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RE: "Werbung aus" | 04.06.2013 | 14:21

Sehr gut. Ich war sehr gespannt wie der Freitag auf die Debatte reagieren würde, weil hier doch meist ungewöhnliche, aber kluge Wege gegangen werden. Kommt für meinen Geschmack etwas spät, aber gefällt mir. Ich hab die allgemeinen Anzeigen aktiviert (Datensammler werden weiterhin geblockt) und nutze dann den Button bzw. Pocket/ReadItLater.

Bei der Gelegenheit: Gibt es eigentlich Pläne Flattr wieder zu aktivieren? Der Button fehlt mir sehr, würde ich ihn doch einige Male drücken. Das Flattr Konto vom Freitag gibts ja noch, nur seit dem Relaunch die Buttons leider nicht mehr.

RE: Kommerzialisierung? Ja mei ... | 16.08.2012 | 14:16

Dieses Fazit kann ich nicht teilen. Spitzensportler, welche gute verdienen und Nutznießer einer enormen Kommerzialisierung sind, können den Sport leben. Das stimmt schon. Ein Bryant braucht sich über wenig Gedanken machen, der Glückliche kann sich voll auf den Sport konzentrieren und sich zu Recht wie ein kleiner Junge über Gold freuen. Doch Verlierer dieser Kommerzialisierung ist nicht der Sportstar, sondern nicht so gesegnete Sportler und in erster Linie der Zuschauer. Olympia darf ich wenigstens noch im freien Fernsehen sehen. Aber schon mit nicht-deutschen Livestreams bewege ich mich in Grauzonen. Bewegtbilder von der Eröffnungsfeier anschauen, wenn man nachts nach Hause kommt? Fehlanzeige. Ganz zu schweigen vom Fußball. Ja, das Gefühl eines Siegtors in der Verlängerung, die Magie des Moments, die geht dadurch noch nicht verloren. Doch ich kann diesen Moment nicht mehr im Stadion genießen, weil die neuen „Kundensegmente“ erschloßen werden sollen und ich nicht mehr dazugehöre. Weil jemand viel Geld für das Produkt Fußball bezahlt, schreibt er Bedingungen vor um das Event sauber zu halten. Das ist es, was die Kommerzielisierung kaputt macht. Nicht die Magie des Spiels, sondern die Möglichkeit diesen als Zuschauer genießen zu können.

RE: Dresden, erster Akt 2011: nach dem Protest ist vor der Blockade | 14.02.2011 | 13:28

Die Einteilung in »gute« »schlechte« bzw. »wahre« Demonstranten steht keinem gut zu Gesicht. Weder denen die die Menschenkette sprengen und den dortigen Teilnehmern vorwerfen auf dem Rechten Auge blind zu sein, noch denen die die Blockade kriminalisieren. Sicher, diese Einteilung ist von der CDU gewollt und ein von ihr seit Jahren in vielen Bereichen praktiziertes Mittel um Gruppen zu spalten, doch dieser gewollten, künstlichen Diskussion müssen die Betroffenen wiederstehen. Insofern bin ich erfreut das das Bündnis »Dresden Nazifrei« gestern nicht in den selben Tonfall verfallen ist und stattdessen die Teilnehmer der Menschenkette bei der Blockade willkommen geheißen hat.

„Gedenken allein reicht nicht“, das ist die zutreffende Kernaussage. Hoffen wir, dass nächsten Samstag viele Dresdner und Gäste der Stadt mit dem erforderlichen bürgerlichen Ungehorsam gegen die Großdemonstration der Faschisten vorgehen.

RE: Stimmen Sie ab! | 06.01.2011 | 16:09

3/51 - War ich gut? (schöner Stil, bissig)
16/51 - Gesichter des Krieges (knapp vor 43/51 Freiheit, Gleichheit, Streikheit)
37/51 Verlängerte Laufzeit (Weil das Thema groß und unverschnörkelt präsentiert wird, und mit der Verdrehung der Augen gekonnt der Kontext gesetzt wird)

Allgemein gefallen die Titelbilder im Zusammenspiel mit dem Schriftsatz immer sehr gut. Die Designawards bekommt ihr nicht umsonst ;)
Die gezeichneten Titel und die besonders kräftigen Photos find ich immer am schönsten. Die Fotocollagen wie 42/51 sind nicht so mein Fall.

RE: Wir Untertanen | 08.12.2010 | 18:04

Aus vollem Herzen »Danke« für diesen klugen Artikel! Das dies als Leitartikel im Freitag zu lesen ist, hat mich gefreut. Weil es eben einerseits doch noch Medien gibt, die sich nicht – wie sie es in einem treffenden Vergleich schrieben – selbst geißeln. Andererseits weil der Freitag mit solchen Artikel an Profil gewinnt, was vor Mitte des Jahres verloren ging. Ihre Aufforderung zur Selbstverantwortung teile ich. Doch meiner Meinung nach benötigt es eine starke öffentliche Wahrnehmung um dieser Verantwortung auch nach außen hin gerecht zu werden. Wenn der Freitag die Möglichkeit dazu gibt ist das der richtige Weg.