Felix Werdermann
31.05.2011 | 12:50 12

10 Jahre Laufzeitgarantie

Ausstiegspläne Der Atomausstieg wird sich verzögern, weil es keine festen Ausstiegsdaten geben soll. Stattdessen bleiben flexible Reststrommengen - ein Relikt der rot-grünen Regierung

Manche Zeitungen können in die Zukunft sehen: "2022 geht der letzte Atommeiler vom Netz“, weiß die WAZ. Die Augsburger Allgemeine titelt: "Deutschland steigt bis 2022 aus“ und auch beim Tagesspiegel liest man: "Atom – in elf Jahren ist Schluss“. Bislang sind die schwarz-gelben Ausstiegspläne aber bloß – Pläne. Und zwar nicht einmal besonders gute.

Denn Union und FDP plädieren für einen Hauruck-Ausstieg: Die ältesten Reaktoren bleiben abgeschaltet, alle anderen dürfen noch mindestens zehn Jahre weiterlaufen und sollen dann innerhalb von ein oder zwei Jahren gleichzeitig vom Netz gehen. So steht es im Koalitionsbeschluss, über den die taz berichtet.

Was zunächst etwas verrückt klingt, lässt sich mit dem System der Reststrommengen erklären, dem Ergebnis der rot-günen Ausstiegsverhandlungen mit den AKW-Betreibern. Demnach gibt es keine festen Abschalttermine, sondern jedes Kraftwerk erhält eine bestimmte "Reststrommenge“, die es noch produzieren darf, danach wird es stillgelegt.

Mindestens zehn Jahre weiterlaufen

Der rot-grüne Ausstieg war deshalb auch nicht bis zum Jahr 2020, 2021 oder 2022 befristet. Es war ein Ausstieg mit offenem Ende. Merkels Laufzeitverlängerung hat die Reststrommengen einfach vergrößert, das System blieb. Und auch in der aktuellen Diskussion deutet alles darauf hin, dass es keine festen Abschalttermine geben wird.

Die Folgen sind fatal, denn die Reststrommengen können von einem AKW auf das andere übertragen werden. Die acht abgeschalteten Reaktoren bescheren den übrigen neuen Anlagen dadurch ein längeres Leben. Hinzu kommen Strommengen aus dem AKW Mülheim-Kärlich, das bereits 1988 abgeschaltet wurde. In der Summe können alle neun übrigen Kraftwerke noch mindestens zehn Jahre weiterlaufen.

Das sorgt erstens für mangelnde Investitionen in erneuerbare Energien, weil zu viel überflüssiger Atomstrom den Verkauf von Ökostrom erschwert. Zweitens wird in zehn Jahren das große Jammern beginnen: Neun Atomkraftwerke auf einmal abschalten? Und das nach einem bloß langsamen Ausbau der regenerativen Energien? Vielleicht entscheidet sich eine zukünftige Regierung noch einmal um. Auf die paar Jahre kommt es doch nicht an...

Neue Regierung, neues Glück

Probleme mit den Reststrommengen gab es schon in der Vergangenheit: Vor der letzten Bundestagswahl haben die Energiekonzerne ihre ältesten Reaktoren mit geringerer Leistung gefahren. Worum es dabei ging, hat RWE-Chef Jürgen Großmann ganz unverhohlen gesagt: "Wir können den Reaktor in Biblis so fahren, dass wir mit Restlaufzeiten über die nächste Bundestagswahl kommen. Und dann gibt es vielleicht ein anderes Denken in Bevölkerung und Regierung."

Auch stillstehende AKW verzögern durch eine Reststrommengen-Regelung den Atomausstieg. Je mehr Störfälle, je mehr Reperaturen, desto länger dürfen die deutschen Atomkraftwerke laufen.

Die großen Umweltverbände sind sich daher einig: Es muss feste Abschaltdaten für die einzelnen Atomkraftwerke geben. SPD und Grüne sind bei der Idee zurückhaltend, haben sie doch die Reststromengen ersonnen. Für Union und FDP ist eine Reststrommengen-Regelung verlockend: Nach außen können sie den schnellen Atomausstieg verkünden und die Energiekonzerne wissen, dass ihre Reaktoren zehn Jahre lang nichts zu befürchten haben.

