Jubelfeier der Debilität

Parteitag Worte vom aufrechten Kampf aus den Mündern von gebeugten Parteibonzen. Die Speerspitzen des Kampfes gegen die persönliche Armut.
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Ein Treffen von Funktionären deren Abkoppelung von realer Arbeit und Leistung unübersehbar ist. Worte vom aufrechten Kampf aus den Mündern von gebeugten Parteibonzen.

Es geht um die Verteilung zukünftige Fress- und Liegeplätze in der bürokratisierten Verteilungsmaschine. Der zartrosa, weltfremde Ableger einer vorwiegend mit sich selbst beschäftigten Kaste feiert sich ausgiebig.

Bundesweit wird fürstlich entlohnte Tätigkeit, bis hin zur Arbeit von Hausmeistern, auf der Grundlage dieses Parteibuches vergeben.

Steinbrück, ein bekannter Großverdiener, spricht von Solidarität. Sogar von der materiellen Einlösung der Selben. „Oben“ hat er eine prosperierende Schicht entdeckt, unglaublich sein Maß an Weit- und Kurzsicht.

Traditionen gibt es auch:

Die zu Wort kommenden Herrschaften sind durch die Bank seit 150 Jahren von Erfolg zu Erfolg gehetzt und haben dabei Tag und Nacht gearbeitet: für die Allgemeinheit. Weder 2 Weltkriege, noch der Faschismus haben dieses Erfolgsmodel schmälern können. Ebert, Noske und Konsorten waren verdiente Parteisoldaten.

Der Fachmann Steinbrück spricht vom „Wahlverein“, meint aber damit nicht die traditionelle Prostitution der SPD, sondern die der Schwarzgelben Mitbewerber.

Er berichtet von dem Wort „Lebensleistungsrente“, berichtet aber nicht vom Elend seiner persönlichen, leistungsfreien Einkommensverhältnisse. Er berichtet von Zonen der Marktwirtschaft die eben nicht „dem freien Spiel der Kräfte“ überlassen werden dürften, meint damit aber nicht seinen Platz am Trog. Seine Rentenanwartschaften werden vom Zusammenhalt der Demokraten entschieden und sind mehr als gesichert.

Diese Herrschaften wollen über die Leistungen anderer und deren Verteilung reden. Sie sprechen von "Arbeiterbewegung" ohne die beiden beinhalteten Tätigkeiten sonderlich zu schätzen.

In 150 Jahren haben die nicht einen berichtenswerten Fehler begangen, sondern sind – aber nur in der Selbstdarstellung - der erfolgreichste Klüngel dieses Landes.

Weniger Rechte, weniger Lohn, weniger Freiheit dafür sind die Anderen verantwortlich.

Steinbrück feiert Schröder als mutig, aber nicht wegen seiner Tätigkeit für Gasprom, den Abbau von Arbeitnehmerrechten, oder den der Reallöhne. Gemeint sein kann nur schrödersches Eintreten für sein eigenes Fortkommen.

Die Agenda des Lohndumpings findet keine Erwähnung.

Dafür will Steinbrück, der Befreier und treue Knecht der Finanzmärkte, nun plötzlich als Regulierer gegen seinen Freundeskreis in den Kampf ziehen? Denen will er nun "Soziale Verantwortung" beibringen. Wen will er als Dozenten gewinnen?

Politik ist dafür da: „Lebensentwürfe möglich zu machen“ erzählte der offensichtlich vorwiegend sitzende Herr Gabriel. Sein Lebensentwurf scheint vorwiegend mit der Nahrungsaufnahme zu tun zu haben..

Funktionäre mit Hosenträgerfigur, die sich gegenseitig bejubeln und kräftig gegenseitig auf die verdienten Schultern schlagen, werden einmal mehr dafür sorgen, dass Gürtel enger geschnallt werden. Irgendwer wird wohl noch mehr heranschaffen müssen, damit die Jubelbande weiter feiern kann.

Trotzdem zu erwartende Zuwächse an Lebensqualität werden, wie üblich, sicherlich in den bewährten Kreisen untergebracht.

Eine wirklich glaubwürdige Aussage dieser Veranstaltung:

„Genug gescheffelt“ stand nur auf einem schnell aus dem Saal entfernten Transparent.

Die Zweite war die eines Ehrlosen:

„Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht“.

15:58 09.12.2012
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Geschrieben von

fahrwax

Lieber auf dem Wagen, als unter den Rädern.... Bekennender, autonomer Pferdeknecht
fahrwax

Kommentare 113

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