Wo sind die roten Traktoren geblieben?

Gefährte Die Milchbauern fuhren heute mit ihren Traktoren demonstrierend durch Berlin. Wer ihnen hinterher fuhr, machte eine eintönige Beobachtung

Die Milchbauern geben noch keine Ruhe. Am heutigen Nachmittag sind sie mit ihren Traktoren durch Berlin gefahren, um auf ihre Not aufmerksam zu machen, die durch niedrige Milchpreise verursacht wird. Wer hinter ihnen im Stau steht und deshalb Zeit hat, ihre Gefährte zu betrachten, stellt sich schnell die Frage, ob hierzulande noch andere Firmen als John Deere Traktoren herstellen. Grün glänzend und deshalb wohl für die Stadtfahrt noch einmal poliert, reiht sich eine Maschine des amerikanischen Landmaschinenherstellers hinter die andere. Der Anteil an roten Traktoren ist verschwindend gering, dabei handelt es sich sicherlich um politisch korrekte Überreste des deutschdemokratischen Arbeiter- und Bauernstaates.

Eine Nachfrage bei John Deere ergibt den ersten Teil eine Erklärung: Seit neun Jahren ist die Firma Marktführer auf dem deutschen Traktorenmarkt. 19,8 Prozent der Trecker auf dem Markt, auf dem 25 Hersteller um 31.250 Maschinen konkurrieren, baut John Deere. Der zweite Teil der Erklärung entspricht voll und ganz dem Zeitgeist: Umweltschutz ist in und Sprit zu teuer. Mit dem 7530 Premium stellt John Deere den sparsamsten Traktor in der Leistungsklasse zwischen 180 und 220 PS nach OECD-Standards her.

Also, Bauern: Blitzfix mit John Deere einen Sponsorvertrag abschließen!

Jetzt schnell sein!

der Freitag digital im Probeabo - für kurze Zeit nur € 2 für 2 Monate!

Geschrieben von

Freitag-Abo mit dem neuen Buch von T.C. Boyle Jetzt zum Vorteilspreis mit Buchprämie sichern.

Print

Erhalten Sie die Printausgabe direkt zu Ihnen nach Hause inkl. Prämie.

Zur Print-Aktion

Digital

Lesen Sie den digitalen Freitag und wir schicken Ihnen Ihre Prämie kostenfrei nach Hause.

Zur Digital-Aktion

Dieser Artikel ist für Sie kostenlos. Unabhängiger und kritischer Journalismus braucht aber Unterstützung. Wir freuen uns daher, wenn Sie den Freitag abonnieren und dabei mithelfen, eine vielfältige Medienlandschaft zu erhalten. Dafür bedanken wir uns schon jetzt bei Ihnen!

Jetzt kostenlos testen