Kommentare (12)

claudia 01.06.2011 | 08:56

Wahrscheinlich gehen alle davon aus, dass der Stromverbrauch noch mal steigen wird.
Konsequente Energiesparmassnahmen sind kein Thema, und dazu kommt:
Wenn tatsächlich den Elektroautofahrern die KFZ-Steuer erlassen wird und wenn für jeden E-PKW zusätzlich 5000 € aus anderen Steuereinnahmen verschenkt werden, dann werden bald viele PKW-Akkus Ladestrom brauchen...

Terranero7 01.06.2011 | 09:41

Kein Platz mehr für die Friedenstaube auf dem Parka ?

Ich frage mich was die Grünen machen wenn die AKW´platt sind denn Endlagerstetten werden gefunden.

Nach dem Kosovokrieg ist die Friedenstaube tod samt SPD mit ihrer Agenda.

Merkt denn keiner was ?

Merkel verkauft erstmal den Eurofihgter nach Indien da Griechenland keine Kohlen mehr hat und Mubarak in den eurokanst kommt.

Handelswege(obwohl Deutsche Rederein lieber unter fremder Flagge fahren Steuer bedingt ) werden überwacht und verteidigt durch die
Bundesmarine wie im Mittelalter.
VOC und Hudsenkompanie sind das beste Historische
Beispiele.

Die Bundeswehr wird umstrukturiert zu einer reinen Angriffsarmee wie es sie noch nichteimal im 3ten Reich gegeben hat.

Das schlimmst in unserer Republik ist das Generalstreiks verboten sind.? Wer sagt das uns doch egal denn wir machen was wir wollen PUNKT aus ende
mit solidarischen Gruß

Terraner 07

Terranero7 01.06.2011 | 09:41

Kein Platz mehr für die Friedenstaube auf dem Parka ?

Ich frage mich was die Grünen machen wenn die AKW´platt sind denn Endlagerstetten werden gefunden.

Nach dem Kosovokrieg ist die Friedenstaube tod samt SPD mit ihrer Agenda.

Merkt denn keiner was ?

Merkel verkauft erstmal den Eurofihgter nach Indien da Griechenland keine Kohlen mehr hat und Mubarak in den eurokanst kommt.

Handelswege(obwohl Deutsche Rederein lieber unter fremder Flagge fahren Steuer bedingt ) werden überwacht und verteidigt durch die
Bundesmarine wie im Mittelalter.
VOC und Hudsenkompanie sind das beste Historische
Beispiele.

Die Bundeswehr wird umstrukturiert zu einer reinen Angriffsarmee wie es sie noch nichteimal im 3ten Reich gegeben hat.

Das schlimmst in unserer Republik ist das Generalstreiks verboten sind.? Wer sagt das uns doch egal denn wir machen was wir wollen PUNKT aus ende
mit solidarischen Gruß

Terraner 07

Felix Werdermann 02.06.2011 | 00:22

Es gibt Neuigkeiten: Nach einer "Formulierungshilfe der Bundesregierung für die Fraktionen der CDU/CSU und FDP" zum Atomgesetzesentwurf ist eine Kombination aus Reststrommengen und festen Abschaltterminen geplant: Die acht ältesten AKW sollen mit dem Inkrafttreten des Gesetzes ihre Betriebsgenehmigung verlieren, für alle anderen Reaktoren gelten die Reststrommengen wie von Rot-Grün vereinbart. Gleichzeitig müssen aber sechs Reaktoren spätestens Ende 2021 (31. Dezember) abgeschaltet sein, die drei jüngsten AKW ein Jahr später.
Da durch die acht stillgelegten AKW einige Reststrommengen übrigbleiben, die auf neuere AKW übertragen werden können, dürften die neun neueren AKW tatsächlich bis in die JAhre 2021 und 2022 laufen (sagen Berechnungen unterschiedlicher Organisationen). Im Unterschied zu einem reinen Reststrommengen-Modell, wie es zuvor erwartet wurde und ich es im Artikel oben beschreibe bedeutet das zweierlei:
1. Durch Pannen, Stillstand etc. wird der Atomausstieg nicht über das Jaahr 2022 hinaus verzögert. Zumindest nicht, wenn das Gesetz bis dahin Bestand hat (die Halbwertszeit der Atomgesetzänderungen war ja auch schonmal höher). Das ist erstmal positiv.
2. Das Problem des Haurucks-Ausstiegs bleibt. Es gibt in den nächsten Jahren weniger Anreize in Erneuerbare zu investieren, danach sollen innerhalb kurzer Zeit gleich neun AKW vom Netz. Es könnte also gut sein, dass in zehn Jahren nochmal dran gedreht wird. Eine heiße Diskussion wird es auf jeden Fall geben. Und Fukushima ist dann schon weitestgehend vergessen.

