Verkleidung und Darstellung

Märkte? Die grundsätzlich unerheblichen Nebenwirkungen werden gern sehr Kleingedruckt, Ursachen und Wirkungen haben, komplett regelkonform nichts miteinander zu tun.
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In den letzten Jahren wurden, von weltweit heimatlos gewordenen Geldbergen, in den Entwicklungsländern landwirtschaftliche Flächen geraubt. Ihre Größe entspricht etwa einem Drittelder zur Nahrungsmittel Herstellung bestimmten Fläche der EU. Sie entspricht also dem doppelten Flächeninhalt von Deutschland.

Zweck dieser Übung ist natürlich nicht etwa die Versorgung von Menschen mit Nahrung, sondern das mörderische kapitalistische Suchtmittel: Rendite.

Im zweistelligen Bereich wird sie dort eingefahren: traumhaft für die stolzen Besitzer der Geldberge.

Mörderisch für die bisherigen Bewirtschafter dieser Flächen: Dörflichen Gemeinschaften, Kleinbauern wurde die Existenzgrundlage genommen. Die Wenigsten von ihnen können sich nun, natürlich zu Sklavenlöhnen, bei den neuen Herren verdingen.

Wie üblich schickten die Geldberge ihre Abgesandten zu den gewissenlosen kleptokratischen Eliten der für sie interessanten Regionen und zack, standen die Bewohner im Elend.

Verkauft worden war ihnen ihr kommendes Schicksal natürlich mit humanitären Heilsversprechen, quasi als Zivilisation.

Der Ablauf ist nicht unbekannt?

Klar, es funktioniert weltweit nicht anders.

In diesem Fall ist die Renditemenge jedoch nicht zuletzt erzielbar, weil die Erzeugung von Biosprit es ermöglicht. Eine geniale Segnung der Ökologie die der kapitalistischen Monokultur die Öde endloser, rücksichtsloser, brachialer Bodennutzung erlaubt.

Ein Deckmäntelchen also, unter dem sich die nackte Gier wunderbar am Elend erwärmen kann.

Sicherlich ist es nur logisch, dass die frisch Verelendeten mit ihrem Jammer die Grenzsicherung der Wohlständischen finanzieren? Wessen Logik wird das wohl sein?

Die Beschimpfung als Wohlstandsflüchtlinge, wenn sie nicht zufällig auf der Flucht ersoffen sind, ist dann eine Gratiszugabe arroganter, angeblich christlicher Statthalter wirtschaftlicher Imperien.

Hierzulande werden ökologische Deckmäntelchen gern in die Nordsee verschifft, auf Dächer gepackt, hinter falschen Fassaden versteckt, oder in Pfandautomaten verortet.

Es ist die Selbe widerwärtige Fratze die sich so gern schick maskiert und gern auch einmal neu einkleidet.

Der Totalitarismus marschiert schon lange nicht mehr in braunen Uniformen, der Nationalismus ist auch nur eine seiner Verkleidungen. Seine Massenaufmärsche finden, bevorzugt ohne Fackelträger, dafür aber viel einträglicher, vor den Kassen seiner Sonderangebote statt.

Reihe dich ein, bestimmt hast du dein Geld „ehrlich erarbeitet“? Nur dein Schweiß, deine Tränen, deine morschen Knochen hängen darin?

Dann marschiere immer weiter geradeaus, schau nicht auf das Elend der anderen- die haben es ja nicht besser verdient – du bist der große Zivilisator.

Der schmutzige Rest kann nur Dreck sein….

Das mit dem unwerten Leben ist doch längst Geschichte……

Du bist einem Faschisten zum verwechseln ähnlich.

Jens Berger hat auf den Nachdenkseiten die Entsetzlichkeiten der letzten Jahre zum Land-Grabbing bewundernswert zusammen getragen. Er berichtet dort umfassend von der „marktkonformen Wiedergeburt des Kolonialismus“.

http://www.nachdenkseiten.de/?p=19084

und

http://www.nachdenkseiten.de/?p=19105

12:30 02.11.2013
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Geschrieben von

fahrwax

Lieber auf dem Wagen, als unter den Rädern.... Bekennender, autonomer Pferdeknecht
fahrwax

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