Tausendundeine Nacht Verschwörung der Zufälle

Verschleierung „Eine Meisterleistung in Sachen Behinderung der Aufklärung und des Verschwinden-Lassens von taterheblichen Beweismitteln“ sagt Wolf Wetzel
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Eine Veranstaltung gegen das (Ver)Schweigen....

Am 6. 5. 2006 trafen sich, in Kassel, über 2.000 kurdische, allevitische und türkische Menschen zu einem Trauermarsch mit dem Motto ›kein 10. Mordopfer‹.

Ihre migrantischen Vereine und Organisationen hegten Zweifel an der amtlichen Version zu der Ermordung des Dortmunder Kioskbesitzer Mehmet Kubasik.

Mit viel Mühe konnte die Polizei nach diesem Mord ermitteln, das Andreas Temme vom hessischen Verfassungsschutz sich zur Tatzeit in Mehmet Kubasiks Internetcafe aufgehalten hatte. Freiwillig gemeldet hatte Temme sich nicht, mitbekommen hatte er angeblich von dem Mord auch nichts.

Seine nachgewiesene Log-in Zeit während der Tat im Internetcafe lässt nur einen kompletten Wahrnehmungsverlust oder eine Lüge als Schlussfolgerung zu (Mely Kiyak, FR vom 30.6.2012).

Temme gilt als Waffennarr und trägt nicht von ungefähr den Spitznamen »kleiner Adolf«.

Aufgefunden wurden in seiner Wohnung Auszüge aus Hitlers ›Mein Kampf‹ und weitere neonazistische Propaganda.

„Auf seinem Handy werden Verkehrsdaten sichergestellt, die belegen, dass er sowohl vor als auch nach seinem Internetbesuch Telefonkontakt zu Neonazis hatte. Unmittelbar zuvor hatte er »mit einem von ihm geführten V-Mann aus der Kasseler Neonazi-Szene telefoniert.« (FR vom 8.6.2012).“

Die, von der Polizei beantragt, Aussagegenehmigung Temmes zu dem von ihm geführten V-Mann wird vom Hessischen Innenminister Volker Bouffier verweigert. Der ist inzwischen zum Ministerpräsidenten aufgestiegen.

Bekannt geworden ist inzwischen, das Temme und V-Mann Benjamin G. zumindest an vier NSU-Mordtagen telefonischen Kontakt hatten.

Genau jener Neonazi war nach Informationen der Frankfurter Rundschau vor seiner Anwerbung »dreimal bei Kundgebungen in Thüringen« (FR vom 24.11.2011)

G.’s Stiefbruder war im rechtsradikalen Netzwerk ›Blood & Honour‹ aktiv.

Inzwischen steht Benjamin G. auf der Liste der offiziell bekannten NSU-Unterstützer. Die ist von 41 auf 129 Namen angewachsen.

Das 10. Opfer wurde Michèle Kiesewetter am 25. April 2007 in Heilbronn.

„Fast 14 Jahre lang waren Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt auf der Flucht. Sie lebten mit Hilfe von rechten Gesinnungsgenossen ein unauffälliges Leben im Untergrund. Um sie herum platziert waren vor allem in den Anfangsjahren mindestens zwei Dutzend V-Leute – sie spitzelten für das Bundesamt (BfV) und die Landesämter für Verfassungsschutz (LfV), für den Militärischen Abschirmdienst (MAD) und das Berliner Landeskriminalamt (LKA). Vor dem Beginn des Prozesses gegen Beate Zschäpe und vier mutmaßliche NSU-Unterstützer in München stellt sich daher einmal mehr die Frage, warum Geheimdienste und Polizei dennoch nie auf die Spur des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ kamen. War es nur Versagen, nur Inkompetenz?“

(Andreas Förster in der Berliner Zeitung)

Inzwischen gibt es viele Hinweise darauf, das der NSU bei der Auswahl der Mordopfer auf ortskundige Helfer zugreifen konnte, davon ist in den geleiteten Medien sehr wenig zu hören. Immerhin sieht es für die „Einzeltäterschaft“ schlecht aus……..

17:42 11.04.2013
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Geschrieben von

fahrwax

Lieber auf dem Wagen, als unter den Rädern.... Bekennender, autonomer Pferdeknecht
fahrwax

Kommentare 15

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