claudia 02.06.2011 | 08:09

Zitat aus dem verlinkten Artikel:
>>Eine Million E-Autos würden weniger als ein Prozent des derzeitigen Gesamtstromverbrauchs Deutschlands benötigen – was der Strommenge von gerade einmal 400 modernen Windrädern entspricht.
Die derzeit leistungsstärksten Windgeneratoren haben eine Nennleistung von 5 Megawatt. 400 Stück davon leisten also 400 x 5 = 2 Gigawatt. Gehen wir davon aus, dass die 400 Windräder 24 Stunden am Tag mit Volllast laufen, dann liefern sie pro Tag 2 x 24 = 48 Gigawattstunden elektrische Arbeit. Bei 1 000 000 Fahrzeugen wären das 48 KWh pro Tag und Fahrzeug, wobei ein Li-Ionenakku ca. 90 %, also 43,2 KWh an den Motor weiter geben könnte. Für eine Fahrzeit von 1,5 bis zwei Stunden pro Tag würde das sicher ausreichen, setzt aber voraus, dass die 400 Windräder kontinuierlich laufen, was sie bekanntlich nicht tun.

Dass die Fahrzeugakkus wie ein Pumpspeicherwerk immer bei Bedarf gespeicherte Elektroenergie ins Netz zurück geben halte ich für einen reinen Werbegag. Wenn die Fahrzeuge mal da sind, wird man zugeben, dass dies nicht der Fall ist. Im Gegenteil sind externe Speicher nötig, um kontinuierliche Akkuladung nach Bedarf zu gewährleisten.
Ausserdem bleibt die Fahrzeugindustrie natürlich nicht bei einer Mio. Fahrzeugen stehen.
Und man wird, wie schon beim Ottomotor, im Konkurrenzkampf auch beim Elektromotor wieder die Motorleistung Schritt für Schritt hochtreiben. Damit muss dann auch die Stromerzeugung Schritt halten.
Es wird erklärt werden, dass die „Kaufanreize“ immer weiter bestehen bleiben müssen, weil der ganze Hype den PKWisten sonst zu teuer wird. Ohne Kfz- und Treibstoffsteuer wird der PKW endgültig zu einem gigantischen Subventionsobjekt werden, weil Bau und Reparatur von Strassen, Ampelanlagen und die Kosten für die Polizeiüberwachung komplett aus anderen Steuertöpfen finanziert werden müssen. Und wir werden aus der Falle nicht mehr heraus kommen, weil Autoindustrie Siemens permanent die Arbeitsplatzkeule schwingen.

Dazu kommt, dass die Errichtung der Infrastruktur von den Stromkunden über einen erhöhten Strompreis mitfinanziert werden muss. Auch von Solchen, die energiesparend mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren.

Man könnte natürlich Hochleistungssolarzellen aufs Autodach montieren (hab ich von einem BMW-Mitarbeiter gehört). Aber die enthalten das hochgiftige Galliumarsenid. Bei den 300 000 Autounfällen pro Jahr würde bald eine unübersichtliche Menge an GaAS-Schrott anfallen. Ausserdem würde Galliumarsenid durch die hohe Nachfrage teurer werden und müsste noch mal extra subventioniert werden.

Technische Systeme werden nicht besser dadurch, dass man sie „Technologie“ nennt.

