RE: Unappetitliche Trickserei | 21.01.2016 | 11:45

Also ich habe bei Emnid nachgefragt. Es ist falsch, dass die Ergebnisse dem Auftraggeber vorgelegt werden und dann nochmal geändert werden. Sondern Emnid hat eine Art der Gewichtung, die das Ergebnis möglichst repräsentativ machen soll und dieses Vorgehen wird bei jeder Umfrage angewandt, egal von welchem Auftraggeber. Die Ergebnisse werden dann dem Auftraggeber vorgelegt und dann ist Schluss. (Man kann natürlich kritisieren, dass der Auftraggeber die Ergebnisse in der Schublade verschwinden lassen kann.)

RE: Unappetitliche Trickserei | 20.01.2016 | 09:45

Dass erste Ergebnisse dem Auftraggeber vorgelegt werden und anschließend noch geändert wird, war mir nicht bekannt. Ich werde mal bei einem Umfrageinstitut anfragen, ob das stimmt.

Unabhängig davon finde ich es eine andere Qualität, ob man wie Foodwatch die Tabellen gleich veröffentlicht, oder wie das Ministerium die nur an Journalisten rausgibt und auch noch Ergebnisse irreführend darstellt und Fragen wertend formuliert.

RE: Unappetitliche Trickserei | 19.01.2016 | 20:42

Natürlich gibt es eine Gewichtung. Nach vorher festgelegten Kriterien. Ich bin bei Ihrer Formulierung "Korrektur" davon ausgegangen, dass Sie eine nachträgliche Korrektur meinen. Das hat es soweit ich weiß nicht gegeben.

Und wenn Sie Hinweise darauf haben, dass die Stichprobe bzw. die Gewichtung von Emnid nicht so gut die Realität widerspiegelt, können Sie das ja äußern. Ansonsten gehe ich davon aus, dass Emnid ein Interesse hat, möglichst nah an die Realität zu kommen. Da kann es dann Fehler geben, aber das ist etwas anderes als die Manipulation der Fragen oder der Darstellung von Antworten.

RE: Unappetitliche Trickserei | 19.01.2016 | 17:40

Also die konkreten Fragestellungen, die ich z.B. kritisiere, sind doch Teil der Methodik. Und wenn die Fragen so formuliert sind, dass sie gewisse Ergebnisse sehr wahrscheinlich hervorbringen, kann man das doch kritisieren. Und wie die Umfrageergebnisse in dem Ernährungsreport dargestellt werden, kann man auch kritisieren.

Zu der Foodwatch-Umfrage: Die Tabellen mit den Daten wurden veröffentlicht. Ich habe da nichts von Korrekturen/Gewichtungen gelesen, also gehe ich davon aus, dass es das nicht gab. Das ist auch glaube ich eher ein Instrument, das bei Wahlprognosen eingesetzt wird. Und das gibt dann übrigens auch kein Umfrageinstitut bekannt, wie sie das genau "berichtigen", weil das ihr Unternehmensgeheimnis ist.

RE: Unappetitliche Trickserei | 19.01.2016 | 15:14

Die Angaben, die diese Kritik ermöglichen, sind ja die Tabellen mit den genauen Ergebnissen. Diese wurden, soweit ich sehe, nicht auf der Website des Ministeriums veröffentlicht, sondern laut Pressestelle den Journalisten zur Verfügung gestellt. Inzwischen hat Foodwatch diese Tabellen veröffentlicht.

Bei der Foodwatch-Umfrage hingegen sind die Tabellen direkt auf der Foodwatch-Seite zu finden, sogar oben in meinem Text verlinkt.

Wir müssen also nicht jedes Wort unüberprüft übernehmen. Im Übrigen fand ich auch ganz interessant, dass bei der Foodwatch-Umfrage nur 49 Prozent Zustimmung zur Besteuerung herauskam. Ich hätte durch die andere Formulierung eine stärkere Steigerung gegenüber den 43 Prozent des Ministeriums erwartet.

RE: Die Gedanken sind rechts | 14.01.2016 | 17:18

Hm, also ich vermute, dass sich das so erklären lässt, dass die US-Geheimdienste zumindest offiziell die Abwehr von Straftaten zum Ziel haben und nicht abstrakt den Schutz der Verfassung.

RE: Die Gedanken sind rechts | 14.01.2016 | 16:19

Also ich habe nun eine Antwort von Till Müller-Heidelberg erhalten. Er meint, einen Geheimdienst gegen ausländische Bedrohungen dürften die meisten Staaten haben. Einen Geheimdienst aber, der die eigenen Bürger bespitzelt und die Konformität mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung prüft (und nicht Straftaten oder Gewalttätigkeiten), das gebe es nur in Deutschland.

RE: Danke, Syriza! | 13.01.2016 | 09:49

Also es geht nicht um den EuGH, sondern um den EGMR (Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte). Der stützt sich in seinem Urteil auf Artikel 14 der Europäischen Menschenrechtskonvention, in dem die Diskriminierung verboten ist.

http://www.katholisches.info/2013/11/11/menschenrechtsgerichtshof-zwingt-griechenland-ideologisches-diktat-auf/

http://dejure.org/gesetze/MRK/14.html

RE: Unheimliche Nachbarn | 08.01.2016 | 11:02

wenn ich mir ansehe, was so gemeldet wird über die zukunft der energiegewinnung internazional, steht die brd ziemlich allein auf weiter flur.

Also die Bedeutung der Atomkraft wird definitiv abnehmen. Keine Frage, ein paar Reaktoren werden noch gebaut, aber weitaus weniger als abgeschaltet werden. Kann man in den vergangenen Jahren beobachten. Mycle Schneider gitb dazu jährlich einen Bericht heraus.

http://www.dw.com/de/unrentable-atomkraft-wird-zum-risiko/a-18294599

http://www.worldnuclearreport.org/

RE: Die Gedanken sind rechts | 08.01.2016 | 10:48

Wer staatliche Geheimdienste abshaffen will, privatisiert das Geheimdienstgeschäft, entzieht es in Gänze parlamentarischer Kontrolle

Nein, Geheimdienstarbeit wäre verboten, auch für private Unternehmen.