Terror als institutionelle Daseinsvorsorge

Liebesfeindschaft Die gewerblichen Anbieter von Sicherheit beackern ihr Geschäftsfeld mit großer Weitsicht. Dem Erhalt ihrer Daseinsberechtigung widmen sie erhebliche Energien.
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Tino Brandt, ein bewährter „Nationaler“ Rassist mit internationalen Verbindungen und, wie er nun doch einräumen musste waffentechnischen Kenntnissen, stand lange auf der Lohnliste einer Unternehmung die sich den Schutz der ‚Verfassung’, per Namensgebung, zum Firmenziel erkoren hat.

Seine Rollen als NPD Vorsitzender von Thüringen und im >>Thüringer Heimatschutz<< wurden von Herrschaften großzügig gesponsert, denen sein Wohlergehen und sein berufliches Fortkommen ein existentielles Anliegen war.

Das er nun derzeit ‚Einsitzt’ beruht, sicherlich nicht zuletzt, auf einer lückenhaften Kooperationsbereitschaft mit seinen Ex-Sponsoren, deren Pfade er gerade einem allzu grellen Licht aussetzt:

nicht nur der monetären und technischen Ausstattung widmeten sie ihre Fähigkeiten, auch sein Schutz vor polizeilichen Ermittlungen, notfalls auch die Bezahlung anwaltlichen Beistandes, entsprach ihrem Anliegen an ihn.

Das er das – im Prozess in München - , im Zusammenhang mit einer Mordserie national-rassistischen Hintergrundes, nun auch gerichtlich zum Besten gab, warf eine Frage auf:

„Hätte es den THS (und damit den NSU als militante Nachfolgeorganisation) gegeben, ohne das Geld vom Landesamt?“ fragte ihn ein Vertreter der Nebenkläger.

Die Nebenklage ist, im Gegensatz zum Münchener Gericht, noch(?) um die Aufklärung der mörderischen Hintergründe bemüht.

Da dem Herrn Brandt offensichtlich die verbeamtete Arbeitsplatzgarantie seiner Sponsoren noch immer kein Angelpunkt ist, kam sogar eine Antwort:

„Er hätte die Größe und Bedeutung in Thüringen nicht erreicht ohne das Geld.“ (Originalton von Brandt)

Das es Brandt kein Anliegen war einen bewaffneten Arm des >>Thüringer Heimatschutz<< zu gründen (so die Position seiner gestrigen Aussage vor dem Münchener Gericht) versteht sich, angesichts seiner derzeit misslichen persönlichen Lage, nahezu selbsterklärend. Das sich sein Selbstschutz dann >>zufällig<< doch wieder mit den gerichtlichen und verfassungsschützerischen Obliegenheiten deckt, ist (k)ein Zufall.

Spätestens die anstehende gerichtliche Abarbeitung der gegen ihn erhobenen persönlichen Vorwürfe dürfte sonst auch, bei einem Bekenntnis zu national-rassistischer Militanz, eine gnadenlosere werden.

Was der Herr Brandt da offenbart ist keine vordergründige Kungelei mit den vorgeblichen Schützern einer Verfassung oder Justitias scheinbarer Erblindung, sondern ein trauliches Zusammenspiel unter Gesichtswahrender Funktionalität aller Beteiligten.

Bestimmt sieht eine Verschwörung gaaanz anders aus, gelle?

Bei aller institutionellen Reorganisation der, mehr oder weniger geheimen, Dienstbarkeiten - nach dem Auffliegen der mörderischen Verknüpfungen – trotz den rücksichtslosen Nacht & Nelbel-Einsätzen behördlicher Schredder – existiert noch immer ein bedenkliches Zahlenwerk der Weichenstellung für rechte Taten:

„Das Bundeskriminalamt stuft 3.500 Personen als potenzielle ,Straftäter links‘ ein. In der Kategorie ,Straftäter rechts‘ finden sich lediglich 10 Personen. Das zeigt wie bei deutschen Sicherheitsbehörden immer noch gedacht wird: Eine solche Kriminalisierung von linkem Aktivismus durch Polizei und Geheimdienste hat einen ,Nationalsozialistischen Untergrund‘ begünstigt und vielleicht überhaupt erst ermöglicht.“

Quelle

Es wäre doch hochgradig unvernünftig, kröche aus dem Münchener Prozess etwas anderes als die Täterschaft verstört-verstorbener Einzelner aus dieser Glaubensgemeinschaft hervor?

Am Ende geriete noch die systemische Bereitschaft zur Verbrüderung mit jedem Mordgesindel, wenn es denn nur nützlich ist, in Bedrängnis…..

Weitere Quellen:

http://wolfwetzel.wordpress.com/2013/03/23/der-nsu-vs-komplex-wo-fangt-der-nationalsozialistische-untergrundnsu-an-wo-hort-der-staat-auf/

http://hajofunke.wordpress.com/2014/09/25/faz-rechtsextremismus-auf-staatskosten/

http://www.faz.net/aktuell/politik/nsu-prozess/nsu-prozess-rechtsextremismus-auf-staatskosten-13171911.html

http://hajofunke.wordpress.com/2014/09/25/ta-rechtsextremismus-forscher-verfassungsschutz-beging-grenzenloses-verbrechen-an-demokratie/

http://www.nsu-nebenklage.de/blog/2014/09/23/23-09-2014/

15:17 25.09.2014
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Geschrieben von

fahrwax

Lieber auf dem Wagen, als unter den Rädern.... Bekennender, autonomer Pferdeknecht
fahrwax

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