Statt uns immer weiter zu verstricken, sollten wir lieber endlich energie- und rohstofftechnische Nägel mit Köpfen machen. Wir haben ein gewaltiges Einsparpotential.
Eine auf die einzelne Firmenbilanz fixierte Betriebswirtschaft wird uns dabei allerdings nicht weiter helfen können, im Gegenteil.
Eher sollten wir mal ein naturwissenschaftlich fundiertes technisches Grundkonzept unserer Gesellschaft entwickeln.
Das Basteln an Einzelsystemen ohne Gesamtkonzept ist technisch und volkswirtschaftlich uneffizient.

claudia 02.06.2011 | 09:19

>>...die Halbwertszeit der Atomgesetzänderungen war ja auch schonmal höher...
Ja klar, es kommt halt immer darauf an, welche Lobby welche Aufträge erteilt.

>>Und Fukushima ist dann schon weitestgehend vergessen.
Ich kann mir vorstellen, dass darauf spekuliert wird. Tschernobyl wurde auch vergessen.
Der Vergessprozess hat bereits begonnen: Ich kenne Leute, die schon jetzt weniger Angst vor radioaktiven Isotopen haben als vor zwei Monaten, weil sie eher an Ehec sterben werden.

---
Es fehlt ein grundlegendes zukunftsfähiges Technikkonzept.
Dazu gehört eine Neubewertung der Industrieproduktion, die mehr auf stabile Gebrauchswerte als auf "grenzenloses" Umsatzwachstum ausgerichtet werden muss. Ausserdem müssen Rohstoffkreisläufe ausgebaut werden (z.B. die ständige Neuproduktion von Aluminim ist ein heftiger Stromfresser).
Mit haltbaren Produkten, die weniger oft ersetzt werden müssen, und konsequenten Rohstoffkreisläufen könnte wahrscheinlich ein wesentlicher Teil der heutigen Grosskraftwerke überflüssig werden.

Ausserdem brauchen wir verbindliche Gerätenormen. Es ist ein technischer Unfug erster Güte, dass bei Millionen elektronischen Geräten das Netzteil nach dem Ausschalten am Stromnetz bleibt und Strom verbraucht, nur weil ein Niedervoltschalter 1 € billiger ist als ein 220-V-Schalter.
Ebenfalls sollte dringend über die "Notwendigkeit" von "stand-by" nachgedacht werden.

Es sollte auch noch mal über die Wasserkraft nachgedacht werden. Vor ca. 50 Jahren wurden sehr viele kleine Laufwasserkraftwerke stillgelegt. Da liegt ein Potential brach. (Kleinanlagen, die nicht einen ganzen Fluss absperren, sind kein schwerwiegender Eingriff in die Flusslandschaft.)

Ich kann mir vorstellen, dass die Wasserkraft, bei gleichzeitiger Nutzung des Einsparpotentials, wieder zum Rückgrat der "Grundlast" werden könnte.
Als Speicher im Stromnetz haben sich Pumpspeicherwerke bewährt. Sie können gespeicherte Energie recht effizient ins Netz zurück geben.
Selbst wenn zwei, drei neue Pumpspeicheranlagen gebaut werden müssten: Speicherseen werden, wenn sie mal da sind, nicht als negativ empfunden. Sie sind ein anderes Biotop als Land ohne See, mehr nicht.

Für die Erzeugung sollten gigantische Zentralanlagen vermieden werden. Das gilt auch für Wind- und Solaranlagen. Dezentrale Erzeugung mit kleinen Anlagen kann die Vielfalt der Primärenergien besser nutzen.

Bei Solaranlagen würde ich auf Galliumarsenid verzichten, auch wenn Reinsilizium eine geringere Energieausbeute bringt. Silizium ist in grossen Mengen verfügbar und vor allem ungiftig. Nicht alles, was machbar ist, ist langfristig problemlos, wie wir heute wissen können. Falls wir es wissen wollen.

Und last but not least sollten wir uns mit der Worthülse "Mobilität" auseinander setzen.

