.


Daher sollte die Vernetzung verstärkt werden, in dem die wissenschaftliche Gemeinschaft mehr zusammenrückt und zusammenarbeitet. Vielleicht können Hochschulen in diesem Sinne daher nicht vieles, aber manches von Unternehmen lernen.

RE: Ein Sieg der Spitzenklasse | 15.12.2013 | 13:26

:) Sie scheinen ja besonders mündig zu sein, weil Sie nicht in einer Partei sich einschreiben. Sie lassen sich nicht gängeln und winken nicht irgendwelche Beschlüsse ab, die nur der Parteiführung etwas nützen.

Regelmässig sind es Leute wie ich, die ja die Allgemeinheit ob bewusst oder unbewusst hinters Licht führen und bedienen uns hierbei der vorgetäuschten demokratischen Instrumente, seien Sie auf Gemeinde-, Landes- oder Bundesebene.

Ihrer Meinung nach, sind Leute wie wir nicht frei, weil wir gar nicht hinterfragen, weil wir im Grunde genommen in diesem Konsumwahn sehr wohlfühlen. Weihnachten zu zelebrieren stellen Sie immer gleich mit Massenkonsum mit Baumkugeln und den bunt geschmückten Tannebaum. Leute die so feiern müssen einfach unmündig sein.

Sie denken wahrscheinlich, dass Leute wie ich, auf Posten schielen und das wir sehr stark auf Karriereprofile achten.

SIe denken und spekulieren sich einen Wolf und unterstellen mir eine Unmündigkeit aufgrund meines Kommentars.

Mir zeigt das nur, dass Sie nicht jemand sind, der Leute respektiert. Das ist zutiefst antidemokratisch. Gerne können wir darüber sprechen warum auch wenn ich NEIN gesagt habe auch eine ROT-ROT-GRÜNE Regierung mit Argwohn betrachte.

Eben wegen Leuten wie Sie.

Grüße

RE: Ein Sieg der Spitzenklasse | 15.12.2013 | 00:36

Hallo,

also ich habe mit Nein gestimmt.

Ich finde es jedoch ziemlich erbärmlich wieviele Kommentare SPD-Mitglieder diffamieren.

Sie kennen scheinbar nicht wirklich die politische Stimmung innerhalb der Partei. Wenngelich die Propaganda für die GROKO groß war, und ich mich auch gefreut hätte wenn das NEIN eine organisierte Propaganda gestellt hätte, habe ich in den von Gabriel richtig dargestellten Diskussionen eine Kultur erlebt in dem lebendig gestritten wurde. Man hat sich ausgetauscht und sich aber auch gegenseitig respektiert.

Diese ganzen Prognosen wohin die Partei geht nach Ihrer Entscheidung war lächerlich. Ich habe dann sogar von Grünen gehört, dass man durch das Mitgliedervotum so oder so nur verlieren könnte. Ja wo kommen wir dahin!


Die Partei hat vor 2 Jahren die Reform eigeleitet und ich und einige andere NEIN-Sager werden jedenfalls Gabriel daran messen, wenn er verspricht diese Form der Regionalkonferenzen jährlich zu wiederholen um auch die aktuelle Stimmungen innerhalb der Kommunen wahrzunehmen.

Ich muss aber auch feststellen, dass in Deutschland die Massenmedien wie auch viele theoriegesteuerte Wähler selber den Menschen nicht mehr zutrauen mitbestimmen zu können, ich hoffe das genau das sich ändert. Die SPD war in der Geschichte letztlich immer dazu fähig eine Wende einzuleiten. In den letzten Jahren leider eher zum schlechten.

Wer mitbestimmen will und den Kurs umdrehen will der sollte in dieser Partei mitstreiten. Denn wenn nicht die SPD kann sich und somit Deutschland neu erfinden?!

Grüße!

RE: Die Zuvielisation | 04.04.2011 | 18:31

"Veränderung ist Zustand". Dies erinnert mich zunehmends an eine Welt, die in dem Klassiker "1984" von George Orwell beschrieben wird. Big Brother führte letztendlich täglich die Veränderung herbei um die tägliche Veränderung dem Volk aufzuzwingen, damit dieses nicht ein Bewusstsein für seine Gegenwart entwickeln kann, sondern auf das positive Ende wartet, ohne ein Bezug zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu erhalten.

Dennoch: Ja zum Ticker. Es ist gut, wenn die Medien flexibel sind und kurzfristig den Menschen mit Eilmeldungen informieren.

Aber auch: Nein zum Ticker. Aufklärung impliziert eine Zeit für Reflexion. Ein Ticker erfüllt nicht die Aufgabe der Aufklärung sondern zunächst einmal des Aufzeigens einer Veränderung.

Einen Krisenstab nach 4 Tagen zu beurteilen, unterscheidet sich eben auch von einer Beurteilung nach 30 Tagen. Die Live-Meldungen zum Zustand der Menschen in einer Katastrophe bringt uns emotional zum Geschehen vermeidet aber häufig eine sachliche Debatte. Die mediale Aufmerksamkeit ist nicht selten gerechtfertigt, jedoch was die Medien daraus machen ist verantwortungslos. Als mündiger Bürger erfreue ich mich zwar daran in einem Text möglichst viel zu erfahren, was mich aber am meisten erfreut ist, wenn die Quellen besser angegeben. Somit hätte ich als Leser, auch die Möglichkeit, die Argumentation des Autors eines Artikels, besser einzuordnen, bzw. nachzuvollziehen und gegebenfalls weiterzuentwickeln.

Abschliessend: Sollte der Mensch sich zunehmend daran gewöhnen, von seinen Gefühlen gelenkt zu werden um politische Gegebenheiten zu bewerten, dann "Gute Nacht" zur sachlichen Politik. Auch als Atom-Gegner stelle ich diese Tage fest, dass viele Argumente zu pathetisch und nicht immer inhaltlich schlüssig wirken.