Was ich hier schreibe ist noch kein fertiges Konzept, sondern Denkanstoss.
Jeder neue Tag bietet eine neue Chance, mit einem nachhaltigen technischen Gesellschaftskonzept anzufangen.

Felix Werdermann 02.06.2011 | 14:54

Hallo Claudia!

In Deiner Grundaussage, dass es genug Einsparpotential gibt, und dass wir das nutzen sollten anstatt eine schöne neue E-Auto-Welt zu schaffen, stimme ich Dir zu.
Ein paar Anmerkungen aber: Die 400 Windräder sind die Angabe, die der Branchenverband BEE macht (was ursprünglich auch in dem Text stand, wegen Platzmangel aber gekürzt wurde): www.bee-ev.de/_downloads/publikationen/sonstiges/2010/1005_BEE-Position_Erneuerbare-Elektromobilitaet.pdf
Von der Firma Juwi (die im Erneuerbaren-Bereich arbeitet) gibt es sogar die Zahl 160 Windräder: www.klimaretter.info/standpunkte/5954-q160-windraeder-reichen-fuer-eine-million-e-autosq
Und natürlich wird es - wenn wir einmal bei 1 Million sind - nicht dabei bleiben. Jedoch ist der Vergleich ja auf das Jahr 2020 bezogen. Dann soll es 1 Mio. E-Autos geben und der Anteil der Erneuerbaren könnte laut BEE bei 47 Prozent liegen (und die Progrnosen zum Ausbau der Erneuerbaren waren in Vergangenheit eher untertrieben).
Aber wie auch immer: Energie sparen, ÖPNV ausbauen, etc. ist sicher am wichtigsten.

Felix Werdermann 02.06.2011 | 14:54

Hallo Claudia!

In Deiner Grundaussage, dass es genug Einsparpotential gibt, und dass wir das nutzen sollten anstatt eine schöne neue E-Auto-Welt zu schaffen, stimme ich Dir zu.
Ein paar Anmerkungen aber: Die 400 Windräder sind die Angabe, die der Branchenverband BEE macht (was ursprünglich auch in dem Text stand, wegen Platzmangel aber gekürzt wurde): www.bee-ev.de/_downloads/publikationen/sonstiges/2010/1005_BEE-Position_Erneuerbare-Elektromobilitaet.pdf
Von der Firma Juwi (die im Erneuerbaren-Bereich arbeitet) gibt es sogar die Zahl 160 Windräder: www.klimaretter.info/standpunkte/5954-q160-windraeder-reichen-fuer-eine-million-e-autosq
Und natürlich wird es - wenn wir einmal bei 1 Million sind - nicht dabei bleiben. Jedoch ist der Vergleich ja auf das Jahr 2020 bezogen. Dann soll es 1 Mio. E-Autos geben und der Anteil der Erneuerbaren könnte laut BEE bei 47 Prozent liegen (und die Progrnosen zum Ausbau der Erneuerbaren waren in Vergangenheit eher untertrieben).
Aber wie auch immer: Energie sparen, ÖPNV ausbauen, etc. ist sicher am wichtigsten.

Felix Werdermann 03.06.2011 | 14:48

Noch ein Update: Das Umweltministerium möchte sich nicht dazu äußern, ob in der nächsten Legislaturperiode schon AKW vom Netz gehen (das hieße, mindestens eins würde spätestens 2017 abgeschaltet). Stattdessen verweist die Ministeriumssprecherin auf die Pressekonferenz vom Montag.
Dort hatte Röttgen u.a. folgendes gesagt: "Manche bzw. die meisten dieser Kernkraftwerke haben ihr Laufzeitende nach 32 Jahren deutlich früher als 2021 und 2022. Hinzu kommen aber noch die Strommengen aus Mülheim-Kärlich und Krümmel, sodass sich aus den nach 32 Jahren endenden Laufzeiten ‑ das fängt circa 2014 bei Grafenrheinfeld an und geht bei anderen dann Jahr für Jahr hoch ‑ Verlängerungen ergeben. Das wird aber eben nicht 2021, sondern bis zu einem Zeitpunkt vor 2021 sukzessive auslaufen."